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Corona-Verordnung im Saarland: Was sich ab Montag ändert

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Unter anderem sind ab Montag (25. Mai 2020) wieder mehr Kunden in den Läden im Saarland erlaubt.Symbolfoto: BeckerBredel

Nach den Lockerungen der vergangenen Woche, seit denen etwa auch Restaurants und Kneipen wieder eröffnen dürfen, treten im Saarland morgen weitere Regeln in Kraft.

Geschäfte dürfen mehr Kunden einlassen

In Geschäften und weitere Einrichtungen, die aktuell geöffnet sind, dürfen sich wieder mehr Menschen aufhalten. Während bislang auf 20 Quadratmetern Geschäftsfläche eine Person erlaubt war, dürfen die Betreiber nun je 15 Quadratmeter einen Kunden einlassen. Unabhängig von der Gesamtgröße des Ladens sind vier Besucher bei Einhaltung des Abstandes stets erlaubt.

Laut der Landesregierung könnte die Zahl auf 10 Quadratmeter pro Kunde herabgesetzt werden. Voraussetzung ist, dass die Infektionszahlen weiter stabil bleiben. 

Lockerungen für Hotels und Reisebusse

Auch Beherbergungsbetriebe wie Hotels und Campingplätze dürfen ihre Kapazitäten stärker auslasten. Statt wie zuvor nur die Hälfte dürfen nun dreiviertel der Betten belegt werden. 

Unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen, die das Robert-Koch-Institut empfiehlt, dürfen zudem Reisebusreisen wieder stattfinden. Dabei ist auf den Mindestabstand der Fahrgäste zu achten. 

Weitere Klassen sollen wieder die Schule besuchen

Ab Montag sollen zudem alle Schülerinnen und Schüler an Grundschulen, sowie der 5. und 6. Klasse an Gymnasien und Gemeinschaftsschulen wieder den Unterricht besuchen. Sie sollen zunächst an drei Tagen wieder in der Schule unterrichtet werden. Ab dem 2. Juni kehren dann auch die Siebt- und Achtklässler zurück. In den Schulen gelten währenddessen strenge Hygiene- und Schutzmaßnahmen. 

Für die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen begann der Unterricht bereits am 4. Mai wieder. Am Montag beginnen für viele die Abschlussprüfungen an Haupt-, Real-, und Berufsschulen.

Verwendete Quellen:
- Corona-Verordnung der Landesregierung

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Blitzer im Saarland: Hier steht die Polizei diese Woche (25. bis 31. Mai 2020)

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Die Polizei hat für diese Woche Blitzer angekündigt. Foto: David Ebener/dpa-Bildfunk

In der Zeit von Montag, 25. Mai 2020, bis Sonntag, 31. Mai 2020, führt die saarländische Polizei an folgenden Orten Geschwindigkeitskontrollen durch:

Montag, 25.05.2020

- L108 zwischen St. Ingbert und Saarbrücken-Fechingen
- B41 zwischen St. Wendel und Neunkirchen
- B406 zwischen Perl-Nennig und Perl-Oberleuken

Dienstag, 26.05.2020

- Heusweiler
- B268 zwischen Wadern-Nunkirchen und der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz
- A620 zwischen dem Autobahndreieck Saarbrücken und dem Autobahndreieck Saarlouis

Mittwoch, 27.05.2020

- L158 zwischen Mettlach und Losheim am See
- B51 zwischen Mettlach-Saarhölzbach und Merzig
- A1 zwischen der Anschlussstelle Eppelborn und der Anschlussstelle Riegelsberg

Übersicht: Feste Blitzer im Saarland

Donnerstag, 28.05.2020

- St. Ingbert
- A8 zwischen dem Autobahndreieck Saarlouis und der Landesgrenze zu Luxemburg
- A62 zwischen dem Autobahndreieck Nonnweiler und der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz

Freitag, 29.05.2020

- Ottweiler
- B269 zwischen Saarlouis und Lebach
- A623 zwischen der Anschlussstelle Saarbrücken-Herrensohr und dem Autobahndreieck Friedrichsthal

Samstag, 30.05.2020

- B51 zwischen Saarbrücken-Güdingen und der Landesgrenze zu Frankreich
- A6 zwischen der Anschlussstelle Saarbrücken-Fechingen und der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz

Sonntag, 31.05.2020

- L157 zwischen Weiskirchen und Losheim am See
- L241 zwischen Spiesen-Elversberg und St. Ingbert-Rohrbach

Warum blitzt die Polizei dort?

Bei den angekündigten Messstellen handelt es sich um Unfallörtlichkeiten, die nach Unfallhäufung, Unfallfolgen und Unfallursachen ausgewählt wurden.

Über die angekündigten Kontrollen hinaus sind weitere Geschwindigkeitskontrollen möglich. Aus einsatztechnischen Gründen können auch angekündigte Kontrollen entfallen.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Landespolizeipräsidiums des Saarlandes, 18.05.2020

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Was bedeutet Demokratie?- Demokratie on tour

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Das Grundgesetz Foto: Fugeefilms gGmbH

Um die Bevölkerung zum Thema Demokratie zu sensibilisieren und deren Auseinandersetzung mit dem Thema zu bestärken hat das Landes-Demokratiezentrum die Demokratie-Tour ins Leben gerufen. Bereits im vergangenen Jahr startete das Landes-Demokratiezentrum mit einer Tour durch das Saarland, um mit den Menschen vor Ort über das Thema Demokratie zu diskutieren. Auch in diesem Jahr wird das Landes-Demokratiezentrum, unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln, wieder an verschiedenen Orten im Saarland mit Informationsständen und Mitmachangeboten für das Thema Demokratie werben. Gemeinsam mit Projektträgern des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ wird über die breite Angebotspalette rund um das Thema Demokratie informiert: Interessierte können sich über Informations- und Schulungsangebote, Projekte im Saarland sowie über Beratungs- und Anlaufstellen im Saarland informieren. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Thema Demokratie, aktuelle Probleme und persönliche Ansichten auszutauschen. Geplant sind vier Termine in vier verschiedenen Städten: Homburg am Dienstag, 6. Oktober, Saarbrücken am Freitag, 9. Oktober.

ACHTUNG! Die Demokratie-Tour wird ihre nächsten beiden Termine in St. Wendel (Dienstag, 13. Oktober) und Merzig (Mittwoch, 14. Oktober) aufgrund der aktuellen Pandemie-Entwicklung ausfallen lassen!! Die Termine werden zu einem späteren nachgeholt.

Weitere Infos zur Demokratie-Tour:

- www.landesdemokratiezentrum-saarland.de

- Insta: @ldzsaar

Impressionen der letztjährigen Demokratie-Tour finden Sie auf YouTube oder auf der Website des Landes-Demokratiezentrums.

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Impressionen von der Demokatie-Tour 2019 Foto: Fugeefilms gGmbH

Das Landes-Demokratiezentrum Saarland (LDZ), als Projektanteil des Bundesprogramms "Demokratie Leben!", setzt sich für ein respektvolles Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Lebenslagen, Herkunft, Kultur, Religion und für die Einhaltung der Menschenrechte in einer Demokratischen Gesellschaft ein.

Ein solidarisches Zusammenleben beruht auf Demokratie, Toleranz, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit. In der jüngeren Vergangenheit sind die Herausforderungen für ein gemeinschaftliches Zusammenleben erheblich gestiegen und demokratische Grundhaltungen werden immer mehr in Frage gestellt.

Um antidemokratischen Tendenzen vorzubeugen und entgegenzutreten, unterstützt und entwickelt das Landes-Demokratiezentrum wirksame Strategien gegen Rechtsextremismus, Rechtspopulismus, Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit- inklusive der mit diesen Dimensionen zusammenhängenden Formen von Sexismus, Homosexuellenfeindlichkeit sowie Abwertung von Menschen mit Behinderung und sozial benachteiligten Gruppen.

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Impressionen von der Demokratie-Tour 2019 Foto: Fugeefilms gGmbH

Das Landes-Demokratiezentrum koordiniert die Zusammenarbeit staatlicher und zivilgesellschaftlicher Akteurinnen und Akteuren in den Bereichen Demokratieförderung und Extremismusprävention. Einbezogen in die Strategien sind die Projektträger des Bundesprogramms „Demokratie Leben!“, insbesondere die Fachberatung des Adolf-Bender-Zentrum (Schwerpunkt Rechtextremismus), die Fachstelle Yallah! (Schwerpunkt antimuslimischer Rassismus und islamistische Radikalisierung) sowie die Opferberatungsstelle für betroffene von Diskriminierung und politischer Gewalt der Universität des Saarlandes. In diesem Netzwerk findet ein kontinuierlicher Austausch von Erfahrungen und fachlichem Wissen statt. Es werden gemeinsame Aktivitäten wie Workshops, Fachveranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit geplant. Des Weiteren wird hier Qualitätsentwicklung und –Sicherung betrieben.

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Bei der letzten Demokratie-Tour lautete das Motto "DemokraTEE" Foto: Fugeefilms gGmbH

Darüber hinaus schafft das Landes-Demokratiezentrum eine Vernetzung aller Akteurinnen und Akteuren im Saarland, die im Rahmen von „Demokratie Leben!“ gefördert werden. Da das Landes-Demokratiezentrum im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie angesiedelt ist, gewährleistet die Koordination eine Anbindung an alle relevanten Ministerien des Saarlandes sowie an den Landkreistag und den Städte- und Gemeindetag des Saarlandes.

Zu den Aufgaben des Landes-Demokratiezentrums gehören:

1. Förderung des demokratischen Engagements im Saarland

2.  Vernetzung der Träger im Bundesprogramm "Demokratie Leben!" sowie weiterer Akteurinnen und Akteuren  im Bereich Demokratie

3. Koordinierung der Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft und unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren

4.  Zusammenarbeit mit den Partnerschaften für Demokratie 
In diesen Partnerschaften kommen Verantwortliche aus der kommunalen Politik und Verwaltung sowie Aktive aus der Zivilgesellschaft aus Kirchen, Vereinen oder Verbänden bis hin zu engagierten Bürgerinnen, Bürgern und Jugendlichen zusammen. Gemeinsam entwickeln sie auf die konkrete Situation vor Ort abgestimmte Strategien und setzen Handlungskonzepte zur Förderung von Demokratie und Vielfalt um.

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Impressionnen von der Demokratie-Tour 2019 Foto: Fugeefilms gGmbH

„Lauffeuer der Demokratie“ macht Rundreise durch das Saarland

Unter der Federführung  der fugeefilms GmbH findet von 24. bis 31. Oktober die Aktion „Lauffeuer der Demokratie statt“. Das Lauffeuer macht in sechs Städten, aus den sechs  Landkreisen halt und wird von dem Landes- Demokratiezentrum Saarland sowie von dessen Netzwerkpartnerinnen und Partnern unterstützt.  Mithilfe der Stationen in Tholey, Mettlach, Saarlouis, Neunkirchen, Homburg und Saarbrücken möchte man mit den Bürgerinnen und Bürgern zum Thema Demokratie ins Gespräch kommen sowie ein Zeichen gegen den demokratiefeindlichen Diskurs der vergangenen Monate setzen.

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger  sind Teil der vielfältigen Rundreise und Reisen mit verschiedenen Verkehrsmitteln, wie beispielsweise einem Traktor oder dem Fahrrad, durch das Saarland. Gemeinsam möchten sie auf die Wichtigkeit der Demokratie aufmerksam machen. Bei verschieden, spannenden Aktionen werden die Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen angeregt und sollen somit in einen gemeinsamen Austausch über demokratische Werte eintreten.

Neben den Trägerinnen und Trägern nehmen, unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln, auch zahlreiche saarländische Sportvereine, Jugendzentren und Jugendgruppierungen teil. Somit ist eine breite Masse der Bevölkerung am Lauffeuer beteiligt.

ACHTUNG! Das „Lauffeuer der Demokratie“ kann aufgrund der aktuellen Pandemie-Entwicklung leider nicht stattfinden!! Die Termine werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Weitere Infos zum "Lauffeuer der Demokratie":

- www.landesdemokratiezentrum-saarland.de

- Instagram: @ldzsaar

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Impressionen von der Demokratie-Tour 2019 Foto: Fugeefilms gGmbH

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Die Demokratie-Tour 2020 Foto: Layout werbungundso.com

Veranstaltungsorte

06.10.2020
Homburg
Christian-Weber-Platz
Talstraße 32
66424 Homburg

09.10.2020
Saarbrücken
Bahnhofstraße
Bahnhofstraße 54
66111 Saarbrücken

13.10.2020 - ABGESAGT!
St. Wendel
Schlossplatz
Am Schlossplatz
66606 St. Wendel

14.10.2020 - ABGESAGT!
Merzig
Direkt vor dem historischen Rathaus
Poststraße 20
66663 Merzig

Kontakt: 

Landes-Demokratiezentrum Saarland
Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
Franz-Josef-Röder-Str. 23
66119 Saarbrücken
Tel.: 0681 501 2137
E.Mail: ldz@soziales.saarland.de
Website: www.landesdemokratiezentrum-saarland.de

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Corona-Maßnahmen: Bar in Saarlouiser Altstadt wegen Überfüllung geräumt

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In der Altstadt von Saarlouis kam es am Samstag (23.05.2020) zu mehreren Polizeieinsätzen. Foto: BeckerBredel

Gegen 21:30 Uhr rückte die Polizei zum "Blondes" in der Saarlouiser Altstadt aus. Das berichtet die Presseagentur BeckerBredel. In der Gaststätte sei es zu Überfüllung gekommen.

Mindestabstand nicht möglich - Polizei räumt "Blondes"

Etwa 40 bis 60 Gäste sollen die Bar am Samstagabend besucht haben. Davon saß nur etwa die Hälfte an Tischen im Freien. Die Einhaltung des Mindestabstandes sei nicht mehr möglich gewesen. Die Polizei räumte das "Blondes". 

Erst seit dem vergangenen Montag ist der Besuch von Gaststätten im Saarland wieder erlaubt. Dabei dürfen sich die Gäste jedoch nicht am Tresen aufhalten. Maximal zwei Haushalte an einem Tisch sind gestattet. Der Betrieb ist zudem nur bis 22:00 Uhr gestattet. 

Schlägerei am Großen Markt

Nur kurz nach der Räumung kam es in der Altstadt zu einem weiteren Vorfall. In der Weißkreuzstraße an der Ecke zum Großen Markt gab es eine Schlägerei. Etwa 20 Einsatzkräfte rückten aus. Wie die Presseagentur BeckerBredel berichtet, wurde eine Person im Rettungswagen behandelt. Es sei unklar, wie es zu der Auseinandersetzung kam. 

Verwendete Quellen:
- Presseagentur BeckerBredel
- Eigene Recherche

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Coronavirus im Saarland: Aktuelle Nachrichten vom Sonntag (24. Mai 2020)

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Die Meldungen zum Coronavirus aus dem Saarland gibt's auf SOL.DE. Foto: Pixabay

Die aktuellen Corona-Zahlen im Saarland

Im Saarland wurden drei weitere Corona-Fälle bestätigt. Die Zahl der aktiv Infizierten geht jedoch weiter allmählich zurück. Viele der Patienten liegen im Krankenhaus. Mehr dazu: "Coronavirus im Saarland: Mehr als die Hälfte der aktiv Infizierten ist in stationärer Behandlung"

Weitere Lockerungen treten morgen in Kraft 

Ab dem morgigen Montag (25.05.2020) treten im Saarland weitere Lockerungen der Corona-Verordnung in Kraft. Diese betreffen unter anderem Schulen und Geschäfte. Mehr dazu: "Corona-Verordnung im Saarland: Was sich ab Montag ändert"

Kommunen im Saarland rufen um Hilfe von Bund und Land

Die Landeshauptstadt und der Regionalverband Saarbrücken sowie die umliegenden Kommunen haben einen Hilferuf an Land und Bund gerichtet. Sie fordern finanzielle Unterstützung in der Corona-Krise. Mehr dazu: "Hilferuf: Kommunen im Saarland bitten um finanzielle Unterstützung

Polizei räumt Bar in Saarlouis wegen Überfüllung

Am ersten Wochenende nach der Wiederöffnung der Gaststätten im Saarland kam es bereits zu Verstößen gegen die geltenden Corona-Vorschriften. In Saarlouis musste die Polizei einschreiten. Mehr dazu: "Corona-Maßnahmen: Bar in Saarlouiser Altstadt wegen Überfüllung geräumt

Grenzwanderer erreichen nach 180 Kilometern Schengen

Zwei Saarländer wollen ein Zeichen für die Grenzenlosigkeit des Landes setzen. 180 Kilometer lang liefen sie an der Grenze zu Luxemburg und Frankreich entlang. Nun haben sie ihr Ziel erreicht. Mehr dazu: "180 Kilometer für offene Grenzen: Saarländer erreichen Schengen"

Verwendete Quellen:
- Eigene Berichte

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Aktionsbündnis ruft zu Protesten gegen Datenverarbeitungsgesetz der Polizei im Saarland auf

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Die Gesetzesänderung räumt Polizeibeamten mehr Möglichkeiten zur Überwachung von Telefonen und auch Messengern ein. Symbolfoto: Frank Rumpenhorst/dpa-Bildfunk

Die Protestaktion soll um 19:00 Uhr auf dem Tbilisser Platz stattfinden. Am darauffolgenden Tag wird die umstrittene Gesetzesänderung bei einer zweiten Anhörung im Landtag besprochen. 

Gesetz gibt Polizei mehr Möglichkeiten zur  Überwachung

"Das sogenannte Gesetz zur Neuregelung der polizeilichen Datenverarbeitung im Saarland stellt aus unserer Sicht einen massiven Eingriff in die Freiheitsrechte der Bevölkerung dar", so Dennis Färberrot, der Pressesprecher des Bündnisses. Dieses kritisiert vor allem die Ausweitung von Video-, Telefon- und Messengerdienstüberwachung.

Auch die vorgesehene Einführung von Kontaktverboten und elektronischen Fußfesseln sowie die Abschaffung des konkreten Gefahrenbegriffs sei ein "Schritt in Richtung Polizei- und Überwachungsstaat". 

"Unbedingt Härte zeigen" - Kritik an Klaus Bouillon 

Das Bündnis wirft der Landesregierung mit Innenminister Klaus Bouillon (CDU) vor, das Gesetz trotz Einwänden von Gutachtern einfach durchboxen zu wollen. "Klaus Bouillon möchte unbedingt Härte zeigen, trotz massiver Bedenken von allen Seiten", so Färberrot. Dies entspreche nicht dem Verständnis von demokratischem Handeln. 

Mehr Demokratie statt Kontrolle

Der Gesetzesentwurf solle sofort gestoppt werden. Statt mehr Überwachung und Aufrüstung der Polizei, solle eine Kennzeichnungspflicht für die Beamten eingeführt werden, und Einsatzinstrumente wie der Elektrotaser wieder abgeschafft werden. Es ginge um demokratische Kontrolle und unabhängige Ermittlungsbehörden.

Corona-Regeln sollen bei Kundgebung eingehalten werden

Bei der Kundgebung sollen Maßnahmen zum Infektionsschutz eingehalten werden. Es sei zwar wichtig, der Protest auf die Straße zu tragen, jedoch dürfe dabei niemand gefährdet werden. Das Bündnis grenzt sich dabei ausdrücklich von Verschwörungstheorien und den aktuell stattfindenden "Hygienedemos" ab. 

Die Mitglieder des Aktionsbündnisses

Zum Aktionsbündnis gehören: Piraten Saar, Grüne Jugend Saar, Jusos Saar, ConnAct Saar , Junge Liberale Saar, Linksjugend 'solid Saar, Seebrücke Saar, Antigeneralverdachtskollektiv, Omas gegen Rechts Saarland, Die PARTEI Saar, Linke Liste – SDS & Unabhängige, Fraktion DIE LINKE im Landtag des Saarlandes und das Kurdische Gesellschaftszentrum Saarbrücken.

Verwendete Quellen:
- Pressemitteilung von Landtagsmitglied Dennis Lander (Die Linke), 24.05.2020

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Hilferuf: Kommunen im Saarland bitten um finanzielle Unterstützung

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Die Städte und Gemeinden im Saarland bitten in einem Hilferuf um finanzielle Unterstützung von Bund und Land. Symbolfoto: Jens Wolf/dpa-Bildfunk

Der Hilferuf wurde am Wochenende an Bundeskanzlerin Angela Merkel, Ministerpräsident Tobias Hans und Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger sowie Finanzminister Peter Strobel gesendet. Er wurde in einem Krisenstab vom Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Uwe Conradt, Regionalverbandsdirektor Peter Gillo und den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern des Regionalverbandes anlässlich der Corona-Pandemie erarbeitet. 

Kommunen müssen Entscheidungen der Regierung umsetzen

Die Krise habe deutlich gemacht, dass die Kommunen das Rückgrat des staatlichen Krisenmanagements seien. Sie müssen Entscheidungen, die auf anderen Ebenen getroffen wurden, schnell umsetzen und eine funktionierende Vorsorge gewährleisten.

Die Städte und Gemeinden mussten die Umsetzung der Verordnungen wie Schließungen von Läden, Einhaltung von Hygienevorschriften und die Nachverfolgung von Infektionsketten gewährleisten. Auch die Verteilung der Masken habe gezeigt, wie stark die Kommunen logistisch sind. 

Unterstützung von Bund, Land und Strukturstarken gefordert

Ein akutes Nothilfeprogramm des Bundes sei nötig. Dieser solle einmalig die Altschulden und erwartete Gewerbesteuerausfälle übernehmen. Auch die Landesregierung des Saarlandes sei gefragt. Sie müsse die Kommunen mit finanziellen Hilfen und noch ausstehenden Haushaltsgenehmigungen unterstützen, um wegbrechende Einnahmen zu kompensieren.

Der Appell gilt außerdem den strukturstarken Ländern in Deutschland. Von diesen hofft man auf ein Zeichen der Solidarität.

Verwendete Quellen:
- Pressemitteilung der Landeshauptstadt Saarbrücken

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Streit zwischen Großfamilien eskaliert: 50 Personen in Neunkirchen von Polizei getrennt

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Bei der Auseinandersetzung führten Familienmitglieder auch Baseballschläger mit sich. Symbolfoto: Pixabay

Die Beamten mussten zunächst zum Einsatzort in der Wilhelmstraße ausrücken, da ein 25-Jähriger die Scheiben eines PKW mit einer Eisenstange eingeschlagen hatte. Zuvor soll der Besitzer des Wagens dem Täter am Telefon gedroht haben. Die Polizei hielt die Personalien fest und leitete ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung ein. 

Als die Polizisten wieder abgerückt waren, kam es kurz darauf jedoch erneut zu einer Meldung von der betreffenden Adresse. Mehrere Personen seien aufeinander losgegangen, dabei würden auch Baseballschläger mitgeführt. Bei dem erneuten Einsatz wurden 50 Personen festgestellt. Sie gehörten alle zu zwei Großfamilien aus Neunkirchen. Die Beamten mussten mit dem Einsatz des Schlagstockes drohen, um die Gruppen voneinander zu trennen. 

Vier Männer zwischen 19 und 34 Jahren wurden als Hauptaggressoren ermittelt. Auch die Tatmittel wurden sichergestellt. Im Anschluss leitete die Polizei mehrere Strafverfahren ein. Beiden Familien wurden Platzverweise ausgesprochen. Erst danach beruhigte sich die Lage vor Ort. 

Verwendete Quellen:
- Pressemitteilung der Polizei Neunkirchen

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Verfolgungsjagd im Nordsaarland: Verdächtiger flüchtet durch mehrere Ortschaften

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Der verdächtige Fahrer flüchtete durch mehrere Orte im Nordsaarland vor der Polizei. Symbolfoto: Frank Rumpenhorst/dpa-Bildfunk

Die Streife wurde gegen 23:06 Uhr in der Hauptstraße Weiskirchen-Thailen im Begegnungsverkehr auf den roten Ford Ka aufmerksam, der in Richtung Nunkirchen fuhr. Der Wagen trug ein Kennzeichen, das eine Woche zuvor in Konfeld gestohlen worden war. 

Polizei verfolgt Verdächtigen bis nach Münchweiler

Die Polizisten wendeten sofort und nahmen die Verfolgung des Fahrzeuges auf. Der Fahrer des Autos jedoch beschleunigte und versuchte zu flüchten. Dabei raste er mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit mittig auf der Fahrbahn, um die Polizei am Überholen zu hindern. Er fuhr zunächst über Weierweiler nach Rappweiler und wieder zurück nach Thailen. Über verschiedene Wege kehrte er nach Weierweiler zurück und fuhr über Thailen weiter bis zum Schloss in Münchweiler. 

Fahrer gibt die Flucht auf

Kurz vor der Einmündung der Zufahrtsstraße in die B268 hielt der Pkw an. Der Fahrer stieg aus und folgte den Anweisungen der Polizisten. Diese erkannten den 30-jährigen Beschuldigten schon beim Verlassen des Fahrzeugs, da er bereits mehrfach wegen ähnlicher Delikte erfasst worden war. 

Drogen, gestohlener Führerschein und Kennzeichen gefunden

Auf dem Beifahrersitz saß eine 18-Jährige, bei der die Beamten bei der Durchsuchung Drogen fanden. Im Geldbeutel des 30-Jährigen fand die Polizei einen zur Sachfahndung ausgeschriebenen bulgarischen Führerschein. Zudem wurden entstempelte Pkw-Kennzeichen im Kofferraum gefunden. 

Wegen Verdachts auf Drogenbeeinflussung brachten die Beamten den Fahrer zur Blutentnahme. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Wohnungsdurchsuchung an, bei der Schnupferröhrchen mit Resten von Amphetamin gefunden wurden. Es entstanden keine Personen- und Sachschäden. Gegen die Personen wurden entsprechende Strafanzeigen eingeleitet. 

Verwendete Quellen:
- Pressemitteilung der Polizei Nordsaarland

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Coronavirus im Saarland: Mehr als die Hälfte der aktiv Infizierten ist in stationärer Behandlung

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Im Saarland wurden drei weitere Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Symbolfoto: Britta Pedersen/dpa-Bildfunk

Die Gesamtzahl der Menschen, die sich seit Ausbruch der Corona-Pandemie im Saarland infizierten, stieg damit auf 2.680. Diese Daten veröffentlichte das Gesundheitsministerium mit den bis 18:00 Uhr gemeldeten Zahlen der Gesundheitsämter. 

73 aktiv Infizierte im Saarland - 41 in stationärer Behandlung

Weitere Verstorbene, die mit dem Virus infiziert waren, wurden nicht bekannt. Die Zahl der Todesfälle liegt bei 162. Die Zahl der Geheilten erhöhte sich leicht um vier Personen auf 2.445. Damit sind aktuell noch 73 Menschen im Saarland an Covid-19 erkrankt. Nur einer weniger als am Vortag. Aktuell werden 41 Corona-Patienten im Saarland stationär behandelt. Neun davon liegen auf der Intensivstation. 

Corona-Fälle in den Landkreisen

Die Gesamtfälle teilen sich wie folgt auf die Landkreise auf:
Regionalverband Saarbrücken: 1.184 (+ 1 gegenüber Vortag)
Landkreis Saarlouis: 535 (+1)
Saarpfalz-Kreis: 335 (+/-0)
Landkreis Neunkirchen: 257 (+/-0)
Landkreis Merzig-Wadern: 204 (+1)
Landkreis St. Wendel: 165 (+/-0) 

Wie die Statistik zustande kommt

Das saarländische Gesundheitsministerium versendet einmal am Tag Angaben zu der Entwicklung der Coronavirus-Zahlen. Es weist darin nur Fälle auf, die von den Gesundheitsämtern der Landkreise und des Regionalverbands bestätigt wurden. Über die tägliche Anzahl der Tests macht das Ministerium keine Angaben.

Begriffserklärung

Zahl der Fälle: Sie gibt die Gesamtzahl der Fälle im Saarland seit dem ersten Auftreten des Coronavirus an. Sie zeigt damit nicht an, wie viele Menschen zum aktuellen Zeitpunkt mit dem Virus infiziert sind. Genesene und Tote werden aus dieser Zahl nicht herausgerechnet.

Zahl der Genesenen: Sie gibt die Gesamtzahl der Personen an, die mit dem Coronavirus infiziert waren und inzwischen wieder geheilt sind.

Zahl der Toten: Sie zeigt die Gesamtzahl der Menschen an, die in Verbindung mit einer Corona-Infektion gestorben sind.

Zahl der aktiven Infektionen: Sie zeigt die aktuelle Zahl der Personen an, die das Coronavirus in sich tragen. Sie ergibt sich aus der Differenz aus der Gesamtzahl der Fälle und der Zahl der Geheilten sowie der Zahl der Toten.

Zahl der Intensivpatienten: Sie gibt die aktuelle Zahl der Personen an, die sich mit einer Coronavirus-Infektion auf einer Intensivstation befinden.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des saarländischen Gesundheitsministeriums, 21.05.2020
- eigene Recherche

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180 Kilometer für offene Grenzen: Saarländer erreichen Schengen

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Christoph Drost, Philip Hoffmann, Botschafter Dr. Heinrich Kreft und Bürgermeister Ralf Uhlenbruch beim Zieleinlauf in Schengen. Foto: Philip Hoffmann

Eine Woche lang brauchten die beiden Saarländer für 180 Kilometer Wanderweg. Sie liefen die Grenzen zu Frankreich und Luxemburg ab - von Habkirchen über Remich bis zu ihrem Zielort: Schengen. Dort wurde einst die Abschaffung der Grenzkontrollen beschlossen. 

Vertrauen in Europa zurückgewinnen

"Vor einem Jahr hätte ich alles darauf verwettet, dass Grenzschließungen nicht möglich sind", meint Philip Hoffmann. Das Ziel müsse sein, das Vertrauen der Bürger in Europa wiederzugewinnen, damit sie wieder unmöglich erscheinen. Dies sei die Voraussetzung dafür, "dass Franzosen in Deutschland arbeiten und Deutsche in Luxemburg", so Hoffmann. 

Unterstützung aus Bevölkerung und Politik

Beim Zieleinlauf in Schengen am Samstag (23. Mai 2020) wurden sie vom deutschen Botschafter in Luxemburg und vom Bürgermeister der saarländischen Stadt Perl begrüßt. Über die Unterstützung sind die beiden sehr erfreut. Es sei toll, dass viele Bürger und Politiker sich mit ihnen trafen, diskutierten und die Wanderer auch ein Stück weit begleitete und versorgten. Auf die Symbolik der Wanderung seien durchweg positive Reaktionen gekommen.

Beziehungen mit "Grenzenlos-Bahn" stärken

Zwar sei es gelungen ein deutliches Zeichen zu setzen, dennoch sei laut den beiden Europa-Fans noch viel zu tun. Die Grenzschließung habe in Luxemburg und Frankreich zu Enttäuschung geführt. Nun müsse man die Beziehungen weiter vertiefen.

"Viele Gesprächspartner wünschen sich eine Zugstrecke, die über Thionville nach Luxemburg führen soll. Man sollte dieses Projekt jetzt als Grenzenlos-Bahn umsetzen, um ein Zeichen für die Grenzenlosigkeit unserer Großregion zu setzen und die Wirtschaft im Dreiländereck zu stärken“, schlägt der 31-jährige Volkswirt Philip Hoffmann vor.

Im Saarland ist es am schönsten 

 Am besten gefiel ihnen auf ihrer Wanderung das Saarland und die Grenzregion. "Das Saarland ist noch viel schöner, wenn man die Zeit für Details hat und die Landschaft auf sich wirken lässt. Den Urlaub im Saarland kann ich nur empfehlen“, sagt Christoph Drost.

Verwendete Quellen:
- Pressemitteilung von Philip Hoffmann

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