{k}/{n}
Artikel {k} von {n}
5°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
5°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Arbeitskammer Saarland fordert Corona-Elterngeld

image

Die Arbeitskammer des Saarlandes fordert ein Corona-Elterngeld. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa

Arbeitskammer fordert Corona-Elterngeld

"Familien leiden derzeit sehr unter den Auswirkungen der Corona-Krise und fühlen sich mehr und mehr durch die Umstände bestraft", warnt Beatrice Zeiger, die Geschäftsführerin der Arbeitskammer des Saarlandes. Um die Situation für die Familien zu verbessern, fordert die Arbeitskammer ein Corona-Elterngeld.

Ausgleich über Infektionsschutzgesetz läuft aus

Für einen Zeitraum von sechs Wochen war es für Eltern möglich, einen finanziellen Ausgleich über das Infektionsschutzgesetz zu erhalten. In den meisten Fällen läuft diese Leistung allerdings jetzt aus. Gleichzeitig gibt es Lockerungen für viele Branchen, die den Beschäftigten laut Arbeitskammer aber wenig helfen, wenn die Kinderbetreuung nicht sichergestellt ist. Die Arbeitskammer hält staatliche Hilfen daher für dringend geboten.

So soll das Corona-Elterngeld aussehen

Die Arbeitskammer hat mehrere Ideen, wie ein Corona-Elterngeld aussehen könnte. Angedacht sei beispielsweise ein Lohnersatz von etwa zwei Dritteln des bisherigen Gehalts für die Zeit, in denen Eltern die Kinderbetreuung selbst übernehmen und der Job bei bestehendem Kündigungsschutz ruht. Eine weitere Option sei es, die Arbeitszeit zu reduzieren und dafür den anteiligen Lohnersatz zu erhalten.

Frauen aktuell besonders belastet

Laut Ansicht der Arbeitskammer würde man mit einem Corona-Elterngeld vor allem Frauen helfen, da diese aufgrund der aktuellen Corona-Situation besonders belastet seien. In der Krise werde aktuell verstärkt auf "alte Rollenbilder" zurückgegriffen.

Wenn die gewohnten Betreuungsmöglichkeiten von Kindern geschlossen sind, bleibe die "unbezahlte Sorge-Arbeit" häufig an den Frauen hängen. Zahlreiche Frauen würden aktuell überlegen, die Arbeitszeit auf eigene Kosten zu reduzieren oder sogar gänzlich aus dem Job auszusteigen. Das zeigten auch erste empirische Daten der Hans Blöckler Stiftung, wonach Frauen ihre Arbeitszeit stärker (minus 24 Prozent) als Männer (minus 16 Prozent) reduzieren. Die fehlende Kinderbetreuung verhindere damit eine gleichberechtigte Teilhabe am Erwerbsleben.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Arbeitskammer des Saarlandes vom 12.05.2020

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein