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Mangel an Hausärzten im Saarland spitzt sich zu

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Im Saarland fehlen Hausärzte. Vor allem in Wadern und Lebach droht ärztliche Unterversorgung. Symbolfoto: Benjamin Ulmer/dpa-Bildfunk

Die Mangelversorgung wurde durch neue Vorgaben zur Arztdichte festgestellt. Nach der neuen Berechnung gibt es 83 unbesetzte Hausarztsitze im Saarland. Zuvor waren es nur 40. Das berichtete die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Saarland dem SR. Die Neuberechnung betrifft nicht nur Hausärzte, sondern auch Rheumatologen und Psychotherapeuten. Auch für diese soll es in Zukunft mehr Kassensitze geben. 

Bedarfsplanung sieht weniger Patienten pro Arzt vor

Den veränderten Zahlen liegt eine neue Bedarfsplanung des Gemeinsamen Bundesausschusses von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken zugrunde. Durch die älter werdende Bevölkerung sei auch der Krankenstand erhöht. Daher müsse eine wohnortnähere Versorgung gewährleistet werden. Entsprechend wurde die Verhältniszahl von Ärzten zu Patienten gesenkt. Statt 1.670 Patienten pro Arzt, soll ein Mediziner künftig nur noch 1.609 Menschen versorgen. In Gebieten, in denen mehr ältere und kranke Menschen leben, wird die Zahl nach unten korrigiert. 

Ärztliche Unterversorgung in Wadern

In Wadern sei man durch die Neuberechnung sogar in die Unterversorgung gerutscht. Dort soll sich ein Hausarzt künftig nur noch 1.438 Patienten kümmern. Das drohe laut KV-Vorsitzendem Joachim Meiser im SR auch in Lebach. Der Versorgungsgrad liege dort knapp unter 80 Prozent. Diese Zahlen seien zunächst jedoch rein rechnerische Feststellungen. Laut Stadtverwaltung und Ärzten vor Ort funktioniere die ärztliche Versorgung.

Dennoch müsse man in Wadern reagieren und gegebenenfalls eine eigene Praxis eröffnen. Das Problem: Die Suche nach einem Arzt, der bereit ist sich dort niederzulassen. Von 670 Hausärzten im Saarland sind 18 Prozent über 65 Jahre alt. In den nächsten fünf Jahren rechnet die KV damit, dass 50 der Mediziner ihre Tätigkeit beenden

Verwendete Quellen:
• Saarländischer Rundfunk
• Deutsche Presseagentur

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