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Notfallbetreuung in saarländischen Kitas und Schulen soll ausgeweitet werden

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Das Bildungsministerium rechnet weiterhin mit einem verstärkten Bedarf an Notfallbetreuung von Kindern. Symbolfoto: Uwe Anspach/dpa-Bildfunk

Im Saarland wird das Wirtschafts- und Arbeitsleben allmählich wieder aufgenommen. Auch die Schulen sollen ab dem 4. Mai schrittweise geöffnet werden. Das Bildungsministerium rechnet daher mit einem verstärkten Bedarf an Notfallbetreuung in saarländischen Kitas und Schulen

Fehlende Angebote zur frühkindlichen Bildung

Wie Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot betonte, seien fehlende Betreuungsmöglichkeiten gerade für Kinder in weniger privilegierten Verhältnissen ein Problem. Diese leiden nicht nur unter der Mehrfachbelastung der Eltern, die Beruf und Familienleben unter einen Hut bringen müssen, sondern auch unter mangelnden Angeboten zur frühkindlichen Bildung. Daher soll das Angebot nun ausgeweitet werden.

Betreuung durch Großeltern ist keine Lösung

"Kinder wieder vermehrt etwa von Großeltern betreuen zu lassen, die ja selbst zur Risikogruppe gehören, kann nicht die Lösung sein", so Streichert-Clivot. Daher unterstütze sie die Forderung der Bundesfamilienministerin Franziska Giffey zur Ausweitung der Notbetreuung in Kitas. In einem ersten Schritt werde man prüfen, wie man diese in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden und unter Einhaltung des Infektionsschutzes bewerkstelligen kann. 

Zahl der Gruppen in Notfallbetreuung soll erhöht werden

Für Kinder von null bis sechs Jahren steht derzeit eine Notfallbetreuung in Kitas, für die Altersgruppe von sechs bis 12 Jahren eine in Schulen zur Verfügung. Maximal drei Gruppen mit höchstens fünf Kindern pro Standort sind aktuell möglich. Die Zahl der Gruppen soll nun, falls umsetzbar, erhöht werden. Dabei müssen natürlich die Hygienemaßnahmen eingehalten werden.

Wann Notfallbetreuung infrage kommt

Eltern können die Notfallbetreuung in Anspruch nehmen, wenn eine häusliche Betreuung der Kinder nur teilweise möglich ist. Das gilt vor allem für Mütter, Väter und Erziehungsberechtigte, die in systemrelevanten Berufen arbeiten. Aber auch berufstätige Alleinerziehende, die keine alternative Möglichkeit haben, können die Notfallbetreuung nutzen. 

Verwendete Quellen:
- Pressemitteilung des Bildungsministeriums, 21.04.2020

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