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Aktuelle Corona-Zahlen aus dem Saarland: Jetzt 38 Tote und 572 Geheilte

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Über aktuelle Zahlen zum Coronavirus im Saarland informiert das Gesundheitsministerium. Symbolfoto: Sven Hoppe/dpa-Bildfunk

Die Gesamtzahl der mit dem Coronavirus infizierten Saarländerinnen und Saarländer ist am Donnerstag (9. April 2020) um 145 auf jetzt 1.987 gestiegen. Das hat das Gesundheitsministerium mit Stand von 18.00 Uhr mitgeteilt.

38 Patienten sind laut Ministerium mittlerweile an den Folgen einer Sars-CoV-2-Ansteckung gestorben, drei mehr als gestern. In saarländischen Krankenhäusern befinden sich zurzeit 193 Infizierte, 71 davon sind in intensivmedizinischer Behandlung. 572 Personen gelten inzwischen als geheilt.

Coronavirus in den Kreisen im Saarland

Die Gesamtzahl der Infektionen teilt sich laut Gesundheitsministerium wie folgt auf die Kreise im Saarland auf:
- Regionalverband Saarbrücken: 854
- Landkreis Saarlouis: 378
- Saarpfalz-Kreis: 270
- Landkreis Neunkirchen: 183
- Landkreis Merzig-Wadern: 157
- Landkreis St. Wendel: 145

Wie die Statistik zustande kommt

Das saarländische Gesundheitsministerium versendet einmal am Tag Angaben zu der Entwicklung der Coronavirus-Zahlen. Es weist darin nur Fälle auf, die von den Gesundheitsämtern der Landkreise und des Regionalverbands bestätigt wurden. Über die tägliche Anzahl der Tests macht das Ministerium keine Angaben.

Begriffserklärung

Zahl der Fälle: Sie gibt die Gesamtzahl der Fälle im Saarland seit dem ersten Auftreten des Coronavirus an. Sie zeigt damit nicht an, wie viele Menschen zum aktuellen Zeitpunkt mit dem Virus infiziert sind. Genesene und Tote werden aus dieser Zahl nicht herausgerechnet.

Zahl der Genesenen: Sie gibt die Gesamtzahl der Personen an, die mit dem Coronavirus infiziert waren und inzwischen wieder geheilt sind.

Zahl der Intensivpatienten: Sie gibt die aktuelle Zahl der Personen an, die sich mit einer Coronavirus-Infektion auf einer Intensivstation befinden.

Zahl der Toten: Sie zeigt die Gesamtzahl der Menschen an, die an den Folgen der Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Gesundheitsministeriums, 09.04.2020
- eigene Berichte
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Coronavirus im Saarland: aktuelle Meldungen vom Donnerstag

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In Zeiten der Corona-Krise sind die Grenzen zwischen dem Saarland und Frankreich alles andere als offen. Symbolfoto: Oliver Dietze/dpa

Coronavirus im Saarland: Aktuelle Zahlen

Laut Angaben des saarländischen Gesundheitsministeriums wurden im Saarland inzwischen 1.987 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Weitere Informationen zu den aktuellen Zahlen findet ihr unter: "Aktuelle Corona-Zahlen aus dem Saarland: Jetz 38 Tote und 572 Geheilte".

Laut Ministerpräsident Hans noch nicht der Höhepunkt der Krise

Nach Einschätzung des saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans haben wir im Saarland den Höhepunkt der Corona-Krise allerdings noch vor uns. Mehr dazu unter: "Tobias Hans: Höhepunkt der Corona-Krise steht noch bevor".

Einreisende ins Saarland müssen in Quarantäne

In diesem Zuge hat das Saarland seine Einreiseregelungen verschärft. So muss nun jeder, der aus dem Ausland ins Saarland einreist, 14 Tage in Quarantäne. Weitere Informationen unter: "Einreisende ins Saarland müssen 14 Tage in Quarantäne".

Einreise nach Frankreich nur noch mit Passierschein möglich

Unser Nachbar Frankreich hat seine Einreiseregelungen während der Corona-Krise  deutlich verschärft. Aktuell können Einreisende die Grenze nur noch unter Vorlage eines Passierscheins überqueren. Mehr Informationen unter: "Frankreich: Einreise nur noch mit Passierschein".

Strenge Auslegung der Corona-Regeln in Saarbrücken

Die Landeshauptstadt Saarbrücken bleibt im Zuge der Corona-Krise bei einer sehr strengen Auslegung der Ausgangsregelungen. So bleiben längere Aufenthalte wie Picknicks oder Sonnenbaden auf den Grünflächen der Stadt verboten. Es seien lediglich Pausen von maximal zehn Minuten zulässig. Mehr dazu unter: "Saarbrücken bleibt hart: Picknicks und Sonnenbaden weiter verboten".

Homburg sperrt ab morgen Parkflächen 

Auch die Stadt Homburg tut einiges, um Menschenansammlungen in Zeiten der Corona-Krise zu verhindern. So sperrt die Stadt noch vor dem kommenden Osterwochenende seine Parkflächen vor Ausflugsorten. Mehr unter: "Homburg sperrt Parkflächen vor Ausflugsorten zur Corona-Eindämmung".

RKI-Chef: Coronavirus-Sterberate in Deutschland steigt an

Die Coronavirus-Sterberate in Deutschland ist in den vergangenen Tagen angestiegen. Das teilte Lothar Wieler, der Präsident des Robert Koch Instituts, am heutigen Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz mit. Mehr dazu unter: "RKI-Chef: Coronavirus-Sterberate in Deutschland steigt an".

Tobias Hans mit offenem Brief an Religionsgemeinschaften im Saarland

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans hat sich im Zuge der Corona-Krise in einem offenen Brief an alle Religionsgemeinschaften im Saarland gewandt. Den Brief findet ihr unter: "Tobias Hans mit offenem Brief an Religionsgemeinschaften im Saarland".

Spahn zieht Lockerung der Maßnahmen nach Osterferien in Betracht

Gesundheitsminister Jens Spahn zieht erste vorsichtige Schritte aus dem Lockdown nach den Osterferien in Betracht. Weitere Informationen unter: "Corona-Krise: Jens Spahn zieht Lockerung der Maßnahmen nach Osterferien in Betracht".

Verwendete Quellen:
- eigene Berichte

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„Made in Germany“ plus Macher-Qualitäten: Was Liqui Moly so anders macht

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Ernst Prost, Geschäftsführer von Liqui Moly, nennt seine rund 1000 Mitarbeiter lieber "Mitunternehmer": Menschen, die sehen, wo es fehlt, die anpacken.

Als sich Deutschland im März ins Corona-Lockdown begab und auf die Wirtschaft ungemütliche Zeiten zurollten, verkündet Ernst Prost: „Bevor ich nur einen Mitarbeiter entlassen muss, verzichte ich auf mein Geschäftsführer-Gehalt.“ Liqui Moly und sein Chef haben die Linie durchgehalten: Keine Entlassungen, nicht einmal Kurzarbeit.
Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken, passe nicht zur Firmenphilosophie. „Wir wollen optimistische Mitarbeiter“, sagt Peter Szarafinski, Leiter Öffentlichkeitsarbeit Ausland, in der Ulmer Zentrale. Liqui Moly will Menschen, die an die Zukunft des Unternehmens glauben. Kurzarbeit sei da „ein psychologischer Dämpfer“.

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Liqui Moly bietet eine breite Produktpalette: Motoröle, Additive und Fahrzeugpflege - inklusive Qualitätsversprechen "Made in Germany".

Lieber streicht Firmenchef Ernst Prost an ganz anderer Stelle: „Gewinn ist eine opferbare Größe“, ist seine Überzeugung. Er spricht übrigens auch nicht gerne von „Mitarbeitern“. Für ihn sind die rund 1000 Menschen, die für Liqui Moly arbeiten „Mitunternehmer“. Menschen, die sehen, wo es fehlt, die anpacken. Wie gesagt: Keine Firma wie jede andere.


„Made in Germany“ als entscheidender Vorteil

In der Krise verhält sich der Spezialist für Motoröle, Additive (also Hilfsstoffe für den Kfz-Betrieb) und Fahrzeugpflege anders als viele Unternehmen – auch der eigenen Branche: Liqui Moly hat seinen Werbeetat kräftig nach oben gefahren – um 15 Millionen Euro. Strategie: Wenn andere stiller werden, dringt die eigene Botschaft besser durch.

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Herstellung im eigenen Land, lokale Verfügbarkeit und kurze Lieferwege: "Made in Germany" erlebt gerade eine Renaissance. Für Liqui Moly war dies schon vorher Prinzip.

Noch etwas hilft Liqui Moly dabei: das Qualitätsversprechen „Made in Germany“. Die Öle und Additive entstehen alle hierzulande. Ein Glücksfall ist da, dass Vor-Ort-Produktion gerade eine gewaltige Renaissance erlebt. Wenn die Globalisierung weltweit herunterfährt, entscheiden plötzlich Herstellung im eigenen Land, lokale Verfügbarkeit und kurze Lieferwege.


Mit dem Saarland eng verbunden

Stichwort kurze Wege: Liqui Moly ist auch mit dem Saarland eng verbunden. Zum Unternehmen gehört die Saarlouiser Traditionsfirma Meguin, die vor dem Kauf durch Liqui Moly (2006) bereits Zulieferer war und vor allem auf Industriekunden spezialisiert ist. So arbeiten rund 300 „Mitunternehmer“ im Liqui-Moly-Verbund für den saarländischen Standort.

Aktuell unterstützt Liqui Moly übrigens Rettungsdienste und Feuerwehren im Land mit kostenlosen Produkten. Ware im Wert von 3 Millionen Euro hat Firmenchef Prost hierfür bereitgestellt. „Es melden sich kleine Löschtrupps mit zwei Fahrzeugen“, sagt Peter Szarafinski, „wir haben aber auch große Wehren, bei denen wir dann schon von Fasslieferungen sprechen.“ Sogar ans Rote Kreuz in Mexiko ging kürzlich eine Lieferung. Ein dortiger Liqui-Moly-Importeur hatte um Unterstützung gebeten.

Spendenquittungen wollte Liqui Moly für diese Aktion übrigens nicht. „Das ist unser Beitrag für die Gesellschaft während dieser Krise“, erklärt Peter Szarafinski. Oder wie er es auf die kurze, schwäbische Formel bringt: „Schaffe, net schwätze!“ Wie gesagt: Keine Firma wie jede andere.

Bezugsquellen: Hier bekommt Ihr Produkte von Liqui Moly

www.liqui-moli.de

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Vermisst: Wo ist Mädchen (15) aus Saarbrücken?

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Das Mädchen konnte am Donnerstagabend wohlbehalten angetroffen werden. Foto: Polizei

Update: Die Vermisste ist wieder da, die Öffentlichkeitsfahndung wurde eingestellt.

 

Die Polizei fahndet nach einer Vermissten aus Saarbrücken. Die 15-Jährige ist am Mittwoch (8. April 2020) gegen 20.30 Uhr zuletzt gesehen worden, so die Beamten.

Zu diesem Zeitpunkt verließ das Mädchen ihre Wohngruppe zu Fuß in unbekannte Richtung. Die Hintergründe ihres Verschwindens sind zurzeit unklar. Die Polizei schließt nicht aus, dass sich das Mädchen in einer Notlage befindet.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Polizeiinspektion Saarbrücken-Stadt, 09.04.2020

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Corona-Krise: Jens Spahn zieht Lockerung der Maßnahmen nach Osterferien in Betracht

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Jens Spahn (r) hält eine schrittweise Lockerung der Maßnahmen gegen das Coronavirus in Deutschland nach den Osterferien für möglich. Archivfoto: Kay Nietfeld/dpa-Bildfunk

Wenn die Entwicklung der Infektionszahlen anhält, "werden wir mit den Ministerpräsidenten über eine schrittweise Rückkehr zur Normalität nach den Osterferien reden können", so der Gesundheitsminister gegenüber dem Handelsblatt. Im Saarland enden diese am 24. April.

Positiver Trend bei den Ansteckungszahlen

Bei den Ansteckungszahlen sehe man laut Jens Spahn aktuell einen positiven Trend. Dieser müsse aber auch stetig bleiben. Dafür müsse sich die Bevölkerung allerdings auch über die Feiertage an die Beschränkungen halten.

In der aktuellen Situation sei es wichtig, eine Perspektive aufzuzeigen und die Maßnahmen gut zu erklären. In einem freiheitlichen Rechtsstaat können laut Spahn weitreichende Einschränkungen von Grundrechten nur funktionieren, solange sie verstanden und akzeptiert würden.

Tobias Hans: Frühzeitige Lockerung im Saarland nicht geplant

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans hatte am gestrigen Mittwoch (8. April 2020) erklärt, dass die Infektionszahlen im Saarland abflachen. Seiner Ansicht nach stehe der Höhepunkt der Corona-Krise jedoch noch bevor. Eine frühzeitige Lockerung sei daher nicht geplant. Die Ausgangsbeschränkungen gelten hier bis zum 20. April. 

Verwendete Quellen: 
- Deutsche Presseagentur
- Eigener Artikel

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RKI-Chef: Coronavirus-Sterberate in Deutschland steigt an

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RKI-Präsident Lothar H. Wieler bei einer Pressekonferenz zum Stand der Verbreitung des Coronavirus in Deutschland. Foto: Michele Tantussi/X03942/REUTERS

RKI-Chef: Coronavirus-Sterberate in Deutschland steigt

Die Coronavirus-Sterberate in Deutschland ist in den vergangenen Tagen angestiegen. Das teilte Lothar Wieler, der Präsident des Robert Koch Instituts, am heutigen Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz mit. Inzwischen seien in Deutschland 2.107 Menschen infolge einer Corona-Erkrankung gestorben. Gegenüber den Zahlen des Vortags seien demnach 246 weitere Todesfälle hinzugekommen. 

Bei insgesamt 108.202 erfassten Corona-Fällen im Bundesgebiet ergibt das inzwischen eine Sterberate von 1,9 Prozent. Noch vor zehn Tagen lag die Sterberate lediglich bei 0,8 Prozent. Damit hat sich die Coronavirus-Sterberate in Deutschland seit dem 31. März 2020 mehr als verdoppelt.

Gründe für den Anstieg der Corona-Sterberate

Laut RKI-Chef steige der Anteil der Todesfälle insbesondere dadurch, dass das Coronavirus inzwischen auch in vielen Altenheimen und Krankenhäusern ausgebrochen sei. Ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen gehören zu der sogenannten Corona-Risikogruppe, die besonders von schweren oder sogar tödlichen Verläufen betroffen sind. Deswegen geht RKI-Chef Wieler davon aus, dass der Anteil der Corona-Todesfälle in Deutschland auch in der nächsten Zeit noch steigen werde.

Verstorbene im Schnitt 80 Jahre alt

Wie Lothar Wieler bekannt gab, waren die bislang am Coronavirus verstorbenen Personen im Durchschnitt 80 Jahre alt. Die jüngste Person, die bisher infolge einer Corona-Erkrankung in Deutschland gestorben sei, war laut Wieler 28 Jahre alt und wies Vorerkrankungen auf.

Verwendete Quellen:
- Pressekonferenz von RKI-Chef Wieler vom 09.04.2020

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Tobias Hans mit offenem Brief an Religionsgemeinschaften im Saarland

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Tobias Hans wendet sich in einem offenen Brief die Religionsgemeinschaften im Saarland. Archivfoto: Oliver Dietze/dpa

Offener Brief von Tobias Hans

"Liebe Saarländerinnen und Saarländer,

in diesen schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie wende ich mich als Ministerpräsident des Saarlandes an alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, für die der Glaube ein wichtiger Teil ihres Lebens ist. Ich wende mich an alle Mitglieder und alle haupt- und ehrenamtlich Verantwortlichen der Religionsgemeinschaften im Saarland.

Es ist der saarländischen Landesregierung nicht leichtgefallen, die Kirchen, Synagogen, Moscheen, Gebets- und Versammlungsräume im Saarland für religiöse Feiern zu schließen. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass wir unsere persönliche und religiöse Freiheit jemals so einschränken müssten. Ich bin mir bewusst, dass diese Maßnahmen ein tiefer Eingriff in die Religionsfreiheit sind. Umso größer sind mein Respekt und meine Anerkennung, dass in allen Religionsgemeinschaften im Saarland die gerade für gläubige Menschen schmerzhaften Schutzmaßnahmen so rasch umgesetzt wurden und auf ihre Einhaltung geachtet wird. Dafür danke ich Ihnen von Herzen!

Besonders danke ich Ihnen für die vielen kreativen Ideen und neuen Formen, um die Seelsorge, das Gebet und die Verbindung unter den Menschen auch in Zeiten der sozialen Distanzierung zu ermöglichen. Ich danke den Pfarrerinnen und Pfarrern, den Geistlichen, den Imamen und allen Verantwortlichen in den Religionsgemeinschaften, die in der Seelsorge und dem Gottesdienstangebot ganz neue Wege gehen müssen.

Ich danke allen ehrenamtlich engagierten Frauen und Männern, die sich zusammentun, um schnell und unkompliziert Nachbarschaftshilfe zu leisten, das Gemeindeleben in dieser Zeit aufrecht zu halten, Informationen aus der Gemeinde weiterzugeben oder das Streamen von Gottesdiensten zu ermöglichen. Hier tun sich gerade Jugendliche und junge Erwachsene mit großem Engagement hervor. Auch Ihnen allen sage ich „Herzlichen Dank“! Sie leisten damit in diesen schwierigen Zeiten einen unschätzbaren Beitrag dafür, dass wir uns als Gemeinschaft erleben können, in der einer für den anderen einsteht.

Besonders stolz bin ich darauf, dass sich die christlichen Kirchen in unserem Land, die Synagogengemeinde im Saarland und die Islamischen Religionsgemeinschaften darauf verständigt haben, jeden Abend um 19.30 Uhr zum Gebet aufzurufen. Das ist für mich ein starkes Zeichen des Zusammenhalts und ein hörbarer Beweis dafür, dass wir im Saarland solidarisch zusammenstehen – gleich welcher Religion wir angehören. Und es ist ein anschauliches Beispiel dafür, dass Verbindung auch da wachsen kann, wo wir räumlich Abstand halten müssen.

Gerade für gläubige Menschen ist die Gemeinschaft als Ort des gemeinsamen Gebets und des Feierns von großer Bedeutung. Deshalb werden die nächsten Wochen vor allem für Christen, Juden und Muslime im Saarland eine besondere Herausforderung. Vor uns liegen Ostern, das Pessach-Fest und der Ramadan. Das sind religiöse Feste, die traditionell auch im Kreis der Familien gefeiert werden. Auch ich habe mich auf das Osterfest im Kreis meiner Familie gefreut. Das wird in diesem Jahr so nicht möglich sein.

Der Wegfall der religiösen und privaten Feiern ist für uns alle ein großer und schmerzhafter Verlust. Aber wir werden ihn mit Telefonaten und digitalen Begegnungen kompensieren können in dem Wissen, dass wir nur so die Ausbreitung des Virus eindämmen können. Wir bleiben zuhause, weil wir das schützen wollen, was uns wirklich wichtig: Die Liebe für die Menschen, die uns wichtig sind, und das Leben unserer Familien und Freunde.

Pessach, Ostern und Ramadan sind Feste der Hoffnung und der Ermutigung. Ich wünsche daher allen Christinnen und Christen, allen Jüdinnen und Juden und allen Musliminnen und Muslimen in unserem Land, dass Sie trotz der Beschränkungen etwas von der Hoffnung und der Kraft, die diesen Festen eigen ist, erleben und spüren. Unsere religiösen Feste – gerade weil wir sie in diesem Jahr anders begehen müssen – können uns so stärken in unserer Hoffnung, dass wir gemeinsam diese Krise bewältigen können.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen, dass Sie gesegnet durch diese schwierige Zeit gehen.

Tobias Hans
Ministerpräsident des Saarlandes“

Verwendete Quellen:
- Offener Brief des saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans vom 09.04.2020

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Ugur-Grill in Nonnweiler verteilt Gratis-Döner an Heldinnen und Helden des Alltags

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Für "Heldinnen und Helden des Alltags" gibt es beim Ugur-Grill in Nonnweiler derzeit einen Gratis-Döner. Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Johannes Schmitt-Tegge

Einen Gratis-Döner als Zeichen der Anerkennung: Mit dieser Aktion möchten die Familie Ergün vom Ugur-Grill und die CDU Primstal "Danke" sagen. Viele Menschen würden momentan "jeden Morgen aufstehen, ihr eigenes Wohl hinten anstellen und unter schwierigen Bedingungen" ihren Dienst verrichten oder ihrem Ehrenamt nachgehen, so die CDU Primstal.

Genau diese Personen sollen nun mit einer "kleinen Geste" wertgeschätzt werden. Wer im medizinischen Bereich, bei der Feuerwehr oder der Polizei tätig ist, kann sich daher bis zum 19. April einen Gratis-Döner beim Ugur-Grill abholen. Um das Angebot zu nutzen, genüge etwa die Vorlage eines Dienstausweises.

Das Lokal (derzeit nur Straßenverkauf möglich) befindet sich in der Hauptstraße 120 in Nonnweiler. Geöffnet hat das Kebap-Haus täglich von 11.00 bis 23.00 Uhr.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des CDU Gemeindeverbands Nonnweiler

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Einreisende ins Saarland müssen 14 Tage in Quarantäne

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Im Saarland wurden die Einreisebedingungen nochmals verschärft. Symbolfoto: BeckerBredel

Am gestrigen Mittwoch (8. April 2020) hat der Ministerrat dem Entwurf einer entsprechenden Verordnung des Saar-Gesundheitsministeriums zugestimmt: Demnach müssen künftig Personen, die aus dem Ausland ins Saarland einreisen, in Quarantäne.

Gesundheitsministerin Monika Bachmann erklärte in diesem Zusammenhang: "Jeder, der aus dem Ausland einreist, stellt zunächst eine potenzielle Gefahr für die Weiterverbreitung des Coronavirus dar. Es ist daher zum Schutz der saarländischen Bevölkerung unbedingt erforderlich, klare Regelungen für die Ein- und Rückreise aus dem Ausland zu treffen".

14 Tage Quarantäne

Im Detail sieht die neue Regelung vor, dass einreisende Personen für die Dauer von 14 Tagen in eine häusliche Quarantäne oder in eine geeignete Unterkunft müssen - und das "ständig abgesondert". Das geht aus einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums hervor. Zudem seien Besuche Dritter nicht erlaubt.

Darüber hinaus verpflichtet die neue Verordnung Einreisende dazu, eventuell auftretende Krankheitssymptome zu melden. So soll eine "unverzügliche gesundheitliche Versorgung" sichergestellt werden, heißt es in der Mitteilung.

Ausnahmen

Weiterhin ohne Quarantäne erlaubt: Einreisen aufgrund eines geteilten Sorgerechts oder des Besuches eines Lebenspartners. Voraussetzung ist allerdings, dass die Personen keine Krankheitssymptome aufweisen. "Dies gilt auch für notwendige medizinische Behandlungen und zur Versorgung schutzbedürftiger Personen", sagte Monika Bachmann.

Die Ausnahmeregelung umfasst laut Gesundheitsministerium ebenso Personen, die zur Aufrechterhaltung der Versorgung der Bevölkerung mit Waren, Dienstleistungen, Wirtschaftsleistungen und zur gesundheitlichen Versorgung ins Saarland einreisen.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Gesundheitsministeriums, 08.04.2020

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mit dpa

Frankreich: Einreise nur noch mit Passierschein

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Für die Einreise nach Frankreich wird ein Passierschein benötigt. Foto: dpa-Bildfunk/Laurent Cipriani

Seit Mitte März gilt in Frankreich eine strikte Ausgangssperre. Die Menschen sind angehalten, nur für triftige Gründe nach draußen zu gehen. Nun wurden die Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Ausbreitung nochmals verschärft.

Passierschein benötigt

Ab sofort müssen nach Frankreich Reisende einen entsprechenden Passierschein ausgefüllt mit sich führen. Dies gilt laut "dpa" für Personen, die in das französische Kernland oder in die Überseegebiete einreisen wollen.

Der Schein muss vor dem Boarding eines Flugs oder einer Grenzkontrolle in das französische Staatsgebiet vorgelegt werden - und zudem einen Reisegrund angeben. Die Vorgabe zähle auch für Personen, die wegen ihrer Arbeit über eine europäische Binnengrenze nach Frankreich müssen. Also beispielsweise für Lkw-Fahrer, die Güter befördern.

Das Formular gibt es auf der Homepage des französischen Innenministeriums in Englisch und Französisch.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Saarland: Polizei will Blitzer vorerst nicht mehr ankündigen

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Geblitzt werden soll im Saarland trotzdem weiter. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa-Bildfunk

Einmal in der Woche versendet das Landespolizeipräsidium eine Liste der angekündigten Geschwindigkeitskontrollen und informiert die Bürger über die Presse über ihre Einsätze im Saarland. Doch diese Bekanntgaben sind bis auf Weiteres auf Eis gelegt.

"Wir können Geschwindigkeitskontrollen nicht mehr weit im Vorhinein planen", so Sprecher Stephan Laßotta auf SOL.DE-Anfrage. Das habe mit den Corona-Regelungen zu tun: Die Polizisten seien landesweit damit beschäftigt, die Einhaltung der Regeln zu überprüfen. Da sich die Beschränkungen jedoch jederzeit ändern könnten, sei eine Planungssicherheit beim Personal für Geschwindigkeitskontrollen nicht gegeben.

Das heißt nicht, dass im Saarland nicht mehr geblitzt wird: Geschwindigkeitskontrollen sollen bei der Polizei stattdessen jetzt mit einem oder zwei Tagen Vorlauf geplant werden, um spontan auf mögliche Änderungen der Corona-Regelungen reagieren zu können. Bei den Messstellen handele es sich um Örtlichkeiten, die nach Unfallhäufung, Unfallfolgen und Unfallursachen ausgewählt werden, so die Polizei.

"So bald wie möglich" will das Landespolizeipräsidium Blitzer wieder länger im Voraus planen und der Bevölkerung ankündigen, so Stephan Laßotta. Wann das sein wird, steht aufgrund der Corona-Pandemie aber aktuell noch in den Sternen.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Landespolizeipräsidiums, 09.04.2020
- eigene Recherche

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Mit Axt, Brecheisen und Seil: Täter wollen Geldautomaten in Lebach aufbrechen und scheitern

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Zur Tat kam es am Morgen in Lebach-Dörsdorf. Symbolfoto: Unsplash

Drei Unbekannte haben am Donnerstag (9. April 2020) versucht, den Geldautomaten in einer Sparkasse im Lebacher Stadtteil Dörsdorf aufzubrechen. Die Täter waren gegen 06.15 Uhr in die Filiale in der Scheuernstraße gegangen, so die Polizei.

Dort versuchten sie, den Automaten mit Brecheisen, Seil und Axt aufzubekommen. Weil das erfolglos blieb, gaben sie ihren Versuch auf, verließen die Sparkasse unverrichteter Dinge und zogen ohne Beute ab.

Ein Zeuge beobachtete einen silberfarbenen Kombi, der sich vom Tatort entfernte und möglicherweise mit dem Aufbruchversuch in Verbindung stehen könnte.

Zeugen, die Beobachtungen am Tatort gemacht haben oder sachdienliche Hinweise geben können, sollen sich beim Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer (0681)9622-133 melden.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Landespolizeipräsidiums, 09.04.2020

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Saarbrücken bleibt hart: Picknicks und Sonnenbaden weiter verboten

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Der Staden in Saarbrücken ist ein beliebtes Ausflugsziel. Archivfoto: BeckerBredel

Die Landeshauptstadt Saarbrücken bleibt bei ihrer strengen Auslegung der Corona-Regeln. Demnach sind weiterhin längere Aufenthalte wie Picknicks oder Sonnenbaden in den Grünflächen der Stadt nicht erlaubt.

Maximal zehn Minuten Pause

Der Wunsch des Einzelnen, auf einer Parkbank ein Buch zu lesen oder auf der Wiese zu liegen, sei natürlich und menschlich, heißt es in einer Mitteilung. Die Erfahrung zeige allerdings, dass es nicht bei einzelnen Personen bleibt, die sich an einer Stelle niederlassen. Was zu "normalen Zeiten" ein schönes Bild abgebe - ein belebter Staden oder ein Picknick unter Freunde etwa - könne zu Zeiten der Corona-Pandemie eine Gefahr für andere darstellen.

Kurze Pausen von maximal zehn Minuten seien in den Grünflächen Saarbrückens zulässig. Älteren Menschen, körperlich eingeschränkten Personen, Kindern oder Sportlern soll so eine Ruhepause ermöglicht werden.

Parkplätze am DFG und Staden werden gesperrt

Um die Besucherströme im Deutsch-Französischen Garten (DFG) und der Staden-Anlage besser kontrollieren und steuern zu können, sind von Karfreitag (10. April 2020) bis Ostermontag öffentliche Parkplätze am DFG und im Umfeld des Stadens geschlossen. Zudem will die Stadt im DFG den Einlass kontrollieren und gegebenenfalls sperren. Die Stadtverwaltung bittet auswärtige Gäste, die Saarbrücker Grünanlagen und Wälder nicht zu besuchen.

"DFG und Staden sollen über Ostern kein überregionales Ausflugsziel sein, sondern vor allem für die lokale Bevölkerung zur Erholung genutzt werden", so Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU).

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Stadt Saarbrücken, 08.04.2020

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mit dpa

Forscher: Zeit der Hamsterkäufe ist vorbei

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Die Verkaufszahlen für manche Produkte haben sich verdoppelt. Foto: Christoph Soeder/dpa-Bildfunk

Die erste Panik nach dem Corona-Ausbruch habe sich gelegt. "Es gibt eine Gewöhnung an den Krisenmodus", meint der Handelsexperte Robert Kecskes von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).

Manche Verkaufszahlen verdoppeln sich

Angefangen hatten die Hamsterkäufe nach Beobachtung der GfK in der letzten Februarwoche. Die Nachfrage nach Hand-Desinfektionsmitteln stieg schlagartig um mehr als 500 Prozent. Bei Mehl, Reis, Nudeln, Seife und Toilettenpapier verdoppelten sich die Verkaufszahlen. Doch bereits seit Mitte März entspannt sich die Situation laut GfK schrittweise. Die Nachfrage beginne sich wieder einzupendeln - allerdings auf einem spürbar höheren Niveau als vor der Krise.

Das ist der Hauptgrund

Die Steigerung erklärt sich nach Einschätzung von Kecskes zum Großteil durch die Verlagerung des früher auf Restaurants, Kneipen und Kantinen entfallenden Konsums in die eigenen vier Wände. "Wir essen mehr zu Hause, weil wir nicht mehr zum Italiener gehen können", bringt es der Marktforscher auf den Punkt. Das zeige sich bei Nudeln und Reis, aber auch bei Limonade, Bier oder Kaffee.

Kommen Panikkäufe wieder?

Für viele Verbraucher sei der Umgang mit der Krise mittlerweile ein Stück weit Routine geworden, betont Kecskes. Eine vorübergehende Wiederkehr der Panikkäufe schließt er dennoch nicht aus. "Die Panik kann immer mal wieder aufflammen", meint er - etwa wenn neue Entwicklungen für zusätzliche Verunsicherungen sorgen sollten.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Wilderei an der Moselaue bei Perl: Wasservögel und weitere Tiere tot aufgefunden

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Laut NABU Saar wiesen die Tiere Schussverletzungen auf. Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Patrick Pleul

Zwischen Besch und Nennig besteht das größte saarländische Auenschutzgebiet mit europäischem Schutzstatus, so der Naturschutzbund (NABU) Saar. Eine entsprechende Schutzgebietsverordnung verbietet dort die Jagd auf Wasservögel. Dennoch kam es zu einem Fall von Wilderei.

Laut NABU wurden "vier geschossene Höckerschwäne, ein Silberreiher und von Jägern ein geschossenes Reh und ein Dachs gefunden". Bei den Schwänen hätten der oder die Wilderer zudem fachmännisch das Brustfleisch abgetrennt.

Zeugen hören Schuss

Aus der Mitteilung des Naturschutzbundes geht hervor, dass Zeugen einen Schuss gehört hätten. Darüber hinaus habe ein Besucher des Gebietes eine "sitzende Person mit einem Gewehr" gesehen. Mittlerweile hat auch die Polizei die Ermittlungen aufgenommen, teilt der NABU Saar mit.

Wanderer, Radfahrer und Angler werden gebeten, verstärkt aufmerksam zu sein und der Polizei verdächtige Aktivitäten zu melden.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des NABU Saarland, 09.04.2020

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Saar-Polygon ist über Ostern geschlossen

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Um Menschenansammlungen zu vermeiden, soll die Bergehalde mit dem Saar-Polygon in Ensdorf über Ostern nicht angefahren werden. Foto: Gemeinde Ensdorf

Da es bei den frühlingshaften Temperaturen viele Menschen nach draußen zieht, sollen Versammlungen an den Ostertagen wegen der Corona-Pandemie vermieden werden. 

Die Gemeine Ensdorf schließt daher über die Feiertage das Saarpolygon für Besucher. Es wird darum gebeten, das beliebte Ausflugsziel aktuell nicht anzufahren. Um Gruppenbildungen auf der Bergehalde zu verhindern, sind ab Karfreitag bis einschließlich Ostermontag die nahegelegenen Parkplätze sowie die Zufahrten rund um das Sportzentrum gesperrt. 

Zum Wohle aller appelliert die Gemeinde Ensdorf, sich an die Verhaltensvorgaben zu halten. Spaziergänge an der frischen Luft sind zwar erlaubt, allerdings nur im Kreis des eigenen Haushaltes oder zu zweit. Ein längeres Verweilen ist nicht gestattet. Zudem empfiehlt es sich Wege in der Umgebung des Wohnsitzes zu wählen.

Verwendete Quellen:
- Pressemitteilung der Gemeinde Ensdorf

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Grüne Jugend fordert Straßenbahn für den Landkreis Saarlouis

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Im Jahr 1915 fuhr noch eine Straßenbahn durch Saarlouis. Die Grüne Jugend will diese nun wiederbeleben. Foto: Elektrotechnische Zeitschrift, Oktober 1915

Die Straßenbahn, die einst in Saarlouis unterwegs war, wurde bereits vor Jahrzehnten eingestellt. Wie die Grüne Jugend Saarlouis in einer Pressemitteilung schreibt, habe man die Oberleitungen als hässlich angesehen und sei daher auf Omnibusse umgestiegen. 

Straßenbahnen seien effizienter und billiger als Busse

Heute allerdings profitieren Städte von Straßenbahnen. Wie Tim Gilzendegen, der Sprecher der Grünen Jugend schreibt: "Eine Straßenbahn ist um einiges effizienter als ein Omnibus und ist auf lange Sicht, nach den Investitionen, um einiges billiger." Daher brauche der Landkreis eine Straßenbahn - sowohl für das Klima als auch für die Menschen.

Bessere Anbindung für Orte im Landkreis Saarlouis

Mit der Saarbahn sei der ÖPNV im Regionalverband bis nach Lebach gut aufgestellt. Durch ein entsprechendes Angebot in Saarlouis könnten Orte wie Wadgassen, das Rosenthal, Wallerfangen, Nalbach und Saarwellingen viel besser befahren werden. Alle Jugendverbände seien für einen besseren Nahverkehr im Saarland.

Haushaltsmittel für sinnvolle Projekte nutzen

In Hinblick auf die Finanzierung äußerte Gilzendegen: "Der Landkreis hat Millionen Euro pro Haushaltsjahr an Mitteln zur Investition, sowie das Land, der Bund und die EU. Es wird mal Zeit, dass wir für sinnvolle Projekte Geld in die Hand nehmen!" Einerseits seien Schienen um einiges langlebiger als Straßen, zudem existierten alte Bahngebäude und Strecken noch.

Verwendete Quellen: 
- Pressemitteilung der Grünen Jugend Saarlouis, 7.4.2020

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Pfleger in Saarbrücken: Wie die Pandemie die Arbeit im Wohnheim für Behinderte verändert

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Pfleger Roman Schmitt (57) ist bei seiner Arbeit im Wohnheim für geistig Behinderte in Saarbrücken derzeit besonders gefordert. Foto: Oliver Dietze/dpa-Bildfunk

Der 57-jährige Roman Schmitt arbeitet als Heilerziehungspfleger in einem Wohnheim für geistig Behinderte der Lebenshilfe in Saarbrücken. Dort ist durch die Corona-Krise nicht nur die Tagesstruktur weggebrochen - auch die 36 Bewohner sind verunsichert. 

Die Bewohner verstehen die Krise nicht

Zurzeit besteht daher ein Großteil von Roman Schmitts Arbeit darin, zu trösten, zu beschäftigen und auch zu erklären. "Sie fragen, wann sie wieder nach Hause können. Und sie verstehen das mit Corona alles nicht", so der Pfleger zur Deutschen Presse-Agentur. Einen Erkrankungsfall gab es in der Einrichtung bislang nicht.

Einschnitte im Tagesablauf

Derzeit sind Besuche von außerhalb nicht erlaubt. Außerdem fällt durch die Beschränkungen die Zeit in der Tagesförderstätte und den Werkstätten weg. So gehen für die Behinderten nicht nur direkte Kontakte, sondern auch Aktivitäten verloren.

"Jetzt sind wir den ganzen Tag hier", meint Schmitt. Es werden nun viel "Mensch ärgere dich nicht" gespielt, gebastelt und auch ferngesehen. Die Situation fordere alle, dennoch sei die Arbeit immer noch schön. 

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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