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B406 Merzig Richtung Luxemburg zwischen B407, B406 und Abzweig nach Tettingen-Butzdorf Gefahr durch Ölspur (16:35)

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mit dpa/lrs

Volksverhetzung? Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Saar-AfDlerin

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Gegen Laleh Hadjimohamadvali läuft ein Ermittlungsverfahren. Archivfoto: Tobias Ebelshäuser/SOL.DE

Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat ein Ermittlungsverfahren gegen das AfD-Mitglied Laleh Hadjimohamadvali wegen Volksverhetzung eingeleitet. Grund sei ein Post in den sozialen Netzwerken, den die Frau im Oktober 2019 abgesetzt haben soll, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Freitag (24. Januar 2020).

Um diesen Post geht es

In diesem sei ein in der NS-Zeit zur Zwangskennzeichnung von Juden mit der Inschrift "Jude" verwendeter Judenstern zu sehen, bei dem sie die Inschrift mit Kennzeichnungen wie "SUV Fahrer, "AfD Wähler", "nicht geimpft" und "islamophob" ersetzt haben soll.

Die Ermittlungen dauerten an, sagte der Sprecher. Hadjimohamadvali, Geschäftsführerin der AfD-Stadtratsfraktion Saarbrücken, sagte auf Anfrage, sie wolle sich zu dem laufenden Ermittlungsverfahren nicht äußern.

Beitrag ist "Beleidigung aller damaligen NS-Opfer"

Der Vorsitzende des Kulturforums der Sozialdemokratie Saarland, Burkhard Jellonnek, hatte Anfang November 2019 Anzeige erstattet. "Vor dem Hintergrund, dass die allermeisten der im 'Dritten Reich' zum Tragen des Judenstern gezwungenen Menschen wenig später in Auschwitz und anderen Vernichtungslagern ermordet wurden, ist der Vergleich mit heutigen belächelten oder kritisierten Gruppen in unserer Gesellschaft eine unerträgliche Relativierung des Holocausts und eine posthume Beleidigung aller damaligen NS-Opfer", teilte der Historiker am Freitag mit.

Politikerin stammt aus dem Iran

Die Saarbrückerin Hadjimohamadvali wurde im Iran geboren - und ist eigenen Angaben zufolge 1986 vor dem Islam nach Deutschland geflüchtet. Sie hatte unter anderem bei der Landtagswahl 2017 für die AfD kandidiert und sich im vergangenen Jahr auch für den Oberbürgermeisterposten der Stadt Saarbrücken beworben.

Zuvor hatte es nach Angaben der Staatsanwaltschaft zwei andere Verfahren unter anderem auch wegen Volksverhetzung gegen die Frau gegeben. In einem Fall habe sie eine Geldstrafe bekommen.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Mann schießt in Neunkirchen auf Polizisten

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Als die Polizisten das Haus nach ihm durchsuchten, begann der Mann auf sie zu schießen. Symbolfotos: Bernd Thissen/Federico Gambarini/dpa-Bildfunk

In der Nacht zu Freitag rückte die Polizei aufgrund eines Vorfalls von häuslicher Gewalt in Neunkirchen aus. Im Zuge des Einsatzes ergab sich für die Beamtinnen und Beamten eine lebensbedrohliche Situation: Ein Mann schoss nämlich in ihre Richtung. Das geht aus einer Pressemitteilung Landespolizeipräsidiums Saar hervor.

Meldungen über Streit

Gegen 1.00 Uhr nachts rückte die Polizei zur Wellesweiler Straße in Neunkirchen aus. Dort wurde ein Streit zwischen dem späteren Schützen und dessen Lebensgefährtin gemeldet. Als die Einsatzkräfte eintrafen, befand sich der Mann allerdings nicht mehr vor Ort, heißt es in der Pressemitteilung.

Etwa eine Stunde später ging erneut eine Meldung bei der Polizei ein - weil der "Mann wieder vor der Wohnungstüre stand und gewaltsam einzudringen versuchte", schildern die Beamten. Als die Polizeikräfte kurze Zeit später zu zweiten Mal anrückten, hatte sich der spätere Schütze wieder entfernt.

Mann schießt auf Polizei

Anschließend kam es zu einer Wohnhausdurchsuchung des Mannes. Als ein Polizeibeamter "über eine Leiter den Dachboden des Hauses betreten wollte", traf er auf den Gesuchten. "Dieser zog unvermittelt eine Waffe, weshalb sich der Polizeikommissar mit einem Sprung von der Leiter in Sicherheit brachte", teilt die Polizei mit.

Schließlich gab der Mann auch einen Schuss in Richtung der Einsatzkräfte ab, die sich zu dem Zeitpunkt am Fuß der Leiter befanden. Der Schuss verfehlte; zur Eigensicherung zogen sich die Polizisten zurück. Währenddessen flüchtete der Schütze, so die Pressemitteilung.

Festnahme

"Der wegen Gewaltdelikten bekannte Neunkircher konnte kurze Zeit später im Rahmen einer sofort eingeleiteten Fahndung [...]  festgenommen werden, teilen die Beamten mit. Bei der Festnahme kam es zu heftiger Gegenwehr seitens des Mannes.

Die Kontrolle des 38-Jährigen zeigte: Offensichtlich war er alkoholisiert und stand unter dem Einfluss von Drogen. Zudem trug er die "zuvor verwendete, geladene scharfe Schusswaffe bei sich", so die Polizei. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fanden Einsatzkräfte neben einer Machete auch geringe Mengen an Betäubungsmitteln.

Einsatzkräfte werden betreut

"Keiner der am Einsatz beteiligten Kräfte wurde verletzt, jedoch mussten fünf Beamtinnen und Beamte im Alter zwischen 43 und 23 Jahren anschließend psychologisch betreut werden". Das geht ebenso aus der Pressemitteilung hervor.

Wegen des Vorwurfs des versuchten Totschlags sitzt der 38-Jährige jetzt in Untersuchungshaft in der JVA Saarbrücken.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Landespolizeipräsidiums Saarland, 24.01.2020

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100 Jahre: So gratulieren Saar-Promis dem Saarland zum runden Geburtstag!

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 Persönlichkeiten aus Saar-Wirtschaft und -Kultur gratulieren dem Saarland zum 100.

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Michael Burkert und Peter Jacoby/Saartoto

"Das Saarland ist 100 Jahre, Saartoto fast 70 Jahre. In dieser Zeit ist das bekannte außerordentliche saarländische Wir-Gefühl entstanden. Wir Saarländer identifizieren uns stark mit unserem Bundesland und dem Gemeinwesen und verfügen über ein hohes Maß an Solidarität und Hilfsbereitschaft. In vielfacher Hinsicht unterstützt Saartoto jedes Jahr dieses Engagement.". (Michael Burkert/Peter Jakoby/Geschäftsführer Saartoto)

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Dr. Klaus-Peter Reimund, GF Marienhaus Kliniken GmbH

Marienhaus ist ein traditionsreicher Träger von sozialen Einrichtungen und fest im Saarland verwurzelt. In unseren Kliniken und Senioreneinrichtungen tun wir alles, damit es Ihnen gut geht – mit großer Leidenschaft, hoher Professionalität und Menschlichkeit. Alles Gute zum Geburtstag! (Dr. Klaus-Peter Reimund, GF Marienhaus Kliniken GmbH)

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Klaus-Peter Fuß, Vorsitzender des Verbandes der Volkshochschulen des Saarlandes

Die Volkshochschulen feiern mit. In allen Städten und Gemeinden bieten wir seit über 100 Jahren für alle Menschen Bildungsmöglichkeiten an.  Mit uns geht Bildung weiter. Wir wünschen dem Saarland auch in den nächsten 100 Jahren viel Freude am Lernen im Bewusstsein gelebter Demokratie.  (Klaus-Peter Fuß, Vorsitzender des Verbandes der Volkshochschulen des Saarlandes)

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Renate Dittgen, Geschäftsführerin Dittgen Bauunternehmen GmbH

Zukunft ist nur dort möglich, wo Vergangenheit nicht in Vergessenheit gerät, sondern als Bestandteil unserer Existenz gesehen wird. 

Die dittgen-Gruppe besteht aus unterschiedlich spezialisierten Firmen und bietet dem Kunden individuelle Lösungen für viele Bereiche des klassischen Baus an.

dittgen als Unternehmensgruppe entstand, als 1998 die Werkstatt und 1999 der Transportbetrieb als selbstständige Unternehmen ausgegründet wurden. Aus der Werkstatt entstand die basis GmbH, heute ein regionaler Anbieter von Reparatur- und Serviceleistungen rund um das Thema "Baumaschine" und "LKW-Fuhrpark".

Die trans GmbH stellt ihre Leistungen nicht nur der Gruppe intern zur Verfügung, sondern versteht sich weiterhin als Experte für Baustellenlogistik am saarländischen Baumarkt.

Seit 2017 betreibt die dittgen Bauunternehmen GmbH gemeinsam mit der Firma Juchem GmbH & Co. KG eine Mischanlage in Schmelz, Limbacher Straße. Die Firma heißt AMAsaar GmbH & Co. KG.

Alle Leistungen der unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche können mit eigenen Kompetenzen und Know-how realisiert werden.

(Renate Dittgen, Geschäftsführerin Dittgen Bauunternehmen GmbH)

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Nicole und Ralph Kindt, Plameco Fachbetrieb

Seit 1982 steht die Firma PLAMECO für Spanndecken - wir als Familienunternehmen mit drei Standorten im Saarland freuen uns, dass wir über 11.600 Saarländer undere Kunden nennnen dürfen". (Nicole und Ralph Kindt, Plameco Fachbetrieb)

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Sascha Klein, Geschäftsstellenleiter, BKK ZF & Partner

Großes entsteht immer im Kleinen.“ Am 100. Geburtstag wird klar: Das Motto des Saarlands könnte nicht besser passen. Auch die BKK ZF & Partner hat vor 30 Jahren als Krankenkasse in Saarbrücken klein angefangen und wächst seitdem stetig. Verbunden mit den Menschen und der Region feiern und gratulieren wir als Partner für Ihre Gesundheit mit unserem Motto: Jahrhundertrund – Kunterbunt + Kerngesund. (Sascha Klein, Geschäftsstellenleiter, BKK ZF & Partner)

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Christiane Blatt, Oberbürgermeisterin der Stadt Völklingen

100 Jahre Saarland – 100 Jahre bedeutende Geschichte im Herzen Europas! Völklingen als Stadt mit Weltkulturerbe an der deutsch-französischen Grenze fühlt sich dem saarländischen Erbe aus Kohle und Stahl besonders verbunden. Alles Gute zum Jubiläum! (Christiane Blatt, Oberbürgermeisterin der Stadt Völklingen)

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Manfred Klein, Brillen Galerie

100 Jahre Saarland – wir gratulieren. Die Vielfalt unseres Bundeslandes bekommen wir (im Austausch mit unseren Kunden) jeden Tag hautnah zu spüren. Wir sind stolz, ein fester Bestandteil der Region zu sein. (Manfred Klein, Brillen Galerie)

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Andrea Schneider, Golfclub Saarbrücken e.V.

2020 besteht der Golfclub Saarbrücken e.V. seit nunmehr 59 Jahren. Zu Recht bezeichnet man unseren Club als den ältesten, mitgliederstärksten und schönsten des Saarlandes. Wir sind stolz, das Saarland seit nun beinahe sechs Jahrzehnten zu repräsentieren. (Andrea Schneider, Golfclub Saarbrücken e.V.)

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Dipl. Ing. Peter Schuler, Geschäftsführer KÜS DATA GmbH

100 Jahre alt wird das Saarland. Heute sind wir ein liebenswertes, offenes, modernes Bundesland, das optimistisch in die Zukunft blickt. Wir freuen uns, Teil des Saarlandes zu sein! Und 2020 außerdem den 40. Geburtstag der KÜS-Bundesgeschäftsstelle im Saarland zu feiern! (Dipl. Ing. Peter Schuler, Geschäftsführer KÜS DATA GmbH)

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Samuel und Klaus Ollig, seit 45 Jahren Teil des Saarlandes

Rollladen Sonnenschutz Ollig: Wir gratulieren meisterlich! (Samuel und Klaus Ollig, seit 45 Jahren Teil des Saarlandes)

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Uwe Kunzler, Geschäftsführer Vereinigte Feuerbestattung Saar GmbH

Das 100-jährige Jubiläum des Saarlandes ist eng mit dem Ende des Ersten Weltkrieges und der Entstehung des Saarbrücker Hauptfriedhofes, zunächst als „Ehrenfriedhof (Soldatenfriedhof)“, verbunden. Teil dieser interessanten und wechselvollen deutsch-französischen Geschichte an diesem Ort der letzten Ruhe war von Anfang an das saarländische Krematorium auf dem Hauptfriedhof, das in diesem Jahr stolze 90 Jahre alt wird und sich gemeinsam mit dem 15 Jahre jungen Krematorium Völklingen grenzüberschreitend zu einer der größten deutschen Feuerbestattungsanlagen entwickelte. (Uwe Kunzler, Geschäftsführer Vereinigte Feuerbestattung Saar GmbH)

Die Wanderausstellung

Die Geschichte unseres Landes direkt zu den Menschen vor Ort bringen – das ist das Ziel einer Wanderausstellung, die im Laufe des Jahres an weiterführenden Schulen und in den Rathäusern saarländischer Kommunen zu sehen ist. Von St. Wendel bis St. Ingbert, von Bous bis Merzig, von Lebach bis Ottweiler.

Freier Eintritt  in die Ausstellung

Während die Ausstellung an den Schulen meist nicht öffentlich zugänglich ist, ist die Bevölkerung herzlich in die Verwaltungsgebäude eingeladen, um dort bei freiem Eintritt die Ausstellung zu besuchen. Die Wanderausstellung „Saarhundert“ spiegelt die Geschichte des Saarlandes wider. Sie zeigt die verschiedenen Dimensionen und Entwicklungsstufen der saarländischen Geschichte mit besonderem Augenmerk auf Eigenständigkeit und europäische Integration.

Mit Inkrafttreten des Versailler Vertrages am 10.1.1920 wurde das „Saargebiet“ als erstes politisches Gebilde geboren, das den Namen „Saar“ in seinem Namen trug. Das Saargebiet stand unter dem Mandat des neu gegründeten Völkerbunds und wurde von einer fünfköpfigen internationalen Regierungskommission verwaltet, der stets ein Franzose und ein Saarländer angehören mussten.

Die sogenannte Völkerbundzeit ist der Beginn des „Saarländischen Sonderweges“, in dessen wechselvoller Geschichte die Saarländerinnen und Saarländer mehrere Nationalitätswechsel durchlebten und dem eine prägende Bedeutung für die Identitätsfindung des Landes zukommt. Auch die großen Themen der saarländischen Gegenwart – beispielsweise Europakompetenz, Wirtschaftsprofil und Selbstständigkeit – sind tief in dieser Zeit verwurzelt. Die Wanderausstellung ist ein Schwerpunkt im Rahmen der Kampagne „Saarhundert“, die zahlreiche Informationsangebote und -veranstaltungen rund um die saarländische Geschichte im Laufe des Jahres 2020 bündelt.

Geschichte unseres Landes direkt zu den Menschen

Da die Ausstellung möglichst viele Bürgerinnen und Bürger erreichen soll, haben Kommunen und Schulen die Chance, die Ausstellung kostenlos bei sich zu zeigen. Auch Vereine und interessierte Institutionen können das Angebot der Staatskanzlei nutzen. „Gerade die Zeit der 1920er Jahre und deren Wirkung auf die Entwicklung unseres Landes werden oftmals unterschätzt und treten zuweilen in der Wahrnehmung hinter den Ereignissen des ersten Saarreferendums zurück“, sagt Ministerpräsident Tobias Hans. „Daher ist es mein Ziel, die Geschichte unseres Landes direkt zu den Menschen vor Ort zu bringen.“

Erstmals öffentlich zu sehen ist die teilweise interaktive Ausstellung vom 2. bis 13. März im Rathaus der Kreisstadt Merzig. Eine Auflistung der bereits feststehenden Termine finden Sie übersichtlich dargestellt auf der Internetseite der Staatskanzlei (www.saarhundert.saarland. de). Die Termine werden ständig aktualisiert und neue Ausstellungsorte werden hinzugefügt. Grafisch und mit vielen Fotos aufbereitet, sind die Saarländer eingeladen auf eine Zeitreise durch die letzten einhundert Jahre.

Bürgerfahrten

Unter dem Titel „Saarhundert“ werden zahlreiche Veranstaltungen angeboten. Unter anderem wird es im ersten Halbjahr 2020 eine Busfahrt geben, die zu historisch relevanten Stätten führt, die maßgeblich zur Identität des Saarlandes beigetragen haben. Als Höhepunkt im zweiten Halbjahr ist eine Fahrt zum zweiten Hauptsitz der Vereinten Nationen in Genf geplant. Dort werden verschlossene Archive geöffnet und man kann einen Blick in eine der wenigen Originalurkunden des Versailler Vertrages werfen. Interessierte können sich ab Mitte März auf der Internetseite des Saarlandes unter www.saarland.de unter dem Themenpunkt Saarhundert bewerben.

Ein Kinofilm für Schulklassen und Bürger

Mit Unterstützung des Saarlandes wird ein Film für die ARD über das Saarland in der Völkerbundzeit produziert. Im Frühsommer 2020 wird es vor der TV-Ausstrahlung eine exklusive Erstaufführung in einem Saarbrücker Kino geben. Einen Tag lang wird der Film dann kostenlos für Schulklassen und interessierte Bürger angeboten. mki

 

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Neues Hotel in Saarbrücken geplant

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Das Foto zeigt das "Premier Inn" in Frankfurt. Ein Hotel der Kette soll ab Februar auch in Saarbrücken gebaut werden. Archivfoto: Thatmantalking/CC BY-SA 4.0

In Saarbrücken wird ab Februar ein Hotel der Kette "Premier Inn" gebaut. Das Gebäude soll Platz für 175 Zimmer bieten, teilt das beauftragte Architekturbüro "Markggraf" mit. In einer angeschlossenen Tiefgarage wird es demnach 26 Stellplätze geben.

Hotel entsteht an der Westpange

Damit die Arbeiten im kommenden Monat starten können, wird zurzeit die Baustelle eingerichtet. Das Hotel entsteht in der Hafenstraße nahe der Westspange. Der Platz befindet sich in Laufweite zur Congresshalle, deren Standort in den nächsten Jahre zu einem Messezentrum werden soll.

Eröffnung Anfang 2022

Wie die "Saarbrücker Zeitung" mit Berufung auf "Premier Inn" berichtet, ist die Eröffnung für Anfang 2022 angesetzt. Das Grundstück hatte demnach ein Mainzer Projektentwickler gekauft, der es für die nächsten 20 Jahre an die Hotelkette vermietet.

Warum das Hotel großen Wert auf die Gestaltung der Hotelfassade legt und Saarbrücken laut "Premier Inn" zu den "Top-Standorten" in Deutschland zählt, lest ihr auf Saarbruecker-Zeitung.de (Hinweis: Der Beitrag gehört zum „SZ+“-Angebot der Saarbrücker Zeitung. Um diesen zu lesen, müsst ihr euch gegebenenfalls registrieren oder eine Bezahloption wählen).

"Premier Inn" expandiert nach Deutschland

Zu dem britischen Unternehmen zählen zurzeit mehr als 800 Hotels in Großbritannien, Irland und Deutschland. 2016 wurde das erste deutsche "Premier Inn" in Frankfurt/Main eröffnet. Bis Ende 2020 sollen hierzulande mindestens 20 Hotels der Kette in Betrieb sein. Nach eigenen Angaben hat sich das Unternehmen Standorte in 15 Großstädten gesichert.

Hotel-Boom in Saarbrücken

In den vergangenen Jahren hat es in Saarbrücken einen regelrechten Hotel-Boom gegeben. Neben dem "Holiday Inn Express" wurde auch ein "Fourside" eröffnet. Außerdem laufen zurzeit Baumaßnahmen gegenüber der Europagalerie (ehemaliges "Excelsior"), in der Hafenstraße ("Intercity"), am Sternerestaurant "Esplanade" und am Beethovenplatz in der ehemaligen "Sparda"-Bank. Zudem wird über ein Hotel im ehemaligen "C&A"-Gebäude spekuliert - hier gibt es allerdings noch keine Bestätigung.

Verwendete Quellen:
- Marggraf Architekten
- Saarbrücker Zeitung
- Premier Inn
- Saarländischer Rundfunk
- eigene Berichte
- Foto (beschnitten): Thatmantalking/CC BY-SA 4.0

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Polizei schießt auf Fluchtauto - Sechs Saarländer festgenommen

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Auf diesem Parkplatz in Hermeskeil stoppte die Polizei die Verdächtigen. Foto: Florian Blaes

Die Polizei hat im Landkreis Neunkirchen und in Hermeskeil/Rheinland-Pfalz nach wochenlangen Ermittlungen sieben mutmaßliche Drogendealer festgenommen. Zu den Einsätzen war es laut den Beamten am Donnerstagnachmittag (23. Januar 2020) gekommen.

Schuss in den Reifen verhindert Flucht

Auf einem Supermarkt-Parkplatz in Hermeskeil hatten die Beamten zunächst vier Verdächtige ins Visier genommen. Ein 26-Jähriger wurde schnell festgenommen, während die drei anderen versuchten, mit einem Auto zu fliehen. Hierbei rammte der Fahrer zwei Zivilfahrzeuge der Polizei. Einem Beamten gelang es, den Wagen durch einen Schuss in einen Autoreifen zu stoppen.

Polizist setzt Taser ein

Ein Polizist musste bei der anschließenden Festnahme des 19-jährigen Fahrers seinen Taser einsetzen. Dabei wurde der Verdächtige leicht verletzt und in ärztliche Behandlung gegeben. Bei den vier Männern wurde über ein Kilogramm Drogen, darunter Amphetamin, Kokain und Marihuana, sichergestellt.

Spur führt ins Saarland

Im Rahmen der weiteren Ermittlungen nahmen die Fahnder noch zwei Männer und eine 38-jährige Frau fest. Zwei Wohnhäuser im Landkreis Neunkirchen seien durchsucht worden. Hier wurde Einbruchswerkzeug und mögliches Diebesgut festgestellt.

Die Festgenommenen sollen jetzt in Untersuchungshaft gebracht werden. Laut "Trierischem Volksfreund" hätten sechs der sieben Verdächtigen ihren Wohnsitz im Saarland.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Polizeipräsidiums Trier, 24.01.2020
- Trierischer Volksfreund

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Bis zu 60 neue Jobs in Saarlouis: "Méguin" investiert rund 20 Millionen Euro in Ausbau

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Diese Aufnahme zeigt das "Méguin"-Werk in Saarlouis aus der Vogelperspektive. Foto: Unternehmen

In den kommenden fünf Jahren soll in Saarlouis ein neues Zentrallager des Schmierstoff-Herstellers "Méguin" entstehen. Dafür sollen zwischen 20 und 30 Millionen Euro aufgewendet werden. Das meldet der "SR".

Neue Arbeitsplätze in Saarlouis

Laut des Medienberichts könnten durch den Bau des neuen Lagers bis zu 60 Jobs in Saarlouis geschaffen werden. In den vergangenen zehn Jahren konnte "Méguin" bereits die Mitarbeiterzahl annähernd verdoppeln. Demnach arbeiten aktuell 300 Personen für das Saar-Unternehmen.

Hauptsächlich produziert "Méguin" Getriebe- und Motoröle, die sowohl auf dem nationalen als auch dem internationalen Markt (40 Länder) Absatz finden. Laut "SR" stellt das Unternehmen pro Jahr etwa 80.000 Tonnen Schmierstoffe her.

Verwendete Quellen:
- Saarländischer Rundfunk
- Wikipedia: "Méguin"

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Online-Zocken künftig auch im Saarland erlaubt

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Auch im Saarland könnten Online-Glücksspiele ab dem Juli 2021 erlaubt sein. Symbolfoto Hintergrund: Dorothee Barth/dpa; Symbolfoto Vordergrund: Axel Heimken/dpa

Der bisherige Glücksspiel-Staatsvertrag (der 2021 ausläuft) verbietet Glücksspiele im Internet. Das einzige Bundesland, das diesem Vertrag nicht zugestimmt hatte und derzeit Lizenzen für Online-Glücksspiele vergibt, ist Schleswig-Holstein. Das soll sich bald ändern.

Online-Spiele bald auch nach deutscher Rechtslage erlaubt

So haben die restlichen Bundesländer sich nach langen Verhandlungen auf eine Reform des deutschen Glücksspielmarktes geeinigt. Demnach sollen zahlreiche Online-Spiele wie Online-Casinos, Online-Poker und Online-Automatenspiel künftig erlaubt sein. Auch Sportwetten sollen im Vergleich zur bisherigen Rechtslage deutlich ausgeweitet werden.

Die Länder planen mit der Legalisierung allerdings auch strenge Regeln, die dem Spielerschutz dienen. Im Fokus ist vor allem die Prävention von Spielsüchten. Vorgesehen ist im Zusammenhang mit der Reglementierung die Errichtung einer neuen, zentralen Glücksspielbehörde der Länder.

Online-Zocken auch im Saarland ab Juli 2021 erlaubt?

Auch der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans soll der neuen Regelung laut Angaben der Deutschen Presseagentur grundsätzlich zustimmen. Der Staatsvertrag muss allerdings noch von den Landesparlamenten, also auch vom saarländischen Landtag, ratifiziert werden. Sollte das der Fall sein, wird das neue Regelwerk am 1. Juli 2021 in Kraft treten.

Warum gibt es die neuen Regelungen für Online-Glücksspiele?

Die Bundesländer reagieren mit der geplanten Reform auf den milliardenschweren Online-Glücksspielmarkt, auf dem sich zahlreiche unseriöse Anbieter etabliert haben. Immer mehr Menschen spielen mittlerweile bei Anbietern, die keine klaren Regeln befolgen und keinerlei Spielerschutz einhalten.

Es handelt sich dabei weitestgehend um Angebote, die nicht über eine deutsche Konzession verfügen. Meistens holen sich die Anbieter eine Erlaubnis aus einem anderen EU-Land mit weniger strengen Regelungen ein. Seit geraumer Zeit verlieren staatliche Lotterien Erträge an Angebote aus dem Netz, die in vielen Fällen als unseriös gelten.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Streit in Weiskirchen eskaliert: Mann (59) geht mit Beil auf 34-Jährigen los

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Der 59-Jährige ging nach Angaben der Einsatzkräfte mit einem Beil auf den Kontrahenten los. Symbolfoto: Presseportal/Polizei

Am gestrigen Donnerstagnachmittag kam es gegen etwa 16.35 Uhr zu einer heftigen Auseinandersetzung in einem Mehrparteienhaus in der Trierer Straße in Weiskirchen. In der Wohnung eines 34-jährigen Mannes geriet der Wohnungsinhaber mit einem 19-Jährigen in einen Streit, der zunächst mit gegenseitigen Beleidigungen begann.

Mann (59) schlägt mit Beil zu

Im weiteren Verlauf tauchte dann plötzlich der Vater des 19-Jährigen auf. Der 59-jährige Vater war mit einem Beil bewaffnet und bedrohte den 34-jährigen Kontrahenten, der daraufhin aus der Wohnung flüchten wollte.

Bei seinem Fluchtversuch schlug der Vater dem 34-Jährigen mit der stumpfen Seite des Beils in den Rücken. Der Getroffene erlitt durch den Schlag leichte Verletzungen. Eine ärztliche Versorgung sei laut Angaben der Polizei allerdings nicht nötig gewesen.

59-Jähriger polizeibekannt

Da der Angreifer der Polizei als Drogenkonsument bekannt ist, wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Darüber hinaus durchsuchten die eingesetzten Polizeibeamten die Wohnung des 19-Jährigen. Dort fand man schließlich noch eine kleine Dose mit Anhaftungen eines weißen Pulvers. Hier besteht laut Angaben der Polizei der Verdacht, dass es sich um Drogen handelt.

Durch den Vorfall in Weiskirchen erstattete die Polizei mehrere Strafanzeigen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, der Bedrohung, der Beleidigung sowie eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Polizei Nordsaarland vom 24.01.2020

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Wegen Bauarbeiten auf Brücke: Verkehrsstörungen in Saarbrücken erwartet

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Der betroffene Streckenabschnitt (rot) wird gesperrt. Der Verkehr wird über eine andere Strecke (grün) geleitet. Foto: Landesbetrieb für Straßenbau

Der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) wird am Samstag akute Straßenschäden in Saarbrücken beseitigen. Die Brücke, die die B41 zwischen den Anschlussstellen Saarbrücken-Ludwigsberg und Rodenhof über die Camphauser Straße führt, wird zu diesem Zweck zwischen 08.00 und 15.30 gesperrt. Betroffen ist ebenfalls der unter der Brücke liegende Abschnitt der Camphauser Straße.

Zufahrt gesperrt

Die Zufahrt zur Stadt aus Richtung Neunkirchen ist dann über die Johannisbrücke und die Dudweiler Landstraße nicht mehr möglich. Der Verkehr wird laut LfS während der Arbeiten auf der Camphauser Straße zum Ludwigsberg-Kreisel und dort wieder zurück zum Abzweig Grülingsstraße und zur Auffahrt der B41 geführt. Der Verkehr aus Saarbrücken in Richtung Neunkirchen verläuft ebenfalls über Rodenhof.

Verkehrsstörungen werden nicht ausgeschlossen. Autofahrern wird empfohlen, auf Meldungen im Rundfunk zu achten und Störungen bei der Routenplanung zu beachten. Ortskundige sollten den Bereich weiträumig umfahren.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Landesbetriebs für Straßenbau, 21.01.2020

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Durch diese Maßnahmen soll Neunkirchen sicherer werden

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Jörg Aumann (links im Bild) hatte sich an den Innenminister gewendet. Fotos: BeckerBredel

Innenminister Klaus Bouillon hat sich erst kürzlich mit Vertreten der Stadt Neunkirchen getroffen, um Verbesserungsmaßnahmen für die Sicherheitspartnerschaft mit der Kreisstadt zu besprechen. Wie aus einer Pressemitteilung des Innenministeriums hervorgeht, hat man sich "erfolgreich auf die Umsetzung einiger neuer Maßnahmen" verständigt.

Das sind die Maßnahmen

Laut Bouillon ging es bei dem Gespräch darum, das bestehende Konzept der Sicherheitspartnerschaft zu optimieren. Diese Maßnahmen wurden festgehalten:

- Schlecht beleuchtete Gebiete der Stadt sollen ausgeleuchtet werden
- Gemeinsame Streifen von Polizei und des Kommunalen Ordnungsdienstes sollen verdoppelt werden
- Mit der geplanten Ausstattung von E-Bikes sei ein "schnelleres Eingreifen sowie die unmittelbare Kontaktmöglichkeit mit den Sicherheitskräften gewährleistet"
- Wiederbelebung des Präventiven Rates geplant
- Beratungsstelle für präventive Maßnahmen soll in der City-Wache geschaffen werden

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Hier zu sehen: das Treffen im Innenministerium mit Vertretern der Stadt Neunkirchen. Foto: Ministerium für Inneres, Bauen und Sport/F. Färber.

Kommentar von Aumann

Bezüglich der geplanten Maßnahmen äußerte sich unter anderem Neunkirchens Oberbürgermeister Jörg Aumann: "Einen Zustand vollkommener Sicherheit wird es nie geben, aber die Neunkircherinnen und Neunkircher erwarten zu Recht, dass sich Ereignisse wie im November nicht wiederholen", heißt es in der Pressemitteilung.

Nach Angaben Aumanns habe das "konstruktive Gespräch mit dem Innenminister" gezeigt, dass es der richtige Weg war, sich an Bouillon zu wenden.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Innenministeriums, 23.01.2020

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Nach Raub in Saarbrücken-Malstatt: Saar-Polizei sucht diesen Mann

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Mit diesen Aufnahmen sucht die Polizei aktuell den unbekannten Mann. Fotos: Polizei

Bereits am 3. Oktober 2019 kam es in der Katharinenstraße in Saarbrücken-Malstatt zu einem Raubdelikt: Wie die Polizei in einer Pressemitteilung schildert, soll die auf den Fotos abgebildete Person zunächst "die Saarbahn am Cottbuser Platz nach dem später Geschädigten verlassen haben".

Mann soll Opfer niedergeschlagen haben

Anschließend habe der Unbekannte das Opfer verfolgt - und schließlich niedergeschlagen. So lautet zumindest der Verdacht gegen den Mann. Darüber hinaus soll der Tatverdächtige Bargeld aus der Hose des Opfers genommen haben, "um es für sich zu behalten". Das meldet die Polizei ebenso in der Pressemitteilung.

Hinweise gesucht

In Zusammenhang mit dem Vorfall bittet die Polizei um Hinweise: "Wer kann Angaben zur Identität der abgebildeten Person machen?", schreiben die Beamten. Zeugen sollen sich bei der Polizeiinspektion Saarbrücken-Stadt melden.

Sachdienliche Hinweise an die Telefonnummer (0681)9321-233.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Polizeiinspektion Saarbrücken-Stadt, 24.01.2020

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Nach Foto: Stadt Neunkichen stellt sich hinter Feuerwehrleute

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Dieses Foto entstand während des Einsatzes an der Reitanlage in Neunkirchen-Furpach.

Die Stadt Neunkirchen verteidigt die Feuerwehrleute, die am Rande des Einsatzes an der Reithalle im Stadtteil Furpach inmitten der Trümmer für ein Foto posiert haben. SOL.DE veröffentlicht die schriftliche Stellungnahme des Dezernenten der Kreisstadt, Thomas Hans, hier ungekürzt und unredigiert. Hans ist in seiner Funktion für das Brandschutz-Amt zuständig.

Stellungnahme von Thomas Hans

"Bei einem Brand in der Reitanlage Furpach waren seit 5.50 Uhr rund 70 Freiwillige Feuerwehrleute im Einsatz. Das wichtigste: Weder ein Mensch noch ein Tier kamen dabei zu Schaden. Die eigentliche Brandbekämpfung dauerte bis rund 8 Uhr. Neben der Neunkircher Feuerwehr mehrerer Löschbezirke war auch die Feuerwehr Landsweiler, der Kreisbrandinspektor und der Wehrführer vor Ort. Als zuständiger Dezernent der Stadtverwaltung habe auch ich mir ein Bild von dem Brandort gemacht: Der Einsatz war hochprofessionell. Meine Gedanken sind bei dem betroffenen Betreiber der Gaststätte und dem Reiterverein Neunkirchen. Das Ereignis ist für uns alle ein Schock. Als ich den Brandort verlassen habe, habe ich mit der Einsatzleitung gesprochen: Der Hauptbrand war gelöscht und es liefen gerade die Nachlöscharbeiten. Zu diesem Zeitpunkt war klar, dass kein Mensch verletzt ist und alle 80 Pferde ebenfalls unverletzt sind und ihre Versorgung gesichert ist.

Zum Ende der Nachlöscharbeiten haben zwei Feuerwehrleute in der verwüsteten Reiterklause zwei verkohlte Sprudelflaschen gefunden. Die zwei haben sich damit zugeprostet. Das war ohne Frage unüberlegt, ist aber wahrscheinlich der Situation geschuldet: 70 Feuerwehrleute löschten über mehrere Stunden seit dem frühen Morgen einen Brand. Da entsteht Anspannung. Die Feuerwehrleute riskieren ihr Leben und müssen nach getaner Arbeit Distanz zum Erlebten schaffen. Wichtig ist, dass die Feuerwehr zuvor in der Brandbekämpfung alles gegeben hat. Im Rahmen der Einsatznachbesprechung werden wir auch dieses Thema noch einmal besprechen."

Mehrheit zeigt Verständnis für Feuerwehr

Nachdem SOL.DE ein Foto der Situation veröffentlicht hatte, verteidigte auch auf Facebook eine breite Mehrheit das Verhalten der Feuerwehr. "Dass sich die Erleichterung über einen geglückten Einsatz auch mal in albernem Foto zeigt, ist doch völlig in Ordnung", hieß es dort beispielsweise. "Statt den ganzen Freiwilligen zu danken, dass sie zu jeder Tages- und Nachtzeit für uns ihr Leben riskieren, wird sich über so ein albernes Bild aufgeregt", lautete ein weiterer Kommentar.

Während der Solidarisierung mit der Feuerwehr kritisierten einige die Berichterstattung von SOL.DE. "Einfach nur arm sowas zu veröffentlichen", schrieb eine Userin, "das so auszuschlachten ist unwürdig", ein anderer.

Doch es gab auch Zwischentöne: Ein User schrieb, Humor sei in stressigen Situationen eher hilfreich als hinderlich. Er fragte sich aber gleichzeitig, ob er das auch so sehen würde, wenn sein eigenes Haus von einem Brand betroffen wäre.

Nicht repräsentative Umfragen auf unserer Website und bei Instagram zeigten unterschiedliche Ergebnisse. Während 80 Prozent der Leser auf SOL.DE das Posieren für eine harmlose Aktion halten, nannten 20 Prozent das Verhalten der Feuerwehrleute geschmacklos. Auf Instagram zeigte sich ein ausgeglicheneres Bild: 42 Prozent verstand die Aufregung um die Situation nicht; eine Mehrheit hielt sie für unangebracht.

In eigener Sache

Die Berichterstattung über die Foto-Szene wird am Ende voraussichtlich keine Gewinner haben. Der Großteil der Feuerwehrleute im Saarland fühlt sich verunglimpft, die abgebildeten Einsatzkräfte hätten laut ihrem Wehrführer beinah ihre ehrenamtliche Tätigkeit aufgeben und unser Nachrichtenportal hat einen Image-Schaden erlitten.

Wir verstehen die Wut der Freiwilligen, die behaupten, wir hätten ihnen einen Bärendienst erwiesen. Wir müssen akzeptieren, dass uns in dieser Situation unseriöser Journalismus vorgeworfen wird.

Die Berichterstattung sollte zu keinem Zeitpunkt dafür sorgen, alle Freiwilligen über einen Kamm zu scheren und ihnen allen Unprofessionalität zu unterstellen. Da macht es wohl auch keinen Unterschied, wie neutral die Berichterstattung war. Alleine die Veröffentlichung der Szene hat für sehr viele den Eindruck erweckt: "SOL.DE hält alle Feuerwehrleute für unprofessionell".

Wollten wir die Leistung der Freiwilligen bei dem Einsatz schmälern? Das können wir mit einem klaren "Nein" beantworten. Dennoch entstand bei vielen der Eindruck, dies sei unsere Intention gewesen. Für unsere Redaktion gilt es jetzt mehr denn je, das Bild geradezurücken und die Arbeit von Ehrenamtlichen in unserer Berichterstattung stärker wertzuschätzen. Wie das genau aussehen kann, wollen wir nun besprechen.

Wer Ideen dazu hat, Fragen stellen möchte oder Kritik äußern will, den laden wir ein, uns zu schreiben. Das geht am einfachsten per E-Mail an redaktion@sol.de oder per Facebook-Nachricht.

Am Ende ist das Wichtigste, dass bei dem Feuer in Furpach kein Mensch und kein Tier zu Schaden kam. Die Veröffentlichung des Fotos durch SOL.DE hat von diesem Umstand abgelenkt. Wir entschuldigen uns aufrichtig bei der Feuerwehr für den falschen Eindruck, der durch unsere Berichterstattung entstanden ist.

Wer die Neunkircher Wehr unterstützen möchte, kann das über eine Mitgliedschaft im Förderverein tun. Der Mitgliedsbeitrag beträgt mindestens zwölf Euro im Jahr, über die Höhe kann jeder selbst entscheiden. Außerdem sind einzelne Spenden möglich.

Die beste Unterstützung für die Feuerwehr sind laut Stadt Menschen, die selbst Mitglied werden. Ansprechpartner sind die einzelnen Löschbezirke. "Wer mitmachen möchte, meldet sich bei seiner Feuerwehr vor Ort, in der Innenstadt oder in den Stadtteilen", so ein Sprecher.

Verwendete Quellen:
- Stellungnahme von Dezernent Thomas Hans
- Facebook-Post vom 23.01.2020
- Instagram-Story vom 23.01.2020
- eigener Bericht
- eigene Recherche

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Skelett an Saar-Grenze gefunden: Identität steht nun fest

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In einem Waldstück nahe der Saar-Grenze wurden die Skelettteile entdeckt. Symbolfoto: Paul Zinken/dpa-Bildfunk

Am 1. Dezember 2019 wurden menschlichen Überreste in einem Wald bei Palzem (Mosel), nahe der saarländischen Grenze bei Nennig, gefunden. Nun konnten die Ermittler die Identität der verstorbenen Person klären. Das geht aus einer aktuellen Mitteilung des Polizeipräsidiums Trier hervor.

Palzem: Identität der Skelettteile geklärt

Die menschlichen Überreste konnte die Polizei einer 60-Jährigen zuordnen. Die in Helsinki geborene Finnin hatte in Trier gelebt, sich dort allerdings seit 2015 nicht mehr aufgehalten. "Ihre Wohnung wurde später aufgelöst; eine Vermisstenanzeige hat es nicht gegeben", teilen die Beamten mit.

Laut Polizei ergab die gerichtsmedizinische Untersuchung der sterblichen Überreste keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. Weitere Ermittlungen der Kripo bestätigten diese Erkenntnis.

DNA-Abgleich durchgeführt

Die Identitätskarte einer finnischen Frau, die im Dezember ebenso neben den Skelettteilen aufgefunden worden war, brachte die Einsatzkräfte auf die richtige Spur. Mithilfe der finnischen Polizei wurde schließlich eine Angehörige der Frau in Finnland ausfindig gemacht, heißt es in der Pressemitteilung.

Da die Angehörige bereit war, eine DNA-Probe abzugeben, ließ sich in Deutschland ein DNA-Abgleich durchführen. Letztendlich konnte die Polizei so die Identität der Verstorbenen klären. Die Verwandte hatte nach eigenen Angaben "seit Jahrzehnten keinen Kontakt mehr zu der 60-Jährigen", teilen die Beamten mit.

Überreste entdeckt

Jagdteilnehmer hatten die Überreste in einem schwer zugänglichen Waldstück an der Mosel zwischen Palzem und dem Ortsteil Wehr entdeckt. Dort lagen auch noch persönliche Gegenstände. Die Feuerwehr barg anschließend das Skelett. Infolge des Funds nahm die Kripo Trier die Ermittlungen auf.

Verwendete Quellen:
- eigene Berichte
- Mitteilung des Polizeipräsidiums Trier, 24.01.2020

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Coronavirus: Saarland gegen mögliches Auftreten gewappnet

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Ein Experte bereitet sich auf die Einführung einer Diagnose des Coronavirus vor. Foto: dpa-Bildfunk/Minsa/Agentur Andina/GATO

Das Saarland ist gegen ein mögliches Auftreten des Coronavirus gewappnet, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des Gesundheitsministeriums. Demgemäß wurden bereits "entsprechende Vorkehrungen getroffen".

Das sind die Maßnahmen

Wie aus der Mitteilung hervorgeht, zählt zu den vorbeugenden Maßnahmen zunächst einmal die Unterbringung in einem Einzelzimmer. Zumindest bis "der Patient noch nicht als bestätigter Fall beziehungsweise wahrscheinlicher Fall gewertet werden muss". Jedes Krankenhaus im Saarland könne diesen ersten Schritt realisieren, erklärt Gesundheitsministerin Monika Bachmann.

Für alle weiteren Schritte habe das Saarland laut Bachmann "einen Vertrag mit dem Land Hessen zur Mitbenutzung des sogenannten 'Ständigen Arbeitskreises der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger (kurz: STAKOB) in Frankfurt am Main'".

Als persönliche Schutzkleidung seien für Patienten unter anderem Schutzkittel, Handschuhe sowie Mund-Nasen-Schutz vorgesehen. Darüber hinaus erfolgt, falls notwendig, umgehend eine Meldung an das zuständige Gesundheitsamt, heißt es ebenso in der Pressemitteilung. "Erst bei positivem Laborbefund handelt es sich um einen bestätigten Fall."

Coronavirus: die Hintergründe

Nach Angaben des Ministeriums gehört das neuartige Coronavirus zu den sogenannten "beta-Coronaviren". Diese können sowohl Tiere als auch Menschen infizieren. Eine Mensch-Mensch-Übertragung sei ebenso möglich. Bislang breitete sich das Virus in China und den USA aus. Es kann gefährliche Lungenentzündungen auslösen.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Gesundheitsministeriums, 23.01.2020

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dpa/lrs

"SOS": Saar-Bürgermeister demonstrieren in Berlin für Entschuldung

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Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus dem Saarland haben vor dem Berliner Reichstag für eine bessere Zukunft der saarländischen Kommunen demonstriert. Foto: Carsten Koall/dpa-Bildfunk

Für eine Entschuldung saarländischer Kommunen durch den Bund haben am Donnerstag (23. Januar 2020) rund 30 Saar-Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in Berlin demonstriert. "Wir morsen SOS, damit das Saarland keine 'abgehängte Region' wird", sagte der Bürgermeister von Nalbach, Peter Lehnert (unabhängig).

Die Kommunen hätten ihr Einsparpotenzial erreicht, das Land übernehme über eine Teilentschuldung bereits die Hälfte der Altschulden. Bei der verbleibenden einen Milliarde Euro bräuchten die Kommunen im Saarland nun Hilfe.

Bürgermeister richten sich auch an Bundesregierung

Unter dem Motto "SOS - Saarland ohne Schulden" zogen die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in weißen Westen (mit der Aufschrift "Zukunft ohne 'Altschulden' für die Saarkommunen") am Reichstagsgebäude los. Sie hatten Schreiben mit ihren Forderungen dabei, die sie an Vertreter des Bundestags und der Bundesregierung übergeben wollten.

Unterstützung von Tobias Hans

"Gleichwertige Lebensverhältnisse dürfen keine leere Worthülse bleiben, wir brauchen eine faire Lösung für die kommunalen Altschulden!", sagte Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) zur Demo. Er dankte den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern für ihren Einsatz. "Wir haben unsere Hausaufgaben mit dem Saarland-Pakt gemacht, jetzt ist der Bund am Zug", sagte Hans.

Warum das Saarland finanziell in der Krise steckt

"Die saarländischen Kommunen sind mit der deutschlandweit höchsten Pro-Kopf-Verschuldung belastet", sagte Bürgermeister Lehnert. Die schwierige finanzielle Situation beruhe aber nicht auf Misswirtschaft oder Verschwendung, sondern auf strukturellen Gründen.

Dazu gehöre etwa, dass das Saarland bei seinem Beitritt 1957 zum Bundesgebiet nicht mit einem Solidarpakt empfangen worden sei. Und: Dass der Strukturwandel der Montanindustrie in den 1960er, 1970er Jahren nicht mit Strukturhilfen begleitet wurde, hieß es in dem Papier, das von allen 52 Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern im Saarland unterzeichnet worden war.

Solidarität auf Bundesebene gefordert

Die meisten Saar-Kommunen hätten ausgeglichene Haushalte, sagte die Geschäftsführerin des Saarländischen Städte- und Gemeindetags, Barbara Beckmann-Roh. Überschüsse müssten die Kommunen aber zum Schuldenabbau verwenden und nicht für Investitionen. Dies sei gerade mit Blick auf gleichwertige Lebensverhältnisse eine ungesunde Entwicklung. Es brauche Solidarität auf Bundesebene.

Die Ratshauschefinnen und Ratshauschefs wiesen darauf hin, dass das Saarland derzeit erneut vor großen strukturellen Herausforderungen und massiven Umbrüchen stehe, die bis zu 40.000 Arbeitsplätze bedrohen könnten. Gemeint ist der Strukturwandel in der Stahl- und Automobilindustrie.

Nicht die erste Demo

"Wir haben gute Argumente. Denen wird man sich nicht einfach so verschließen können", sagte der Oberbürgermeister von Neunkirchen, Jörg Aumann (SPD). "Wir sind guter Dinge, dass das ankommt."

Im April 2019 hatten die Saar-Bürgermeisterinnen und Bürgermeister schon einmal in Berlin demonstriert: damals ging es um Strukturhilfen für das Saarland wegen des geplanten Ausstiegs aus der Braunkohle.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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