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Verband Saarländischer Karnevalsvereine grenzt gleichgeschlechtliches Paar aus

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Das Prinzessinnenpaar Heike II und Ute I wurde durch den Verband Saarländischer Karnevalsvereine vom Prinzenfrühstück ausgeschlossen. Foto: Facebook/KG Die Rebläuse e.V.

Gleichgeschlechtliches Paar von Prinzenpaar-Wahl ausgeschlossen

Eine Entscheidung des Verbands Saarländischer Karnevalsvereine sorgt aktuell für große Empörung in den sozialen Medien. So wurde ein gleichgeschlechtliches Paar von der Wahl zum "Prinzenpaar des Jahres" ausgeschlossen. Konkret handelt es sich um das Prinzessinnenpaar "Heike II. und Ute I." von der Karnevalsgesellschaft "Die Rebläuse" aus Kleinblittersdorf.

Lapidare Entscheidungsbegründung sorgt für Unmut

Nicht nur die Entscheidung an sich, sondern vor allem auch die "lapidare Entscheidungsbegründung" sorgte bei dem Kleinblittersdorfer Karnevalsverein für großen Unmut. So habe der Verein auf die Nachfrage, warum das Paar bei der Wahl nicht teilnehmen dürfe, vom Verband lediglich die Antwort erhalten, dass bei der Wertung nur das "klassische Prinzenpaar", das "nach Tradition und Brauchtumspflege aus Mann und Frau bestehe" berücksichtigt werden könne.

Update: Ausgrenzung von "Heike II. und Ute I.": Saar-Karnevalsverband weist Homophobie-Vorwürfe zurück

Der Karnevalsverein Kleinblittersdorf wirft dem Verband Saarländischer Karnevalsvereine Homophobie vor, der unter dem Deckmantel von Tradition und Brauchtumspflege versteckt werde. Die Vorwürfe formulierte der Verein des ausgeschlossenen Prinzessinnenpaares am heutigen Mittwochmorgen (15. Januar 2020) in einem Beitrag auf der sozialen Plattform Facebook.

Zahlreiche Saarländer empört

Innerhalb weniger Stunden wurde der Beitrag hundertfach geteilt und kommentiert. Die meisten Personen empfinden die Entscheidung des Karnevalsverbands als nicht mehr zeitgemäß. Eine solche Vorgehensweise sei vor allem auch nicht mit den Grundgedanken des Karnevals zu vereinen. Denn dieser sei offen, bunt und vielfältig. Zudem gehe es gerade darum, "die Obrigkeit nebst überkommener Traditionen unter Narrenfreiheit infrage zustellen".

Verwendete Quellen:
- Facebook-Beitrag des Kleinblittersdorfer Karnevalsvereins vom 15.01.2020

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