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Tödlicher Unfall auf A8 bei Zweibrücken: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein

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Hier zu sehen: Die Unfallstelle auf der A8 bei Zweibrücken. Das Motorrad (oben links) ging in Flammen auf. Archivfoto (Hintergrund): BeckerBredel. Archivfoto (Motorrad): Polizei

Am 1. Juli 2018 kam ein 13-jähriger Junge als Beifahrer eines Motorrads bei einem Verkehrsunfall auf der A8 bei Zweibrücken ums Leben. Ein Auto fuhr damals ungebremst von hinten in das Motorrad. Der Verursacher des Unfalls, mutmaßlich in einem weißen Mercedes unterwegs, flüchtete in Richtung Saarland.

Ermittlungen vorerst eingestellt

Bis heute blieben die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Zweibrücken ohne Erfolg. Auch die Ausstrahlungen von TV-Berichten im Südwestrundfunk und im ZDF sowie die Hypnose eines Zeugen erbrachten keine entscheidenden Hinweise.

Wie unter anderem der "Pfälzische Merkur" (PM) berichtet, hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen in dem Fall nun vorläufig eingestellt. Aus einer entsprechenden Mitteilung von Montag (16. März 2020) gehe hervor, dass "sämtliche vorliegenden Zeugenhinweise ausgewertet sind und alle daraufhin erfolgten Ermittlungsmaßnahmen erfolglos blieben". Aus diesem Grund wurde das Verfahren formal eingestellt.

Die Einstellung habe jedoch nicht zur Folge, dass neue Hinweise nicht mehr verfolgt werden. Bis zum Ende der Verjährung bestehe die Möglichkeit der Wiederaufnahme der Ermittlungen mittels neuer Erkenntnisse, heißt es im Medienbericht.

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Bei dem Unfall auf der A8 nahe Zweibrücken starb ein 13-Jähriger. Archivfoto: BeckerBredel

500 Fahrzeuge überprüft

Iris Weingardt, die Leitende Oberstaatsanwältin, erklärte laut "PM": Aufgrund von rund 350 Hinweisen kam es zu Überprüfungen von 500 Kraftfahrzeugen. "Trotz aller Anstrengungen und Ermittlungen, die die Polizei in neun Leitordnern zusammengefasst der Staatsanwaltschaft vorgelegt hat, führten sämtliche veranlassten Überprüfungen und Maßnahmen nicht zum Erfolg", zitiert der "PM".

Die hohe Zahl der Fahrzeugüberprüfungen bei einer geringeren Zahl an Hinweisen sei darauf zurückzuführen, dass teils nur Kennzeichenfragmente von den Hinweisgebern mitgeteilt wurden. Daraufhin ließ man beim Kraftfahrtbundesamt Listen mit allen infrage kommenden Kennzeichenkombinationen erstellen, erklärte die Leitende Oberstaatsanwältin.

Unfall bei Zweibrücken: Kind (13) stirbt bei Crash auf A8

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es ein weißes Fahrzeug (vermutlich ein Mercedes) war, der die Harley Davidson eines Mannes rammte. Das Motorrad, auf dem der 13-jährige Sohn des Fahrers als Beifahrer unterwegs war, prallte in die Mittelleitplanke, fing an zu brennen. Der Junge starb noch an der Unfallstelle. Sein Stiefvater lag wochenlang schwer verletzt im Krankenhaus.

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Ein kilometerlanger Stau bildete sich nach dem Unfall auf der A8 bei Zweibrücken. Archivfoto: BeckerBredel

Tödlicher Unfall in Zweibrücken: Alle Berichte auf einen Blick

- 02.07.2018: Ein Tag nach dem Unfall. Die Polizei sucht nach Zeugen13-Jähriger stirbt auf A8 bei Zweibrücken - Unfallverursacher flüchtet Richtung Saarland
- 03.07.2018: Die Polizei geht davon aus, das unfallverursachende Fahrzeug sei ein weißer Mercedes SLK gewesen: Polizei jagt Todesfahrer von Zweibrücken
- 04.07.2018: Die Beamten hoffen, der Unfallfahrer meldet sich selbst: Polizei appelliert an Unfallverursacher
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09.07.2018: Einsatzkräfte gehen neuen Hinweisen nach: Tödlicher Unfall auf A 8 bei Zweibrücken - Neue Hinweise und aktueller Stand
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18.07.2018: Ein neuer Zeugenaufruf soll weitere Anhaltspunkte liefern: Polizei startet neuen Zeugenaufruf
- 24.07.2018: Aus ganz Deutschland kommen Hinweise. Doch der entscheidende fehlt: Tödlicher Unfall auf A8 nahe Zweibrücken: Bundesweit Hinweise
- 25.07.2018: 10.000 Euro Belohnung werden ausgeschrieben. Daran beteiligt sich auch eine Motorrad-Gang: Todesfahrt auf A8 bei Zweibrücken: 10.000 Euro Belohnung für Hinweise
- 09.08.2018: Ausstrahlung eines Fernsehbeitrags über den Unfall: Fernsehbericht soll neue Hinweise liefern
- 14.08.2018: Nach der TV-Sendung gehen rund 20 neue Hinweise ein: Rund 20 Hinweise nach Fernsehbericht eingegangen
- 16.08.2018: Heißer Tipp für die Polizei? Möglicherweise wurde der Mercedes nach Norddeutschland verkauft: Tödlicher Crash auf A8 bei Zweibrücken: Unfall-Mercedes nach Norddeutschland verkauft?
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21.08.2018: Der „Pfälzische Merkur" (PM) sprach mit einem Augenzeugen: So erlebte ein Augenzeuge den Crash
- 22.08.2018: Ausstrahlung eines TV-Beitrages bei „Aktenzeichen XY": Der Fall heute bei "Aktenzeichen XY"
- 03.09.2018: Eine Kooperation mit der Firma Mercedes soll neue Hinweise liefern: Polizei arbeitet jetzt mit Mercedes zusammen
- 05.10.2018: Die Polizei ermittelt weiterhinDas ist der aktuelle Stand der Ermittlungen

- 21.05.2019: Eine Spur führt nach Luxemburg: Kommt der Unfallverursacher einfach davon?
- 02.07.2019: Es wird ein eher unüblicher Ansatz verfolgt: Ein Jahr nach tödlichem Unfall bei Zweibrücken: Hypnose soll neue Hinweise liefern
- 06.01.2020: Ein Rechtshilfeersuchen nach Österreich lieferte nicht den entscheidenden Hinweis: Weitere Spur führt ins Leere

Verwendete Quellen:
- eigene Berichte
- Pfälzischer Merkur

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