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105 Telefon- und Internetanschlüsse im Saarland überwacht

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In 71 Fällen ging es um Verfahren zu Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Symbolfoto: Christian Charisius/dpa-Bildfunk

Im Saarland sind 2018 weniger Telefon- und Internetanschlüsse überwacht worden als im Jahr zuvor. Die Zahl der überwachten Anschlüsse sei um 17,9 Prozent zurückgegangen, teilte das Bundesamt für Justiz am Mittwoch (22. Januar 2020) in Bonn mit.

2018 wurden demnach 105 Telefon- und Internetanschlüsse überwacht - im Rahmen von insgesamt 59 Ermittlungsverfahren. 2017 waren es noch 80 Verfahren gewesen, bei denen Maßnahmen zur Überwachung der Telekommunikation angeordnet wurden.

Die häufigsten Anlässe zur Überwachung

Mit Abstand am häufigsten - in 71 Fällen - wurde die Telekommunikation in Verfahren zu Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz überwacht. Zur Aufklärung von Straftaten gegen die persönliche Freiheit wurden sieben Anschlüsse überwacht, wegen mutmaßlichen Bandendiebstahls waren es sechs. Raub und Erpressung standen in fünf Fällen im Fokus, Mord und Totschlag in einem Fall.

Zahl ging auch bundesweit zurück

Bundesweit ordneten Gerichte in 2018 laut Mitteilung in 5.104 Verfahren die Überwachung von Festnetz-, Mobilfunk- und Internetanschlüssen an. Dies sei ein Rückgang um 9,3 Prozent, hieß es. Die Zahl der Überwachungsanordnungen, die in den Verfahren ergingen, stieg demnach aber um 4,4 Prozent auf 19 474.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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