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Corona-Krise: Weniger Ausbildungsstellen im Saarland gemeldet

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Im Saarland macht die Corona-Krise auch nicht vor dem Ausbildungsmarkt halt. Symbolfoto: Christoph Schmidt/dpa

Weniger Ausbildungsstellen im Saarland gemeldet

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise machen sich auch auf dem saarländischen Ausbildungsmarkt bemerkbar. So sind im Mai mit 5.681 Ausbildungsstellen rund 14 Prozent weniger als im Vorjahresmonat gemeldet gewesen. Dies teilte die saarländische Landesregierung auf Anfrage des Landtagsabgeordneten Jochen Flackus (Linke) mit. Laut Angaben der Landesregierung könne der Grund für den Rückgang allerdings auch in einer Zeitverzögerung bei der Meldung der Stellen durch die Betriebe aufgrund der Pandemie liegen.

Auch weniger Bewerber auf Ausbildungsplätze

Neben der verringerten Zahl an gemeldeten Ausbildungsstellen ist auch die Zahl der Bewerber um gut vier Prozent (auf nunmehr 4.076) gesunken. Auch hier sieht die Landesregierung einen möglichen Zusammenhang mit Corona. So könnte die in der Pandemie veränderte, digitale Form der Beratung für manche Jugendliche eine zusätzliche Hürde bei der Suche nach dem richtigen Arbeitsplatz darstellen. Von den Ende Mai angebotenen Stellen seien laut Angaben der Landesregierung bislang knapp 57 Prozent nicht besetzt.

Corona-Pandemie macht zahlreichen Betrieben zu schaffen

In der Pandemie mussten etliche Betriebe nach Verordnungen vorübergehend schließen. Nach Aussagen der saarländischen Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer gab es aber bislang keinen Ausbildungsbetrieb, der allein aufgrund der Corona-Pandemie seinen Betrieb dauerhaft einstellen musste.

Ausbildungs-Unternehmen erhalten Corona-Prämie

Erst am gestrigen Mittwoch (24. Juni 2020) hatte das Bundeskabinett beschlossen, dass kleine und mittelständische Unternehmen, die trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten in Corona-Zeiten ihre Ausbildungsplätze erhalten oder sogar noch ausbauen, staatliche Prämien bekommen sollen. Vorgesehen sind außerdem Zahlungen für Unternehmen, die Auszubildende von anderen Firmen übernehmen, wenn diese pandemiebedingt Insolvenz anmelden müssen. Die Prämie soll dabei helfen, Ausbildungsplätze in der Krise zu erhalten. Die Kosten werden auf 500 Millionen Euro geschätzt.

Verwendete Quellen:
- Antwort der saarländischen Landesregierung auf Anfrage des Landtagsabgeordneten Jochen Flackus (Linke) vom 22.06.2020, Drucksache 16/1355 (16/1326)
- Deutsche Presse-Agentur

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