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Maskenpflicht im Saarland: Antworten auf die häufigsten Fragen

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Im Saarland herrscht ab Ende April Maskenpflicht beim Einkaufen und im ÖPNV. Symbolfoto: Felix Kästle/dpa-Bildfunk

Wann tritt die Pflicht in Kraft?

Ab dem kommenden Montag (27. April 2020) ist das Tragen von Masken im Saarland Pflicht. Diese gilt bis auf Weiteres. Wie lange die Regelung gelten wird, ist damit noch unklar. 

Wer muss eine Maske tragen?

Jeder, der älter als sechs Jahre ist, ist verpflichtet, eine Maske zu tragen. Kleine Kinder sind von der Regel ausgenommen, da ihnen das Tragen der Masken nicht zugemutet werden könne, so die Landesregierung. In Ausnahmefällen kann - etwa bei Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen - von der Pflicht abgesehen werden. 

Wo besteht die Maskenpflicht?

Masken müssen im Personennahverkehr und beim Einkaufen getragen werden. Auch in Arztpraxen sollten Mund und Nase mit einer Maske geschützt sein. Beim Spazierengehen oder Sport besteht keine Tragepflicht. Die Pflicht gilt nicht nur im Saarland, sondern auch in allen anderen Bundesländern Deutschlands.

Welche Maske brauche ich?

Als "Alltagsmaske" eignet sich jede Form von Mund- und Nasenschutz. Dazu zählen Einwegmasken oder auch selbstgenähte Masken aus einfachem Stoff. Auch ein Schal kann zur Not ausreichen. Medizinische FFP-Masken sind nicht notwendig und sollten aufgrund der Knappheit dem Medizin- und Pflegepersonal vorbehalten sein.

Wo bekomme ich eine Maske im Saarland?

Viele Online-Shops und Läden im Saarland bieten bereits handgefertigte Schutzmasken an. Adressen findet ihr in unserer Liste: "Hier gibt es Schutzmasken im Saarland zu kaufen". Die Landesregierung will außerdem kostenlose Masken zur Verfügung stellen. 

Wie trage ich eine Maske richtig?

Beim Aufsetzen der Maske sollte beachtet werden, dass sie Nase und Mund vollständig bedeckt - nur die Nasenspitze etwa ist nicht ausreichend. Die Maske sollte auch das Kinn umschließen. Zudem muss darauf geachtet werden, dass sie nicht zu locker sitzt. Lücken an den Seiten sollten vermieden werden. 

Wie reinige ich eine Maske hygienisch?

Masken sollten nach dem Tragen regelmäßig gewaschen und getrocknet werden, da sie durch die Feuchte der Atemluft sonst ihre Wirkung verlieren. Idealerweise sollte daher jeder mindestens zwei eigene Masken besitzen, die gewechselt werden können.

Die Masken sollten bei mindestens 60 Grad gewaschen und im Anschluss bei höchstmöglicher Temperatur in den Trockner gegeben werden. Wer keinen Trockner hat, kann die Masken auch auf höchster Stufe bügeln. Masken ohne Kunststoffe können auch bei 80 Grad im Backofen "getrocknet" werden. 

Was droht, wenn die Pflicht nicht eingehalten wird?

Wer im Nahverkehr oder beim Einkaufen keine Maske trägt, muss mit einem Platzverweis rechnen. Ob die Maskenpflicht eingehalten wird, kontrollieren im Rahmen des Hausrechts die Betreiber der Geschäfte, Busse und Bahnen.

Aber auch das Ordnungsamt und hilfsweise die Polizei werden darauf achten, dass sich die Bürger an die Regeln halten. Die Beamten werden auch hinzugezogen, sollte sich etwa ein Fahrgast weigern, eine Maske zu tragen.

Warum sind Masken nun Pflicht? 

Die Masken sollen dazu beitragen, das Coronavirus einzudämmen. Der Mundschutz kann beim Sprechen oder Husten infektiöse Tröpfchen teilweise zurückhalten. Das heißt: Ist man selbst - unwissentlich - mit dem Coronavirus infiziert, hilft die Maske andere nicht anzustecken. Vor einer Ansteckung durch andere schützt sie umgekehrt allerdings nicht. Die Abstandsregelungen sollten daher weiterhin unbedingt eingehalten werden. 

Ministerpräsident Tobias Hans hatte zunächst eine "dringende Empfehlung" ausgesprochen. Diese reiche allerdings wohl nicht aus. Der Appell brachte nicht den gewünschten Erfolg. Daher sollen die Masken nun verpflichtend werden.

Verwendete Quellen:
- eigene Artikel
- eigene Recherche

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Kein Bußgeld bei Verstoß gegen Maskenpflicht im Saarland

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Ab Montag müssen zum Beispiel in Bussen und Bahnen im Saarland Schutzmasken getragen werden. Foto: Oliver Berg/dpa-Bildfunk

Im Saarland wird es zunächst kein Bußgeld beim Verstoß gegen die Maskenpflicht geben. Das hat das Innenministerium der SOL.DE-Redaktion mitgeteilt. Demnach werde das Fehlen von Mund-Nasen-Bedeckungen beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht als Ordnungswidrigkeit eingestuft.

Die Betreiber von Lebensmittelgeschäften, Baumärkten, Banken, Apotheken und weiteren Betrieben sind laut Innenministerium selbst dazu verpflichtet, das Tragen von Mundschutzen durchzusetzen. Bei Verstößen könnten sie dann - im Rahmen ihres Hausrechts - zum Beispiel Hausverbote erteilen. Wie das Ministerium weiter mitteilt, sei die Einführung von Bußgeldern daher "zumindest zum jetzigen Zeitpunkt" nicht erforderlich.

Maskenpflicht im Saarland: Antworten auf die häufigsten Fragen

In Hessen und Mecklenburg-Vorpommern werden Bußgelder von bis zu 50 Euro fällig, wenn Bürgerinnen und Bürger gegen die Maskenpflicht verstoßen.

Im Saarland gilt ein umfassender Bußgeld-Katalog bei Verstößen gegen die Corona-Regeln. Wir haben die Bußgelder hier für euch zusammengefasst.

Verwendete Quellen:
- eigene Recherche
- Focus.de

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Erinnerungen: Notwendiges Lebenselixier oder böse Geister der Vergangenheit?

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Foto: kaboompics/Pexels

Erinnerungen sind in der Regel etwas Schönes. Der Mensch lebt teilweise von Erinnerungen: An die Kindheit, an Menschen, die im eigenen Leben eine Rolle gespielt haben oder an Dinge, die man erlebt hat. Erinnerungen können auch zum Fortschritt beitragen, indem sie aufzeigen, was in der Vergangenheit schief gelaufen ist und besser gemacht werden sollte bzw. was einen weitergebracht hat.

Erinnerung: Mahnung oder verirrter Götzenkult?

Manchmal jedoch – vor allem bei Gedanken an unschöne Ereignisse oder wenig liebenswerte Menschen – kommt die Frage auf: Will man sich an alles und jeden erinnern? Und wie differenziert man zwischen einer Erinnerung, die eine Mahnung sein soll/kann und einer, die zum Personen- bzw. Ereigniskult ausartet und sich auf diese Weise ungewollt verselbstständigt?

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Foto: Union Stiftung

Um genau diese Frage dreht sich eine Veranstaltung in der Union Stiftung in Saarbrücken: Unter dem Motto „Die Zukunft der Erinnerungskultur“ diskutieren Experten aus Kultur, Politik und Forschung darüber, wie und woran wir uns erinnern wollen bzw. sollen.

Online-Diskussion:
Mittwoch, 21. Oktober 2020, um 18.30 Uhr

Die Veranstaltung findet im Haus der Union Stiftung in Saarbrücken statt und wird live via Zoom und Facebook übertragen. Über die Videokonferenz-Software könnt ihr wie immer mitdiskutieren oder eure Fragen stellen.

Teilnehmen über Zoom
Teilnehmen über Facebook

Die Veranstaltung findet im Haus der Union Stiftung (Steinstraße 10, 66115 Saarbrücken) statt. Corona-bedingt wird nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen bereitgestellt.

Wir bitten um vorherige ANMELDUNG:

Telefon: (0681) 709450
E-Mail: info@unionstiftung.de

Auf dem Podium:

Prof. Aleida Assmann, Kulturwissenschaftlerin von der Universität Konstanz
Dr. Sabine Graf von der Landeszentrale für politische Bildung im Saarland
Dr. Nico Nolden, Historiker von der Universität Hannover.

Sie diskutieren über den Ursprung unserer Erinnerungskultur und ihre Rolle in einer sich rasant verändernden Welt. Auch der Aspekt der Digitalisierung in Bezug auf die Erinnerungskultur ist in diesem Zusammenhang interessant: Das Internet vergisst nichts – das kann Fluch und Segen sein.

Der Mensch und sein Schaffen: Wieviel Erinnerung ist erlaubt?

Erinnerungen an „schlimme Ereignisse“ der Geschichte können als Mahnmale gelten: Sich an sie zu erinnern, gedenkt einerseits der Opfer, andererseits soll die regelmäßige Vergegenwärtigung eine Wiederholung verhindern.  Aber ab wann ist es genug - d.h. wann ist "Gras" über etwas gewachsen? Menschen mit fragwürdigen Anschauungen und Idealen könnten diese Erinnerungen falsch verstehen. Oder: Können „böse“ Persönlichkeiten schöne Dinge schaffen, aufgrund derer man sich an sie erinnert – wie zum Beispiel im Museum oder Film – oder kann das falsche Ideale und Idole erzeugen?

Wer dieses interessante Thema mitdiskutieren möchte, kann das am Mittwoch, 21. Oktober 2020, um 18.30 Uhr im Haus der Union Stiftung in Saarbrücken tun. Teilnehmen könnt ihr auch live via Zoom und Facebook:

Teilnehmen über Zoom
Teilnehmen über Facebook

Zu den Referenten:

Prof. Aleida Assmann ist deutsche Anglistin, Ägyptologin und Literatur- und Kulturwissenschaftlerin. Sie lehrte als Professorin an der Universität Konstanz und nahm Gastprofessuren in Princeton, Yale, an der Rice University, der University of Chicago und der Universität in Wien wahr. Sie forscht insbesondere über Erinnerungskultur und den Holocaust.

Dr. Sabine Graf arbeitet in der Landeszentrale für politische Bildung im Saarland, wo sie insbesondere für die Erinnerungsarbeit, Historisch-Politische Bildung, Leitung „Forschung & Vermittlung“ sowie Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

Dr. Nico Nolden ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Institut der Universität Hannover. Er forscht insbesondere zu Erinnerungskultur in Computer- und Videospielen. Zudem ist er Mitbegründer des Arbeitskreises Geisteswissenschaft und digitale Spiele.

Die Veranstaltung findet im Haus der Union Stiftung (Steinstraße 10, 66115 Saarbrücken) statt. Corona-bedingt wird nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen bereitgestellt.

Wir bitten um vorherige ANMELDUNG:

Telefon: (0681) 709450
E-Mail: info@unionstiftung.de

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Kontakt:
Union Stiftung
Steinstraße 10
66115 Saarbrücken
Telefon: 0681/70945-0

Internet: www.unionstiftung.de
Facebook: https://www.facebook.com/UnionStiftung
Twitter: https://twitter.com/UnionStiftung

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Online-Petition: Schüler fordern in offenem Brief Durchschnittsabitur im Saarland

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Die Schüler der Abschlussjahrgangs 2020 im Saarland wehren sich gegen die geplanten Abiturprüfungen trotz Corona. Symbolfoto: Jonas Güttler/dpa-Bildfunk

Anders als in anderen Ländern sollen in Deutschland und auch im Saarland trotz Corona Abiturprüfungen stattfinden. Die Abiturienten im Saarland sind damit allerdings nicht zufrieden. Insbesondere die Ankündigung des Bildungsministeriums, dass für die Schüler keinerlei Nachteile entstünden, wird von den Prüflingen scharf kritisiert.

Schüler fordern in Petition Durchschnittsabitur

In einem offenen Brief sprechen sie sich, wie bereits die Schüler anderer Bundesländer wie Hamburg, für ein Durchschnittsabitur aus. Dafür haben die Abiturienten eine Petition gestartet. Da zwei Drittel der Abiturnote durch Leistungen während der letzten beiden Schuljahre zustande kommen und nur ein Drittel auf die Abschlussprüfungen entfällt, würden letztere schlicht ausgelassen. Die Abiturnote ergäbe sich dann aus den bisher erbrachten Leistungen.

Ansteckungsgefahr bei Prüfungen sei groß

In ihrem Schreiben erläutern die Schüler ausführlich die Gründe für ihre Forderung. Zum einen sei jegliche Prüfungssituation durch die Ansteckungsgefahr schlicht unhaltbar. Da wissenschaftliche Erkenntnisse darauf hindeuten, dass sich das Virus über Tröpfchen selbst bei Abständen von über fünf Metern verbreiten könnte, sei das Risiko auch bei einer Prüfung in Turnhallen noch zu hoch.

Sterblichkeitsrate im Saarland vergleichsweise hoch

Zudem sei die Sterblichkeitsrate im Saarland mit 4,77 Prozent der Erkrankten vergleichsweise hoch (Stand 22. April 2020, 18.00 Uhr). In der Pfalz liegt diese nur bei 2,08 Prozent, in Berlin sogar bei 1,85. Daher befinde sich das Saarland in einer gesonderten Position. Die Durchführung der Prüfungen sei eine Gefahr für das Leben aller direkt und indirekt Beteiligten - auch mit Hygieneplan.

Vergleichbarkeit des Abschlusses nicht gegeben

Das Ministerium für Bildung im Saarland hatte in einer Pressemitteilung darauf verwiesen, dass ein Durchschnittsabitur "dem Anspruch auf eine bundesweit und international anerkannte Hochschulzugangsberechtigung" nicht gerecht werde. Die Schüler argumentieren, dass von Vergleichbarkeit ohnehin nicht die Rede sein könnte. 

So haben die Abiturienten in Rheinland-Pfalz ihre Prüfungen bereits im Januar - ohne Einfluss durch Corona - abgelegt. In Bayern wurden ausstehende Prüfungen vor dem Abitur erlassen, die in anderen Ländern Zulassungsbedingung waren. In Berlin wurden die schriftlichen Prüfungen des Mittleren Bildungsabschlusses abgesagt.

Durchschnittsabitur führe nicht zu "Nichtanerkennen"

Diese Unterschiede sollen jedoch nicht zu einem "gegenseitigen Nichtanerkennen" führen - ebenso wenig ein Durchschnittsabitur. Dies legt auch ein Beschluss der Kultusministerkonferenz fest, "wonach die Länder die erreichten Abschlüsse des Schuljahres 2019/20 auf der Basis gemeinsamer Regelungen gegenseitig anerkennen werden". Auch international bestehe keine Gefahr, dass ein Durchschnittsabitur nicht anerkannt werden würde. In Frankreich, Italien, den Niederlanden und Großbritannien wurden bereits ähnliche Regelungen getroffen. Die Prüfungen sind abgesagt und die Schüler erhalten eine gemittelte Note. 

Fehlende Planungssicherheit und widersprüchliche Regelungen

Die Schüler werfen dem Ministerium zudem vor, dass die angekündigte "Planungssicherheit" nicht gegeben sei. So seien einzelne Abiturprüfungen etwa vorverlegt worden. Im Fach Deutsch soll die Klausur nun eine Woche vor dem angekündigten Zeitraum stattfinden. Die Sprech-Prüfungen in Englisch und Französisch sollen dagegen ausfallen, da das Risiko zu hoch sei. Die mündlichen Prüfungen wiederum finden statt - trotz nahezu identischer Bedingungen.

Psychischer Stress führt zu unfairen Prüfungsbedingungen

Die Schüler hätten Angst - sowohl um die eigene Gesundheit als auch um die von Angehörigen. Hinzu komme die Angst durch die Belastungen in den Abiturprüfungen "nicht zu genügen", sich aufgrund von ausfallendem Unterricht, Lern-Gruppen und Vorbereitungskursen nicht angemessen vorbereiten zu können. Und auch Angst davor, selbst zu einem Verbreiter des Virus zu werden, weil man zu einer Prüfungssituation gezwungen wird, beschäftigt die Abiturienten.

Beteiligte Abschlussjahrgänge

Sie fordern die Bildungsministerin daher auf, ihr Anliegen ernst zu nehmen und mit einem Durchschnittsabitur dafür Sorge zu tragen, dass keinem Abiturienten durch die Situation ein Nachteil entsteht. Die Petition wurde gestartet von Schülern des Abschlussjahrgangs des Max-Planck-Gymnasiums Saarlouis, des Gymnasiums am Rotenbühl Saarbrücken, des Albert-Einstein Gymnasiums Völklingen, des Gymnasiums am Stadtgarten Saarlouis, des Ludwigsgymnasiums Saarbrücken, des Robert-Schuman-Gymnasiums Saarlouis, der Schule am Römerkastell Dillingen, der Gemeinschaftsschule Rastbachtal Saarbrücken, der Willi-Graf-Schulen Saarbrücken, des Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasiums und Saarland-Kollegs Saarbrücken. 

Verwendete Quellen:
- Offener Brief des Abiturjahrgangs 2020 auf Change.org

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Koalitionsfraktionen planen Rettungsschirm für saarländische Vereine

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Sport- und andere Vereine im Saarland sollen durch einen Rettungsschirm in der Corona-Krise unterstützt werden. Symbolfoto: Pixabay

Die Koalitionsfraktionen im Saarland wollen im kommenden Nachtragshaushalt die nötigen Mittel bereitstellen, um die saarländischen Vereine bei der Bewältigung der Corona-Krise zu unterstützen. Das kündigten die Fraktionsvorsitzenden Ulrich Commerçon (SPD) und Alexander Funk (CDU) am heutigen Donnerstag (23. April 2020) an. Für die Förderung soll die Landesregierung zeitnah Kriterien erlassen.

Vielfalt der saarländischen Vereinslandschaft soll bewahrt werden

Die Unterstützung solle die gesamte Breite und Vielfalt der saarländischen Vereinslandschaft abdecken. "Wir erhalten nahezu täglich Zuschriften, in denen wir auf die missliche Lage vieler Vereine im Saarland hingewiesen werden. Ob Sport-, Kultur- oder Sozialvereine – der finanzielle Druck macht vor keiner Sparte halt", so die Vorsitzenden.

Zuschüsse in Millionenhöhe nötig

Da das Saarland das Bundesland mit der höchsten Vereinsdichte in Deutschland sei, würden Millionen-Zuschüsse erforderlich. Zwar könnten Schäden nicht in unbegrenzter Höhe ausgeglichen werden, jedoch wolle man den Vereinen in der Krise den Rücken stärken. Das starke Ehrenamt, so Commerçon und Funk halte die Gesellschaft in der Krise zusammen.

Verwendete Quellen:
- Pressemitteilung der SPD-Fraktion, 23. April 2020

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Corona-Krise: Koalition plant steuerliche Erleichterungen für kleine und mittelständische Unternehmen

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Die Koalition hat weitere steuerliche Erleichterungen für kleine und mittelständische Unternehmen in der Coronakrise beschlossen. Foto: Markus Schreiber/AP POOL/dpa

Der Koalitionsausschuss hat am gestrigen Mittwoch weitere Corona-Krisenhilfen beschlossen. So soll unter anderem das Kurzarbeitergeld für besonders betroffene Arbeitnehmer aufgestockt werden und die Mehrwertsteuer auf Speisen gesenkt werden. Daneben soll es weitere steuerliche Erleichterungen für kleine und mittelständische Unternehmen geben, um deren Liquidität zu sichern.

Durch Verlustverrechnung Steuerlast aus Vorjahr senken

Konkret geht es um die Verlustverrechnung. Absehbare Verluste für dieses Jahr sollen mit Steuer-Vorauszahlungen aus dem vergangenen Jahr verrechnet werden dürfen. Damit können bei einem erwarteten Verlust für 2020 die für 2019 bereits geleistete Vorauszahlungen zur Einkommen- oder Körperschaftsteuer auf Antrag schon jetzt herabgesetzt werden. So können Unternehmen ihre Steuerlast aus dem Vorjahr schmälern, indem sie den Verlust aus der aktuellen Periode mit dem Gewinn aus der vergangenen Periode verrechnen.

Pauschal ermittelter Verlustrückertrag für 2020

Normalerweise müssten Unternehmen hierfür den Steuerbescheid für dieses Jahr abwarten, da zum jetzigen Zeitpunkt ja noch nicht klar ist, wie hoch ein etwaiger Verlust für das Jahr 2020 ist. Deswegen können die Betriebe nun ihren für 2020 absehbaren Verlust auf Grundlage eines pauschal ermittelten Verlustrücktrags mit ihren Vorauszahlungen aus 2019 verrechnen. Dies erfolge bis zu einer Obergrenze von 15 Prozent ihres zugrunde gelegten Gewinns für Vorauszahlungen in 2019.

Die Neuregelung betrifft vor allem Selbstständige, Unternehmer und Landwirte, die mit dem Verlustrücktrag maximal eine Million Euro an Gewinn ausgleichen können. Bei 15 Prozent Körperschaftsteuer wären das 150.000 Euro, die ein Betrieb an Liquidität vom Finanzamt zurückbekäme.

Saar-Finanzminister Strobel fordert schnelle Umsetzung

Mit den neuen Maßnahmen schaffe man laut dem saarländischen Finanzminister Peter Strobel schnell und pragmatisch Liquidität. Da die Krise den Mittelstand vor enorme Herausforderungen stelle, sei es laut Strobel nun aber wichtig, dass die Details der Regelungen zwischen Bund und Ländern nun zeitnah abgestimmt werden, damit die Maßnahmen so schnell wie möglich in die Praxis umgesetzt werden können. 

"Deshalb sollte das Gebot der Stunde sein, die beschlossenen Maßnahmen so schnell wie möglich in die Praxis umzusetzen. Nur so können wir die Finanzlücken der Betriebe schließen. Die jetzigen Investitionen in die mittelständischen Unternehmen sind Investitionen in die Zukunft", sagte Strobel am heutigen Donnerstag.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des saarländischen Ministeriums für Finanzen und Europa vom 23.04.2020
- Bericht der Tagesschau
- Deutsche Presse-Agentur
- eigene Berichte

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Coronavirus im Saarland: aktuelle Meldungen vom Donnerstag

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Zur weiteren Eindämmung des Coronavirus gilt ab Montag (27. April 2020) im Saarland eine Maskenpflicht. Symbolfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Coronavirus im Saarland: Aktuelle Zahlen

Maskenpflicht im Saarland: Antworten auf die häufigsten Fragen

Im Saarland ist das Tragen von Schutzmasken im Zuge der Corona-Pandemie ab der nächsten Woche verpflichtend. Aber für wen und wo? Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur Maskenpflicht im Saarland. Alles Wichtige: "Maskenpflicht im Saarland: Antworten auf die häufigsten Fragen".

Kein Bußgeld bei Verstoß gegen Maskenpflicht im Saarland

Ab Montag gilt im Saarland die Maskenpflicht. Verstöße dagegen werden zwar zunächst nicht mit einem Bußgeld geahndet. Trotzdem kann es Konsequenzen geben. Die Infos: "Kein Bußgeld bei Verstoß gegen Maskenpflicht im Saarland".

Saar-Regierung will Masken kostenlos zur Verfügung stellen

Zum kommenden Montag (27. April 2020) führt das Saarland eine Maskenpflicht ein. So muss beim Einkauf und im öffentlichen Nahverkehr ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Kostenlose Exemplare will das Land über die Gemeinden zur Verfügung stellen. Mehr Informationen unter: "Saar-Regierung will Masken kostenlos zur Verfügung stellen".

Kostenlose Masken im Saarland: Kommunen bitten um Geduld

Im Hinblick auf die kommende Maskenpflicht im Saarland hat die saarländische Regierung angekündigt, dass sie den Saarländer/innen in den nächsten Tagen über die Kommunen kostenlos Masken zur Verfügung stellen wird. Die vorherige Nachfrage ist bereits derart groß, dass viele Städte und Gemeinden die Bürger/innen bereits um Geduld bitten. Mehr dazu unter: "Kostenlose Masken im Saarland: Kommunen bitten um Geduld".

Hier gibt es Schutzmasken im Saarland zu kaufen

Wer sich vor Beginn der Maskenpflicht im Saarland noch eine Schutzmaske kaufen möchte, kann das in verschiedenen saarländischen Geschäften und Saar-Onlineshops tun. Wir haben für euch eine Liste mit den entsprechenden Geschäften aus dem Saarland zusammengestellt:  "Hier gibt es Schutzmasken im Saarland zu kaufen".

Möbel Martin klagt gegen Corona-Regeln

Im Saarland müssen die meisten Geschäfte mit über 800 Quadratmeter Verkaufsfläche geschlossen haben, auch Möbelgeschäfte. Dagegen hat das Saarbrücker Unternehmen Möbel Martin jetzt Klage eingereicht. Alle Infos: "Möbel Martin klagt gegen Corona-Regeln".

Merkel: Krise wird noch lange dauern - Pandemie erst am Anfang

Kanzlerin Angela Merkel hat die Menschen in Deutschland auf eine lange Zeit der Beschränkungen wegen der Corona-Krise eingestellt. Mehr: "Merkel: Krise wird noch lange dauern - Pandemie erst am Anfang".

Demos im Saarland ab Montag wieder erlaubt

Die saarländische Landesregierung lockert das Versammlungsverbot. Ab Montag (27. April 2020) sind dadurch wieder Demonstrationen erlaubt. Mehr unter: "Demos im Saarland ab Montag wieder erlaubt".

Bitte der KV Saar: Gesichtsmasken auch bei Arztbesuch tragen

Die Kassenärztliche Vereinigung Saarland bittet aktuell darum, nicht nur beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Gesichtsmaske zu tragen. Entsprechende Masken sollten auch bei einem Arztbesuch verwendet werden. Mehr: "Appell der Kassenärztlichen Vereinigung Saar: Gesichtsmasken auch bei Arztbesuch tragen".

Landkreis Merzig-Wadern versorgt Hebammen mit 1.000 Schutzmasken

Auf Initiative der Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich (CDU) hat der Landkreis Merzig-Wadern dem Saarländischen Hebammenverband 1.000 Schutzmasken überlassen. Eine Vertreterin des Verbandes hat die Exemplare bereits im Landratsamt entgegengenommen. Mehr dazu unter: "Landkreis Merzig-Wadern versorgt Hebammen mit 1.000 Schutzmasken".

AOK im Saarland: Corona und Atemwegserkrankungen lassen Krankschreibungen steigen

Atemwegserkrankungen sowie Corona-Diagnosen haben die Zahl der Krankmeldungen bei der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland im ersten Quartal deutlich steigen lassen. Die Zahlen dazu findet ihr unter: "AOK im Saarland: Corona und Atemwegserkrankungen lassen Krankschreibungen steigen".

Kurzarbeitergeld soll für besonders betroffene Arbeitnehmer angehoben werden

Wegen der schweren wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sind Hunderttausende Beschäftigte in Kurzarbeit. Für einige Betroffene soll das Kurzarbeitergeld nun erhöht werden. Mehr Informationen unter: "Kurzarbeitergeld soll für besonders betroffene Arbeitnehmer angehoben werden".

Milliarden-Entlastung für Gastronomie: Mehrwertsteuer auf Speisen wird gesenkt

Der Gastronomie bricht aufgrund der Corona-Krise gerade ein Großteil der Einnahmen weg. Deswegen sollen Gastronomiebetriebe nun steuerlich entlastet werden. So soll die Mehrwertsteuer für Speisen gesenkt werden. Weitere Informationen unter: "Milliarden-Entlastung für Gastronomie: Mehrwertsteuer auf Speisen wird gesenkt".

Saarbahn nimmt Regelverkehr ab 4. Mai auf

Ab kommendem Montag (4. Mai 2020) fährt die Saarbahn ihr Angebot hoch: Busse und Bahnen verkehren dann erneut nach dem Regelfahrplan. Alle Details: "Ab 4. Mai: Saarbahn verkehrt wieder nach Regelfahrplan".

Soforthilfe für Bands im Saarland: Konzerte nach Corona sollen Musikern jetzt helfen

Der PopRat Saarland organisiert zusammen mit einer Marketing-Agentur eine Konzertreihe von saarländische Bands nach der Corona-Krise. Die Gage erhalten die Musiker allerdings sofort. Mehr: "Soforthilfe für Bands im Saarland: Konzerte nach Corona sollen Musikern jetzt helfen".

Schüler fordern Durschnittsabitur im Saarland

Die Schüler der Abschlussjahrgänge von elf Gymnasien im Saarland haben sich in einem offenen Brief an Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot gewendet. In einer Petition fordern sie die Beschließung eines Durchschnittsabiturs: "Online-Petition: Schüler fordern in offenem Brief Durchschnittsabitur im Saarland"

Verwendete Quellen:
- eigene Berichte
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Kostenlose Masken im Saarland: Kommunen bitten um Geduld

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Im Saarland werden kostenlose Masken von den Städten und Gemeinden verteilt. Genaue Ausgabestellen sind allerdings noch nicht bekannt. Symbolfoto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Kostenlose Masken im Saarland

Ab kommendem Montag (27. April 2020) gilt im Saarland eine Maskenpflicht zur weiteren Eindämmung des Coronavirus. In diesem Zusammenhang hatte das saarländische Innenministerium gestern Abend angekündigt, dass das Land Masken für die saarländische Bevölkerung zur Verfügung stellt: "Saar-Regierung will Masken kostenlos zur Verfügung stellen".

Ausgabestellen noch nicht bekannt

Wo die Masken innerhalb der einzelnen Städte und Gemeinden ausgeteilt werden steht aktuell noch nicht fest. Die Kommunen und das Land stimmen sich derzeit noch über ein Konzept der Masken-Verteilung ab. Zudem haben die saarländischen Städte und Gemeinden zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Masken von der saarländischen Landesregierung erhalten. Über die Einzelheiten wie, wann und wo die Masken verteilt werden, könne man aktuell noch keine Auskunft erteilen. 

Kommunen bitten um Geduld

Vor diesem Hintergrund bitten die saarländischen Kommunen ihre Bürger/innen aktuell noch um Geduld. Die Nachfrage nach den Ausgabestellen für die kostenlosen Masken sei laut Angaben der Kommunen in den einzelnen Städten und Gemeinden aktuell sehr hoch. Ob in Neunkirchen, Homburg, Saarlouis, St. Ingbert oder Merzig: Auf nahezu allen Internetseiten der saarländischen Städte und Gemeinden heißt es, dass man um Geduld bitte. 

In einer Mitteilung der Stadt Homburg heißt es beispielsweise: "Derzeit hat die Stadtverwaltung Homburg noch keine Exemplare des Mund-Nasen-Schutzes erhalten. Daher bittet die Stadtverwaltung auch dringend darum, nicht zum Rathaus zu kommen, um dort nach Masken oder dem Mund-Nasen-Schutz zu fragen. Auch telefonische Rückfragen können derzeit nicht beantwortet werden, da der Stadtverwaltung aktuell keine näheren Informationen vorliegen."

Zeitpunkt der Masken-Verteilung noch ungewiss

Wann und wie die kostenlosen Masken im Saarland verteilt werden, bleibt also noch offen. Auf der Homepage der Stadt Neunkirchen heißt es, dass man frühstens am Montag mit einer Verteilung der Masken rechne: "Die Kommunen und das Land stimmen sich derzeit ab, wie und wann die Masken verteilt werden. Dies wird frühestens ab kommenden Montag der Fall sein."

Verwendete Quellen:
- Mitteillungen der Städte Neunkirchen, Saarlouis, Homburg, St. Ingbert und Merzig

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Möbel Martin klagt gegen Corona-Regeln

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Möbel Martin muss - wie weitere Einrichtungshäuser im Saarland auch - geschlossen haben. Foto: BeckerBredel

Möbel Martin hat beim Oberverwaltungsgericht in Saarlouis Klage gegen die Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie eingereicht. Wie der "SR" berichtet, will das Saarbrücker Unternehmen mit einer sogenannten Normenkontrollklage eine Aufhebung der Coronavirus-Beschränkungen im Saarland durchsetzen.

Seit Montag dürfen Geschäfte an der Saar mit einer Verkaufsfläche bis 800 Quadratmeter öffnen. Größere Läden müssen geschlossen bleiben, mit wenigen Ausnahmen, zum Beispiel Kfz- und Buchhändler. Auch Möbelhäuser dürfen nicht öffnen. Anders sieht es in Nordrhein-Westfalen aus, wo Einrichtungshäuser aufhaben können.

Vergangene Woche hatte bereits Galeria Karstadt Kaufhof gegen die Corona-Beschränkungen Klage eingereicht. Noch ist dazu keine Entscheidung gefallen.

Verwendete Quellen:
- Saarländischer Rundfunk
- eigene Berichte
- eigene Recherche

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Ab 4. Mai: Saarbahn verkehrt wieder nach Regelfahrplan

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Ab dem 4. Mai nimmt die Saarbahn ihren Regelverkehr wieder auf. Archivfoto: BeckerBredel

Seit Mitte März verkehren die Busse und Bahnen der Saarbahn aufgrund der Corona-Krise nach dem Samstagsfahrplan. Damit ist ab Montag Schluss. Wie das Unternehmen mitteilte, soll der Regelfahrplan am 4. Mai wiederaufgenommen werden.

Regelfahrplan tritt in Kraft

Mit der Wiederaufnahme des Regelfahrplans reagiere die Saarbahn auf den Beschluss der Saar-Landesregierung, die Schulen schrittweise ab dem 4. Mai zu öffnen. Solange der Grenzverkehr nach Frankreich eingestellt ist, fahre die Saarbahn allerdings nur von/bis Hanweiler. Die Linie 30 nach Forbach entfalle weiterhin.

Geöffnet werde zudem das Saarbahn-Service-Center in der Nassauer Straße in Saarbrücken spätestens zum 4. Mai - "unter strenger Einhaltung der vorgeschriebenen Schutz- und Hygieneregeln", so das Unternehmen.

Schutzmaßnahmen

Aufgrund der Verordnung, im öffentlichen Nahverkehr ab Montag einen Mund-Nasen-Schutz tragen zu müssen, weist die Saarbahn nochmals auf die Verpflichtung hin. "Wir bitten unsere Fahrgäste um Einhaltung der neuen Regelung, die Beachtung der wichtigsten Hygieneregeln sowie weiterhin um gegenseitige Rücksichtnahme in dieser schwierigen Situation", so Saarbahn-Chef, Peter Edlinger.

Die bisherigen Schutzmaßnahmen für das Fahrpersonal würden weiter bestehen, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens: "Fahrgäste müssen vorerst weiterhin über die hinteren Türen in die Busse einsteigen". Darüber hinaus soll, wenn möglich, der Fahrschein per Smartphone oder am Automat gekauft werden.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Saarbahn GmbH, 22.04.2020

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Merkel: Krise wird noch lange dauern - Pandemie erst am Anfang

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Angela Merkel gab im Bundestag ihre Regierungserklärung ab. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa-Bildfunk

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Bürgerinnen und Bürger darauf eingestellt, dass die Beschränkungen in der Corona-Krise noch lang anhalten werden. "Ich verstehe, dass dieses Leben unter Corona-Bedingungen allen schon sehr, sehr lange vorkommt", sagte Merkel am Donnerstag (23. April 2020) in ihrer ersten Regierungserklärung zur Corona-Pandemie. Niemand höre es gerne, aber es sei die Wahrheit: "Wir leben nicht in der Endphase der Pandemie, sondern immer noch an ihrem Anfang. Wir werden noch lange mit diesem Virus leben müssen."

Derzeit gebe es nur Zwischenergebnisse der Pandemie. Und "dieses Zwischenergebnis ist zerbrechlich. Wir bewegen uns auf dünnem Eis, man kann auch sagen: auf dünnstem Eis." Und weiter sagte die Kanzlerin: "Diese Pandemie ist eine demokratische Zumutung, denn sie schränkt genau das ein, was unsere existenziellen Rechte und Bedürfnisse sind."

Eine solche Situation sei nur akzeptabel und erträglich, wenn die Gründe für die Einschränkungen transparent und nachvollziehbar seien und wenn Kritik und Widerspruch nicht nur erlaubt, sondern eingefordert und angehört würden - wechselseitig.

Merkel: Ältere nicht vergessen

Nichts sei ihr bisher schwerer gefallen als die Beschränkung freiheitlicher Grundrechte, sagte Merkel. Ganz besonders belaste sie, wie die Menschen in Pflege- oder Altenheimen in dieser Krise weitgehend isoliert leben müssten, wo Einsamkeit ohnehin ständig zugegen sei. Es sei "grausam", wenn außer der engagierten Pflegekraft niemand da sein könne. "Vergessen wir nie diese Menschen." Gerade die 80- bis 90-Jährigen hätten den Wohlstand des Landes begründet und aufgebaut.

Die Frage, wie man verhindere, dass das Virus das Gesundheitssystem überwältige und dann unzählige Menschen das Leben koste, werde noch lange die zentrale Frage für die Politik in Deutschland und Europa sein, sagte die Kanzlerin. "Unser Gesundheitssystem hält der Bewährungsprobe bisher stand."

Kritik an Ländern

Das Vorgehen einzelner Bundesländer bei der Öffnung der Beschränkungen kritisierte die Kanzlerin. Die Umsetzung der Beschlüsse von Bund und Ländern aus der vergangenen Woche wirke auf sie "in Teilen sehr forsch, um nicht zu sagen zu forsch". Welche Länder sie meinte, sagte Merkel nicht.

Sie trage die Beschlüsse von Bund und Ländern aus der vergangenen Woche aus voller Überzeugung mit, sagte Merkel. "Doch ihre Umsetzung seither bereitet mir Sorgen." Dies ändere "kein Jota daran", dass sie die Hoheit der Bundesländer auch beim Infektionsschutzgesetz achte. "Gleichwohl sehe ich es als meine Pflicht an, zu mahnen, eben nicht auf das Prinzip Hoffnung zu vertrauen, wenn ich davon nicht überzeugt bin." Deswegen mahne sie auch im Gespräch mit den Ministerpräsidenten und im Bundestag: "Lassen Sie uns jetzt das Erreichte nicht verspielen und einen Rückschlag riskieren."

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Demos im Saarland ab Montag wieder erlaubt

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Ab Montag dürfen sich unter Auflagen Menschen im Saarland wieder zu Demonstrationen zusammenfinden. Archivfoto: BeckerBredel

Im Saarland sind ab Montag (27. April 2020) Demonstrationen wieder erlaubt. Der Ministerrat entschied sich laut "Saarbrücker Zeitung" dafür, das entsprechende Versammlungsverbot zu lockern. 

Zurzeit sind - zur Eindämmung des Coronavirus - alle Versammlungen im öffentlichen Raum verboten, darunter Demos und Protestaktionen. Ab Montag gelten für Versammlungen strenge Auflagen. Welche genau, steht auf Saarbrucker-Zeitung.de (Hinweis: Der Beitrag gehört zum „SZ+“-Angebot der Saarbrücker Zeitung. Um diesen zu lesen, müsst ihr euch gegebenenfalls registrieren oder eine Bezahloption wählen).

Lander: Diskussion um Beschneidung von Grundrechten

Linken-Abgeordneter Dennis Lander hatte sich für eine offene Diskussion über die Beschneidung von Grundrechten ausgesprochen. "Dass im Saarland anders als in anderen Bundesländern das Picknicken oder auf einer Parkbank-Sitzen kriminalisiert wird, ist unverhältnismäßig und auch für den Infektionsschutz nicht unbedingt erforderlich", so der Politiker.

Es müsse darüber gesprochen werden, wie lange und in welchem Umfang eine Art Generalermächtigung für die Exekutive durch das Infektionsschutzgesetz geduldet werde, und wann die notwendige parlamentarische und gerichtliche Kontrolle der getroffenen Schutzmaßnahmen wieder vollumfänglich beginne.

Verwendete Quellen:
- Saarbrücker Zeitung
- Mitteilung von Dennis Lander, 21.04.2020
- Rechtsverordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie

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Saar-Regierung will Masken kostenlos zur Verfügung stellen

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Etwa im öffentlichen Nahverkehr sind Schutzmasken im Saarland Pflicht. Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Sina Schuldt

Die sogenannte Maskenpflicht gilt ab dem 27. April 2020 für Personen ab dem zehnten Lebensjahr beim Einkaufen sowie bei der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln.

Dabei genüge das Tragen von Alltagsmasken: einfache Mundschutze aus Papier oder selbst genähte Stoffmasken reichen, um der Maskenpflicht zu entsprechen. Ebenso möglich sei die Abdeckung von Mund und Nase per Schal. Alle Informationen dazu: "Ab Montag gilt Maskenpflicht im Saarland".

Kostenlose Masken

Laut Gesundheitsministerium wird die Landesregierung "in den nächsten Tagen über die Gemeinden den Bürgerinnen und Bürgern Masken kostenlos zur Verfügung stellen". Auch für sozial Bedürftige werde es zusätzlich kostenfreie Masken geben. 

Darüber hinaus seien Arbeitgeber und Betreiber dafür verantwortlich, ihren Angestellten Masken zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich müssten sie verantworten, dass Kunden in ihren Ladenlokalen Masken tragen, so das Gesundheitsministerium.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Gesundheitsministeriums, 22.04.2020

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Aktionsbündnis gegen Verschärfung des Saar-Polizeigesetzes gegründet ​

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In dem Einsatz von Bodycams in Wohnungen sieht das Aktionsbündnis einen Einschnitt in die Freiheitsrechte. Symbolfoto: Sebastian Gollnow/dpa-Bildfunk

Das sogenannte Polizeidatenverarbeitungsgesetz soll eigentlich die Sicherheit der Bevölkerung stärken. Geplant sei etwa, dass Body-Cams künftig auch in Privatwohnungen zum Einsatz kommen dürfen. Daran übt ein neu gegründetes Aktionsbündnis Kritik.

Aktionsbündnis gegründet

Wie aus einer Mitteilung des Linken-Abgeordneten Dennis Lander hervorgeht, hat sich "ein breites Bündnis" gegen die von der Saar-Landesregierung geplante Verschärfung des Polizeigesetzes gegründet. Ihm gehören bisher an: Jusos Saar, Linksjugend ´solid Saar, Grüne Jugend Saar, Junge Liberale Saar, Fraktion Die Linke im Saarländischen Landtag, Piraten Saar, Die Partei Saar, Seebrücke Saar, Anti-Generalverdachtskollektiv und Omas gegen Rechts.

Ziel sei es, dass Freiheiten "nicht zugunsten vermeintlicher Sicherheit" geopfert werden, heißt es in der Mitteilung. Daher werde das Aktionsbündnis "in den kommenden Wochen den Widerstand gegen diese Pläne organisieren". Ebenso rufe das Bündnis alle Saarländerinnen und Saarländer, "denen ihre Freiheitsrechte wichtig sind", zur Unterstützung auf.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Linken-Abgeordneten Dennis Lander, 23.04.2020
- eigener Bericht

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mit dpa

Kurzarbeitergeld soll für besonders betroffene Arbeitnehmer angehoben werden

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Im Saarland kam es bereits zu Tausenden Kurzarbeit-Anzeigen. Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Jens Büttner

Wegen der schweren wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sind Hunderttausende Beschäftigte in Kurzarbeit. Die Bundesagentur für Arbeit ersetzt derzeit einen Teil des weggefallenen Nettoeinkommens: Bei kinderlosen Beschäftigten 60 Prozent und bei Beschäftigten mit Kindern 67 Prozent.

Kurzarbeitergeld soll angehoben werden

Das Kurzarbeitergeld soll für diejenigen, die derzeit um mindestens 50 Prozent weniger arbeiten, ab dem vierten Monat des Bezugs auf 70 Prozent (beziehungsweise 77 Prozent für Haushalte mit Kindern) und ab dem siebten Monat des Bezugs auf 80 Prozent (beziehungsweise 87 Prozent für Haushalte mit Kindern) des pauschalierten Netto-Entgelts erhöht werden, längstens bis 31. Dezember 2020.

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Kurzarbeit werden demnach ab 1. Mai bis 31. Dezember die bereits bestehenden Hinzuverdienstmöglichkeiten mit einer Hinzuverdienstgrenze bis zur vollen Höhe des bisherigen Monatseinkommens für alle Berufe geöffnet.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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dpa

Milliarden-Entlastung für Gastronomie: Mehrwertsteuer auf Speisen wird gesenkt

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Ab dem 1. Juli gilt in der Gastronomie der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozenzt. Foto: Pixabay

Der Gastronomie bricht gerade ein Großteil der Einnahmen weg. Deswegen sollen Gastronomiebetriebe nun steuerlich entlastet werden. Die Mehrwertsteuer für Speisen wird laut Beschluss der Bundesregierung von Mittwochabend (22. April 2020) ab dem 1. Juli befristet bis zum 30. Juni 2021 auf den ermäßigten Steuersatz von 7 Prozent gesenkt.

Für alle Speisen 7 Prozent Mehrwertsteuer

Bisher gilt für Speisen, die in einem Restaurant, einem Café oder einer Bar verzehrt werden, ein Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Für Gerichte, die der Gast mitnimmt oder nach Hause bestellt, fallen in der Regel nur 7 Prozent an. Nun soll generell ein Satz von 7 Prozent gelten.

Steuer-Entlastung von vier Milliarden Euro

CSU-Chef Markus Söder sagte, er hätte sich eine längere Dauer für die Senkung des Mehrwertsteuersatzes für die Gastronomie gewünscht. "Es war ein dickes Brett zu bohren und es gab einige harte Brocken", sagte er. Gleichwohl sei er nach dem Verlauf der Verhandlungen zufrieden. "Wir waren der festen Überzeugung von Anfang, dass die Mehrwertsteuer der richtige Weg ist, weil es ein Anreizsystem ist, weil es ein Durchstart-System ist." In Summe bedeute die Steuersenkung eine Entlastung von vier Milliarden Euro.

Söder: Keine Garantie für Öffnung ab Juli

Söder warnte zugleich davor, den festgelegten Zeitpunkt der Steuersenkung ab Juli mit einer Garantie gleichzusetzen, dass ab dann die Gastronomie wieder geöffnet werden könne. Entscheidend sei, wie sich die Infektionszahlen bis dahin entwickelten.

Der Juli sei aber der Bereich, bei dem die Bundesländer in jedem Fall genug Zeit zur Vorbereitung hätten, "damit ein gastronomisches Arbeiten in breiter Form möglich ist". Für den Mai seien dagegen noch keine verlässlichen Aussagen möglich.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Corona im Saarland: Sieben Tote und 85 Geheilte gemeldet

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Die aktuellen Coronavirus-Zahlen aus dem Saarland hat das Gesundheitsministerium mitgeteilt. Foto: dpa-Bildfunk

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen ist am Mittwoch (22. April 2020) um 32 gestiegen. Insgesamt wurden im Saarland laut Gesundheitsministerium bislang 2.413 Fälle gemeldet.

Weitere Tote, aber auch Genesene gemeldet

Die Zahl der Todesfälle ist um sieben auf jetzt 115 gestiegen. Unter den neu gemeldeten Verstorbenen sind sechs Menschen aus dem Regionalverband Saarbrücken. Es handelt sich dabei um drei 85-Jährige, einen 83-Jährigen, einen 82-Jährigen und einen 81-Jährigen, die seit Sonntag gestorben sind und dem Gesundheitsamt am Mittwoch gemeldet wurden. Vier von ihnen lebten in Pflegeheimen, teilte die Verwaltung mit. Über den siebten Todesfall ist der Redaktion nichts bekannt.

1.015 Menschen aktiv infiziert

Inzwischen gelten im Saarland 1.283 Menschen, bei denen Covid-19 festgestellt wurde, als geheilt (+85). Das bedeutet: Zurzeit sind 1.015 Personen mit dem Coronavirus infiziert, 60 weniger als am Dienstag. Derzeit sind 170 Patienten stationär in Behandlung, davon liegen 47 auf der Intensivstation.

Die Infektionszahlen im Saarland nach Landkreisen

Die meisten Fälle verzeichnet der Regionalverband Saarbrücken. Hier sind es 1.065 bestätigte Infektionen. Im Kreis Saarlouis wurden 474 Fälle gemeldet, 305 im Saarpfalz-Kreis. 225 Menschen wurden im Kreis Neunkirchen positiv auf Corona getestet. Im Kreis Merzig-Wadern sind es 187. Die wenigsten Infektionen wurden im Landkreis St. Wendel bestätigt. Hier sind es 157 Fälle. 

Wie die Statistik zustande kommt

Das saarländische Gesundheitsministerium versendet einmal am Tag Angaben zu der Entwicklung der Coronavirus-Zahlen. Es weist darin nur Fälle auf, die von den Gesundheitsämtern der Landkreise und des Regionalverbands bestätigt wurden. Über die tägliche Anzahl der Tests macht das Ministerium keine Angaben.

Begriffserklärung

Zahl der Fälle: Sie gibt die Gesamtzahl der Fälle im Saarland seit dem ersten Auftreten des Coronavirus an. Sie zeigt damit nicht an, wie viele Menschen zum aktuellen Zeitpunkt mit dem Virus infiziert sind. Genesene und Tote werden aus dieser Zahl nicht herausgerechnet.

Zahl der Genesenen: Sie gibt die Gesamtzahl der Personen an, die mit dem Coronavirus infiziert waren und inzwischen wieder geheilt sind.

Zahl der Intensivpatienten: Sie gibt die aktuelle Zahl der Personen an, die sich mit einer Coronavirus-Infektion auf einer Intensivstation befinden.

Zahl der Toten: Sie zeigt die Gesamtzahl der Menschen an, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des saarländischen Gesundheitsministeriums, 22.04.2020
- Mitteilung des Regionalverbands Saarbrücken, 22.04.2020

- eigene Berichte
- eigene Recherche
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Polizei im Saarland sucht diese Kriminellen

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Wer kennt diese drei Personen? Foto: Polizei

Die Polizei fahndet öffentlich nach drei Unbekannten. Diese hatten mit einer gestohlenen Bankkarte Waren bezahlt und Geld abgehoben, so die Beamten am Donnerstag (23. April 2020).

Zu den Taten kam es an Tankstellen in Saarbrücken, in verschiedenen Geschäften in Großrosseln und Frankreich sowie an Geldautomaten in Saarbrücken und Völklingen. Der Tatzeitraum erstreckt sich vom 8. bis zum 9. Dezember 2019.

Hinweise an die Polizeiinspektion Völklingen, Tel. (06898)2020.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Polizeiinspektion Völklingen, 23.04.2020

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Appell der Kassenärztlichen Vereinigung Saar: Gesichtsmasken auch bei Arztbesuch tragen

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Die KV Saar empfiehlt bei Besuchen von Arztpraxen das Tragen von Gesichtsmasken. Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Philipp von Ditfurth

Laut einer Mitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland (KV) würden viele Patienten mit den Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen wieder Kontrollbesuche oder Vorsorgeuntersuchungen in Arztpraxen wahrnehmen. Im Zuge dessen richtet sich die KV mit einer Bitte an alle Patienten: Auch bei Arztbesuchen sollte eine Gesichtsmaske getragen werden.

Hier gibt es Schutzmasken im Saarland zu kaufen

Eine entsprechende Maske schütze die Mitarbeitenden der Praxen, andere Patienten und nicht zuletzt auch die behandelnden Mediziner. Der KV-Vorsitzende San.-Rat Dr. Gunter Hauptmann sagte dazu: "Bei medizinischen Behandlungen lässt sich der gebotene Abstand von zwei Metern kaum einhalten". Deshalb sei es besonders wichtig, dass alle Patienten einen Mund-und-Nasenschutz tragen.

Die wichtigsten Informationen zum Thema Mundschutz haben wir hier für euch zusammengefasst: "Schutzmasken in der Corona-Zeit".

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland, 23.04.2020

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mit dpa

AOK im Saarland: Corona und Atemwegserkrankungen lassen Krankschreibungen steigen

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Derzeit sind im Saarland telefonische Krankschreibungen möglich. Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Karl-Josef Hildenbrand

Bis Mitte Februar, also der 8. Kalenderwoche, waren 6.250 AOK-versicherte Arbeitnehmer mit Atemwegsproblemen arbeitsunfähig gemeldet. Anfang April (14. Kalenderwoche) waren es schon 12.166 Mitglieder - also nahezu doppelt so viele. Das geht aus einer "dpa"-Meldung hervor.

Auch Corona-Zahlen steigen

Zugleich stieg die Zahl der Infektionen mit Corona von 0 auf 772. "Entwarnung ist dabei nicht in Sicht", zitiert "dpa" den AOK-Sprecher Jan Rößler. Bis zum Ende der 14. Kalenderwoche (5. April) verzeichnete das Saarland nach den Daten des Robert Koch-Instituts über alle Einwohner hinweg 1.542 Infektionen mit der Lungenkrankheit.

"Wir stehen bei den Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen wegen der Corona-Pandemie erst am Anfang", sagte laut "dpa" die Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, Martina Niemeyer. Für die kommenden Wochen seien Steigerungen zu erwarten.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Verdacht der Bestechlichkeit: Staatsanwaltschaft Saarbrücken ermittelt gegen vier Ärzte

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Gegen vier Ärzte, unter anderem auch im Saarland, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Saarbrücken. Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Marijan Murat

Vier Medizinern wird der Verdacht der Bestechlichkeit im Gesundheitswesen vorgeworfen. Infolgedessen ermittelt aktuell die Staatsanwaltschaft Saarbrücken.

Die Ärzte sollen einem Pathologen im Saarpfalz-Kreis nach einer Verabredung "histologische und zytologische Proben ihrer Patienten übersandt haben". so "dpa". Dafür erhielten sie von ihm einen Teil des Umsatzes, den er für seine Befunde von den Krankenkassen bekommen hatte. Mittlerweile sitzt der Pathologe in Untersuchungshaft.

Weitere Verfahren

Es sollen noch weitere Verfahren eingeleitet werden, erklärte ein Sprecher laut "dpa". Die genaue Zahl könne nicht mitgeteilt werden. Gegen den Pathologen wird in diesem Zusammenhang wegen Betrugs ermittelt. Denn Kosten für Befunde seien gegenüber Krankenkassen nach solchen Absprachen nicht erstattungsfähig, hieß es.

Gegen den Pathologen wird zudem wegen Fehldiagnosen auf Krebs bei der Analyse von Gewebeproben ermittelt. Diese hätten dazu geführt, dass Patienten mutmaßlich unnötig operiert worden seien. Es gehe in 26 Fällen um den Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung und in einem weiteren Fall um den Verdacht der fahrlässigen Tötung, sagte der Sprecher nach "dpa"-Angaben.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- eigener Bericht

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mit dpa

Bund stellt 500 Millionen Euro für Computer von Schülern bereit

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Mittels eines Sofortausstattungsprogramms werde etwa der digitale Unterricht gefördert. Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Marijan Murat

Die allermeisten Schulen sind derzeit geschlossen, Anfang Mai soll der Unterricht schrittweise wieder starten. Der Bund ist nun dazu bereit, Schulen und Schüler beim digitalen Unterricht zu Hause mit 500 Millionen Euro zu unterstützen, meldet "dpa".

Sofortausstattungsprogramm

Geplant ist ein Sofortausstattungsprogramm. Damit sollen die Schulen in die Lage versetzt werden, bedürftigen Schülern einen Zuschuss von 150 Euro für die Anschaffung entsprechender Geräte zu gewähren. Darüber hinaus solle die Ausstattung der Schulen gefördert werden, die für die Erstellung professioneller Online-Lehrangebote erforderlich ist.

Für die technischen Ausstattungen will der Bund nach "dpa"-Angaben insgesamt 500 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Das teilten die Spitzen der großen Koalition am frühen Donnerstagmorgen (23. April 2020) nach einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel mit.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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In NS-Zeit zwangsverkauft: Saarlandmuseum gibt Werke an Erben zurück

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Auch die Federzeichnung "Scheherezade erzählt ihre Geschichte dem Kalifen" von 1901 geht zurück an die Erben. Foto: Tom Gundelwein

Das Gemälde "Francisco d’Andrade" (1902) sowie vier Zeichnungen und ein Aquarell seien 1982 mit einer renommierten Privatsammlung in die Moderne Galerie des Saarlandmuseums gelangt, teilte die Stiftung am Donnerstag (23. April 2020) in Saarbrücken mit. Im Zuge von Forschungen über die Herkunft des Gemäldebestandes sei man auf "die belastete Geschichte" der Slevogt-Werke gestoßen.

Werke gehörten jüdischem Geschäftsmann

Ursprünglich hatten die Werke zur Privatsammlung des jüdischen Geschäftsmanns Julius Freund gehört, der mit seiner Familie 1939 vor den Nationalsozialisten nach London geflohen war. Die Werke seien an die Erben, die in Kanada lebten, zurückgegeben worden. Die Familie Freund habe es möglich gemacht, dass das Saarlandmuseum alle Arbeiten zurückerwerben konnte. Somit blieben die Werke auch weiter für die Öffentlichkeit und Forschung zugänglich, teilte die Stiftung mit.

Museum erforscht Herkunft von Gemälden

Die Werke seien nun Teil der permanenten Präsentation "Bilder / Schicksale", in der die Ergebnisse der Provenienzforschung am Saarlandmuseum transparent gemacht werden. Das Saarlandmuseum erforscht seit 2015 systematisch die Herkunft der Gemälde der Modernen Galerie. Dabei wird sie unterstützt vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste.

Anfang März erst hatte die Stiftung das Slevogt-Gemälde "Ananas" (1902) an die Erben der früheren Eigentümer zurückgegeben. Es sei aber als Dauerleihgabe noch bis August 2023 weiter in der Modernen Galerie zu sehen sein, hieß es damals.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- Mitteilung der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, 23.04.2020

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