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Erhöhung der Fleischpreise gefordert: Diskussion nach Corona-Fällen in Fabriken

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Eine Erhöhung der Fleischpreise fordern Grünen-Chef Robert Habeck und die CSU. Foto: Christian Charisius/dpa-Bildfunk

Oskar Lafontaine und die Links-Fraktion im saarländischen Landtag lehnen die vom Grünen-Chef Robert Habeck und der CSU geforderte Erhöhung der Fleischpreise ab. Die Linke fordert stattdessen mehr Kontrollen in den Fleischbetrieben und bessere Löhne, heißt es in einer Mitteilung vom Montag (18. Mai 2020).

Forderung nach höheren Fleischpreisen

Nachdem sich herausgestellt hat, dass mehrere Fleischfabriken in Deutschland ein Corona-Brennpunkt sind, hatte Habeck einen Sieben-Punkte-Plan für ein Umsteuern in der Fleischproduktion vorgelegt. Er verlangte unter anderem einen Mindestpreis für Tierprodukte, ein Verbot von Werkverträgen über Subunternehmen, bessere Haltungsbedingungen für Tiere, eine "korrekte Entlohnung" der Mitarbeiter und eine Ausweitung der staatlichen Kontrollen in den Betrieben, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichteten. Auch die CSU fordert höhere Fleischpreise und ein Verbot von Preis-Werbung.

Lafontaine: Preis-Erhöhung "zutiefst ungerecht"

Lafontaine sagte, gäbe es strengere Mindestlohn-Kontrollen in den Fleischbetrieben und gäbe es bessere Löhne für die Beschäftigten in Deutschland insgesamt, dann würden die Preise für die Fleischerzeuger ohnehin steigen - "aber die Arbeitnehmer könnten sie bezahlen". Angesichts der Tatsache, dass in Deutschland Kinder an Mangelernährung litten und ohne warme Mahlzeit auskommen müssten, sei eine Preis-Erhöhung "zutiefst ungerecht und nicht ernsthaft vertretbar", so der Politiker.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Linksfraktion im Saarland, 18.05.2020
- Deutsche Presse-Agentur

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