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dpa/lrs

"Walk of Steel": Beschäftigte der Saar-Stahlindustrie gehen zu Fuß nach Brüssel

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Tobias Hans verteilte vor dem Start des "Walk of Steel" Frühstücksbrötchen unter den Beschäftigten der saarländischen Stahlindustrie. Foto: dpa-Bildfunk/Oliver Dietze

Los geht der "Walk of Steel" ("Stahl-Marsch") am heutigen Freitag um 9.00 Uhr: Zehn Tage werden die rund 40 Betriebsräte und Mitstreiter unterwegs sein. In Brüssel sei dann am 10. Februar geplant, Forderungen an den EU-Kommissar für Klimaschutz, Frans Timmermans, zu übergeben.

Kampf um Erhalt der Arbeitsplätze

"Mit dem 'Walk of Steel' wollen wir ein Zeichen setzen für den Erhalt unserer Arbeitsplätze", sagte der Betriebsratsvorsitzende bei Saarstahl, Stephan Ahr. Zudem wollten sie um konkrete Unterstützung bei der Umstellung der Stahlindustrie auf eine CO2-freie Produktion werben und für faire internationale Wettbewerbsbedingungen auf dem Stahlmarkt kämpfen.

Über 22.000 Arbeitsplätze vom Stahl abhängig

In der Saar-Stahlindustrie sind nach Angaben des Wirtschaftsministeriums knapp 14.000 Menschen beschäftigt. Unter Berücksichtigung von mit dem Sektor verbundenen Wirtschaftszweigen hängen mehr als 22.000 Arbeitsplätze im Saarland vom Stahl ab.

Bis zu 40 Kilometer pro Tag

Bei dem Marsch seien jeweils kleine Teams von vier Leuten unterwegs, die sich wie bei einem Staffellauf abwechselten. Geplant sei, dass jedes Team bis zu 40 Kilometer pro Tag gehe. Bewusst sei nicht zum Protestmarsch oder Demozug aufgerufen worden, da dies Anmeldungen in jeder Gemeinde, die durchquert werde, erfordert hätte. Man rechne damit, dass sich viele Menschen dem Marsch anschließen würden.

Kommentar von Tobias Hans

Das Statement von Ministerpräsident Tobias Hans zum "Walk of Steel": "„Die Aktion verdient großen Respekt und Anerkennung! Mit mir steht auch die gesamte Landesregierung fest an der Seite unserer Beschäftigten. Wir kämpfen gemeinsam um jeden Arbeitsplatz und setzen uns mit ganzer Kraft für die Stahlindustrie im Saarland ein. [...]" Das geht aus einer Pressemitteilung der Staatskanzlei hervor.

Nach eigenen Angaben werde sich Hans persönlich "bei Ursula von der Leyen für die Interessen unserer saarländischen Stahlindustrie stark machen."

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- Mitteilung der Staatskanzlei

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