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Studienplätze für künftige Landärzte - Saar-Parlament stimmt für Quote

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Im Saarland sollen sich künftig 22 Studierende dazu verpflichten, zehn Jahre lang auf dem Land zu praktizieren. Symbolfoto: Oliver Berg/dpa-Bildfunk

Bis zu 22 Studenten sollen ab dem Wintersemester im Saarland einen speziellen Medizin-Studienplatz erhalten: Dafür müssen sie sich verpflichten, nach Abschluss ihres Studiums zehn Jahre als Hausarzt in unterversorgten ländlichen Regionen des Saarlandes tätig zu sein. Das sieht das neue Landarztquotengesetz vor, das Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) heute vorlegte. Der Landtag stimmte dem Entwurf einstimmig in erster Lesung zu. 

Zu wenig Ärzte in ländlichen Gebieten des Saarlandes

Zwar gebe es derzeit nur eine Unterversorgung in Wadern und eine drohende Unterversorgung in Lebach, allerdings bestehe für die Zukunft Gefahr, weil viele Hausärzte weit über 55 Jahre alt seien. Im vergangenen Jahr seien 23 in den Ruhestand gegangen, aber nur 16 neue Anerkennungen Allgemeinmedizin erteilt worden. Aktuell gebe es über 70 offene Hausarztsitze im Land.

Hohe Strafe bei Abbruch und Umzug

Das neue Gesetz sieht vor, dass 7,8 Prozent der 281 Studienplätze nach Abiturnote, einschlägiger Berufsausbildung, Medizinertest und Auswahlgespräch vergeben werden. Wer das Studium nicht abschließt oder das Saarland verlässt, muss eine Strafe von 250.000 Euro zahlen.

Landarzt-Tätigkeit soll durch Förderungen attraktiver werden

Ergänzt wird die "Landarztquote" durch ein Studien-Programm, das Stipendiaten mit 300 Euro pro Monat fördert. Seit 2017 wurden bislang acht Stipendiums-Plätze vergeben. Darüber hinaus fördert das Land eine Niederlassung oder Praxisübernahme im ländlichen Raum mit 10-000 Euro beziehungsweise 20.000 Euro für unterversorgte Gebiete. Bislang habe die Landesregierung 17 Übernahmen bezuschusst.

Medizinische Versorgung habe "höchste Priorität"

Mit diesen Fördermaßnahmen wolle das Land zeigen, dass die medizinische Versorgung "höchste Priorität" habe, sagte Bachmann. "Zugleich setzen wir ein Signal für die kommende Generation der Ärztinnen und Ärzte, dass es attraktiv ist, sich hier im Saarland niederzulassen."

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presseagentur

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