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Mann schießt in Neunkirchen auf Polizisten

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Als die Polizisten das Haus nach ihm durchsuchten, begann der Mann auf sie zu schießen. Symbolfotos: Bernd Thissen/Federico Gambarini/dpa-Bildfunk

In der Nacht zu Freitag rückte die Polizei aufgrund eines Vorfalls von häuslicher Gewalt in Neunkirchen aus. Im Zuge des Einsatzes ergab sich für die Beamtinnen und Beamten eine lebensbedrohliche Situation: Ein Mann schoss nämlich in ihre Richtung. Das geht aus einer Pressemitteilung Landespolizeipräsidiums Saar hervor.

Meldungen über Streit

Gegen 1.00 Uhr nachts rückte die Polizei zur Wellesweiler Straße in Neunkirchen aus. Dort wurde ein Streit zwischen dem späteren Schützen und dessen Lebensgefährtin gemeldet. Als die Einsatzkräfte eintrafen, befand sich der Mann allerdings nicht mehr vor Ort, heißt es in der Pressemitteilung.

Etwa eine Stunde später ging erneut eine Meldung bei der Polizei ein - weil der "Mann wieder vor der Wohnungstüre stand und gewaltsam einzudringen versuchte", schildern die Beamten. Als die Polizeikräfte kurze Zeit später zu zweiten Mal anrückten, hatte sich der spätere Schütze wieder entfernt.

Mann schießt auf Polizei

Anschließend kam es zu einer Wohnhausdurchsuchung des Mannes. Als ein Polizeibeamter "über eine Leiter den Dachboden des Hauses betreten wollte", traf er auf den Gesuchten. "Dieser zog unvermittelt eine Waffe, weshalb sich der Polizeikommissar mit einem Sprung von der Leiter in Sicherheit brachte", teilt die Polizei mit.

Schließlich gab der Mann auch einen Schuss in Richtung der Einsatzkräfte ab, die sich zu dem Zeitpunkt am Fuß der Leiter befanden. Der Schuss verfehlte; zur Eigensicherung zogen sich die Polizisten zurück. Währenddessen flüchtete der Schütze, so die Pressemitteilung.

Festnahme

"Der wegen Gewaltdelikten bekannte Neunkircher konnte kurze Zeit später im Rahmen einer sofort eingeleiteten Fahndung [...]  festgenommen werden, teilen die Beamten mit. Bei der Festnahme kam es zu heftiger Gegenwehr seitens des Mannes.

Die Kontrolle des 38-Jährigen zeigte: Offensichtlich war er alkoholisiert und stand unter dem Einfluss von Drogen. Zudem trug er die "zuvor verwendete, geladene scharfe Schusswaffe bei sich", so die Polizei. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fanden Einsatzkräfte neben einer Machete auch geringe Mengen an Betäubungsmitteln.

Einsatzkräfte werden betreut

"Keiner der am Einsatz beteiligten Kräfte wurde verletzt, jedoch mussten fünf Beamtinnen und Beamte im Alter zwischen 43 und 23 Jahren anschließend psychologisch betreut werden". Das geht ebenso aus der Pressemitteilung hervor.

Wegen des Vorwurfs des versuchten Totschlags sitzt der 38-Jährige jetzt in Untersuchungshaft in der JVA Saarbrücken.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Landespolizeipräsidiums Saarland, 24.01.2020

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