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mit dpa/lrs

Volksverhetzung? Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Saar-AfDlerin

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Gegen Laleh Hadjimohamadvali läuft ein Ermittlungsverfahren. Archivfoto: Tobias Ebelshäuser/SOL.DE

Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat ein Ermittlungsverfahren gegen das AfD-Mitglied Laleh Hadjimohamadvali wegen Volksverhetzung eingeleitet. Grund sei ein Post in den sozialen Netzwerken, den die Frau im Oktober 2019 abgesetzt haben soll, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Freitag (24. Januar 2020).

Um diesen Post geht es

In diesem sei ein in der NS-Zeit zur Zwangskennzeichnung von Juden mit der Inschrift "Jude" verwendeter Judenstern zu sehen, bei dem sie die Inschrift mit Kennzeichnungen wie "SUV Fahrer, "AfD Wähler", "nicht geimpft" und "islamophob" ersetzt haben soll.

Die Ermittlungen dauerten an, sagte der Sprecher. Hadjimohamadvali, Geschäftsführerin der AfD-Stadtratsfraktion Saarbrücken, sagte auf Anfrage, sie wolle sich zu dem laufenden Ermittlungsverfahren nicht äußern.

Beitrag ist "Beleidigung aller damaligen NS-Opfer"

Der Vorsitzende des Kulturforums der Sozialdemokratie Saarland, Burkhard Jellonnek, hatte Anfang November 2019 Anzeige erstattet. "Vor dem Hintergrund, dass die allermeisten der im 'Dritten Reich' zum Tragen des Judenstern gezwungenen Menschen wenig später in Auschwitz und anderen Vernichtungslagern ermordet wurden, ist der Vergleich mit heutigen belächelten oder kritisierten Gruppen in unserer Gesellschaft eine unerträgliche Relativierung des Holocausts und eine posthume Beleidigung aller damaligen NS-Opfer", teilte der Historiker am Freitag mit.

Politikerin stammt aus dem Iran

Die Saarbrückerin Hadjimohamadvali wurde im Iran geboren - und ist eigenen Angaben zufolge 1986 vor dem Islam nach Deutschland geflüchtet. Sie hatte unter anderem bei der Landtagswahl 2017 für die AfD kandidiert und sich im vergangenen Jahr auch für den Oberbürgermeisterposten der Stadt Saarbrücken beworben.

Zuvor hatte es nach Angaben der Staatsanwaltschaft zwei andere Verfahren unter anderem auch wegen Volksverhetzung gegen die Frau gegeben. In einem Fall habe sie eine Geldstrafe bekommen.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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