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mit dpa

Französische Politiker beklagen Anfeindungen im Saarland wegen Corona

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Im Saarland ist es in mehreren Fällen zu Anfeindungen gegenüber Franzosen gekommen. Foto: Christian Charisius/dpa-Bildfunk

Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur ("dpa"), die sich auf die Zeitung "Le Parisien" beruft, sagte unter anderem der Forbacher Abgeordnete Christophe Arend: Viele Menschen in seinem Wahlkreis seien verärgert über Deutsche, die "mehr als abfällige Bemerkungen über die Franzosen gemacht haben".

Französische Grenzgänger wären teilweise in ihren deutschen Unternehmen "wie Aussätzige" behandelt worden, erklärte Arend. Bei Deutschen, die in Frankreich leben, aber in Deutschland arbeiten, sei es ähnlich gewesen. Einige Grenzpendler würden in Deutschland aus Geschäften oder Tankstellen geworfen.

Politiker verurteilen Anfeindungen

Etwa Michael Clivot, Bürgermeister der grenznahen Gemeinde Gersheim, hatte bereits Ende März in einer Videobotschaft Anfeindungen verurteilt. Es habe sich "eine gewisse Feindseligkeit gegenüber unseren französischen Freunden breit gemacht", zitiert "dpa" den Bürgermeister.

Das Saarland sei aber mehrheitlich solidarisch, freundschaftlich und kollegial. Man stelle sich gegen solche Auswüchse, betonte Clivot. Die Versorgung französischer Patienten sei "ein wahrer Akt von Solidarität". Und das lasse man sich von Einzelnen nicht kaputt machen.

Auch Deutschlands Außenminister Heiko Maas (SPD) hatte Anfeindungen am Wochenende verurteilt. "Es tut weh zu sehen, wie unsere französischen FreundInnen wegen Covid-19 bei uns teils beleidigt und angegangen werden", schrieb er auf Twitter. Das ginge gar nicht. "Wir sitzen im selben Boot!", fügte er hinzu.

"Willkommene Entschuldigung"

"Diese Entschuldigung ist willkommen, sie zeigt, dass Deutschland die Beschwerden der französischen Bürger sehr ernst nimmt", reagierte der Forbacher Agebordnete Christophe Arend auf Maas' Tweet.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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