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Zweite Phase der Corona-Pandemie: Saar-Landesregierung verfolgt diese Strategien

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Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) legt einen Mundschutz an. Foto: Oliver Dietze/dpa/Archivbild

In der Regierungserklärung sagte Tobias Hans am Mittwoch: "Wir haben jetzt die erste Phase der Epidemie hinter uns." Innerhalb dieser habe die Landesregierung, zum Schutz der körperlichen Unversehrtheit der Bürgerinnen und Bürger, "schnell und entschieden" handeln müssen.

Doch wie geht es nun weiter? Laut Hans verfolge die Landesregierung "für die vor uns liegende Zeit, für die zweite Phase der Pandemie" eine bestimmte Strategie. Diese umfasse mehrere Kernpunkte.

Vorsorge betreiben

"So müssen bis auf Weiteres beispielsweise 35 Prozent der Intensivbeatmungsbetten für Covid-19 Patienten freigehalten werden", sagte der Ministerpräsident. Die Krankenhäuser müssten bei ihrer Belegungs- und Leistungsplanung gewährleisten, dass sie innerhalb von 48 Stunden wieder im Krisenmodus arbeiten können.

Infektionsketten aufklären und testen

Um Infektionsketten aufzuklären und zu testen, müsse man Gesundheitsämter weiter stärken und Testkapazitäten erhöhen. Das Gesundheitsministerium werde zudem gemeinsam mit der Virologie der Uniklinik in Homburg in den nächsten Wochen das Blut von rund 2.300 Saarländerinnen und Saarländern auf Antikörper testen.

Weiterhin Kontaktbeschränkungen

Solange es keine Medizin und keine Impfung gegen das Coronavirus gibt, seien Kontaktbeschränkungen die einzige Möglichkeit, die Pandemie einzudämmen, teilte Hans ebenso mit. Entscheidend sei deshalb, dass alle Saarländerinnen und Saarländer diszipliniert bleiben.

Lockerungen

Aufgrund sinkender Infektionszahlen werde das Gastgewerbe im Saarland schrittweise wieder öffnen. "Sowohl für die Gastronomie als auch für das Beherbergungsgewerbe wird eine gleichzeitige Öffnung ab dem 18. Mai 2020 unter Auflagen ermöglicht", erklärte der Ministerpräsident.

Klar definierte Werte

Damit ein einzelnes Ereignis künftig kein ganzes Land mehr lahmlegen könne, wurde ein "regionaler Notfallmechanismus" festgelegt. Bund und Länder haben sich demnach "auf den Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern innerhalb einer Woche in einem Kreis verständigt", so Hans.

Gibt es in einer Stadt oder einem Landkreis mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche, werden dort die Corona-Lockerungen zurückgenommen und strengere Beschränkungen wieder eingeführt.

Verwendete Quellen:
- Regierungserklärung von Tobias Hans, 13.05.2020

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