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Mit DPA

Anja Reschke gewinnt Siebenpfeiffer-Preis in Homburg - Kritik aus der Saar-AfD

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Der Siebenpfeiffer-Preis ging in diesem Jahr an ARD-Moderatorin Anja Reschke - sehr zum Missfallen der Saar-AfD. Archivfoto: Karlheinz Schindler/dpa-Bildfunk

 Die Journalistin und ARD-Fernsehmoderatorin Anja Reschke (47) ist am Sonntag in Homburg mit dem Siebenpfeiffer-Preis 2019 geehrt worden. In ihrer Dankesrede appellierte sie zu mehr Wachsamkeit. Das Augenmerk sollte auch auf dem liegen, was erhaltenswert sei und nicht immer darauf, was abgelehnt werde.

Preis ehrt Einsatz für demokratische Werte

Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird in der Regel alle zwei Jahre an Journalisten vergeben, die sich für demokratische Grundwerte einsetzen. Die Auszeichnung erinnert an Philipp Jakob Siebenpfeiffer (1789-1845), einen der Initiatoren des Hambacher Festes, bei dem Menschen in der Pfalz 1832 für Freiheit und Demokratie demonstrierten. 

Beleidigungen und Hassparolen gegen Journalisten

Insbesondere Journalistinnen und Journalisten seien im Internet durch Schmähkritik, Beleidigungen und Hassparolen bis hin zu Drohungen gegen Leib und Leben Einschüchterungsversuchen ausgesetzt, sagte SR-Intendant Thomas Kleist als Jury-Vorsitzender des Preises. Reschke zeige seit Jahren durch ihre journalistische Arbeit Rückgrat. Ihre Haltung beinhalte Mut und Stärke und fordere auf, sich auf das Grundgesetz zu besinnen, das 2019 seinen 70. Geburtstag feiere.

Kommentar in den Tagesthemen 

Im August 2018 wurde ein Kommentar von Reschke in den Tagesthemen viel diskutiert. Sie richtete sich in dem Beitrag gegen Hetze im Internet. Ihr Appell: "Dagegen halten - Mund aufmachen!"

Saar-AfD kritisiert die Entscheidung

Die Landtagsfraktion der AfD reagierte prompt und teilte in einer Pressemitteilung ihren Unmut über die Verleihung des Preises an Reschke mit. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Rudolf Müller wirft ihr Propaganda "linksgrüner Ideologien" vor. Sie rechtfertige aktuelle Regierungspolitik und diffamiere "politisch anders Denkende". Müller ist in den vergangenen Jahren vor allem wegen Handel mit Hakenkreuzen und anderen teils verbotenen Nazi-Devotionalien und seiner Forderung nach einer Liste der Vornamen von Messerstechern aufgefallen. Auch eine Rede des Politikers zum "Facebook-Gesetz" sorgte für Empörung. 

Verwendete Quellen:
• Deutsche Presseagentur
• Eigene Recherche
• Saarländischer Rundfunk
• Pressemitteilung der Saar-AfD

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