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Missbrauchs-Skandal an der Uniklinik in Homburg: Schutzkonzepte werden überprüft

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Nach dem Missbrauchsskandal an der Universitätsklinik des Saarlandes und der Erarbeitung eines Schutzkonzeptes, soll eine Projektgruppe nun das Konzept überprüfen. Symbolfoto: Carmen Jaspersen/dpa

Im Zuge der Aufarbeitung von Missbrauchsverdachtsfällen aus früheren Jahren in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums des Saarlandes wurde bereits im Juli 2019 ein Schutzkonzept von Klinikumleitung und Mitarbeitenden unterschiedlicher Berufsgruppen des Klinikums entwickelt sowie im Anschluss etabliert.

Projektgruppe soll Missbrauchs-Schutzkonzept überprüfen

In den nächsten 18 Monaten soll nun eine Projektgruppe (das Projekt trägt den offiziellen Namen "Auditierungsprozess zur Entwicklung von Schutzkonzepten und Compliance-Maßnahmen am Universitätsklinikum des Saarlandes") das Konzept überprüfen und gegebenenfalls ergänzen oder weiterentwickeln. Ziel ist es, ein Schutzkonzept zu entwickeln, das Missbrauchsfälle für die Zukunft ausschließt. Die Auftaktveranstaltung des Projekts fand am heutigen Dienstag (7. Juli 2020) in Homburg statt. Das Klinikum soll nun fortan bei dem dauerhaften Prozess der Schutzkonzept-Weiterentwicklung unterstützen werden.

Klinikum will Vertrauen zurückgewinnen

Henrik Eitel, der Aufsichtsratsvorsitzende des Universitätsklinikums des Saarlandes äußerte sich am Dienstag zu dem Startschuss des Projekts: "Ich bin sehr froh über den Start dieses überaus wichtigen Projektes. Für eine Einrichtung wie das Universitätsklinikum gibt es eine Voraussetzung, ohne dass sie auf Dauer nicht existieren kann. Diese Voraussetzung heißt Vertrauen".

Das Vertrauen sei laut Eitel durch die Missbrauchsverdachtsfälle in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie zerstört worden. Man dürfe das in keinster Weise beschönigen. "Der erste Schritt, um dieses Vertrauen wiederaufzubauen, ist die selbstkritische Aufarbeitung dieser Fälle. Der zweite daraus resultierende Schritt sind Maßnahmen zu ergreifen, die Ähnliches für die Zukunft ausschließen", erklärte Eitel. Mit der Entwicklung eines umfassenden Schutzkonzeptes ziehe die Klinik nach der Ansicht von Eitel die richtigen Konsequenzen aus dem Geschehenen.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Staatskanzlei des Saarlandes vom 07.07.2020 

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