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mit dpa

Saarland schließt alle Schulen und Kitas

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Ab Montag bleiben Kitas und Schulen im Saarland geschlossen. Symbolfoto: dpa-Bildfunk

Als erstes Bundesland hat das Saarland in der Nacht zu Freitag (13. März 2020) bekannt gegeben, dass wegen des Coronavirus landesweit Schulen und Kindertagesstätten bis Ende der Osterferien (24. April) geschlossen werden.

Dies geschehe aufgrund der Situation des Saarlandes als Grenzland, teilte die Staatskanzlei mit. Eine Notbetreuung für Familien werde sichergestellt. Damit solle die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden.

Regelung gilt ab Montag - Was ist mit Abi?

Schulen und Kitas sollen ab kommendem Montag geschlossen bleiben. Das Kabinett fasste am Freitag in einer außerordentlichen Sitzung einen entsprechenden Beschluss. Am Mittag (13.00) sollte auf einer Pressekonferenz über Details informiert werden. Wie es um die Abiturprüfungen im Saarland steht, sei im Vorfeld der Sitzung noch nicht klar, teilte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am Freitag mit.

Andere Bundesländer könnten nachziehen

Auch Bayern wird landesweit Schulen und Kindergärten schließen, weitere Bundesländer könnten folgen. Bei der Kultusministerkonferenz (KMK) am Donnerstag waren großflächige Schulschließungen zunächst nicht geplant worden. Die Konferenz schließe jedoch eine derartige Maßnahme nicht aus, sagte die Vorsitzende, die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD).

Merkel: auf soziale Kontakte verzichten

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Donnerstagabend gesagt, Menschen sollten wo immer möglich auf Sozialkontakte verzichten. Eine vorübergehende Schließung von Kindergärten und Schulen etwa durch das Vorziehen der Osterferien sei eine Option.

Hans: Saarland vor besonderen Herausforderungen

"Es braucht jetzt Entscheidungen mit klarem Kopf, die unweigerlich auch eine Einschränkung des öffentlichen Lebens mit sich bringen", teilte Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) mit. Das Saarland stehe mit seiner direkten Nähe zu den Nachbarländern Frankreich und Luxemburg ebenso wie andere Grenzländer innerhalb Deutschlands vor besonderen Herausforderungen.

Grand Est Risikogebiet

In Haut-Rhin im nahe gelegenen Risikogebiet Grand Est seien bis Donnerstag mit 359 infizierten Personen rund 61 Prozent der bestätigten Infektionen der Region aufgetreten, teilte die französische Botschaft in Deutschland mit.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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