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Nazi-Gedenkstein aufgestellt: Neun Monate Gefängnis für Püttlinger

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Auslöser der Affäre: Ein SS-Gedenkstein, ähnlich wie auf diesem Symbolfoto. Bild: Harald Tittel/dpa-Bildfunk

Ein Mann aus Püttlingen ist im französischen Saargemünd zu einer neunmonatigen Haftstrafe verurteilt worden, weil er einen Nazi-Gedenkstein aufgestellt hatte. Weitere neun Monate Gefängnis wurden zur Bewährung ausgesetzt, berichtet der "SR".

Gedenkstein erinnerte an SS-Einheit

Der 36-Jährige hatte die Stele 2017 auf seinem Grundstück im Bitcher Land aufgestellt. Darauf stand geschrieben: "Zu Ehren den Gefallenen der 17. SS-Panzergrenadier-Division - Drauf, dran und durch". Die SS-Einheit ist nicht nur in Lothringen berüchtigt, wo sie versuchte, die Stadt Metz vor dem Vormarsch der alliierten Truppen zu verteidigen.

Vor allem werden die Soldaten dieser Division beschuldigt, am 25. August 1944 in der Gemeinde Maillé (nahe Tours) ein Massaker verübt zu haben. Dabei wurden 124 Dorfbewohner, darunter viele Kinder, ermordet.

Püttlinger ist bekannter Neonazi

Der Püttlinger, der den Gedenkstein aufgestellt hatte, gilt seit längerem als Neonazi und ist laut "SR" Mitglied in einer rechtsextremen Vereinigung. Bei einer Durchsuchung in seiner Püttlinger Wohnung stellten Beamte umfangreiches Beweismaterial sicher, laut "SZ" unter anderem eine Ausgabe von Adolf Hitlers Buch "Mein Kampf". Der Saarländer will gegen das Urteil des französischen Gerichts in Berufung gehen.

Verwendete Quellen:
- Saarländischer Rundfunk
- eigener Bericht
- Saarbrücker Zeitung

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