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Corona-Krise: Pflegekräfte erhalten Corona-Sonderprämie

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Pflegekräfte in Deutschland sollen eine Corona-Sonderprämie in Höhe von 1.500 Euro erhalten. Symbolfoto: Felix Kästle/dpa

Corona-Sonderprämie für Pflegekräfte

Am vergangenen Wochenende haben sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) und die Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP) auf Eckpunkte eines Tarifvertrages für eine Sonderprämie aufgrund der besonderen Belastung der Beschäftigten in der stationären Langzeitpflege und der ambulanten Pflege in der Corona-Krise geeinigt.

Prämie soll 1.500 Euro für Vollzeitbeschäftigte betragen

Beschäftigte in Vollzeit erhalten danach mit dem Juli-Gehalt eine Sonderprämie von 1.500 Euro, Teilzeitbeschäftigte einen Anteil entsprechend ihren tatsächlich geleisteten Stunden. Die Prämie soll an Pflegefachkräfte, Pflegehilfskräfte und Pflegeleitungen gezahlt werden. Auch Alltagsbegleiterinnen und -begleiter, Betreuungskräfte und Assistenzkräfte sind einbezogen. Auszubildende in der Pflege sollen eine Prämie von 900 Euro erhalten.

Verdi will sich für Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrags einsetzen

Sylvia Bühler, Mitglied im Verdi-Bundesvorstand forderte, den Tarifvertrag für allgemeinverbindlich zu erklären, sodass alle Arbeitgeber diese Prämie zahlen müssten, darunter auch die kommerziellen Anbieter. Diese würden "faire Löhne für die verantwortungsvolle Arbeit in der Pflege verweigern", so Bühler am heutigen Montag.

Corona-Prämie als Anerkennung der besonderen Belastung

Für die BVAP weist Vorstandsmitglied Gero Kettler darauf hin, dass die Prämie eine Anerkennung der besonderen Belastung in dieser Krise sei und keineswegs eine angemessene Vergütung für die auch im Alltag verantwortungsvolle, oft auch belastende und zu schlecht bezahlte Arbeit ersetze. Deshalb würden BVAP und Verdi auch weiter daran arbeiten, einen Tarifvertrag abzuschließen, der auf alle Arbeitgeber erstreckt werden soll.

Verdi fordert Umdenken der Politik

"Die Corona-Pandemie führt allen vor Augen, wie wichtig die Versorgung von alten und pflegebedürftigen Menschen ist. Markt und Wettbewerb haben hier nichts verloren, die Politik muss hier dringend umsteuern", sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Bühler. Auch ein Tarifvertrag, der auf alle Träger erstreckt werde, könne keinen Tarifvertrag ersetzen, der alle Beschäftigten in den Einrichtungen erfasse und die Arbeitsbedingungen umfassend regele.

Verwendete Quellen:
- Pressemitteilung von Verdi vom 06.04.2020

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