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Nach wilder Verfolgungsfahrt durch Merzig-Wadern: Betrunkener Autofahrer (24) kracht in Mauer

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Das Heck des Autos bäumte sich so sehr auf, dass der Wagen fast aufs Dach gekippt wäre. Symbolfoto: Christian Albroscheit/Aller-Zeitung/dpa-Bildfunk

Die Polizeiinspektion Nordsaarland informiert in einer aktuellen Pressemitteilung über die "Spritztour" eines 24-Jährigen, die für ihn mit einem Unfall sowie mehreren Strafanzeigen endete.

Ex-Freundin alarmiert Polizei

Nach Angaben der Beamten verständigte eine junge Frau die Einsatzkräfte: "Ihr Ex-Freund habe den Fahrzeugschlüssel ihres Autos an sich genommen". Mit dem Wagen sei der 24-Jährige in Richtung Wadern unterwegs, so die Frau. Und: ihr Ex-Freund sei "stark alkoholisiert und habe keinen Führerschein".

Polizei verfolgt Wagen

Eine Streife konnte den beschriebenen Wagen in der Johannisstraße in Wadern feststellen. Von dort aus setzte der 24-Jährige seine Fahrt über die L 151 in Richtung Weiskirchen fort, heißt es in der Pressemitteilung. Dabei soll der junge Mann mehrfach mit dem Pkw die Markierung auf der Mitte der Straße überfahren haben. "Zu Gefährdungen anderer Verkehrsteilnehmer ist es jedoch nicht gekommen", schildert die Polizei.

"Aufgrund des Fahrzeugverkehrs" forderten die Beamten den Mann erst bei Weiskirchen zum Anhalten auf. Darauf reagierte der 24-Jährige allerdings nicht. Nach dem Passieren des Kreisverkehrs in Richtung der Konfelder Straße beschleunigte der Flüchtende zudem noch den Wagen seiner Ex-Freundin.

Unfall in Weiskirchen

In Folge des Beschleunigens kam der Mann nach links von der Fahrbahn ab - und krachte letztendlich in eine Steinmauer. "Durch die Wucht des Aufpralls bäumte sich das Heck des Fords derart senkrecht stark auf, dass der Pkw drohte auf das Dach zu kippen", teilt die Polizei mit.

Der Fahrer selbst war zuerst nicht bei Bewusstsein - und somit auch nicht ansprechbar. Allerdings konnte die Vitalfunktion (Herzschlag) festgestellt werden. Als der junge Mann das Bewusstsein wieder erreicht hatte, "gab er spontan an, Schnaps getrunken und 'Scheiße gebaut zu haben'". Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab nach Angaben der Einsatzkräfte einen Wert von 1,6 Promille.

Mehrere Strafanzeigen

Nach der Erstversorgung im Rettungswagen wurde der 24-Jährige in ein Krankenhaus nach Merzig verbracht. Zur Feststellung seiner Verkehrstüchtigkeit kam es dort noch zu einer Blutprobe. "Hinsichtlich seiner 'Spritztour' erwarten ihn Strafanzeigen wegen unbefugtem Gebrauch eines Fahrzeuges, einer Gefährdung des Straßenverkehrs, Sachbeschädigung sowie Fahren ohne erforderliche Fahrerlaubnis", heißt es abschließend in der Pressemitteilung.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Polizeiinspektion Nordsaarland, 23.01.2020

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