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dpa/lrs

Saarland: Zahl der Organtransplantationen deutlich gestiegen

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Bisher können Bürger nur zum Organspender werden, wenn sie dies ausdrücklich wünschen. Am Donnerstag wird im Bundestag über neue Regeln entschieden. Foto: Daniel Maurer/dpa-Bildfunk

Wie aus den am Montag (13. Januar 2020) veröffentlichten vorläufigen Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) hervorgeht, wurden landesweit 71 Organübertragungen durchgeführt, im Vorjahr waren es nur 48. Die Zahl der Organspender blieb mit 18 hingegen exakt gleich. Insgesamt wurden 64 Organe gespendet (Vorjahr: 56).

Deutschland eines der Schlusslichter

Deutschlandweit hingegen ging die Zahl der Organspender von 955 auf 932 zurück. Bei den gespendeten Organen verzeichnete die DSO einen Rückgang von 3113 im Jahr 2018 auf 2995. Mit einer bundesdurchschnittlichen Spenderrate von 11,2 Spendern pro eine Million Einwohner sei Deutschland weiter eines der Schlusslichter im internationalen Vergleich, heißt es in der in Frankfurt verbreiteten Mitteilung.

Bundestag entscheidet über neues Gesetz

Am Donnerstag soll der Bundestag über neue Regeln für Organspenden entscheiden. Dabei geht es um die sogenannte Widerspruchslösung. Ein fraktionsübergreifender Gesetzesentwurf von einer Gruppe um Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) strebt die "doppelte Widerspruchslösung" an. Ab dem 1. Oktober 2022 sollen demnach alle Bürger grundsätzlich als Spender gelten. Man soll dazu aber später Nein sagen können. Ansonsten wäre noch bei Angehörigen nachzufragen, ob ihnen ein Widerspruch bekannt ist.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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