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mit dpa

Ab 11. Mai: Schrittweise Lockerungen der strengen Corona-Maßnahmen in Frankreich

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In Frankreich gelten bis zum 11. Mai auch weiterhin strikte Ausgangsbeschränkungen, um die Ausbreitung der Covid-19-Pandemie einzudämmen. Foto: Geoffroy Van Der Hasselt/AFP/dpa-Bildfunk

Premierminister Édouard Philippe stellte am gestrigen Dienstag (28. April 2020) vor der Nationalversammlung den Plan für die schrittweise Lockerung der strengen Corona-Maßnahmen in Frankreich vor. Vom 11. Mai an sollen die bisher obligatorischen Passierscheine wegfallen. Die Geschäfte dürfen wieder öffnen. Viele Grundfreiheiten sind jedoch weiter eingeschränkt. Zugleich warnte Philippe, dass die Beschränkungen bei schlechter Entwicklung auch bleiben könnten. Das meldet die Deutsche Presse-Agentur ("dpa").

Schrittweise Öffnung von Schulen

Für die Schulen schlägt die Regierung eine sehr schrittweise Öffnung von Krippen, Kindergärten und Grundschulen vom 11. Mai an vor - auf freiwilliger Basis. Die Sekundarstufe könnte folgen. Über die Rückkehr der obersten Klassen soll Anfang Juni entschieden werden.

Passierscheine sollen wegfallen

Derzeit braucht man in Frankreich noch einen Passierschein für das Verlassen von Haus oder Wohnung. Erlaubt sind Einkaufen, Gassigehen mit dem Hund oder Unterstützung von hilfsbedürftigen Menschen. Spazieren gehen oder Sport sind strikt begrenzt. Vom 11. Mai an sollen die bisher obligatorischen Passierscheine wegfallen

Geschäfte dürfen öffnen

Auch Einkaufen soll ab dem 11. Mai wieder möglich sein: "Die Geschäfte dürfen wieder öffnen", so "dpa". Bars und Restaurants bleiben im ganzen Land allerdings weiterhin geschlossen. Wann diese wieder öffnen, soll erst Ende Mai entschieden werden. Auch Parks dürfen nur unter bestimmten Bedingungen wieder öffnen.

Versammlungen von zehn Personen möglich

Generell müssten Versammlungen vermieden werden. Vom 11. Mai an sind sie auf zehn Personen beschränkt, auch an privaten Orten. Vor September sollen keine Veranstaltungen mit mehr als 5.000 Teilnehmern stattfinden.

Maskenpflicht im ÖPNV

"Das Tragen von Masken wird in allen Verkehrsmitteln, sowohl in der U-Bahn als auch im Bus, zur Pflicht gemacht", zitiert "dpa" Philippe. Für Geschäfte empfiehlt die Regierung Masken. Inhaber können in ihren Läden auch eine Maskenpflicht verhängen.

Der Premier mahnte, die Kapazität in den öffentlichen Verkehrsmitteln werde mit Beginn der Lockerungen stark reduziert sein. Auch dort müssten die Abstandsregeln eingehalten werden. Wenn möglich, sollten die Menschen daher weiter von zu Hause arbeiten.

Hintergrund

Die Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie sind in Frankreich deutlich strenger als in Nachbarländern wie Deutschland. Die Vorschriften gelten seit dem 17. März. Alle Läden, die nicht der Grundversorgung dienen, sind geschlossen. Das Land zählt nach offiziellen Angaben vom Dienstagabend 23.660 Tote, 367 mehr als einen Tag zuvor.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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