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Seniorin mehr als 100.000 Euro gestohlen: Polizei Saarlouis wertet DNA-Spur aus

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Die drei Täterinnen klauten der 83-jährigen Saarlouiserin ihre gesamten Ersparnisse - mehr als 100.000 Euro. Symbolfotos: Karl-Josef Hildenbrand | Jana Bauch/dpa-Bildfunk

Noch immer sucht die Polizei nach den drei Frauen, die einer 83-Jährigen aus Saarlouis mehr als 100.000 Euro gestohlen haben. Die Beamten werten derzeit unter anderem eine DNA-Spur aus, die am Tatort gefunden wurde, sagte Kriminalhauptkommissar Michael Rupp zu SOL.DE.

Mit "Wasserglas-Trick" in Wohnung gelangt

Die Täterinnen hatten sich am 22. Oktober, gegen 14.20 Uhr, mithilfe des sogenannten "Wasserglas-Tricks" Zugang zur Wohnung der Seniorin in der Max-Planck-Straße im Stadtteil Steinrausch verschafft: Zunächst hatte da Trio bei der Frau geklingelt und angeben, im gleichen Mehrfamilienhaus zu wohnen. Dann baten die Unbekannten um ein Glas Wasser - und die 83-Jährige ließ sie in ihre Wohnung.

Eine der Täterinnen begab sich dann unbemerkt in das Schlafzimmer der Seniorin und durchsuchte es nach Wertsachen. Als die Geschädigte das bemerkte, wurde sie von den beiden anderen Frauen an der Schulter gepackt und festgehalten.

Trio klaut mehr als 100.000 Euro

Das Täter-Trio flüchtete danach aus der Wohnung und zu Fuß in Richtung Kurt-Schumacher-Allee. Erst, als die Polizei den Fall aufnahm, erkannte die 83-Jährige: Eine der Frauen hatte aus dem Schlafzimmer die gesamten Ersparnisse der Seniorin geklaut - mehr als 100.000 Euro lagen dort bar.

Opfer wohl gezielt ausgesucht

Bei den Beamten beschrieb die Geschädigte eine der Frauen als circa 40 Jahre und eine andere als 25 Jahre alt. Alle drei Unbekannten hatten dunkles Haar und waren dunkel bekleidet gewesen. Die Erstellung eines Phantombilds war bislang nicht möglich. "Wir haben es versucht, aber die 83-Jährige kann sich nicht mehr genau an alles erinnern", sagte Hauptkommissar Michael Rupp. 

Eine eventuell heiße Spur, der die Ermittler jetzt nachgehen: Die Täterinnen hatten sich auf Russisch unterhalten. Die 83-Jährige ist selbst Deutsch-Russin und konnte die Sprache deshalb identifizieren. Es deutet vieles darauf hin, dass die Seniorin gezielt ausgesucht wurde und kein Zufallsopfer war. "Die Täterinnen haben schon genau gewusst, wo sie hingehen", so Rupp.

Die Polizei hofft weiterhin auf Hinweise aus der Bevölkerung. Haben die drei Frauen es möglicherweise bei anderen Haushalten ebenfalls mit dem "Wasserglas-Trick" probiert? Tipps an die Inspektion in Saarlouis, Tel. (06831)9010.

Verwendete Quellen:
- eigene Recherche
- eigener Bericht

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