{k}/{n}
Artikel {k} von {n}
10°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
10°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
dpa/lrs

Kostenloser ÖPNV: Luxemburg feiert große Party zum Start

image

Ab dem 1. März können Fahrgäste Straßenbahnen, Busse und Züge in Luxemburg kostenlos nutzen. Foto: Harald Tittel/dpa-Bildfunk

Die Tage der Bus- und Bahntickets in Luxemburg sind gezählt: Denn ab 1. März werden in dem Land alle öffentlichen Verkehrsmittel gratis. "Luxemburg ist stolz, das erste Land der Welt zu sein, dass die öffentlichen Transportmittel für alle Nutzer auf seinem Territorium gratis anbietet", teilte die Luxemburger Regierung mit.

Große Feier in Luxemburg

Fahrgäste bräuchten dann keine Tickets mehr - weder für den Bus noch den Zug oder die Tram. Der Startschuss werde bereits einen Tag zuvor am 29. Februar in dem kleinen Land groß gefeiert.

Künstler machen in Verkehrsmitteln Musik

Unter dem Motto "Es ist ein großer Tag" sind an dem Samstag zwölf Mini-Konzerte in vier Bahnhöfen geplant: in Belval-Universität, Luxemburg-Stadt, Pfaffenthal-Kirchberg und Ettelbrück. Zwischen den Konzerten steigen die Künstler in Züge, Straßenbahnen und Busse ein, um dort Musik zu machen.

Am Abend soll bei einem großen Konzert im neuen Betriebshof der Tram, der "Neien Tramsschapp", auf dem Kirchberg unter anderem mit reichlich DJs gefeiert werden.

Kostenlos-ÖPNV kostet Land 41 Millionen Euro im Jahr

Die Party in dem Land mit mehr als 600.000 Einwohnern wird vor allem vom Luxemburger Ministerium für Mobilität und öffentliche Arbeiten organisiert. Im Dezember 2018 hatte die Luxemburger Regierung den Schritt zum kostenlosen Bus- und Bahnfahren angekündigt. Er bedeutet für den Staat Mehrausgaben von 41 Millionen Euro im Jahr. Nur die 1. Klasse der Bahn bleibt kostenpflichtig.

Nahverkehr soll attraktiv werden

Das Gratis-Angebot ist laut Regierung "das soziale Sahnehäubchen auf dem Kuchen der innovativen multimodalen Verkehrsstrategie Luxemburgs": Die will den Nahverkehr so attraktiv machen, dass die Menschen das ÖPNV-Angebot auch zuverlässig nutzen können. Denn Luxemburg platzt verkehrsmäßig aus allen Nähten.

Hunderttausende Pendler

In 20 Jahren hat die Bevölkerung in dem zweitkleinsten EU-Land um gut ein Drittel zugenommen. Zudem pendeln mehr als 200.000 Menschen aus Frankreich, Belgien und Deutschland täglich zur Arbeit nach Luxemburg: Ein Anstieg um 140 Prozent zum Jahr 2000. Morgens und abends gibt es viele Staus.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein