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Coronavirus im Saarland: Über 1.000 Fälle und weitere Tote gemeldet

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Im Saarland wurden weitere Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Symbolfoto: Kay Nietfeld/dpa-Bildfunk

Aktuell liegt die Zahl der Infizierten bei 1.073

Im Saarland steigt die Zahl der Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind oder waren, somit auf 1.073 Fälle. Diese aktuellen Zahlen von 18.00 Uhr teilte das Gesundheitsministerium mit. Sie beziehen sich auf die bis dahin von den Gesundheitsämtern gemeldeten Fälle.

Drei weitere Corona-Patienten verstorben

Bislang sind 15 Menschen im Saarland an einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben, zehn davon im Regionalverband Saarbrücken. Seit gestern wurden drei neue Todesfälle vom Gesundheitsministerium gemeldet. 

Zurzeit sind 114 Personen wegen einer Covid-19-Erkrankung in stationärer Behandlung. 48 davon liegen auf der Intensivstation. Aber auch die Zahl der genesenen Saarländer steigt weiter an. 68 Personen gelten inzwischen als geheilt

Corona-Fälle im Saarland nach Landkreisen

Die meisten Fälle wurden bisher laut Gesundheitsministerium im Regionalverband Saarbrücken gemeldet: Hier haben sich 421 mit Sars-Cov-2 angesteckt. 189 Fälle gibt es im Saarpfalz-Kreis, 172 im Landkreis Saarlouis. Im Landkreis Neunkirchen wurden 126 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, im Kreis St. Wendel 99. Die wenigsten bestätigten Fälle hat nach wie vor der Landkreis Merzig-Wadern mit 66 Infizierten zu verzeichnen.

Wie die Statistik zustande kommt

Das saarländische Gesundheitsministerium versendet einmal am Tag Angaben zu der Entwicklung der Coronavirus-Zahlen. Es weist darin nur Fälle auf, die von den Gesundheitsämtern der Landkreise und des Regionalverbands bestätigt wurden. Über die tägliche Anzahl der Tests macht das Ministerium keine Angaben.

Begriffserklärung

Zahl der Fälle: Sie gibt die Gesamtzahl der Fälle im Saarland seit dem ersten Auftreten des Coronavirus an. Sie zeigt damit nicht an, wie viele Menschen zum aktuellen Zeitpunkt mit dem Virus infiziert sind. Genesene und Tote werden aus dieser Zahl nicht herausgerechnet.

Zahl der Genesenen: Sie gibt die Gesamtzahl der Personen an, die mit dem Coronavirus infiziert waren und inzwischen wieder geheilt sind.

Zahl der Intensivpatienten: Sie gibt die aktuelle Zahl der Personen an, die sich mit einer Coronavirus-Infektion auf einer Intensivstation befinden.

Zahl der Toten: Sie zeigt die Gesamtzahl der Menschen an, die gestorben sind und mit dem Coronavirus infiziert waren. Sie zeigt nicht an, ob eine Person direkt durch das Virus getötet wurde, sondern lediglich, ob Sars-CoV-2 bei der Person nachgewiesen wurde.

Verwendete Quellen:
- Angaben des saarländischen Gesundheitsministeriums
- eigene Berichte

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Coronavirus im Saarland: Aktuelle Meldungen vom Mittwoch

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Das Coronavirus ist im Saarland weiterhin das vorherrschende Thema in den Nachrichten. Symbolfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Weiterhin bestimmt der Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus im Saarland das alltägliche Leben. SOL.DE hat die wichtigsten News zum Thema Corona am heutigen Mittwoch (1. April 2020) hier zusammengefasst.

Coronavirus im Saarland: Die aktuellen Zahlen

Im Saarland ist nach aktuellem Stand des Gesundheitsministeriums (Mittwoch, 18.00 Uhr) die Zahl der Infizierten auf 1.073 gestiegen. Drei weitere Personen sind seit Dienstag gestorben, insgesamt verzeichnet das Saarland damit fünfzehn Tote. Die Details: "Coronavirus im Saarland: Über 1.000 Fälle und weitere Tote gemeldet"

Diese Bußgelder im Saarland gelten jetzt bei Verstößen

Menschen, die gegen die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus verstoßen, werden im Saarland ab dem heutigen Mittwoch mit Bußgeldern bestraft. Und die haben es in sich. Die Tabelle: "Diese Bußgelder gibt es im Saarland jetzt bei Verstößen gegen Corona-Maßnahmen".

Fünf Corona-Fälle an Saarbrücker Altenheim

Im Seniorenhaus im Saarbrücker Stadtteil Bischmisheim sind vier Bewohner und eine Mitarbeiterin mit dem Coronavirus infiziert. Das Altenheim ist das zweite im Saarland, das Ansteckungen meldet. Mehr: "Fünf Corona-Fälle in Saarbrücker Altenheim".

Schnellere Tests möglich

Bislang lagen Ergebnisse von Corona-Tests im Saarland teilweise erst nach bis zu zehn Tagen vor. Laut dem zuständigen Labor-Betreiber soll dies nun deutlich schneller gehen. Den Artikel dazu findet ihr hier: "Coronavirus im Saarland: Schnellere Tests möglich".

Selbstständige fordern Öffnung kleiner Grenzübergänge im Saarland

Als "überzogen und wirtschaftsfeindlich" bezeichnet der Europaverband der Selbständigen Deutschland die Sperrung der kleinen Grenzübergänge im Saarland zu Frankreich und Luxemburg. Er fordert jetzt möglichst alle zehn Kilometer eine offene Grenze. Die Infos: "Selbstständige fordern Öffnung kleiner Grenzübergänge im Saarland".

Entlastung von Krankenhäusern durch Versorgungszentren

Saarlandweit sollen sechs sogenannte Covid-19-Versorgungszentren entstehen. Falls das reguläre Kliniksystem aufgrund der Corona-Krise an seine Grenzen stoße, könne man Patienten dort weiterhin behandeln. Hier gibt es den Artikel: "Covid-19-Versorgungszentren sollen Krankenhäuser im Saarland entlasten".

Schutzartikel: Nachschub im Saarland: 80.000 Schutzartikel angekommen

Anfang der Woche sind im Saarland über 80.000 Schutzartikel eingetroffen. Dazu gehören etwa Schutzmasken, Desinfektionsmittel und Handschuhe. Diese sollen am heutigen Mittwoch (1. April 2020) an Ärzte versendet werden. Mehr: "Nachschub im Saarland: 80.000 Schutzartikel angekommen".

Uniklinik Homburg setzt auf "Container-Lösung"

Die Notfallambulanz für Kinder an der Uniklinik in Homburg befindet sich jetzt in einem Container. Die jungen Patienten sollen so vor einer Infektion mit dem Coronavirus geschützt werden. Der Artikel: "Klinik in Homburg: Container-Lösung zum Schutz von Kindern".

Gesundheitsministerium sieht Mundschutzpflicht kritisch

Einer Mundschutzpflicht im Saarland steht das Gesundheitsministerium hierzulande kritisch gegenüber. Gänzlich vom Tragen abgeraten wird jedoch nicht. Den passenden Artikel findet ihr an dieser Stelle: "Warum das Gesundheitsministerium im Saarland eine Mundschutzpflicht kritisch sieht".

Corona-Teststation des Landkreises Neunkirchen zieht um

Der Landkreis Neunkirchen zieht seine Coronavirus-Teststation um. Ab Donnerstag werden Proben statt in Ottweiler in Landsweiler-Reden genommen. Mehr dazu: "Landkreis Neunkirchen zieht seine Corona-Teststation um".

Zahlreiche Betriebe beantragen Kurzarbeitergeld

Im Saarland hat die derzeitige Corona-Krise zu einem sehr starken Anstieg bei Kurzarbeit-Anzeigen geführt. Rund 5.000 solcher Anzeigen seien in den vergangenen zwei Wochen eingegangen. Die Details: "Um Entlassungen zu vermeiden: Viele Betriebe im Saarland beantragen Kurzarbeitergeld".

Warnung vor Betrugsmaschen

Betrüger nutzen die aktuelle Corona-Pandemie aus - ob an der Haustür oder am Telefon. Daher warnt Reinhold Jost vor unterschiedlichen Maschen. Beispiele, wie die Kriminellen vorgehen, gibt es hier: "Reinhold Jost warnt vor Betrugsmaschen zu Zeiten der Corona-Krise".

Nach Verstößen in Saarbrücken: OB appelliert an Bürger

Der Oberbürgermeister von Saarbrücken, Uwe Conradt, appelliert an die Bewohner der Landeshauptstadt, sich an die geltenden Regeln zur Ausgangsbeschränkung zu halten. Das Ordnungsamt werde auch künftig gezielt kontrollieren. Mehr: "Nach Verstößen in Saarbrücken: OB appelliert an Bürger, Ausgangsbeschränkungen einzuhalten".

Häusliche Gewalt in Corona-Krise: Regionalverband will Hilfetelefon bekannter machen

Die Ausgangsbeschränkungen während der Corona-Krise zwingen viele Familien dazu, 24 Stunden auf engem Raum miteinander zu verbringen. Was für viele kein Problem ist, kann bei anderen zur Belastung werden. Das Frauenbüro des Regionalverbands Saarbrücken befürchtet einen Anstieg von häuslicher Gewalt. Mehr: "Häusliche Gewalt in Corona-Krise: Regionalverband will Hilfetelefon bekannter machen".

Unterstützung von sozialen Einrichtungen

Soziale Dienstleister im Saarland sollen finanzielle Hilfen erhalten, um vor den Auswirkungen der Corona-Pandemie abgesichert zu sein. Die Details dazu: "Ministerium beschließt finanzielle Unterstützung von sozialen Einrichtungen im Saarland".

Neues System soll bei der Erfassung von Corona-Infektionsfällen helfen

Das Infektionsmelde- und Informationssystem (IMIS) soll den Verlauf einer Infektion - vom ersten Verdacht über die Diagnose bis zur Meldung - erfassen. So sollen Abläufe vereinfacht werden. Den Artikel zum Projekt gibt es hier: "Saarbrücker Studenten beteiligen sich an System zur Erfassung von Corona-Infektionen".

Insassen sind im Hungerstreik: Gefangene in Luxemburg wollen Haft-Unterbrechungen

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, sind in einem luxemburgischen Gefängnis aktuell rund 20 Insassen im Hungerstreik. Sie wollen gelesen haben, dass es wegen der Corona-Krise in manchen Haftanstalten zu Unterbrechungen und sogar zu vorzeitigen Entlassungen gekommen sei. Die Infos: "Insassen sind im Hungerstreik: Gefangene in Luxemburg wollen Haft-Unterbrechungen".

Verwendete Quellen:
- eigene Berichte
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Diskussion live im Netz: Ist nach Corona vor dem Aufschwung?

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Foto: alphaspirit/AdobeStock

Die Corona-Krise hat die ganze Welt aus den Fugen gerissen. In vielen Bereichen des Lebens stehen wir im Moment vor enormen Herausforderungen, die uns vermutlich noch lange begleiten werden. Wer sehnt sich da im Moment nicht nach einer Welt wie sie vor Corona war? Aber wird es ein Zurück zur Normalität überhaupt geben? Eine Frage die viele beschäftigt. Könnte sich die Welt aber nicht auch in vielen Bereichen zum Positiven wandeln? Eine Frage der Perspektive und des Umdenkens? Könnte unsere Gesellschaft aus einer Krise eine neue Stärke schöpfen?

Vor diesem Hintergrund steht auch der nächste Termin der Veranstaltungsreihe „Mit der Villa durch die Zeit“. Und das Thema „Post Corona! Ante Aufschwung“ könnte den Nerv der Zeit nicht stärker treffen.

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Foto: Villa Lessing

Auch wenn aufgrund der Corona-Gefahr öffentliche Diskussionsrunden und Lesungen nicht zugänglich sind, muss man nicht ganz auf Live-Events verzichten: Viele Veranstalter verlagern ihre Events ins Internet - und erreichen auf diese Weise sogar noch mehr Publikum!

Per Klick zum Live-Event

Die Vorgehensweise ist denkbar einfach: Erreichbar sind die Angebote in der Regel über einen vom Organisator bereitgestellten Link plus Passwort. Oder einfach via Facebook: Mit einem Klick auf den angekündigten Termin auf der Seite des Veranstalters kann man dem Geschehen beiwohnen als wäre man live vor Ort.

Auch die Villa Lessing – Liberale Stiftung Saar in Saarbrücken hat die Vorteile erkannt und schnell gehandelt: Geplante Veranstaltungen zu den Themen Politik, Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft im Saarland wurden angesichts der Corona-Schutzmaßnahmen kurzerhand zu Online-Events umfunktioniert und termingenau direkt aus der schmucken Villa in der Saarbrücker Bismarckstraße in die heimischen Wohnzimmer übertragen!

Bei der Livediskussion unter dem Motto

Blick nach vorn - Fachgespräch „Post Corona! Ante Aufschwung?“

diskutiert

- Lothar Warscheid, Wirtschaftsjournalist

mit

- Bastian Popp, Professur für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Handelsmanagement, Direktor des Europa Institutes Sektion Wirtschaftswissenschaften und Direktor des Instituts für Handel & Internationales Marketing der Universität des Saarlandes

- Carsten Meier, Geschäftsführer der IHK Saarland, Geschäftsbereich: Wirtschaftspolitik und Unternehmensförderung

- Thomas Straubhaar, Universität Hamburg, Professur für VWL, insbes. Internationale Wirtschaftsbeziehungen, Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Fachbereich Volkswirtschaftslehre, Kurator der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

und

- Oliver Luksic MdB, Mitglied des Deutschen Bundestages und dort Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion für Verkehr und digitale Infrastruktur, Ehrenamtlich Landesvorsitzender der FDP Saar

Live am Donnerstag, 4. Juni 2020 um 19:00 Uhr auf der >>> Facebook Seite der Villa Lessing und im Anschluss auf der >>> Homepage der Villa.

Diskussion erwünscht!

Das Thema beschäftigt gerade in diesen Zeiten viele Saarländerinnen und Saarländern - und wir möchten mit Euch ins Gespräch kommen. Unsere Experten beantworten deshalb gerne Fragen. Diese können vorab oder während der Sendezeit an >>> veranstaltungen@villa-lessing.de oder auf >>> Facebook direkt gestellt werden.

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KONTAKT:

 

Villa Lessing Lessingstraße 10

66121 Saarbrücken

Telefon: (0681) 967080

Internet: www.villa-lessing.de

E-Mail: info@villa-lessing.de

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Landkreis Neunkirchen zieht seine Corona-Teststation um

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Die "Große Werkstatt" in Landsweiler-Reden dient im Landkreis Neunkirchen künftig als Coronavirus-Teststation. Foto: Gerd Wehlack/Landkreis Neunkirchen

Die Coronavirus-Teststation des Landkreises Neunkirchen zieht am Donnerstag (2. April) um. Ab dann werden Proben in der "Großen Werkstatt" in Landsweiler-Reden entnommen.

Bislang diente das Sportzentrum in Ottweiler als Testort. Weil das allerdings zum Versorgungszentrum umfunktioniert werden soll, verlegt der Landkreis den Standort nach Landsweiler-Reden, so Landrat Sören Meng (SPD).

Der Kreis weist darauf hin, dass an der "Großen Werkstatt" ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden sind. Weiterhin gilt: Es werden nur Personen getestet, die eine Überweisung von ihrem Hausarzt erhalten haben.

Die genaue Adresse der "Großen Werkstatt": Bildstockstraße 11, 66578 Landsweiler-Reden/Schiffweiler.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Landkreises Neunkirchen, 31.03.2020

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Verwendete Quellen:
- Pressemitteilung der Tourismuszentrale 
- eigene Recherche

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Fünf Corona-Fälle in Saarbrücker Altenheim

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Ein Mitarbeiter und vier Bewohner des Bischmisheimer Seniorenhauses haben sich mit dem Coronavirus angesteckt. Symbolfoto: Jonas Güttler/dpa-Bildfunk

Vier Bewohner und eine Mitarbeiterin des Seniorenhauses Bischmisheim sind mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das berichtet die Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken (cts).

Laut "SR" befänden sich die vier Bewohner zurzeit in stationärer Behandlung. Ihnen soll es "den Umständen entsprechend gut" gehen, heißt es im Medienbericht. Die zwölf weiteren Einrichtungen der cts seien bislang von Corona-Fällen verschont geblieben.

Am Dienstag war bekannt geworden, dass sich acht Bewohner und drei Mitarbeiter der AWO-Seniorenresidenz Viktoria in Püttlingen mit Sars-Cov 2 angesteckt haben. Ein Bewohner musste ins Krankenhaus gebracht werden. Die restlichen sieben Bewohner dürfen laut "SR" ihre Zimmer in dem Altenheim jetzt 14 Tage lang nicht verlassen.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken, 31.03.2020
- Saarländischer Rundfunk
- eigener Bericht

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Selbstständige fordern Öffnung kleiner Grenzübergänge im Saarland

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Viele kleine Grenzübergänge im Saarland wie dieser in Perl-Nennig sind zurzeit geschlossen. Pendler müssen Umwege fahren, um zu offenen Übergängen zu kommen. Foto: BeckerBredel

Der Europaverband der Selbständigen Deutschland (ESD) fordert die Öffnung der kleinen Grenzübergänge im Saarland zu Frankreich und Luxemburg. Die Sperrung der Übergänge im Zuge der Corona-Krise sei "überzogen und wirtschaftsfeindlich", teilte der Verband am Mittwoch (1. April 2020) in Saarlouis mit.

Gerade für die grenznahen kleinen und mittelständischen Unternehmen, die ihren Betrieb trotz Einschränkung bislang aufrechterhalten konnten, seien die geschlossenen Grenzübergänge "eine Katastrophe".

Offene Grenzen alle zehn Kilometer?

Kunden, Mitarbeiter und Inhaber der Firmen müssten nun Umwege von bis zu 60 Kilometer in Kauf nehmen. Das sei "nicht zu tolerieren", hieß es in einer Mitteilung. Saarlands Innenminister Klaus Bouillon (CDU) solle sich beim Bundesinnenministerium dafür einsetzen, dass es an den saarländischen Grenzen zu Frankreich und Luxemburg möglichst alle zehn Kilometer einen offenen, überwachten Grenzübergang gebe.

Nur noch wenige dürfen einreisen

Seit dem 16. März wird der Einreiseverkehr an einigen Übergängen an den Grenzen kontrolliert, um die Ausweitung der Corona-Pandemie einzudämmen. Die Mehrzahl der kleinen Übergänge wurde mit Barrieren abgesperrt, um den Verkehr an die überwachten Übergänge zu lenken. Bis auf wenige Ausnahmen dürfen nur noch Deutsche, Ausländer mit Wohnort und Aufenthaltsberechtigung in Deutschland, Pendler und Lastwagenfahrer, die wichtige Güter ins Land bringen, einreisen.

Der ESD vertritt Selbständige, Angehörige der freien Berufe, kleine und mittlere Unternehmen, Gewerbe-, Branchen- und Wirtschaftsverbände sowie Innungen. Er zählt rund 8.000 direkte Mitglieder. Zusammen mit den Mitgliedern der mit ihm verbundenen 84 Organisationen und Verbände vertritt der Verband rund 200.000 Selbstständige.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
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Reinhold Jost warnt vor Betrugsmaschen zu Zeiten der Corona-Krise

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Reinhold Jost (SPD), Saarlands Minister für Umwelt und Verbraucherschutz. Foto: Oliver Dietze/dpa/Archivbild

Aktuell versuchen Betrüger, sich die große Verunsicherung unter vielen Bürgerinnen und Bürgern im Saarland zunutze zu machen. Dazu gehen sie mit unterschiedlichen Maschen vor.

Beispiele der Maschen

In einer Mitteilung des Verbraucherschutzministeriums werden verschiedene Beispiele solcher Maschen aufgeführt. Die bevorzugte Zielgruppe der Betrüger: Seniorinnen und Senioren. An der Haustür oder am Telefon bieten Kriminelle etwa angebliche Heilmittel gegen Corona zu Wucherpreisen an. Solche Mittel sind derzeit allerdings nicht verfügbar.

Zwar forscht die Pharma-Industrie aktuell an entsprechenden Präparaten. "Die wird es dann so schnell als möglich beim Arzt und in der Apotheke geben. Aber nicht an der Haustür oder am Telefon", sagte Reinhold Jost (SPD), Minister für Umwelt und Verbraucherschutz.

Eine andere Masche: Angebliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes stehen unangekündigt an der Haustür und fordern kostenpflichtige Corona-Tests ein. Einer Praxis der Gesundheitsämter entspreche dies nicht. "Auch hier gilt es: die Tür gar nicht erst öffnen oder sofort wieder schließen. Lassen Sie sich nicht verunsichern!", so der Verbraucherschutzminister.

Opfer sollen sich an die Polizei wenden

Befürchtet man, Opfer eines Betrugsversuches geworden zu sein, sollte man sich an die örtliche Polizei sowie an die Verbraucherzentrale wenden. Aktuell ruft der Verbraucherzentrale Bundesverband Personen dazu auf, Beschwerden zu Täuschungen auf der Seite der Marktwächter zu melden.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Verbraucherschutzministeriums

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Coronavirus im Saarland: Schnellere Tests möglich

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Die Ergebnisse von Corona-Tests im Saarland sollen nun schneller vorliegen. Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Daniel Bockwoldt

Etwa saarländische Hausärzte hatten bislang die Wartezeit auf Ergebnisse von Corona-Tests bemängelt, berichtet der "SR". Teilweise bis zu zehn Tage würden diese auf sich warten lassen.

Nach Angaben des Labor-Dienstleisters Bioscentia, der im Auftrag von Gesundheitsämtern Corona-Tests untersucht, verkürzt sich das Warten nun deutlich. Das jeweilige Ergebnis soll nämlich nach einem bis drei Tagen vorliegen, geht ebenso aus dem Medienbericht hervor. 

In St. Ingbert würden die Corona-Testungen mittlerweile durchgehend, also rund um die Uhr, ausgewertet. Einzelne Proben behandele das Unternehmen in den Labor-Diagnostiken in Ingelheim oder Karlsruhe.

Verwendete Quellen:
- Saarländischer Rundfunk

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Warum das Gesundheitsministerium im Saarland eine Mundschutzpflicht kritisch sieht

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Atemschutzmasken sind aktuell im Saarland sehr gefragt. Symbolfoto: Fabian Strauch/dpa-Bildfunk

Zum Beginn der kommenden Woche dürfen etwa in Jena/Thüringen Supermärkte und öffentliche Verkehrsmittel nur noch mit Mundschutz betreten werden. Darüber berichtet unter anderem der "Spiegel". Von einer entsprechenden Mundschutzpflicht im Saarland hält das Gesundheitsministerium hierzulande wenig, berichtet der "SR".

Die Begründung

Nach Angaben des Medienberichts sagte Bernd Schnabel vom saarländischen Gesundheitsministerium: "Einer Verordnung, allgemeinen Mundschutz zu tragen, stehen wir eher kritisch gegenüber". Das Tragen eines Mundschutzes würde eine falsche Sicherheit vermitteln.

Daher bleibe jeder Bürgerin und jedem Bürger die Entscheidung selbst überlassen. Generell wolle das Gesundheitsministerium von einem Tragen auch nicht abraten.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO weise zudem darauf hin, dass eine falsche Handhabung von Schutzmasken, beispielsweise durch Mehrfachverwendungen, zu einer Erhöhung des Infektionsrisikos führen könnte.

Schutzmaßnahmen

Zum Schutz vor einer Infektion sind die wichtigsten Maßnahmen weiterhin regelmäßige Handhygiene, Abstand halten und nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Insbesondere, wenn Krankheitssymptome vorliegen.

Verwendete Quellen:
- Saarländischer Rundfunk
- Spiegel
- eigener Bericht

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Um Entlassungen zu vermeiden: Viele Betriebe im Saarland beantragen Kurzarbeitergeld

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Im Saarland kam es bereits zu Tausenden Kurzarbeit-Anzeigen. Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Jens Büttner

Anders als in der Finanzkrise trifft die aktuelle Situation neben der Industrie auch viele Dienstleistungsbereiche. Zahlreiche Betriebe im Saarland beantragen daher Kurzarbeitergeld - um so Entlassungen zu vermeiden.

Kurzarbeit-Anzeigen gestiegen

Nach "dpa"-Angaben kam es im Saarland in den vergangenen zwei Wochen zu etwa 5.000 Kurzarbeit-Anzeigen. Das teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Saarbrücken der Presse-Agentur mit. Zum Vergleich: Im Januar gingen im Saarland nur 57 Anzeigen ein. Bei den betroffenen Unternehmen handele es sich um Betriebe, "die Kurzarbeit infolge der Ausbreitung des Coronavirus angezeigt haben", so die Bundesagentur.

Es sei gut, dass so viele Unternehmen davon Gebrauch machen. Diese versuchen - wie 2008/2009 in der Finanz- und Wirtschaftskrise - "ihre Beschäftigten im Unternehmen zu halten - mit Kurzarbeit, die genau dafür da ist, Arbeitslosigkeit zu vermeiden", teilte die Behörde laut "dpa" mit.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Diese Bußgelder gibt es im Saarland jetzt bei Verstößen gegen Corona-Maßnahmen

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Bei Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise drohen im Saarland nun Bußgelder. Archivfoto: BeckerBredel

Im Saarland werden Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen und andere Maßnahmen der Landesregierung jetzt mit Bußgeldern geahndet. Innenminister Klaus Bouillon (CDU) sagte, damit trete das Land jetzt den "Unbelehrbaren entgegen, die die Zeichen der Zeit noch immer nicht erkannt haben". Sie setzten die Gesundheit "von uns allen aufs Spiel".

Verstoß Regelsatz in Euro
Aufenthalt in der Öffentlichkeit mit mehr als einer nicht im Haushalt lebenden Person Bis zu 200 Euro
Zuwiderhandeln gegen das Verbot an Versammlungen und Ansammlungen in der Öffentlichkeit teilzunehmen 200 bis 400 Euro
Verlassen der eigenen Wohnung ohne triftigen Grund Bis zu 200 Euro
Teilnahme an Bestattungen über den engsten Familienkreis hinaus Bis zu 200 Euro
Verstoß gegen das Verbot, Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften im Sinne von Gottesdiensten oder ähnlichen religiösen Veranstaltungen abzuhalten 200 bis 2000 Euro
Betrieb von Gaststätten und Hotels Betrieb von sonstigen Einrichtungen, Öffnung von Ladenlokalen des Einzelhandels trotz Verbots 1000 bis 4000 Euro
Öffnung sonstige Ladenlokale trotz Verbots für den Publikumsverkehr 500 bis 2000 Euro
Unbefugtes Betreten einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung 500 bis 2000 Euro
Unbefugtes Betreten von Einrichtungen der teilstationären Tages- und Nachtpflege und von Einrichtungen des ambulant betreuten Wohnens 500 bis 2000 Euro
Nichtbefolgen einer oder mehrerer angeordneter Maßnahmen für Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie für stationäre Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe Nicht unter 800 Euro
Nichtbefolgen einer oder mehrerer angeordneter Maßnahmen durch Hochschulen und Universität Nicht unter 200 Euro
Betrieb der Verpflegungsbetriebe trotz Betriebsuntersagung Nicht unter 1000 Euro
Unbefugtes Anbieten von Schulveranstaltungen Nicht unter 200 Euro
Unbefugtes Betreiben von Kindertageseinrichtungen Nicht unter 200
Das verbotswidrige planmäßige Sondieren und Freilegen von Kampfmitteln 200 bis 3000 Euro

200 Euro Strafe bei Verstößen gegen Ausgangsbeschränkungen

Etwa drohen Menschen, die ihre Wohnung ohne triftigen Grund verlassen, Geldstrafen von bis zu 200 Euro. Mit einem Bußgeld in gleicher Höhe müssen auch alle rechnen, die sich mit mehr als einer Person, die nicht im gleichen Haushalt lebt, in der Öffentlichkeit aufhalten. Auch der Besuch einer Beerdigung, die nicht im engsten Familienkreis stattfindet, steht unter Strafe.

Einzelhändlern, Gastronomen und Hotelliers drohen hohe Bußgelder

Teuer werden Verstöße von Gastronomen oder Händlern. Inhaber, die Gaststätten, Hotels oder Einzelhandelsgeschäfte betreiben, die nicht dem täglichen Bedarf dienen, können mit 1.000 bis 4.000 Euro belangt werden. 

Bei fahrlässigen Verstößen werden die Bußgelder niedriger angesetzt. Sie sind am Mittwoch (1. April 2020) in Kraft getreten.

 

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Innenministeriums, 31.03.2020

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Klinik in Homburg: Container-Lösung zum Schutz von Kindern

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Die Notfallambulanz für Kinder an der Universitätsklinik Homburg wird jetzt in einem Container eingerichtet. Foto: Rüdiger Koop/UKS

Die Homburger Uniklinik setzt bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen jetzt auf eine Container-Lösung. Nach Angaben des Direktors, Prof. Michael Zemlin, sollen kleine Patientinnen und Patienten so vor einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus geschützt werden.

Container zum Schutz von jungen Patienten

Dafür wird die pädiatrische Notaufnahme in ein abgetrenntes Containergebäude vor der Frauen- und Kinderklinik verlegt. "Am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) behandeln wir Kinder und Jugendliche, die zum Teil schwere chronische Erkrankungen haben und möglicherweise im Gegensatz zu Gesunden schwer an Covid-19 erkranken können", so Zemlin am Mittwoch (1. April 2020). Um diese zu vor einer Ansteckung zu bewahren, wird die Kinder-Notaufnahme an den neuen Standort verlegt.

Die Ambulanz bleibe Anlaufpunkt für Notfälle bei den Kleinen, unabhängig von einer Infektion mit Sars-Cov 2. Zemlin betonte, das UKS sei keine allgemeine Teststelle für Säuglinge, Kinder oder Jugendliche ohne Symptome oder mit milder Symptomatik. Patientinnen und Patienten würden nur stationär aufgenommen, wenn schwere Symptome vorlägen und dies medizinisch erforderlich ist.

Primärer Ansprechpartner sind dem UKS zufolge weiterhin die niedergelassenen Ärzte. Außerhalb der Praxiszeiten oder bei akuter Gefahr könnte die Notfallambulanz allerdings auch sofort aufgesucht werden.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Universitätsklinikums des Saarlandes, 31.03.2020

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Nach Verstößen in Saarbrücken: OB appelliert an Bürger, Ausgangsbeschränkungen einzuhalten

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Uwe Conradt, Oberbürgermeister von Saarbrücken. Foto: Oliver Dietze/Archivbild

"Die meisten Saarbrückerinnen und Saarbrücker halten sich an die Regeln, zeigen Disziplin und Verantwortungsbewusstsein. Dafür möchte ich mich bedanken“, erklärte Oberbürgermeister von Saarbrücken, Uwe Conradt in einer Pressemitteilung. 

Sonniges Wetter führte zu vielen Verstößen am Wochenende

Allerdings habe das vergangene Wochenende gezeigt, dass manche den Ernst der Lage noch nicht erkannt haben. Der Ordnungsdienst sei daher täglich im Einsatz gewesen - auch mit der Polizei. Vor allem am sonnigen Samstag mussten dabei Platzverweise und Verwarnungen ausgesprochen werden. 

Uwe Conradt äußerte: "Ich kann nachvollziehen, dass das schöne Wetter viele vor die Tür gelockt hat. Wir können die Ausbreitung des Corona-Virus aber nur eindämmen, wenn sich trotzdem alle an die Regeln halten und ihren Beitrag dazu leisten."

Weitere Kontrollen durch das Ordnungsamt geplant

In den kommenden Tagen sollen darum erneut gezielte Kontrollen durchgeführt werden. Bei Verstößen gegen die Verfügung des Landes drohen nun hohe Bußgelder. Um das Haus zu verlassen, benötigt man aufgrund der Corona-Pandemie derzeit einen triftigen Grund. Neben Arbeit und Einkauf sind auch Spaziergänge zu zweit und Sport im Freien weiterhin erlaubt. Allerdings sollten öffentliche Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen vermieden werden.

Am Wochenende könnte die Einhaltung dieser Regeln einigen wieder schwerfallen. Da erwarten das Saarland abermals frühlingshafte Temperaturen und Sonne

Verwendete Quellen:
- Pressemitteilung der Stadt Saarbrücken

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Häusliche Gewalt in Corona-Krise: Regionalverband will Hilfetelefon bekannter machen

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Häusliche Gewalt könnte in der Corona-Krise verstärkt zum Problem werden. Symbolfoto: Maurizio Gambarini/dpa-Bildfunk

Das "Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen" soll helfen, wenn die Situation in den Haushalten aus dem Ruder läuft. Das Frauenbüro wirbt ab Ende der Woche mit einer Plakataktion für das Angebot, "damit mehr Frauen wissen, wo sie sich hinwenden können, wenn sie Hilfe brauchen“, so Regionalverbandsdirektor Peter Gillo. 

Das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen

Unter der Telefonnummer (08000)116-016 können nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch besorgte Personen aus deren sozialen Umfeld wie Verwandte, Freunde oder auch Nachbarn, Beratung erhalten. Die Mitarbeiterinnen vermitteln Unterstützung in der Nähe oder hören einfach zu. "Reden kann helfen. Auch wenn es beispielsweise aus Angst oder Scham schwerfällt," so Gillo weiter. 

Plakataktion soll helfen, das Schweigen zu brechen

Die Plakataktion soll einen Anstoß geben, das Schweigen zu brechen. Dazu ermuntern die zwanzig Großflächentafeln nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Türkisch und Arabisch. Gewalt gegen Frauen sei noch immer ein alltägliches Problem, das häufig bagatellisiert werde, so Gillo. Dies dürfe nicht hingenommen werden. 

Weitere Unterstützung bei häuslicher Gewalt

Neben dem Hilfetelefon gibt es noch zahlreiche weitere Hilfe- und Beratungsangebote im Regionalverband und deutschlandweit. Auf der Internetseite des Frauenbüros gibt es einen Überblick: www.regionalverband.de/frauenbuero.

Verwendete Quellen: 
- Pressemitteilung des Frauenbüros

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dpa/lrs

Insassen sind im Hungerstreik: Gefangene in Luxemburg wollen Haft-Unterbrechungen

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Im Schrassiger Gefängnis kam es vergangene Woche zu einem Polizeieinsatz, als mehrere Häftlinge randalierten. Archivfoto: Harald Tittel/dpa-Bildfunk

Mit einem Hungerstreik wollen Strafgefangene in der Haftanstalt im luxemburgischen Schrassig Haft-Unterbrechungen oder vorzeitige Entlassungen durchsetzen. Derzeit seien noch rund 20 von anfangs gut 40 Insassen im Hungerstreik, sagte der Leiter der Strafvollzugsverwaltung, Serge Legil, am Mittwoch (1. April 2020).

Sie hätten gelesen, dass wegen der Corona-Krise manche Gefängnisse bestimmten Häftlingen Haft-Unterbrechungen gewähren wollten. "Und das möchten sie auch haben", so Legil.

Im Gefängnis in Schrassig gibt es bislang keinen bestätigten Fall von Covid-19. "Wir hatten auch noch keinen Verdachtsfall", sagte Legil. Es gebe auch sehr strikte Regeln, um einen Eintrag der Infektion zu verhindern. Jeder Neuzugang werde zunächst eine Woche isoliert, bevor er in den regulären Strafvollzug komme. Auch das Personal sei ausschließlich mit Schutzmasken und Handschuhen unterwegs.

Zuvor Randale im Gefängnis

Der Hungerstreik hatte Ende vergangener Woche begonnen. Zuvor gab es einen Polizeieinsatz im Gefängnis wegen einer Randale, bei der Insassen Forderungen im Zusammenhang mit Maßnahmen gegen die Covid-19-Pandemie stellten. Dazu gehörten die Lockerung von Besuchs- und Kontaktverboten sowie vorzeitige Haftentlassungen. Das Ministerium hatte dies abgelehnt.

Legil ging davon aus, dass der Hungerstreik in den nächsten Tagen beendet werde. Die betroffenen Personen würden täglich ärztlich untersucht. Die Lage sei aber nicht beunruhigend, sagte er. In Schrassig sitzen derzeit knapp 500 Strafgefangene ein.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Saarbrücker Studenten beteiligen sich an System zur Erfassung von Corona-Infektionen

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Die Patientendaten sollen über einen QR-Code abrufbar sein. So soll IMIS die Corona-Infektionsmeldung beschleunigen. Symbolbild: Pexels

Das Infektionsmelde- und Informationssystem (IMIS) soll den Verlauf einer Infektion - vom ersten Verdacht über die Diagnose bis zur Meldung - erfassen. So sollen Abläufe vereinfacht werden. Das Projekt ging aus dem "WirVsVirus"-Hackathon der Bundesregierung hervor. Das berichtet die Universität des Saarlandes.

Zwei Studenten aus dem Saarland beteiligen sich ehrenamtlich

Ein rund 20-köpfigen Teams, führt das Projekt nun ehrenamtlich weiter. Darunter sind zwei Studenten aus dem Saarland. Aktuell befindet sich das IMIS noch in der Aufbauphase. Ein Antrag auf staatliche Förderung läuft bereits. Pilotprojekte in ersten Gesundheitsämtern sind in der Planung. Wann das System an der Start geht, ist noch unklar.

IMIS soll Patientendaten erfassen und leichter übermitteln

Die neue Software soll den Gesundheitsämtern vor allem Zeit ersparen. Zunächst soll dazu der Mitarbeiter oder behandelnde Arzt die Symptome, Vorerkrankungen und Infektionsketten ins IMIS eintragen. Dann erhalte jeder Verdachtsfall einen QR-Code zur Identifikation. Wenn ein Test verordnet wird, muss nur noch der Code gescannt werden. Mit der ID wird dann auch die Probe verknüpft. Das Labor kann dann das Ergebnis eintragen und sowohl Arzt als auch Gesundheitsamt werden informiert. 

Enorme Zeitersparnis bei den Gesundheitsämtern

Dadurch entfallen weitere händische Abfragen von Patientendaten und der Prozess wird enorm beschleunigt. Laut Jonas Cirotzki, einem der Saarbrücker Studenten, würde dies dafür sorgen "dass vor allem bei Gesundheitsämtern wichtige Ressourcen frei werden, die dann an anderer Stelle besser eingesetzt werden können." 

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presseagentur

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Ministerium beschließt finanzielle Unterstützung von sozialen Einrichtungen im Saarland

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Durch die Zuschüsse sollen unter anderem Behindertenwerkstätten in der Corona-Krise finanziell gesichert werden. Symbolfoto: Felix Frieler/dpa-Bildfunk

Die saarländische Landesregierung beschloss am Dienstag (31. März 2020) Träger von Werkstätten für Menschen mit Behinderung, Tagesförderstätten, ambulante Dienste und Integrationshilfen an Kitas und Schulen zu unterstützen. 

Bei den sozialen Dienstleistungsunternehmen gebe es bereits erhebliche finanzielle Einbußen. Aufgrund des Ansteckungsrisikos mit dem Coronavirus können Leistungen teilweise nicht mehr in Anspruch genommen werden, zudem sind einige Einrichtungen geschlossen. Das erklärte Sozialministerin Monika Bachmann in einer Pressemitteilung.

Vorgesehen sind Zuschüsse bis zur vollen Höhe der Einbußen. Dazu müssen die Dienstleister glaubhaft machen, dass unter Berücksichtigung aller verfügbaren Möglichkeiten nur so eine unverschuldete Insolvenz abzuwenden ist. Diese zu verhindern sei das Ziel des Ministeriums, so Bachmann.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Covid-19-Versorgungszentren sollen Krankenhäuser im Saarland entlasten

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Die Covid-19-Versorgungszentren sollen in jedem Landkreis und im Regionalverband entstehen. Symbolfoto: Sven Hoppe/dpa-Bildfunk

Zur Entlastung der Saar-Krankenhäuser soll es hierzulande künftig sechs Covid-19-Versorgungszentren geben. Das teilte nach "dpa"-Angaben das Gesundheitsministerium am gestrigen Dienstag (31. März 2020) mit.

In diesen Versorgungszentren könnten Patienten mit Covid-19 aufgenommen werden, die bereits regulär in einem Krankenhaus behandelt wurden, aber noch nicht nach Hause können. Ein Beispiel: Patienten, die bereits auf dem Weg der Besserung sind.

Zentren in jedem Landkreis

Die Einrichtung der Zentren diene der möglichen Entlastung der Krankenhäuser im Saarland: Durch eine Verlegung könnten dann im Fall der Fälle Kapazitäten für neue Aufnahmen in den Kliniken geschaffen werden. Die Zentren sollen dabei die medizinischen Möglichkeiten wie auf einer normalen Krankenhausstation bieten, meldet "dpa".

Entstehen werden sie in jedem Landkreis und im Regionalverband Saarbrücken, teilte das Gesundheitsministerium mit. Dazu seien Hallen ausgewählt worden, die bis zu 180 Personen Platz bieten. Damit solle es dezentral ein Versorgungsangebot von rund 1.100 Betten geben.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Nachschub im Saarland: 80.000 Schutzartikel angekommen

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80.000 Schutzartikel sind im Saarland eingetroffen. Symbolfoto: Christian Beutler/KEYSTONE/dpa-Bildfunk

Im Saarland können niedergelassene Ärzte in Kürze weitere Schutzartikel in Empfang nehmen. Nach Angaben des "SR" ist Anfang der Woche eine Lieferung mit rund 80.000 Handschuhen, Brillen, Masken und Desinfektionsmittel eingetroffen.

Die Artikel würden heute verpackt und versendet werden, heißt es im Medienbericht. Ein Problem bestehe dennoch: Die gelieferte Menge entspreche im Umfang nicht den bestellten Waren.

Weitere Waren benötigt

Erst am Freitagabend (27. März 2020) trafen im Saarland 50.000 Schutzmasken ein, die an Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Rettungsdienste verteilt wurden. Dennoch sind die Masken weiterhin Mangelware. So hat etwa der Landkreis Saarlouis um entsprechende Spenden von Unternehmen sowie Privatpersonen gebeten.

Auch im Rahmen der neu eingetroffenen Lieferung befanden sich lediglich 45.000 Schutzmasken für den operativen Bereich. Bestellt wurden eigentlich 225.000. Dem "SR" sagte Gunter Hauptmann, der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung, die Masken würden voraussichtlich für vier bis sechs Wochen genügen. Zudem seien benötigte Schutzanzüge weiterhin nicht lieferbar.

Verwendete Quellen:
- Saarländischer Rundfunk
- eigene Berichte

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