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Real im Saarland: Stehen mehr als 150 Arbeitsplätze auf der Kippe?

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Die Supermarktkette Real soll verkauft werden. Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Arno Burgi

Wie geht es mit der Lebensmittel-Einzelhandelskette Real weiter? Voraussichtlich Ende Januar steht der Verkauf an Investoren an. Und die planen wohl Kosteneinsparungen; das wiederum dürfte auch Arbeitsplätze im Saarland gefährden. Gegenüber dem "SR" äußerte die Gewerkschaft Verdi die Befürchtung, dass jede dritte Stelle wegfallen könnte.

Jobs im Saarland gefährdet?

Nach Angaben des Medienberichts beschäftigt die Kette saarlandweit rund 500 Mitarbeiter. Somit würden laut Verdi etwa 150 Arbeitsplätze auf der Kippe stehen. In der Folge fordert die Gewerkschaft Hilfe durch die Politik, berichtet der "SR". Ob diese eingreifen wird, sehe Verdi allerdings skeptisch.

Verkauf von Real

Bereits seit Ende 2018 versucht die Eigentümerin Metro AG, die Lebensmittel-Einzelhandelskette Real zu verkaufen, teilt Verdi mit. Nun stehe - ein zumindest potenzieller - Käufer fest: der deutsch-russische Unternehmenszusammenschluss "X+Bricks".

Wie Medien übereinstimmend berichten, plant Metro, die Supermarktkette Real bis Ende Januar an die Investorengruppe zu verkaufen. Laut Verdi beschäftigt Real derzeit rund 34.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Verwendete Quellen:
- Saarländischer Rundfunk
- Verdi: Handels-Blog

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Polizei in Lebach sucht aktuell diesen unbekannten Mann

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Der Unbekannte hatte mit einer gestohlenen EC-Karte versucht, Geld abzuheben. Foto: Polizei

Wie die Polizei in Lebach mitteilt, kam es bereits am 21. Juni 2019 zu einem Diebstahl einer Bankkarte. Der Vorfall ereignete sich in einem Einkaufsmarkt. Anschließend versuchte ein Unbekannter, mit der entwendeten Karte Geld an einem Automaten der Kreissparkasse Saarlouis abzuheben.

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Per Öffentlichkeitsfahndung erhofft sich die Polizei Hinweise auf die Identität des Mannes. Foto: Polizei

Polizei sucht Mann

Beim Betreten des Vorraumes der Sparkasse wurde der Mann von der Raumüberwachung erfasst. Bislang konnte die Polizei allerdings noch nicht seine Identität feststellen. Aus diesem Grund wird nun um Mithilfe der Öffentlichkeit gebeten: Wer erkennt den Unbekannten?

Hinweise an die Polizeiinspektion Lebach unter der Telefonnummer (06881)5050.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Polizeiinspektion Lebach, 15.01.2020

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Kinder für Physik und Technologie interessieren? So könnte es funktionieren!

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Foto: Villa Lessing

Physik kann spannend sein! Wie bitte?  Zugegeben - wenn man die Begriffe Physik, Professor und Nanotechnologie hört, denkt man nicht gerade an Kinderbücher. Genau dieses ungewöhnliche Zusammenspiel ist jedoch dem renommierten Professor, Prof. Dr. Uwe Hartmann, Inhaber des Lehrstuhls für Nanostrukturforschung und Nanotechnologie in der Fachrichtung Physik an der Universität des Saarlandes, gelungen: mit dem Buch „Apus und die Geheimnisse hinter den Geheimnissen“. Das Buch entführt in eine Welt voller Rätsel, die es zu ergründen gilt. Es handelt von geheimnisvollem Spielzeug, geheimnisvollen Bewegungen und Stoffen bis hin zu geheimnisvoller Elektrizität. Was hat es damit auf sich? Der automatisierte Professor Apus versucht im Verlauf der Erzählung, diesen Geheimnissen auf den Grund zu gehen und lässt sich gemeinsam mit seinen Freunden auf ein spannendes Abenteuer ein.

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Künstliche Intelligenz und Nanotechnologie fesselnd aufbereitet

Uwe Hermann ist es in seinem Buch gelungen, komplexe Themen wie künstliche Intelligenz und Nanotechnologie kindgerecht, fesselnd und leicht verständlich zu erklären. Die Villa Lessing in Saarbrücken lädt im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe regelmäßig zu Lesungen, Dialogen, Konzerten und Seminaren ein. Bei der „Kinderbuchlesung mit medialer Präsentation“ soll sich am 1. März 2020 alles um „Apus und die Geheimnisse hinter den Geheimnissen“ drehen. Zu dieser Gelegenheit hat sich  Prof. Dr. Uwe Hartmann Verstärkung in die Villa Lessing geholt:

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Barbara Scheck und Peter Tiefenbrunner

Mitglieder des Kinder- und Jugendtheaters ÜBERZWERG

Barbara Scheck und Peter Tiefenbrunner sind vor allem als Schauspieler sowie Rundfunk- und Fernseh-Sprecher bekannt. Als langjährige Mitglieder bzw. Mitbegründer des Kinder- und Jugendtheaters ÜBERZWERG sind Kinder- und Jugendthemen quasi ihr „Ding“. Barbara Scheck ist als freie Schauspielerin mit überwiegend eigenen Produktionen für Kinder und Erwachsene seit 1996 aktiv und auch Peter Tiefenbrunner hat bereits zahlreiche Kinderbücher veröffentlicht.

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Villa Lessing und Kinderuni

Villa Lessing und Kinderuni präsentieren

Die Veranstaltung wird zusammen mit der Saarbrücker Kinderuni präsentiert und ist kostenlos. Los geht's am 1. März 2020 um 11:00 Uhr in der Villa Lessing in Saarbrücken. Aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung unter der Mailadresse veranstaltungen@villa-lessing.de oder der Telefonnummer (0681) 96708-0 gebeten.

Kontakt

Villa Lessing
Lessingstraße 10
66121 Saarbrücken
Telefon: 0681/96708-0
Telefax: 0681/96708-25
Homepage: www.villa-lessing.de
E-Mail: info@villa-lessing.de

 

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Immer mehr Saarländerinnen sind berufstätig

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Die Frauenerwerbsquote im Saarland ist deutlich gestiegen. Symbolfoto: Franziska Kraufmann/dpa-Bildfunk

Immer mehr Frauen im Saarland sind berufstätig. Das geht aus Daten hervor, über die der "SR" berichtet. Demnach sei die Zahl der sozialversichungsbeschäftigten Frauen seit 1999 um mehr als 28 Prozent gestiegen. Damit kletterte die Erwerbstätigenquote bei Frauen von 51,4 auf 69,8 Prozent.

Das Saarland schneidet im Vergleich zu anderenBundesländern dennoch schlecht ab: Bei der Frauenerwerbsquote lieg es nur auf Platz 14.

Wirtschafts- und Arbeitsministerin Anke Rehlinger (SPD) bezeichnete die gestiegene Frauenerwerbsquote als "gutes Signal für die wirtschaftliche Entwicklung des Saarlandes". "Trotzdem können wir noch besser werden, die vielfältigen Lebensentwürfe der Saarländerinnen besser zu unterstützen", so Rehlinger weiter.

Das sind laut Arbeitsagentur die Gründe

Mehr als 80 Prozent der Frauen im Saarland arbeiten in Teilzeit, heißt es im Medienbericht weiter. Das läge laut Arbeitsagentur an fehlenden Kinderbetreuungsplätzen sowie einem unzureichendem ÖPNV.

Was ist die Frauenerwerbsquote

Die Frauenerwerbsquote gibt den prozentualen Anteil der weiblichen Personen, die Arbeit haben oder suchen, an der Gesamtzahl der weiblichen Bevölkerung an.

Verwendete Quellen:
- Saarländischer Rundfunk
- eigene Recherche

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Verband Saarländischer Karnevalsvereine grenzt gleichgeschlechtliches Paar aus

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Das Prinzessinnenpaar Heike II und Ute I wurde durch den Verband Saarländischer Karnevalsvereine vom Prinzenfrühstück ausgeschlossen. Foto: Facebook/KG Die Rebläuse e.V.

Gleichgeschlechtliches Paar von Prinzenpaar-Wahl ausgeschlossen

Eine Entscheidung des Verbands Saarländischer Karnevalsvereine sorgt aktuell für große Empörung in den sozialen Medien. So wurde ein gleichgeschlechtliches Paar von der Wahl zum "Prinzenpaar des Jahres" ausgeschlossen. Konkret handelt es sich um das Prinzessinnenpaar "Heike II. und Ute I." von der Karnevalsgesellschaft "Die Rebläuse" aus Kleinblittersdorf.

Lapidare Entscheidungsbegründung sorgt für Unmut

Nicht nur die Entscheidung an sich, sondern vor allem auch die "lapidare Entscheidungsbegründung" sorgte bei dem Kleinblittersdorfer Karnevalsverein für großen Unmut. So habe der Verein auf die Nachfrage, warum das Paar bei der Wahl nicht teilnehmen dürfe, vom Verband lediglich die Antwort erhalten, dass bei der Wertung nur das "klassische Prinzenpaar", das "nach Tradition und Brauchtumspflege aus Mann und Frau bestehe" berücksichtigt werden könne.

Update: Ausgrenzung von "Heike II. und Ute I.": Saar-Karnevalsverband weist Homophobie-Vorwürfe zurück

Der Karnevalsverein Kleinblittersdorf wirft dem Verband Saarländischer Karnevalsvereine Homophobie vor, der unter dem Deckmantel von Tradition und Brauchtumspflege versteckt werde. Die Vorwürfe formulierte der Verein des ausgeschlossenen Prinzessinnenpaares am heutigen Mittwochmorgen (15. Januar 2020) in einem Beitrag auf der sozialen Plattform Facebook.

Zahlreiche Saarländer empört

Innerhalb weniger Stunden wurde der Beitrag hundertfach geteilt und kommentiert. Die meisten Personen empfinden die Entscheidung des Karnevalsverbands als nicht mehr zeitgemäß. Eine solche Vorgehensweise sei vor allem auch nicht mit den Grundgedanken des Karnevals zu vereinen. Denn dieser sei offen, bunt und vielfältig. Zudem gehe es gerade darum, "die Obrigkeit nebst überkommener Traditionen unter Narrenfreiheit infrage zustellen".

Verwendete Quellen:
- Facebook-Beitrag des Kleinblittersdorfer Karnevalsvereins vom 15.01.2020

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Saarlandpakt: Hälfte der Saar-Kommunen hat bereits Hilfen beantragt

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Bereits die Hälfte der Kommunen im Saarland hat die Hilfen beantragt. Symbolfotos: Pixabay

In Zusammenhang mit dem Saarlandpakt sprach Tobias Hans von einem Meilenstein für das Saarland: Die Kommunen würden dadurch neue Spielräume erhalten. Die Hälfte der 53 Saar-Kommunen hat sich bereits für das Programm beworben.

Darüber hinaus meldet die "Deutsche Presse-Agentur" (dpa), dass Hans von einer Teilnahme aller Saar-Kommunen bis zum Stichtag am 30. Juni 2020 ausgehe.

Saarlandpakt für Kommunen gestartet

Bei zwei Kommunen, nämlich den Gemeinden Schwalbach und Rehlingen-Siersburg, seien in der vergangenen Woche bereits die ersten Kassenkredite auf das Land übertragen worden. Der Saar-Ministerpräsident sagte diesbezüglich: "Es geht jetzt wirklich los. Es wird nicht groß abgewartet oder lange gefackelt". Mit neuen Mitteln aus dem Bund-Länder-Finanzausgleich könne man nun in ein "Jahrzehnt der Investitionen" eintreten.

Ziel des Saarlandpakts

Der Saarlandpakt sieht vor, dass das Land ab diesem Jahr die Hälfte der Kassenkredite von insgesamt 2,1 Milliarden Euro übernimmt und innerhalb von 45 Jahren tilgt. Dazu werden pro Jahr 30 Millionen Euro aufgewandt. Im Gegenzug verpflichten sich die Städte und Landkreise, ebenfalls ihren Teil der Kassenkredite abzubauen. Weitere 20 Millionen Euro erhalten die Kommunen für Investitionen.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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"Hans im Glück" eröffnet Laden in Trier

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"Hans im Glück" soll Ende Februar in Trier eröffnen. Archivfotos: Instagram/@jsa_0506 | Instagram/@oh_hey_smile

Die Burgerkette "Hans im Glück" plant die Ansiedlung einer Filiale in Trier. Das Restaurant soll im Gebäude der alten Commerzbank in der Simeonstraße eröffnen - also gegenüber der Porta Nigra, berichtet der "Volksfreund".

Die Eröffnung soll schon Ende Februar über die Bühne gehen, wenn das Wetter mitspielt und es keinen Wintereinbruch gibt, der die Arbeiten einschränkt, heißt es im Medienbericht weiter. In der Region gäbe es dann zwei Restaurants von "Hans im Glück", nachdem im Juni ein Laden in Saarlouis eröffnet hatte.

2019 Rekordjahr für Kette

Anfang der Woche hatte das "Handelsblatt" über finanzielle Probleme bei der Burgerkette berichtet. Sie soll verkauft werden, bestätigt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Engpässe werden vom Gründer Thomas Hirschberger aber dementiert: 2019 sei für "Hans im Glück" ein Rekordjahr gewesen.

Wie die Bauarbeiten in Trier laufen und warum die Location unter Denkmalschutz steht, lest ihr auf Volksfreund.de (Hinweis: Der Beitrag gehört zum „V+“-Angebot des Trierischen Volksfreunds. Um diesen zu lesen, müsst ihr euch ggf. registrieren oder eine Bezahloption wählen).

Verwendete Quellen:
- Trierischer Volksfreund
- Handelsblatt

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Weichen für Landarztquote im Saarland gestellt - Kampf gegen drohenden Ärztemangel

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Im Saarland soll die Landarztquote kommen. Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Rolf Vennenbernd

Mit der Landarztquote möchte die Saar-Landesregierung dem drohenden Ärztemangel in ländlichen Regionen begegnen. Erstmals soll ein entsprechender Gesetzentwurf am 12. Februar im Landtag eingebracht werden, meldet "dpa".

Saarland: Landarztquote soll kommen

Geplant sei, ab dem Wintersemester 2020/21 die Landarztquote für Bewerber um einen Medizin-Studienplatz einzuführen. Die Anwärter könnten sich so vorab einen Platz sichern. Wenn sie sich verpflichten, nach ihrem Studium für zehn Jahre in der hausärztlichen Versorgung in ländlichen Gebieten des Saarlandes zu arbeiten. Bei Vertragsbruch drohe eine Strafe von 250.000 Euro, schreibt "dpa".

Die Sicherstellung der ambulanten medizinischen Versorgung sei zwar gesetzliche Aufgabe der Kassenärztlichen Vereinigung. "Dennoch unternehmen auch wir als Landesregierung alles, um die hausärztliche Versorgung auf dem Land langfristig zu sichern", teilte Gesundheitsministerin Monika Bachmann mit. Die Landarztquote sei ein "wichtiger Baustein", um junge Ärzte für das Saarland zu gewinnen.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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mit dpa

Deutschlandweiter Missbrauchs-Skandal: Spur führt auch ins Saarland - Zusammenhang zu Fall Lügde?

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Die Polizei ermittelt gegen 42 Tatverdächtige aus elf Bundesländern. Foto: Dagmar Meyer-Roeger/dmp press/dpa-Bildfunk

Die Ermittler im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach sind auf eine Querverbindung zum Fall Lügde/Nordrhein-Westfalen gestoßen: Wie Sicherheitskreise der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bestätigten, prüfen die Behörden bereits seit längerem Verbindungen zwischen Verwandten des mutmaßlichen Täters von Bergisch Gladbach/Nordrhein-Westfalen und dem Campingplatz in Lügde/Nordrhein-Westfalen. Aus Sicht der Ermittler könnte es sich auch um einen Zufall handeln.

84-Jähriger will Lügde-Täter nicht kennen

Wie zuvor "Kölner Stadt-Anzeiger", "WDR" und "RTL" berichteten, hatte der Großvater des mutmaßlichen Haupttäters in den 80er und 90er Jahren einen Stellplatz in Lügde. Der heute 84-Jährige sei selbst wegen Missbrauchs verurteilt worden. Er bestreite, die Täter von Lügde persönlich kennengelernt zu haben, so der "Kölner Stadt-Anzeiger".

Zusammenhang nicht ausgeschlossen

Wie die dpa erfuhr, kennt die Ermittlungskommission "Berg" den Zusammenhang schon seit geraumer Zeit - ein abschließendes Ergebnis gibt es aber noch nicht. Einiges spreche für Zufall. Noch sei aber nicht komplett ausgeschlossen, dass die Fälle verbunden sind.

Im Fall Lügde geht es um jahrelangen Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz in der Stadt im Kreis Lippe. In einem weiteren Fall stießen Ermittler ausgehend von Bergisch Gladbach auf zahlreiche Verdächtige, die Kinder missbraucht und Bilder davon bundesweit getauscht haben sollen.

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Die Polizei ermittelt wegen eines möglichen Zusammenhangs zu dem Missbrauchsfall von Lügde. Zwei Männer mussten nach hundertfachen Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz jahrelang ins Gefängnis. Archivfoto: Guido Kirchner/dpa-Bildfunk

Verdächtige leben in elf Bundesländern

Wie die Staatsanwaltschaft Köln mitteilte, hat die Polizei im Missbrauchsfall Bergisch Gladbach nun auch einen in Österreich lebenden Beschuldigten ermittelt. Nach Angaben der Kölner Polizei gibt es in der Sache allein in Nordrhein-Westfalen derzeit 21 Beschuldigte, von denen acht in Haft sind.

Mutmaßliche Tatorte sind Bergisch Gladbach, Viersen, Krefeld, Dortmund, Aachen, Alsdorf, Kamp-Lintfort und Duisburg. Zudem hat die Polizei Köln 21 Hinweise auf Straftaten in zehn andere Bundesländer weitergeleitet. Dabei handelt es sich um Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und das Saarland.

Spur führt auch ins Saarland

Aus ermittlungstaktischen Gründen wollte die Staatsanwaltschaft Saarbrücken auf SOL.DE-Anfrage zunächst nur wenige Angaben zum Verdächtigen aus dem Saarland machen. Die Person stehe laut Staatsanwalt Dennis Zahedi im Verdacht, kinder- und jugendpornografische Medien verbreitet zu haben. Im Fall einer Verurteilung ist hier eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren möglich.

Das Saarland selbst sei im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach kein Schauplatz eines Missbrauchs gewesen: Hier sei in diesem Fall kein Kind oder Jugendlicher missbraucht worden, so Zahedi zu SOL.DE.

Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach: Darum geht es

Die Polizei ermittelt gegen Personen, die in einem Chat Bilder und Videos von missbrauchten Kindern ausgetauscht haben sollen. Die Opfer seien zum Teil noch nicht mal ein Jahr alt gewesen, berichtet "RTL".

Auf der Online-Plattform konnten die Nutzer ihre persönlichen Kontaktdaten angeben und sexuelle Präferenzen hinterlegen. So seien Kontakte zu anderen Pädophilen hergestellt worden. Dann habe untereinander kinderpornografisches Material ausgetauscht werden können. Die Personen haben sich laut den Ermittlungen möglicherweise auch zum sexuellen Missbrauch von Kindern verabredet.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- RTL
- eigene Recherche

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dpa/lrs

Untreue in 200 Fällen: Prozess gegen Wirtschaftsdetektiv startet in Saarbrücken

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Im Bild: Medard Fuchsgruber (Mitte) mit seinen Verteidigern Rechtsanwalt Christian Schmitt (links) und Dr. Jens Schmidt. Foto: BeckerBredel

Wegen Untreue in knapp 200 Fällen muss sich der Wirtschaftsdetektiv Medard Fuchsgruber seit dem heutigen Mittwoch (15. Januar 2020)  vor dem Landgericht Saarbrücken verantworten. Er soll über Jahre für Anleger tätig gewesen sein, die Betrügern aufgesessen waren, teilte eine Sprecherin des Landgerichts mit.

Er habe den Betrogenen versprochen, deren Geld wieder zu holen - was ihm auch gelungen sei. Irgendwann habe er aber das für die Geschädigten eingetriebene Geld nicht mehr an die Betroffenen ausgezahlt, weil er offensichtlich selbst in eine finanzielle Schieflage geraten sei, sagte sie.

Knapp eine Million Euro Schaden

Der entstandene Schaden belaufe sich auf insgesamt knapp eine Million Euro. Dem Angeklagten würden auch Betrug und Insolvenzverschleppung vorgeworfen. Er wurde am Mittwoch aus der Untersuchungshaft in den Gerichtssaal gebracht.

Zum zunächst geplanten Prozessauftakt in der vergangenen Woche war er wegen einer Operation nicht erschienen. Da diese aber kein akuter Notfall gewesen sei, habe er den Eindruck erweckt, er habe sich dem Verfahren entziehen wollen, sagte die Sprecherin. Daraufhin wurde er in Duisburg festgenommen.

Fuchsgruber macht keine Aussage

Der Prozess gegen den Mann aus Ottweiler, der zuletzt in Nordrhein-Westfalen wohnhaft gemeldet war, ist zunächst bis zum 19. März terminiert. Zum Auftakt wurde die Anklage verlesen.

Über seinen Verteidiger habe der Angeklagte erklären lassen, dass er derzeit keine Angaben zur Sache machen wolle, sagte die Sprecherin. Es sei eine Haftbeschwerde eingelegt worden, über die außerhalb der Hauptverhandlung entschieden werden müsse.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- eigene Berichte

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Wann darf ich den Notruf wählen? Polizei Saarland informiert über die 110

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In welchen Fällen sollte die 110 gewählt werden und in welchen nicht? Die Polizei im Saarland informiert. Foto: Christoph Schmidt/dpa-Bildfunk

Das Landespolizeipräsidium Saarland informiert in einer aktuellen Social-Media-Kampagne über das Thema Notruf. Die Beamten erklärten unter anderem, in welchen Fällen die 110 gewählt werden sollte - und in welchen nicht.

Mehr als 300 Notrufe am Tag

Laut Polizei gehen bei der Führungs- und Lagezentrale im Saarland täglich durchschnittlich 340 Notrufe ein. Insgesamt wurden dort im Jahr 2019 124.275 Notrufe entgegengenommen.

Daneben hätten die Einsatzsachbearbeiter im vergangenen Jahr 234.931 Mal über die normale Amtsleitung telefoniert. Insgesamt hätten sich aus diesen Anrufen sowie den Notrufen 172.653 Einsätze für die Polizei ergeben.

In welchen Fällen der Polizei-Notruf gewählt werden sollte

Wird eine Gefahr für sich selbst oder eine andere Person erkannt, so ist die 110 die richtige Wahl. Zudem sollte der Notruf gewählt werden, wenn eine Straftat oder eine Notsituation bemerkt oder eine verdächtige Wahrnehmung gemacht wird - und wenn Fahndungshinweise gegeben werden können.

Wann der Polizei-Notruf nicht gewählt werden sollte

Die Polizei liefert auch ein Beispiel für einen "NoNotruf" - also ein Fall, in dem die 110 nicht gewählt werden sollte. "'Ein Eimer hinter meinem Haus ist wegen dem Sturm weggeflogen. Können Sie den bitte wieder einsammeln und unter meinen Balkon stellen. Ich bin so schlecht zu Fuß'“, twittern die Beamten.

Wer die Notrufnummer missbraucht, macht sich schuldig. Dann droht eine Geldstrafe oder im schlimmsten Fall eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr.

Diese Nummer sollte man kennen

Unsicher, ob das eigene Anliegen ein Fall für den Notruf ist? Die Führungs- und Lagezentrale ist auch über die "normale" Telefonnummer (0681)9620 zu erreichen. Außerdem kann bei den örtlichen Dienststellen angerufen werden.

Verwendete Quellen:
- Facebook-Post der Polizei Saarland, 14.01.2020
- Tweet der Polizei Saarland, 14.01.2020
- Strafgesetzbuch: Paragraf 145

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Versuchter Mord in Lebach: Prozess gegen Artur I. wieder aufgenommen

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Die Lebacher Tafel wurde bei einem Brand im Januar zerstört. Artur I. soll das Feuer gelegt haben. Fotos: Steffen Kaspar/Feuerwehr Lebach | Brandon-Lee Posse/SOL.DE

Im vergangenen Juli stand Artur I. (28) wegen des Vorwurfs des versuchten Mordes in Zusammenhang mit einem Feuer in der Lebacher Tafel vor Gericht. Doch der Prozess wurde abgebrochen. Dafür sorgte ein weiterer Vorwurf, der I. eines zweiten Mordversuchs beschuldigt.

Prozess um Brand in Lebach fortgesetzt

Ab heute wird der ursprüngliche Prozess um das Feuer in der Lebacher Tafel fortgesetzt. Das berichtet der "SR". Dem 28 Jahre alten I. wirft die Staatsanwaltschaft versuchten Mord vor. Der Mann aus Schmelz soll heimtückisch und mit gemeingefährlichen Mitteln gehandelt haben.

Bei dem Vorfall in Lebach wurde die Tafel, die sich im Erdgeschoss des Hauses befindet, vollständig zerstört. Es entstand Sachschaden von mehr als 270.000 Euro. Im Dachgeschoss schliefen zum Zeitpunkt des Feuers eine Mutter und ihr Sohn. Beide konnten noch rechtzeitig gerettet werden, ihre Wohnung ist heute unbewohnbar. Möglicherweise liegt eine Beziehungstat vor.

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Bei der Lebacher Tafel hat es im Januar gebrannt (Foto: Steffen Kaspar/Feuerwehr)

Zweiter Prozess gegen I.

Der mutmaßliche Brandstifter soll einen Bekannten in Dirmingen bewusstlos geschlagen haben. Nach Angaben des "SR" soll I. diesen "beim gemeinsamen Trinken mit einem Schlagring attackiert und mit den Worten 'geh endlich kaputt'" verletzt haben. Auch in diesem Fall wirft ihm die Staatsanwaltschaft versuchten Mord vor.

Aufgrund jener Anschuldigung lag der ursprüngliche Prozess in Zusammenhang mit dem Feuer in der Lebacher Tafel erst einmal auf Eis - zumindest bis heute. Nach Informationen der "SZ" ist der 28-Jährige mehrfach vorbestraft. Unter anderem wegen Körperverletzung.

Verwendete Quellen:
- eigene Berichte
- Saarländischer Rundfunk
- Saarbrücker Zeitung

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Cyber-Attacke auf Saarlouiser Schule

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Bei dem Angriff auf das Berufsbildungszentrum wurden Daten gelöscht. Symbolfoto: dpa-Bildfunk

Am Technisch-gewerblich-sozialpflegerische Berufsbildungszentrum (TGSBBZ) in Saarlouis hat es am gestrigen Dienstag (14. Januar 2020) eine Cyber-Attacke auf das Schulverwaltungsnetzwerk gegeben. Nach Angaben des Landkreises hatte ein Trojaner namens "RYUK" zu einem Virenbefall geführt. Laut "SR" ist noch unklar, wie es zu der Attacke gekommen ist und wer dafür verantwortlich ist.

Daten gelöscht

Der Virus habe die komplette Verwaltung erheblich beschädigt. Zu einem Datenklau sei es nicht gekommen; laut Landkreis-Sprecherin Katharina Lauer seien allerdings persönliche Daten von Schülern sowie Angaben zu Unterrichtsstunden und Terminpläne gelöscht worden, berichtet der "SR". IT-Fachleute sowie die Polizei arbeiteten mit Hochdruck dran, Daten zu sichern und wiederherzustellen, so der Landkreis.

Auch das Schulsekretariat war von dem Hackerangriff betroffen, sodass es in den nächsten Tagen dort zu Verzögerungen kommen kann. Laut Landkreis sind die anderen hiesigen weiterführenden Schulen durch die Verwaltung gewarnt und mit einem ausführlichen Leitfaden zum Umgang mit gefährlichen Dateianhängen nochmals sensibilisiert worden.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Landkreises Saarlouis, 14.01.2020
- Saarländischer Rundfunk

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