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Ford schließt (fast) alle Werke in Europa

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Ford Werk in Saarlouis. Foto: obs / Ford-Werke GmbH / dpa

Da in den Werken ein hohes Infektionsrisiko besteht, stellt der Autohersteller Ford europaweit die Produktion ein. Wie ein Sprecher dem SR mitteilte, gehe der Schutz der Mitarbeiter vor. Zudem sei - wie bei vielen Autoproduzenten - auch bei Ford die Nachfrage zurückgegangen. Auf Halde produzieren wolle man jedoch nicht.

Von den Schließungen sind auch die 16 Unternehmen im "Ford Supplier Park" betroffen. Wie der SR weiter berichtet, wirkt sich dies laut IG Metall Völklingen auf weitere 1.700 Mitarbeiter aus. Die Firmen arbeiten aktuell an Regelungen für Kurzarbeit.

Verwendete Quellen:
- Saarländischer Rundfunk

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Luxemburg ruft Notstand aus

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Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel hat am heutigen Dienstag (17.02.2020) offiziell den Notstand ausgerufen. Symbolfoto: Kay Nietfeld/dpa

Luxemburg ruft Notstand aus

Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel hat am heutigen Dienstag den Notstand für Luxemburg ausgerufen. Den drastischen Schritt begründete Bettel mit der schweren Coronakrise, die schnelle Entscheidungen notwendig mache. "Wir befinden uns in einer außergewöhnlichen Situation, die außergewöhnliche Maßnahmen erforderlich macht" erklärte der Premierminister am Mittag vor dem luxemburgischen Parlament.

Schnelle Hilfe in wirtschaftlicher Krise

Der Regierungschef will damit einen Rahmen schaffen, der Entscheidungen in einer Schnelligkeit ermöglicht, die über das normale Gesetzgebungsverfahren nicht möglich seien. Durch den Notstand nach Artikel 32.4 der luxemburgischen Verfassung ist das Luxemburger Parlament nun dazu angehalten, innerhalb von nur zehn Tagen über Gesetze abzustimmen. Dadurch soll unter anderem sichergestellt werden, dass Unternehmen, die aufgrund der Coronakrise finanziell angeschlagen sind, schnellstmöglich unter die Arme gegriffen werden kann.

Der Notstand in Luxemburg gilt laut Verfassung zunächst für zehn Tage. Er kann allerdings für eine Zeitspanne von maximal drei Monaten verlängert werden, wovon aufgrund der aktuellen Situation auszugehen ist.

Verwendete Quellen:
- Bericht des "Luxemburger Wort"

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Neue Chancen durch die Digitalisierung- Die Zukunft der Schule

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Foto: Scott Graham | Unsplash

Im Privatleben stellen Tablet und Smartphone erfahrungsgemäß die zentralen Informationsquellen für Schülerinnen und Schüler dar, in vielen Schulen hinkte man in Bezug auf Digitalisierung jedoch lange Zeit hinterher: Die Zahl der digitalen Geräte in den Lehranstalten hat in den vergangenen Jahren  zwar zugenommen, doch statt interaktivem Whiteboard und Tablet gehörten weiterhin eher Tafel und Overheadprojektor zu den gängigen Lernmitteln. Ausgerechnet die Corona-Pandemie hat den Schulen in den letzten Monaten einen deutlichen Digitalisierungsschub verliehen, denn Unterricht per Videokonferenz oder Erklärvideos im Internet sind plötzlich an der Tagesordnung. Aber wie können digitale Möglichkeiten künftig noch besser in den Unterricht eingebaut werden? Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer?

Online-Podiumsdiskussion live auf Zoom und Facebook 

Über diese und viele weitere Fragen diskutieren am Mittwoch, den 14. April, um 18.30 Uhr die Bildungsministerin des Saarlands, Christine Streichert-Clivot (SPD), Landesschülersprecher Lennart-Elias Seimetz und Moritz Winckel, Lehrer am Saarpfalz-Gymnasium. Moderiert wird die Veranstaltung von Julia Del Savio. Die Online-Podiumsdiskussion der Union Stiftung kann über Zoom und Facebook verfolgt werden und findet in Kooperation mit der Lernwelt Saar statt.

Teilnehmen über Zoom
Teilnehmen über Facebook

Wie können digitale Elemente in den Unterricht integriert werden?

Die Notwendigkeit, im Zuge der Corona-Pandemie Unterricht über das Internet zu gestalten, hat viele Probleme offenbart, aber auch neue Möglichkeiten und Chancen eröffnet. Schon jetzt ist klar: Die Unterrichtsformen werden sich auch nach der Corona-Pandemie weiter verändern müssen, um den Schülerinnen und Schülern weiterhin eine gute Schulbildung zu ermöglichen. Die Digitalisierung macht vor keinem Gesellschaftsteil und vor keinem Berufsfeld halt. Daher müssen digitale Elemente dauerhaft in den Unterricht integriert werden. Aber wie sollte diese Integration genau aussehen? Wird es künftig möglich sein, Klausuren online zu schreiben und ist das Schulheft überhaupt noch zeitgemäß? Wie gehen Lehrkräfte überhaupt damit um, dass das Internet mit YouTube & Co. den Schülern Lerninhalte häufig besser vermitteln, als sie selbst? 

Grund genug, ausgiebig über diese und weitere Fragen zu diskutieren. Damit dies auf möglichst breiter Basis und unter verschiedenen Gesichtspunkten geschieht, hat die Union Stiftung die Bildungsministerin des Saarlands, Christine Streichert-Clivot (SPD), Landesschülersprecher Lennart-Elias Seimetz und Moritz Winckel, Lehrer am Saarpfalz-Gymnasium eingeladen. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der Lernwelt Saar veranstaltet und von Julia Del Savio moderiert. 

Die Online-Podiumsdiskussion findet am Mittwoch, den 14. April, um 18.30 Uhr auf Zoom und Facebook statt.

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Kontakt:
Union Stiftung
Steinstraße 10
66115 Saarbrücken
Telefon: 0681/70945-0

Internet: www.unionstiftung.de
Facebook: https://www.facebook.com/UnionStiftung
Twitter: https://twitter.com/UnionStiftung

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Coronavirus im Saarland: Aktuelle Meldungen vom Dienstag

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Aufgrund des Coronavirus ist das öffentliche Leben im Saarland aktuell stark eingeschränkt. Symbolfoto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Wegen Corona: Geschäfte und Einrichtungen im Saarland werden geschlossen

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat die saarländische Landesregierung am gestrigen Montag einschneidende Maßnahmen in den Alltag vieler Saarländerinnen und Saarländer angekündigt. So werden zum Schutz vor weiteren Infektionen ab dem morgigen Mittwoch (18. März 2020) zahlreiche Geschäfte und Einrichtungen im Saarland geschlossen

Was davon betroffen ist, zeigen unsere Übersichten:
"Corona-Pandemie im Saarland: Welche Geschäfte und Einrichtungen geöffnet bleiben"
"Corona-Pandemie im Saarland: Welche Geschäfte und Einrichtungen schließen müssen".

Corona-Testzentren im Saarland sind hohem Ansturm nicht gewachsen

Hunderte haben am Dienstag die drei Coronavirus-Testzentren im Saarland besucht. Der Ansturm war bereits nach kurzer Zeit derart riesig, dass die Kassenärztliche Vereinigung die Patienten auffordern musste, am heutigen Dienstag zu Hause zu bleiben. In Neunkirchen hat das Zentrum vorerst geschlossen, hier standen zwischenzeitlich mehrere Hundert Leute in der Schlange. Weitere Inforationen unter: "Ansturm auf Corona-Testzentren im Saarland - Patienten sollen heute zu Hause bleiben".

Nachbar Frankreich verhängt Ausgangssperre

Noch weitere Einschränkungen gibt es ab dem heutigen Dienstag bei unseren Nachbarn in Frankreich. So hat die französische Regierung eine 15-tägige Ausgangssperre für seine Bürgerinnen und Bürger verhängt. Demnach wird die Bewegungsfreiheit in Frankreich derzeit stark eingeschränkt. Mehr dazu unter "Wir sind im Krieg": Frankreich verhängt Ausgangssperre.

Ford in Saarlouis wird geschlossen

Alle Ford-Werke in Europa werden wegen des Coronavirus vorübergehend geschlossen - auch der Standort in Saarlouis ist betroffen. Weitere Informationen unter: "Ford schließt (fast) alle Werke in Europa".

Saar-Krankenhäuser bereiten sich auf mehr Corona-Patienten vor

Die saarländischen Krankenhäuser bereiten sich auf mehr Corona-Patienten vor. Für die Behandlung größerer Patientenzahlen bedarf es einer Aufrüstung bei Schutzkleidung, Intensivbetten, Beatmungsmaschinen und Personal. Laut Gesundheitsministerium könnten sogar 400 Ärzte im Ruhestand reaktiviert werden. Mehr Informationen unter: "Saarländische Krankenhäuser bereiten sich auf mehr Corona-Patienten vor".

Saarländischer Hotel- und Gaststättenverband fordert Hilfe

Aufgrund der Coronakrise leiden Hotels und Gastrobetriebe aktuell unter extremen Einbußen. Daher fordert der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) im Saarland die zügige Auflage eines Hilfsfonds. Mehr dazu unter: "Hotel- und Gaststättenverband Saar fordert Hilfsfonds - extreme Umsatzeinbußen wegen Corona".

Arbeitsagentur im Saarland verzichtet auf persönliche Kontakte

Die Agentur für Arbeit Saarland sowie die Jobcenter sind aufgrund der aktuellen Corona-Lage vorerst nur noch telefonisch, per Post oder per E-Mail zu erreichen. Bereits ausgemachte Termine entfallen, ohne dass diese gesondert abgesagt werden müssen. Alle Informationen hierzu unter: "Arbeitsagentur und Jobcenter im Saarland nur noch per Telefon und Mail erreichbar".

Dringend Blutspenden im Saarland benötigt

In Zeiten der Coronakrise ist laut saarländischem Gesundheitsministerium die Bereitschaft, Blut zu spenden, geringer geworden. Daher haben wir euch eine Übersicht über die Termine für Blutspenden im Saarland zusammengestellt: "Blutspenden dringend benötigt: An diesen Terminen im Saarland kannst du helfen".

Aktuelle Zahlen

Nach Stand vom Dienstag (17. März 2020), 15.00 Uhr, ist die Zahl der im Saarland an Corona erkrankten Personen um weitere 16 Fälle auf insgesamt 101 gestiegen.

Verwendete Quellen:
- eigene Berichte

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Ansturm auf Corona-Testzentren im Saarland - Patienten sollen heute zu Hause bleiben

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Die Patienten in Neunkirchen halten Abstand. Mehrere Hunderte kamen an das Testzentrum. Foto: Brandon-Lee Posse/SOL.DE

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Saarland ruft alle Patienten auf, am heutigen Dienstag (17. März 2020) nicht mehr an die drei Coronavirus-Testzentren zu kommen. Das berichtet der "Saartext".

Demnach sei der Andrang bereits jetzt zu groß, alle drei Abstrich-Stellen seien völlig überlaufen. Die KV will laut "Saartext" die Kapazitäten ab morgen erhöhen. Auch die saarländische Landesregierung spricht in einer aktuellen Mitteilung davon, eine "sehr große Zahl" habe sich an den Testzentren eingefunden.

Zentrum in Neunkirchen geschlossen

In Neunkirchen ist das Zentrum jetzt vorerst geschlossen. Die Anzahl der Patienten übersteige die aktuellen Kapazitäten vor Ort, teilte die Stadt mit. Am Zentrum hatten sich zwischenzeitlich mehrere Hundert Personen eingefunden.

Grundsätzlich sollen die Abstrichzentren nur von Personen aufgesucht werden, die eine Überweisung vom Arzt haben. Abstriche sind laut Regierung nur erforderlich, wenn beim Betroffenen Symptome vorliegen und Kontakt zu einem bestätigten Corona-Patienten oder ein Aufenthalt innerhalb der letzten zwei Wochen im Risikogebiet stattgefunden hat. Beschwerdefreie Patienten werden nicht abgestrichen.

Verwendete Quellen:
- Saartext
- Mitteilung der Stadt Neunkirchen, 17.03.2020
- Mitteilung der Landesregierung, 17.03.2020
- eigene Recherche

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Mutter und Bruder in Dudweiler erstochen: Täter kommt in Psychiatrie

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In diesem Hochhaus in Dudweiler ereignete sich die Tat. Fotos: BeckerBredel

Der Prozess gegen den 40 Jahre alten Mann ging am Montag (16. März 2020) vorzeitig zu Ende. Mit dem nun gesprochenen Urteil, ihn in einem psychiatrischen Krankenhaus unterzubringen, verzichtete das Landgericht Saarbrücken auf einen weiteren, für Freitag geplanten Prozesstag. Das berichtet "dpa".

Urteil wegen Totschlags

Seit Freitag (13. März 2020) stand der 40-Jährige in einem Sicherungsverfahren wegen Totschlags vor Gericht. Er war bereits in einer Forensik untergebracht, so "dpa". Rechtskräftig sei das Urteil allerdings noch nicht.

Wie eine Gerichtssprecherin mitteilte, leidet der Verurteilte nach den Ausführungen eines psychiatrischen Sachverständigen an einer paranoiden Schizophrenie. Es sei davon auszugehen, dass er die Attacke in einem akuten Schub begangen habe. "Was Auslöser für die Tat war, blieb offen", zitiert "dpa" die Sprecherin.

Mit Küchenmesser eingestochen

Dem Mann war vorgeworfen worden, auf seine 72 Jahre alte Mutter im September 2019 in Dudweiler mehrmals mit einem Küchenmesser eingestochen zu haben. Anschließend soll er seinen 32-jährigen Halbbruder mit mindestens 20 Messerstichen getötet haben.

Die 72-Jährige konnte zunächst aus ihrer Wohnung flüchten. Sie starb jedoch vier Tage später in einem Krankenhaus. Laut Verteidiger hat sein Mandant "null Erinnerung" an den Vorfall.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- eigene Berichte

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Saarländische Krankenhäuser bereiten sich auf mehr Corona-Patienten vor

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In den Kliniken im Saarland laufen die Vorbereitungen für mehr Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert wurden. Alessandro Crinari/dpa-Bildfunk

In den saarländischen Kliniken laufen bereits die Vorbereitungen auf weitere Infektionen und auch Notfälle. Etwa 1.000 Intensiv- und Notfallbetten sollen für die Behandlung von Patienten, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, vom Gesundheitsministerium bereitgestellt werden. Derzeit gibt es etwa 750. Das berichtet der "SR".

Mehrere Monate Lieferzeit für neue Beatmungsmaschinen

Auch an Beatmungsstationen fehle es noch. Bis neue Maschinen geliefert werden können, kann es allerdings mehrere Monate dauern. Um Abhilfe zu schaffen, werden nicht-dringliche Operationen abgesagt, damit in den OP-Sälen Beatmungskapazitäten frei werden.

Personal: Alt-Ärzte, Studenten und Pflegeschüler im Einsatz

Allerdings reicht auch das Personal nicht aus. Laut Gesundheitsministerium könnten etwa 400 Alt-Ärzte aktiviert werden. Wie der "SR" berichtet, führen die Knappschaftskliniken Gespräche mit Ärzten im Ruhestand. Medizin-Studenten im Praktischen Jahr unterstützen bereits das Klinikum Saarbrücken. Auch Krankenpflegeschüler sind schon im Einsatz. Darüber hinaus werden Mitarbeiter in Schulungen auf die Arbeit auf der Intensivstation vorbereitet.

Lieferengpässe bei Schutzkleidung

Im ganzen Saarland sollen weitere Notfallstationen geöffnet werden. Allerdings gibt es Lieferengpässe bei Schutzkleidung. Die sind zwar noch vorrätig, dennoch führt das Gesundheitsministerium derzeit Gespräche mit Firmen und Produzenten, aber auch mit dem Bund, der Material nachliefern werde.

Verwendete Quellen:
- Saarländischer Rundfunk

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Zum ersten Mal in 50 Jahren: Emmes in Saarlouis findet 2020 nicht statt

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Die "Emmes" in Saarlouis findet 2020 nicht statt. Archivfoto: Chris Schäfer/SOL.DE

Die Saarlouiser "Emmes" findet 2020 nicht statt. Über den Beschluss des Stadtrats hat die Verwaltung am Dienstagnachmittag (17. März 2020) informiert.

"Aufgrund der aktuellen Situation" könne das Volksfest in diesem Jahr zum ersten Mal in der 50-jährigen Geschichte nicht veranstaltet werden, heißt es. Die Saarlouiser Woche mit dem Höhepunkt "Emmes" hätte eigentlich Anfang Juni steigen sollen.

Zurzeit sei aus Sicht der Stadtverwaltung jedoch noch nicht absehbar, wie lange die notwendigen Maßnahmen zur Abflachung der Corona-Infektionskurve aufrechterhalten werden müssen. Unabhängig davon sei auszugehen, dass bei einem verantwortungsvollen Umgang mit der Gesundheit der Besucherinnen und Besucher keine Großveranstaltung Anfang Juni durchgeführt werden sollte.

Betroffen sind neben der "Emmes" auch alle weiteren Teilveranstaltungen der Saarlouiser Woche, darunter die Stadtteilfeste und der Familienaktionstag. "Stadt und Stadtrat sehen zum Schutz der Gesundheit keine Alternative", so die Verwaltung.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Stadt Saarlouis, 17.03.2020
- eigene Recherche

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mit dpa

Fußball-EM 2020 wird ins kommende Jahr verlegt

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Einer der ursprünglichen Austragungsorte der Fußball-EM: die Allianz Arena in München. Foto: dpa-Bildfunk/Sven Hoppe

Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) aktuell meldet, soll die Fußball-EM 2020 in den Sommer 2021 verlegt werden. Das gehe aus übereinstimmenden Medienberichten hervor.

Die nationalen Ligen sowie die Europäische Clubvereinigung ECA hätten am heutigen Dienstag (17. März 2020) einem entsprechenden Vorschlag der Europäischen Fußball-Union zugestimmt.

Verlegung wegen Coronavirus-Pandemie

"In einer weiteren Videokonferenz müssen die 55 UEFA-Mitgliedsverbände die Verlegung aufgrund der Coronavirus-Pandemie absegnen, ehe das UEFA-Exekutivkomitee die endgültige Entscheidung treffen kann", meldet "dpa". Das Turnier sollte ursprünglich in diesem Sommer vom 12. Juni bis zum 12. Juli stattfinden.

Für die 51 Spiele der 24 Teilnehmer wäre Deutschland mit München einer von zwölf Gastgebern gewesen. Unklar ist derzeit, inwiefern die UEFA die historische Endrunde im Sommer 2021 unter gleichen Voraussetzungen ausrichten will - und kann.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Wegen Coronakrise: Flixbus stellt Betrieb bis auf Weiteres ein

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Flixbus stellt seinen Betrieb wegen der Coronakrise bis auf Weiteres ein. Symbolfoto: Boris Roessler/dpa

Flixbus stellt ab Mitternacht Betrieb ein

Die Corona-Ausbreitung hat weiter Auswirkungen auf das öffentliche Leben in Deutschland. So teilte der Fernbusanbieter Flixbus am heutigen Dienstag mit, dass er wegen der Coronavirus-Krise seinen Betrieb bis auf Weiteres einstelle.

Betroffen sind alle nationalen Verbindungen sowie auch grenzüberschreitende Verbindungen von und nach Deutschland. Damit kann man aktuell auch nicht nach Saarbrücken und von Saarbrücken aus reisen.

Der Betrieb wird laut Angaben von Flixbus bereits ab Mittwoch (18. März 2020), 00.00 Uhr, eingestellt. Wann die Busse nochmal fahren, kann derzeit noch nicht verlässlich angegeben werden.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presseagentur

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Arbeitsagentur und Jobcenter im Saarland nur noch per Telefon und Mail erreichbar

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Die Arbeitsagentur Saarland und die Jobcenter sind aktuell nur telefonisch, per E-Mail oder per Post erreichbar. Symbolfoto: Oliver Berg/dpa

Arbeitsagentur unterbindet persönliche Kontakte

Um sowohl die Mitarbeiter als auch die Besucher vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus zu schützen, sind die Arbeitsagentur Saarland sowie die Jobcenter aktuell nur noch telefonisch, per Post oder per E-Mail erreichbar.

Das hat zur Folge, dass die Antragsteller von Geldleistungen aktuell nicht persönlich erscheinen müssen, um die Finanzmittel zu erhalten. Laut der Regionaldirektion der Agentur für Arbeit Rheinland-Pfalz-Saarland habe man den Betrieb nun so umgestellt, dass ein persönliches Erscheinen nicht mehr notwendig sei.

Bisher ausgemachte Termine entfallen

Alle persönlichen Gesprächstermine, die bereits ausgemacht wurden, entfallen vorerst ohne Rechtsfolgen. Diese müssen auch nicht gesondert abgesagt werden. Laut Angaben der Arbeitsagentur entstehen aktuell niemandem Nachteile, wenn ein persönliches Vorsprechen versäumt werde. In Anbetracht der aktuellen Corona-Lage soll die Bürokratie zugunsten einer sicheren Auszahlung eingeschränkt werden.

Telefonnetz der Arbeitsagentur überlastet

Laut Informationen der Arbeitsagentur kommt es aufgrund der außerordentlich erhöhten Nachfrage derzeit zu Überlastungen des Telefonnetzes. Deswegen bittet die Regionaldirektion der Agentur für Arbeit darum, Anrufe auf den Service-Nummern auf Notfälle zu beschränken. Anträge könnten formlos per E-Mail oder über die eServices der Arbeitsagentur eingereicht werden, ohne dass dadurch Nachteile entstünden.

Verwendete Quellen:
- Angaben der Regionaldirektion der Agentur für Arbeit Rheinland-Pfalz-Saarland

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Corona-Pandemie im Saarland: Welche Geschäfte und Einrichtungen bleiben geöffnet?

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Unter anderem Lebensmittelgeschäfte sind im Saarland nicht von dem Shudown betroffen. Symbolfoto: Oliver Berg/dpa-Bildfunk.

Ab dem morgigen Mittwoch (18. März 2020) kommt es im Saarland zu zahlreichen Einschränkungen, etwa in Bezug auf das soziale Leben. Entsprechende Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen hat die Landesregierung erlassen, um nach eigenen Angaben die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen sowie zu verlangsamen.

In diesem Zusammenhang erklärte Gesundheitsstaatssekretär Stephan Kolling: "Wir wollen mit dieser Maßnahme des Infektionsschutzes die Bürgerinnen und Bürger schützen und vor allem versuchen wir, parallel Zeit zu gewinnen, um erweiterte Behandlungsmaßnahmen und Kapazitäten in den Krankenhäusern aufzubauen".

Währenddessen heißt es in einer Mitteilung des saarländischen Gesundheitsministeriums: Das wirtschaftliche Leben muss weitergehen. Etwa Handwerk oder Industrie würden weiterhin arbeiten.

Diese Geschäfte bleiben geöffnet

Nach Angaben des Ministeriums dürfen lediglich Läden geöffnet bleiben, "die bedarfsnotwendig sind". Dazu gehören:

- Abholdienste
- Apotheken
- Banken
- Bau- und Gartenmärkte
- Drogerien
- Friseure
- Getränkemärkte
- Großhandel
- Heilmittelerbringer
- Hörgeräte-Akustiker
- Lebensmittelgeschäfte
- Lieferdienste
- Online-Handel
- Optiker
- Poststellen
- Reinigungen
- Sanitätshäuser
- Sparkassen
- Supermärkte
- Tankstellen
- Tierbedarf
- Waschsalons
- Wochenmärkte
- Zeitungsverkauf

Für diese Bereiche sollen die Sonntagsverkaufsverbote bis auf Weiteres grundsätzlich ausgesetzt werden. Geschäfte sollen sonntags bis 15.00 Uhr öffnen dürfen. An Werktagen soll bis 22.00 Uhr eingekauft werden können, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Dienstleister, Handwerker, Gesundheitsberufe und Heilmittelerbringer sollen weiter ihren Tätigkeiten nachgehen dürfen.

Diese Betriebe bleiben geöffnet - jedoch unter Auflagen

Unter einigen Auflagen sollen geöffnet bleiben:
- Gastronomie
- Hotels
- Restaurants

Zu den Auflagen zählen nach Angaben des Gesundheitsministeriums etwa Abstandsregelungen für Tische oder die Reglementierung der Besucherzahl. Darüber hinaus seien Hygienemaßnahmen und -hinweise verpflichtend. Und: Um spätestens 18.00 Uhr müssen die Betriebe schließen. Die Mitnahme sowie Auslieferung von Speisen sei weiterhin möglich.

Diese Geschäfte schließen

Ab Mittwoch werden alle Geschäfte, die nicht bedarfsnotwendig sind, geschlossen. Eine Liste findet ihr hier.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Gesundheitsministeriums, 16.03.2020

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Hotel- und Gaststättenverband Saar fordert Hilfsfonds - extreme Umsatzeinbußen wegen Corona

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Die Auswirkungen des Coronavirus im Saarland treffen das Gastro- und Hotelgewerbe schwer. Symbolfoto: Daniel Karmann/dpa-Bildfunk

Hotels und Gastrobetriebe leiden derzeit unter extremen Einbußen, bei vielen gehe der "der Umsatz gegen null": Das sagte Frank C. Hohrath, Hauptgeschäftsführer des Dehoga Saar, der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Um Insolvenzen abzuwenden, müssen Betriebe "jetzt schnell und unbürokratisch an Geld kommen", so Honrath. Daher fordert der Verband die zügige Auflage eines Hilfsfonds.

Dehoga befürchtet gravierende Auswirkungen

Der Hauptgeschäftsführer des Dehoga Saar befürchtet: Ohne Hilfsfonds werde die touristische und gastronomische Welt im Saarland nach Ende der Krise eine andere sein. "Wir werden viele Hotels und Restaurants sehen, die geschlossen bleiben", so Hohrath.

Von der Politik in Aussicht gestellte Kredite würden der Branche nichts bringen. Erstens, weil sie zurückgezahlt werden müssten. Und zweitens, weil "sie viel zu spät da sind", zitiert dpa den Saar-Hauptgeschäftsführer. Derweil greifen laut Hohrath viele Betriebe "nach jedem Strohhalm". Sie würden etwa auf Lieferdienste oder Außer-Haus-Verkauf umstellen.

Landesregierung entscheidet sich für Schließungen

Am morgigen Mittwoch (18. März 2020) wird sich die wirtschaftliche Lage der Betriebe weiter verschärfen. Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat die Landesregierung unter anderem die Schließung von Kneipen beschlossen. Alle Details dazu haben wir hier für euch zusammengefasst: Saarland verkündet Schließung von vielen Geschäften und Einrichtungen.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Corona-Pandemie im Saarland: Welche Geschäfte und Einrichtungen schließen?

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Läden des Einzelhandels bleiben im Saarland ab Mittwoch geschlossen - sofern sie nicht bedarfsnotwenig sind. Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Swen Pförtner

Ab dem morgigen Mittwoch (18. März 2020) tritt eine Anordnung des Gesundheitsministeriums in Kraft, die unter anderem verschärfte Regelungen für das soziale Leben im Saarland zur Folge hat. Das Ziel: "die Eindämmung und Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus", heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums.

"Es besteht weltweit, deutschlandweit und saarlandweit eine sehr dynamische und ernstzunehmende Situation mit starker Zunahme der Fallzahlen innerhalb weniger Tage auch im Saarland", erklärte Gesundheitssekretär Stephan Kolling. Es müssten alle Maßnahmen ergriffen werden, um die Ausbreitung zu verlangsamen. Weder eine spezifische Therapie noch eine Impfung würden in den nächsten Monaten zur Verfügung stehen.

Diese Einrichtungen schließen

Bei den folgend genannten Einrichtungen, Treffpunkten und Co. sei davon auszugehen, dass es dort unweigerlich zu einem Körperkontakt komme. Daher soll der Betrieb gänzlich untersagt werden in:
- Ausstellungen
- Bars
- Bibliotheken
- Clubs
- Fitnessstudios
- Freizeitparks
- Kinos
- Kneipen
- Messen
- Shishabars
- Spielplätzen
- Spielhallen/Spielbanken
- Sportheimen
- Sportplätzen
- Schwimmbädern
- Tierparks
- Wettbüros
- Zoos
- Zusammenkünften in Kirchen und Glaubensgemeinschaften

Für Restaurants, Hotels und Gastronomie gelten Auflagen, etwa Abstandsregelungen für Tische oder die Reglementierung der Besucherzahl. Veranstaltungen sowie Versammlungen sind ab Mittwoch landesweit untersagt, teilt das Gesundheitsministerium mit. Und: Krankenhäuser müssen Besuchsverbote oder entsprechende Einschränkungen aussprechen.

Diese Geschäfte schließen

Ab Mittwoch wird zudem "die Öffnung von Ladengeschäften und im Einzelhandel untersagt", sagte Kolling. Dies betreffe alle Geschäfte, die nicht bedarfsnotwendig sind. Die Ausnahmen findet ihr hier: Welche Geschäfte und Einrichtungen bleiben geöffnet?

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Gesundheitsministeriums, 16.03.2020

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16 weitere Erkrankungen am Coronavirus im Saarland: Insgesamt 101 Fälle

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Im Saarland gibt es mittlerweile 101 Fälle einer Coronavirus-Erkrankung. Symbolfoto: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa

Das Gesundheitsministerium bestätigt aktuell: Die Zahl der im Saarland an Corona erkrankten Personen ist um weitere 16 Fälle auf insgesamt 101 gestiegen. Dieser Stand bezieht sich auf Dienstag (17. März 2020), 15.00 Uhr.

"Zwei der von dem Virus infizierten Personen befinden sich derzeit in stationärer Behandlung", heißt es in der Mitteilung. Weitere Fälle seien noch in der Testung.

Nach Angaben des Ministeriums gibt es 25 bestätigte Fälle im Regionalverband Saarbrücken, 19 weitere im Saarpfalz-Kreis. Im Kreis St. Wendel sind 18 Personen mit dem Virus infiziert, im Kreis Saarlouis 17 und im Kreis Neunkirchen 13. Weitere neun Fälle gibt es derzeit im Kreis Merzig-Wadern.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Gesundheitsministeriums, 17.03.2020

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8 Tipps von Unicef: Wie man mit Kindern über das Coronavirus sprechen sollte

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Eltern sollten mit ihren Kindern laut Unicef etwa offen - jedoch kindgerecht - über das Coronavirus sprechen. Symbolfoto: Pixabay

In einem Blog-Eintrag vom gestrigen Montag (16. März 2020) geht Unicef auf die Frage ein, wie man mit Kindern über das Coronavirus sprechen sollte. Auch für die Kleinsten könne es verwirrend und beunruhigend sein, was etwa in sozialen Medien oder durch andere Personen verbreitet werde. Aus diesem Grund hat das Kinderhilfswerk acht Tipps für Eltern zusammengefasst.

Verwendete Quellen:
- Unicef

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"Wir sind im Krieg": Frankreich verhängt Ausgangssperre

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Um gegen die Verbreitung des Coronavirus anzukämpfen, schränkt Frankreich die Bewegungsfreiheit seiner Bürger stark ein. Foto: Ludovic Marin/AFP/dpa

Im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus schränkt Frankreich die Bewegungsfreiheit seiner Bürger stark ein. Die Menschen dürfen ihre Häuser nur noch verlassen, um einzukaufen oder zum Arzt oder zur Arbeit zu gehen, sagte Staatschef Emmanuel Macron am Montagabend (16. März 2020) in einer TV-Ansprache. Auch Sport sei unter bestimmten Bedingungen möglich, zum Beispiel alleine Joggen.

15 Tage Ausgangssperre - "Wir sind im Krieg"

Die Einschränkungen sollen von Dienstag, 12.00 Uhr, an gelten und für mindestens 15 Tage aufrechterhalten werden. "Wir sind im Krieg", sagte Macron. "Wir kämpfen weder gegen Armeen noch gegen eine andere Nation. Aber der Feind ist da, unsichtbar - und er rückt vor." Frankreich befinde sich in einem "Gesundheitskrieg".

Zuvor hatten bereits Italien und Spanien eine Ausgangssperre verhängt, auch in Österreich ist das öffentliche Leben stark eingeschränkt worden.

Bußgelder werden erhöht

Innenminister Christophe Castaner kündigte nach dem Auftritt Macrons an, die Einhaltung der Ausgangssperre werde von über 100.000 Sicherheitskräften im Land überwacht. "Bleiben Sie zu Hause", sagte er zu den Bürgern. Für Verstöße sollten die Bußgelder bald auf 135 Euro erhöht werden, derzeit drohen noch 38 Euro. Die neuen Maßnahmen Frankreichs seien im europäischen Vergleich besonders strikt.

Frankreich hatte bereits ab Sonntag alle Restaurants und Bars geschlossen. Auch Schulen, Kindergärten und andere Bildungseinrichtungen, Museen und Bibliotheken bleiben derzeit zu. Der Präsident monierte allerdings, dass sich dennoch viele Menschen im Freien trafen.

Bürger sollen verantwortungsvoll handeln

Macron rief die Bürger auf, sich verantwortungsvoll zu verhalten. "Selbst wenn Sie keine Symptome haben, können Sie infiziert sein und andere anstecken." Er fügte hinzu: "Frankreich macht eine schwierige Zeit durch." Niemand könne genau vorhersagen, wie lange es dauern werde, so der Präsident.

Gleichzeitig verschob Macron die für kommenden Sonntag angesetzte Endrunde der Kommunalwahlen. Auch alle laufenden Reformen seien auf Eis gelegt seien, darunter die umstrittene Rentenreform. Gegen die Rentenpläne der französischen Regierung hatte es seit Dezember massive Streiks und Proteste gegeben.

Finanzielle Hilfe für Unternehmen

Kein Unternehmen solle sich sorgen, aufgrund der Maßnahmen Bankrott zu gehen, versprach Macron. Miete oder Gas- und Stromkosten sollen für mittlere und kleinere Unternehmen ausgesetzt werden, wenn sie in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Macron forderte auch alle Unternehmen auf, die Arbeit von zu Hause aus zu erleichtern. Taxis und Hotels sollen für die Pflege eingesetzt werden. Der Staat werde dafür aufkommen, so der 42-jährige Staatschef.

Am Sonntag waren die Parks und Märkte in der französischen Hauptstadt noch gut besucht. Auch die erste Runde der Kommunalwahlen, bei denen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im ganzen Land gewählt werden, fand statt - jedoch mit einem Rekordtief bei der Wahlbeteiligung. Die für Sonntag geplante zweite Runde der Wahlen wird jetzt aber verschoben.

Paris will Parks und Gärten schließen

Die Hauptstadt Paris hatte bereits vor Macrons Rede angekündigt, im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus öffentliche Parks und Gärten zu schließen. "Ab heute werden sich die Dienste der Stadt Paris auf die wesentlichen Aufgaben für die Pariserinnen und Pariser konzentrieren, insbesondere: Müllabfuhr, Sicherheit, Unterstützung der älteren Menschen ..", teilte die Stadt mit.

Frankreich ist schwer von der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus betroffen. Am Montagabend meldeten die Gesundheitsbehörden 6.633 Fälle, ein Anstieg von rund 1.200 innerhalb von 24 Stunden. Bisher sind im Land 148 Menschen an Covid-19 gestorben.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen ist im Saarland besonders hoch

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Heute (17. März 2020) ist in Deutschland "Equal Pay Day". Frauen werden durchschnittlich für 77 Kalendertage weniger bezahlt als Männer. Symbolfoto: Axel Heimken/dpa-Bildfunk

Am heutigen Dienstag (17. März 2020) ist in Deutschland der sogenannte "Equal Pay Day". Das bedeutet: Frauen haben bis heute sozusagen "umsonst" gearbeitet, während Männer vom 1. Januar an bezahlt wurden. Diese 77 Kalendertage entsprechen der unbereinigten Entgeltdifferenz zwischen Männern und Frauen. Der Aktionstag soll auf die Verdienstungleichheit zwischen den Geschlechtern aufmerksam machen.

"Gender Pay Gap" im Saarland bei 23 Prozent

Laut Statistischem Bundesamt liegt der "Gender Pay Gap" im Saarland sogar bei ganzen 23 Prozent. In nur drei anderen Bundesländern - Baden-Württemberg, Bayern und Hessen - ist die Schere zwischen Männern und Frauen noch größer. In Ost-Bundesländern wie Brandenburg oder Sachsen-Anhalt dagegen fällt der Gehaltsunterschied mit nur zwei bis drei Prozent sehr niedrig aus.

Wichtiger Grund: Verdienstunterschiede in den Branchen

Die Gründe für die großen Unterschiede in der Lohnhöhe sind vielfältig, aber nicht vollständig zu erklären. Laut einer Analyse der Arbeitskammer mit dem Titel "Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern – Daten und Fakten im Saarland" ist der "Pay Gap" im Saarland unter anderem deshalb so groß, weil es hier besonders viele gut bezahlte Industriearbeitsplätze gibt. Diese sind in der Regel von Männern besetzt. Frauen dagegen arbeiten häufig in Dienstleistungsberufen, die niedriger entlohnt werden.

In diesen Landkreisen ist die Ungleichheit besonders groß

Das zeigt sich auch im saarlandweiten Vergleich. Im Jahr 2015 verdienten Frauen in Saarlouis, Neunkirchen und St. Wendel und 22 Prozent als Männer. Hier gibt es besonders viele Stellen im verarbeitenden Gewerbe und in Großbetrieben. Im Regionalverband Saarbrücken dagegen waren es "nur" rund 19 Prozent. In diesem Landkreis finden sich viele Dienstleistungsstellen. Allerdings: Männer werden auch in dieser Branche etwa 15 Prozent besser bezahlt. Selbst im - ohnehin oft schlecht entlohnten - Gesundheits- und Sozialbereich verdienen Frauen etwa 28,2 Prozent weniger als Männer.

Sechs Prozent des "Gender Pay Gap" lassen sich nicht erklären

Zudem unterbrechen Frauen das Berufsleben häufiger aus familiären Gründen. Insbesondere nach dem Wiedereinstieg arbeiten sie häufiger in Teilzeit- oder Minijobs. Dadurch steigen sie auch innerbetrieblich weniger weit auf als ihre männlichen Kollegen. Auch andere Faktoren, die zu dem Minderverdienst von Frauen führen, sind erklärbar, wenn auch nicht unbedingt gerechtfertigt. Rechnet man diese heraus, bleibt dennoch ein bereinigter "Gender Pay Gap" von sechs Prozent. Dieser lässt sich nicht auf rationale Gründe zurückführen.

Verdienstlücke steigt mit Anforderungsniveau

Beatrice Zeiger, die Geschäftsführerin der Arbeitskammer, erklärt: "Weibliche Erwerbsarbeit ist von systematischer Abwertung betroffen. Und die Verdienstlücke zwischen Männern und Frauen nimmt mit steigendem Anforderungsniveau sogar zu". Das bedeutet: Während ungelernte Arbeitnehmer etwa 6,6 Prozent mehr verdienen als ihre Kolleginnen, werden Arbeitnehmer in leitender Position sogar um mehr als 23,3 Prozent besser entlohnt als Arbeitnehmerinnen mit leitenden Funktionen.

Altersarmut: Frauen im Saarland stark gefährdet

Besonders bedenklich: Frauen sind deutlich stärker gefährdet in Altersarmut abzurutschen als Männer. Im Saarland liegen die durchschnittlichen Altersbezüge für Männer bei etwa 1.245 Euro. Frauen dagegen erhalten im Schnitt nur 532 Euro. Das sind 57 Prozent Differenz. 20,4 Prozent der saarländischen Rentnerinnen sind damit altersarmutsgefährdet.

So könnte die Ungleichheit abgemindert werden

Um diese Ungleichheit zu verringern, müsse man - so Zeiger - einige Bestimmungen im Entgelttransparenzgesetz konkreter fassen. Dieses gilt beispielsweise nur für Betriebe mit mehr als 200 Beschäftigten. Zudem könne eine erhöhte Tarifbindung und eine Ausweitung der Mitbestimmung der Beschäftigten Abhilfe schaffen. "Dort, wo diese stark ausgeprägt sind, dort sind die Lohnungleichheiten weniger groß" so die AK-Geschäftsführerin abschließend.

Verwendete Quellen:
- Pressemitteilung der Arbeitskammer des Saarlandes
- Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern – Daten und Fakten im Saarland

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Nächster Saarländer wird zum Lotto-Großgewinner

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Der Schein für acht Euro brachte einem Tipper aus dem Saarpfalz-Kreis den Großgewinn. Foto: WestLotto / Bodo Kemper/WestLotto/obs/dpa-Bildfunk

Erneut hat ein Tipper aus dem Saarland einen Großgewinn im Lotto abgeräumt. Eine Person aus dem Saarpfalz-Kreis darf sich nach Angaben von "Saartoto" vom Montag (16. März 2020) jetzt über 100.000 Euro freuen. Der Spieler hat diesen Gewinn durch einen Schein für acht Euro in der Zusatzlotterie "Super 6" erzielt.

Er ist der vierte Saarländer, der in diesem Jahr mindestens 100.000 Euro gewonnen hat. Vergangene Woche wurde eine Person aus dem Landkreis Neunkirchen zum Multimillionär: Mit 11.163.628,60 Euro schaffte er den dritthöchsten Lotto-Gewinn in der saarländischen Geschichte.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung von Saartoto, 16.03.2020
- eigener Bericht

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Hunderte Fahrer an Grenzen abgewiesen - Kleinere Übergänge zum Saarland blockiert

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Über hundert Fahrer wurden an den Grenzen zum Saarland bereits abgewiesen. Kleinere Übergänge werden blockiert. Foto: BeckerBredel

An der Grenze zwischen der Pfalz und Luxemburg seien zwischen Montag- und Dienstagmorgen etwa 530 Menschen an einer Einreise gehindert worden. Im Saarland durften 150 Personen die Grenze nicht passieren. Das berichtete ein Sprecher der Bundespolizei der Deutschen Presse-Agentur.

Kleinere Grenzübergänge im Saarland werden blockiert

Am heutigen Dienstag (17. März 2020) seien im Saarland bereits weniger Autofahrer unterwegs. Die Bürger hätten sich laut des Sprechers auf die Kontrollen eingestellt. Auch an kleineren Grenzübergängen sei man nun dabei, Blockaden zu errichten. So soll der Verkehr auf größere Übergänge umgeleitet werden. "Wir können nicht überall Personal hinstellen", sagte der Sprecher der Bundespolizei.

Strengere Kontrollen auch in Luxemburg

Die Kontrollen sollen dazu beitragen, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Einreisen dürfen nur Deutsche, Pendler, Handwerker und Lastwagen mit Waren. Auch in Luxemburg sollen verstärkte Kontrollen kommen. Pendler benötigen dann eine Bescheinigung des Arbeitgebers, um ins Großherzogtum einzureisen.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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