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Am Saarländischen Staatstheater geht es wieder los- Außergewöhnliche Kulisse, vokale Brillanz und hinreißende Musik

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Foto: Saarländisches Staatstheater

Staatstheater goes Völklinge Hütte - Gelebte Nachbarschaft an einem spannenden Ort 

Um Theaterliebhabern auch in diesem Jahr etwas Besonderes präsentieren zu können, hat sich das Saarländische Staatstheater einen bemerkenswerten Ort ausgesucht, um in die neue Spielzeit zu starten. Der neue Generaldirektor der Völklinger Hütte, Dr. Ralf Beil, griff das Spielzeitmotto “gelebte Nachbarschaft” auf und lud das Theater ein, an einem der spannendsten Orte der Welt, der Völklinger Hütte, zu spielen. An zwei Sonntagen haben Besucher bei kostenlosem Eintritt die Möglichkeit, verschiedene Theater-Parcours  zu erleben und können den Klängen des saarländischen Staatsorchesters lauschen.  

Los geht es am Sonntag, 23. August,  zwischen 14 und 18 Uhr. Zahlreiche Sänger, Musiker, Schauspieler und Tänzer werden auf dem gesamten Areal des Weltkulturerbes Völklinger Hütte eine einmalige Show bieten. Weiter geht es dann am Sonntag, 30.August, ab 16 Uhr mit dem Konzert des saarländische Staatsorchesters im Roheisenkanal des Weltkulturerbes. 

Weitere Informationen und Freitickets erhalten Interessenten unter www.voelklinger-huette.org.

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Foto: © thomasknospe – stock.adobe.com

Neue Spielzeit sorgt für Gänsehautmomente und zeigt Omnipräsenz von Politikern auf

In die Saison startet das Staatstheater mit »Nora_Spielen!« am Samstag, 5. September, um 19.30 Uhr in der Alten Feuerwache in Saarbrücken. Henrik Ibsens »Nora« gilt als die Emanzipationsgeschichte des 19. Jahrhunderts und mit »Was geschah, nachdem Nora ihren Mann verlassen hatte« verlängerte Elfriede Jelinek das Sujet ins 20. Jahrhundert. 

Henrik Ibsens »Nora« so gelesen wie diese Saison im Staatstheater, ist jedoch weniger die Geschichte einer weiblichen Emanzipation als vielmehr ein meisterhaftes Spiel mit den fragwürdigen Idealen und Konventionen einer Gesellschaft, die denkt, mit Geld alles regeln zu können. 

Am Sonntag, 6. September, hebt sich im Großen Haus der Vorhang für Verdis »Il Trovatore«.  Die Vorgeschichte der Oper Der Troubadour spielt zwanzig Jahre vor Beginn der Handlung. Auch wenn das Staatstheater sich  pandemiebedingt aus der chorischen Opulenz der wahrlich verzwickten Handlung des »Il Trovatore« auf das Innenleben der Figuren, den Bruderzwist im Politischen wie im Persönlichen zwischen Graf Luna und dem Troubadour Manrico, zurückzieht, wird dies für die Gäste nicht minder spannend. Azucena, welche um ein dunkles Geheimnis der Herkunft der Brüder weiß, führt durch die seelischen Kammern aller Figuren und enthüllt letztlich eine grauenvolle Wahrheit. Verdis Kaleidoskop suggestiver Bilder wunderbarer  Musik und vokaler Brillanz garantiert Gänsehautmomente.

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Foto: Saarländisches Staatstheater

Zu »Die Politiker« von Wolfram Lotz lädt die sparte4 für Freitag, 18. September, um 20 Uhr ein. Lotz beschäftigt sich in seinem 2019 uraufgeführten Text mit dieser Spezies, stellt ihre mediale Omnipräsenz der Selbstisolation des Schreibenden gegenüber. Dabei postuliert er den Selbstwert des künstlerischen Prozesses: »Wenn wir schreiben«, so Lotz, »fordern wir eine Autonomie von der Welt! Darüber sollten wir uns im Klaren sein. Wenn wir schreiben, so schreiben wir nicht einfach die Welt ab, sondern wir entwerfen Vorschläge, Änderungen, Forderungen, indem wir die Welt nicht sehen, wie sie ist, sondern wie sie für uns ist, und wie sie sein könnte, wenn man uns lassen würde, oder wie sie nicht wäre, niemals.« Dieses »Propagieren der Fiktion«, wie Lotz es nennt, ist hochpolitisch und nicht erst in Corona-Zeiten bedenkenswert.

Weitere Veranstaltungstermine gibt es in den Monatsspielplänen der Theaterwebsite  https://www.staatstheater.saarland/spielplan oder der Theaterzeitung.

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Foto: Saarländisches Staatstheater

Die wichtigsten Infos im Überblick:

GESTAFFELTER VORVERKAUFSBEGINN

Ab Montag, 24. August, um 10 Uhr, sind Karten für sämtliche Vorstellungen im August, September und Oktober erhältlich. Der Ticketverkauf für November und Dezember einschließlich Weihnachts- und Silvestervorstellungen beginnt anderthalb Monate später: am Donnerstag, 1. Oktober. Eintrittskarten sind wie gewohnt telefonisch unter +49 (0)681 3092-486 oder persönlich an der Vorverkaufskasse (Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr, Samstag 10 bis 14 Uhr) erhältlich. 

Im Onlineverkauf werden die Plätze nach dem Bestplatz-Prinzip vergeben (Saalplanbuchung, das heißt eigene Auswahl der Plätze, sind zurzeit nicht möglich). Beim Kartenkauf besteht die Notwendigkeit der Datenerfassung (Name, Wohnort, Telefonnummer), um im Corona-Verdachtsfall die Nachverfolgung der Infektionskette sicherstellen zu können.

RUND UM DEN THEATERBESUCH

In allen Spielstätten – auch in der Alten Feuerwache und der sparte4 – werden feste Sitzplätze (Platznummerierung) vergeben. Einlass in alle Spielstätten jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn. In allen Spielstätten sowie an der Vorverkaufskasse gelten die Abstands- und Hygieneregeln. Da diese immer wieder angepasst werden, bittet das Team des Staatstheaters seine Gäste, sich bitte kurz vor ihrem  Vorstellungsbesuch auf der Internetseite www.staatstheater.saarland/service über die aktuell geltenden Regelungen zu informieren.

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Die Alte Feuerwache Foto: Saarländisches Staatstheater

Die Spielstätten

Staatstheater, Großes Haus 
Schillerplatz 1
66111 Saarbrücken

Alte Feuerwache 
Landwehrplatz 
66111 Saarbrücken

sparte4 
Eisenbahnstraße 22 
66117 Saarbrücken

Congresshalle 
Hafenstraße 
66111 Saarbrücken

Völklinger Hütte 
Rathausstraße 75 - 79 
66333 Völklingen


VORVERKAUFSKASSE 
Schillerplatz 2 
66111 Saarbrücken 
Telefon (0681) 3092-486 
Öffnungszeiten 
Montag bis Freitag 
10 bis 18 Uhr 
Samstag 10 bis 14 Uhr

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