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mit dpa

Start weiterer Corona- und Antikörpertests im Saarland

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Blutproben von 2.300 Saarländern sollen Aufschluss über die Dunkelziffer von Corona-Infektionen geben. Symbolfoto: Peter Kneffel/dpa-Bildfunk

Im Saarland sind die Corona-Tests in 130 Pflegeeinrichtungen, die seit April bei rund 20.000 Bewohnern und Mitarbeitern durchgeführt worden waren, komplett negativ ausgefallen. "Das hat uns erst mal aufatmen lassen, aber noch nicht beruhigt", so Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU). Aus diesem Grund gehe die flächendeckende Testung in Heimen, in denen es bisher zu keinen Coronafällen gekommen war, in die nächste Runde.

Weitere Tests

Nach Angaben von Bachmann sollen ab dem heutigen Mittwoch (13. Mai 2020) die Pflegekräfte in den Einrichtungen zum zweiten Mal getestet werden. Ziel sei es, durch eine frühzeitige Erkennung und die daraus folgende Isolierung sowie Behandlung die Risikogruppen bestmöglich zu schützen und Infektionen vorzubeugen.

Bachmann gegen Lockerungen

In Zusammenhang mit den Testungen sprach sich Bachmann gegen Lockerungsmaßnahmen für Besucher in Pflegeheimen aus. "Ich bin bis heute dagegen, dass wir auch nur ansatzweise überlegen, wie gehen wir mit den Forderungen der Angehörigen um", sagte die Ministerin.

Lediglich Ärzte, Fußpfleger und Friseure dürften die Häuser betreten. Allerdings müsse es erlaubt sein, dass sich Angehörige im Freien treffen. Darüber hinaus sollten isolierte Räume, die von außen zugänglich seien, zur Begegnung eingerichtet werden. Dort, wo dies nicht möglich sei, könnten Container aufgestellt werden.

Antikörperstudie

Das Saarland sei Vorreiter sowohl bei der flächendeckenden Testung in Pflegeheimen als auch bei einer repräsentativen Antikörperstudie. Diese soll in etwa zwei Wochen mit 2.300 Saarländern starten. Offen sei noch, ob auch Kinder einbezogen werden sollen und ob parallel auch Abstriche für Corona-Tests genommen werden sollen.

Kurzfristig soll laut Bachmann ebenso eine Entscheidung fallen, in welcher Höhe sich das Saarland am Corona-Bonus für Pflegekräfte beteiligen werde. Sollte es die Bundesprämie von 1.000 Euro um 500 Euro aufstocken, wie einige andere Länder dies bereits angekündigt hätten, würde dies eine Summe von sieben Millionen Euro bedeuten.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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