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Bundeswehr-Hilfe bei Corona-Lockerungen angeboten

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Hier zu sehen: Annegret Kramp-Karrenbauer besucht als Verteidigungsministerin das Saarland. Foto: Th. Dillschneider/Bundeswehr

(dpa) Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat breite Unterstützung der Bundeswehr beim schrittweisen Ausstieg aus den Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus angeboten. "Wir haben sehr viele Köpfe, sehr viele Hände, die bereit sind zu helfen", sagte AKK der Deutschen Presse-Agentur ("dpa").

"Es kommt jetzt darauf an, was die Länder von uns verlangen." Denkbar sei etwa der Einsatz in Gesundheitsämtern bei der Nachverfolgung von Infektionsketten. Soldaten könnten aber auch helfen, Einkäufe zu organisieren, wenn Menschen ihre Wohnung nicht verlassen könnten.

Wie geht es weiter?

Am Mittwoch soll beraten werden, wie es weitergeht. Bei einer weiteren Schaltkonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten am 19. April wird voraussichtlich entschieden, ob Teile der Beschränkungen aufgehoben oder verändert werden können.

Nach der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina legte nun auch eine von der nordrhein-westfälischen Landesregierung eingesetzte Expertengruppe Maßgaben und Vorschläge für Lockerungen vor. Ihr Papier liegt der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" und "dpa" vor.

Darin heißt es, über Lockerungen könne erst nachgedacht werden, wenn klar sei, dass das Gesundheitssystem "absehbar nicht überfordert ist" und Voraussetzungen für ein besseres "Monitoring" der Krise geschaffen seien. Dann aber könne die Rückkehr zur Normalität "schrittweise forciert werden".

Details zum Papier des Expertenrats

In dem 15-Seiten-Papier des NRW-Expertenrats heißt es unter anderem:

- zum medizinischen Bereich: Vorrangig gelte es, die medizinischen Kapazitäten so schnell wie möglich auszubauen. Es sei eine bessere Steuerung der Kapazitäten, insbesondere bei Intensivbetten mit oder ohne Beatmungsmöglichkeiten nötig. Diese müssten in Echtzeit erfasst werden. Zudem sei eine bessere Erreichbarkeit der Gesundheitsämter und eine bessere Informationsverteilung zwischen diesen nötig.

- zu Tests: Zielmarke sei eine Steigerung der Zahl der Coronavirus-Tests auf bis zu 500.000 pro Tag. Dazu sei ein schneller Aufbau der Testinfrastruktur auch unter Einbeziehung weiterer Labore und die Einrichtung mobiler Teststationen mit Unterstützung durch das Technische Hilfswerk, die Bundeswehr und das Rote Kreuz nötig.

- zu Schulen: Ein möglicher Weg zur Normalität könne darin bestehen, "einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens nach und nach wieder zuzulassen". Dazu gehörten Schulen, Universitäten und der Einzelhandel. Bei den Schulen etwa solle es dabei zeitversetzten Unterricht und Unterschiede je nach Alter geben.

Die Experten gehen davon aus, dass die alten Freiheiten nur langsam wiedererlangt werden können. Klar müsse sein, dass es Rückschritte geben werde.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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