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So soll der ÖPNV im Saarland verbessert werden

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Der Verkehrsentwicklungsplan sieht unter anderem den Ausbau und die Reaktivierung des Schienennetzes im Saarland vor. Symbolfoto: BeckerBredel

Der Verkehrsentwicklungsplan beinhaltet eine Analyse des ÖPNV im Saarland und empfiehlt Weiterentwicklungen des Nahverkehrs. Mittels Befragungen, Modellrechnungen und Bewertungen hatte ein Ingenieurbüro ein Konzept für die Zukunft von Schienen- und Busnetz erstellt. 

Günstigere Tarife

Zunächst sollen die Tarife günstiger und einfacher werden. Dafür gibt es insgesamt 25 Millionen Euro zusätzlich bis 2023. Saarlandweite Flatrate-Abos sollen das komplizierte Wabensystem für viele Nutzer ersetzen. Laut Gutachten könnten die Nutzerzahlen so um bis zu zehn Prozent steigen. Die Tarifreform ist bereits für 2021 angekündigt. 

Neue Bahnverbindungen

Das Gutachten betrachtet auch lohnenswerte Schienenstrecken, die neu gebaut oder reaktiviert werden sollen. Verbindungen zwischen Saarlouis und Schmelz sowie zwischen Saarbrücken und Großrosseln würden sich besonders auszahlen. Die Strecke zwischen Homburg und Zweibrücken soll ab 2025 wieder in Betrieb genommen werden.

Langfristig soll eine landesweite "S-Bahn Saarland" mit mehr Haltestellen und besserer Taktung entstehen. Zudem soll ein Bus im 60-Minutentakt alle wichtigen Zentren anfahren. Das berichtet der "SR". Die Expressbusse sollen die gleiche Strecke schneller als ein Auto zurücklegen. 

Reaktivierung von alten Schienenstrecken

Auch die mögliche Reaktivierung von alten Schienenstrecken wurde untersucht. Überall dort, wo der Nutzen die Kosten übersteigt, wird eine Wiederbelebung der Schienen vorgeschlagen, zum Beispiel auf der Strecke nach Schmelz. "Solche Maßnahmen sind allerdings mit hohen Kosten verbunden, für die im Haushalt noch kein Geld bereit steht", so Rehlinger. 

Kostenpunkt: 340 Millionen Euro

Insgesamt liegen die Kosten für die Umsetzung aller Vorschläge bei rund 340 Millionen Euro. Vieles davon sei natürlich Zukunftsmusik. "Die Realisierung wird also auch davon abhängen, ob Bund oder Europäische Union bereit sind – Stichwort Klimaziele – mehr Geld dafür zu geben", äußerte die Verkehrsministerin. Wenn dies geschehen sollte, stünde allerdings bereits einKonzept. Der Verkehrsentwicklungsplan soll nach weiteren Diskussionen und Beratungen im Frühjahr 2020 beschlossen werden. 

Verwendete Quellen:
• Pressemitteilung des Verkehrsministeriums, 03.12.19
• Saarländischer Rundfunk

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