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Während Einsatz in Furpach: Feuerwehrleute posieren mit Flaschen

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Dieses Foto entstand während des Einsatzes an der Reitanlage in Neunkirchen-Furpach.

Update: Stellungnahmen der Stadt Neunkirchen und von SOL.DE

Geschmacklos oder Galgenhumor? Feuerwehrleute haben während des Einsatzes an der Furpacher Reitanlage inmitten der Trümmer für ein Foto posiert. Ein Bild der Szene wurde SOL.DE zugespielt und zeigt zwei Einsatzkräfte, wie sie an einem Stehtisch lehnend jeweils eine Flasche in der Hand halten. Eine dritte Wehrkraft hält das Ganze mit seinem Smartphone fest, eine vierte schaut dem Treiben zu.

Feuer bricht in Reiterklause aus

Begonnen hatte der Einsatz gegen 05.30 Uhr am Donnerstag (23. Januar 2020). Aus noch ungeklärter Ursache geriet die Gastronomie der Anlage, die sogenannte "Reiterklause", in Brand. Das Feuer hatte sich in der gesamten Gaststätte ausgebreitet, Teile des Daches waren eingestürzt. Außerdem stand die größere der beiden Reithallen an der Anlage in Flammen.

Einsatzkräfte verhindern das Schlimmste

Der Brand bedrohte auch die separate Stallung, in der 80 Pferde untergebracht waren. Die Feuerwehr verhinderte Schlimmeres: Ihr gelang es, das Feuer schnell unter Kontrolle zu bringen. Schaden an den Tieren wurde abgewendet - "großes Glück im Unglück", so der Reiterverein Neunkirchen bei Facebook, der die Anlage nutzt. Er muss seinen Betrieb allerdings vorerst einstellen. An der Klause entstand durch den Brand immenser Sachschaden. Die große Reithalle trug ebenfalls Schäden davon.

Die Reitanlage gilt als eines der Wahrzeichen des Neunkircher Stadtteils Furpach. Hier finden seit Jahren Reitevents statt, darunter die Neunkircher Nationalen Reitertage mit dem Großen Preis des Saarlandes im Springreiten.

Das sagt die Feuerwehr zum Foto

Insgesamt war die Feuerwehr für rund sieben Stunden mit etwa 70 Einsatzkräften der Löschbezirke Neunkirchen, Wiebelskirchen, Wellesweiler, Furpach und Schiffweiler vor Ort. Vier von ihnen sind auf dem Foto zu sehen, das SOL.DE zugespielt wurde. "Die Szene ist unglücklich", so Sprecher Christopher Benkert auf Anfrage. Ihm sei die Szene bereits vor der Anfrage unserer Redaktion bekannt gewesen. Er könne das Verhalten der Wehrkräfte nicht gutheißen und bezeichnete es als "unüberlegt". "Im Einsatz albert man aber ab und zu mal rum", dies gehöre zur Stressbewältigung dazu, so der Sprecher. Benkert betonte, bei den Flaschen habe es sich um verrußte Sprudelflaschen gehandelt, die in der "Reiterklause" gefunden worden waren. Eine Berichterstattung über das Foto sei daher seiner Ansicht nach "nicht der Rede wert".

Inwieweit die ehrenamtlichen Feuerwehrleute mit Konsequenzen rechnen müssen, ließ er offen. Fest stehe, dass die Szene bei der Nachbesprechung des Einsatzes zur Sprache kommen werde.

Verwendete Quellen:
- eigene Recherche
- Facebook-Post des Reitervereins Neunkirchen, 23.01.2020

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