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"Luisa ist hier": Stadtratskoalition will mehr Sicherheit für Frauen in Saarbrücken

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Mit "Luisa ist hier" sollen Frauen sich im Nachtleben von Saarbrücker unbeschwerter bewegen können. Symbolfoto: Pixabay

Frauen (aber auch Männer) sollen es mit "Luisa ist hier" leichter haben, in einer unangenehmen Situation um Hilfe zu bitten. Fühlt sich eine Frau beim Ausgehen in einer Bar, einer Diskothek oder einer öffentlichen Party belästigt, kann sie sich mit der Frage "Ist Luisa hier?" an das Personal wenden. 

Diskrete Hilfe bei Belästigung

Die Mitarbeiter sollen dann unmittelbar und vor allem diskret helfen, indem sie etwa ein Taxi rufen oder Türsteher und gegebenenfalls sogar die Polizei hinzuziehen. Wie die Hilfe aussehen soll, entscheiden jeweils die Betroffenen. „Zum einen sinkt durch die diskrete Vorgehensweise sicherlich die Hemmschwelle für Frauen, Hilfe in Anspruch zu nehmen", erklärt die Stadtverordnete der Grünen, Jeanne Dillschneider. Zum anderen gehe es insbesondere um Prävention, da durch das unmittelbare Bereitstehen von Hilfe Schlimmeres verhindert werden könne.

Frauen sollen unbeschwert am Nachtleben teilnehmen

Die CDU-Stadtverordnete Dr. Şirin Özfirat erläutert, dass Frauen durch die Hilfe ermuntert werden sollen, am gesellschaftlichen Leben auf Abendveranstaltungen teilzunehmen. „Frauen dürfen nicht durch erfahrene sexuelle Belästigung oder Gewalt davon abgehalten werden, auszugehen!", so Özfirat.

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Die Bars und Clubs in Saarbrücken sollen mit Plakaten und Flyern auf die Aktion aufmerksam machen. Foto: Florentine Dame/dpa-Bildfunk

Gastro-Personal muss geschult werden

Teilnehmen sollen Clubs, Bars und andere Einrichtungen. Diese sollen etwa über eine Informationskampagne für Gastronomen überzeugt werden. Im Anschluss sollen die Betriebe mit Flyern und Plakaten auf das Angebot aufmerksam machen. "Entscheidend wird ebenfalls sein, dass das Personal geschult wird, um mit einer entsprechenden Notsituation sicher umgehen zu können“, so Dr. Şirin Özfirat und Jeanne Dillschneider. 

Das Projekt "Luisa ist hier" stammt vom Frauennotruf Münster und wird bereits in 63 Städten bundesweit umgesetzt. 

Verwendete Quellen:
• Pressemitteilung der Stadtratsfraktion der Grünen vom 22. November 2019

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