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Kinder sexuell missbraucht: Saarwellinger Kita-Busfahrer entschuldigt sich bei Eltern

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Der Prozess gegen den Tatverdächtigen findet aktuell am Landgericht in Saarbrücken statt. Archivfoto: BeckerBredel

Am gestrigen Montag (25. November 2019) begann am Saarbrücker Landgericht der Prozess gegen einen Saarwellinger Kita-Busfahrer (71). Diesem wird zu Last gelegt, in nahezu 100 Fällen Kinder missbraucht zu haben. Der Rentner zeigte sich bereits geständig.

Missbrauchsfälle: Saarwellinger Kita-Busfahrer zeigt Reue

Zum Auftakt des Missbrauchsprozesses sagten unter anderem Einsatzkräfte der Polizei sowie Eltern der betroffenen Kinder aus, berichtet der "SR". Gegenüber diesen habe sich der Angeklagte "mehrfach entschuldigt und um Verzeihung gebeten".

Zuvor kam es zur Verlesung der Anklageschrift. Aus dieser ging nach Angaben der "Bild" etwa hervor, dass der 71-Jährige vor allem ein Geschwister-Paar missbraucht habe. Als die mutmaßlichen Taten des Rentners begannen, wären die Opfer erst drei sowie fünf Jahre alt gewesen.

Das psychiatrische Gutachten bezüglich des Angeklagten steht noch aus. Insofern muss die Frage der Schuldfähigkeit vor Gericht noch geklärt werden.

Fast 100 Fälle sexuellen Missbrauchs

Der Kita-Busfahrer H. soll die Taten im Zeitraum von 2015 bis 2019 begangen haben. Währenddessen war H. als Fahrer eines Unternehmens beschäftigt, das unter anderem Fahrdienste für einen integrativen Kindergarten in Saarwellingen durchführte. So kam der Angeklagte mit den später geschädigten Kindern in Kontakt.

Der Vorwurf: Während des genannten Zeitraums soll der Rentner 97 Fälle sexuellen Missbrauchs begangen zu haben, darunter auch Fälle schweren sexuellen Missbrauchs in Tateinheit mit Vergewaltigung, lautet die Anklage. Darüber hinaus fertigte der ehemalige Fahrer Fotos sowie Videos der Taten an. Das Material soll vor Gericht ausgewertet werden.

Kamera liefert entscheidenden Hinweis

Ermittler wurden mittels eines Hinweises auf den 71-Jährigen aufmerksam. Ein Vater meldete sich bei der Polizei, nachdem er zuvor auf einer Kamera ein anzügliches Bild seines Kindes entdeckt hatte. Jene Kamera gehörte zuvor dem beschuldigten Rentner, der sich in Sicherheit gewogen haben soll, alle entsprechenden Fotos zuvor gelöscht zu haben. Spezialisten der Polizei konnten das Material allerdings wieder herstellen.

Der Prozess wird am 13. Dezember fortgesetzt.

Verwendete Quellen:
- Eigene Berichte
- Angaben der Staatsanwaltschaft Saarbrücken
- Angaben des Landgerichts Saarbrücken
- Saarländischer Rundfunk
- Bild Saarland

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