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Videoüberwachung in Saarbrücken gestartet: Jetzt 24 Kameras in Betrieb

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Im Bild: Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt, Landespolizeipräsident Norbert Rupp, Innenminister Klaus Bouillon und Julian Schneider (v.l.n.r). Foto: MIBS/K. Thomas

Im Beisein von Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) hat Innenminister Klaus Bouillon (CDU) am Donnerstag das Videoschutzkonzept der Landeshauptstadt Saarbrücken vorgestellt. "Mit Unterstützung des beratenden Ingenieurs und den guten Ideen der Errichterfirma haben wir die Videobeobachtung [...] zu einem innovativen Videoschutzkonzept weiterentwickelt", erklärte Bouillon.

Derzeit 24 Kameras im Einsatz

Seit Donnerstag überwachen 24 Kameras zwei "Hotspots" in Saarbrücken, geht aus einer Mitteilung des saarländischen Innenministeriums hervor. Damit gemeint sind kriminalistische Brennpunkte am Hauptbahnhof und an der Johanneskirche.

"Wenn alle Ausbaustufen des Projekts umgesetzt sind, werden 39 Kameras sogenannte 'Hotspots' in der Saarbrücker Innenstadt überwachen", hieß es zudem bei der Vorstellung des Systems. Demgemäß sollen 15 weitere Geräte folgen.

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Speziell geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sitzen hinter den Bildschirmen. Foto: BeckerBredel

Technische Aspekte

Die Mehrheit der Geräte sei mit Festoptiken ausgestattet, unterstützt von "PTZ-Kameras" (Pan-Tilt-Zoom-Kameras) sowie "hemisphärischen" Kameras. Möglich seien hochauflösende Aufnahmen, eine Rundumsicht sowie Detailaufnahmen von Geschehen und Personen.

Darüber hinaus ist der Standort am Eurobahnhof laut Innenministerium "mit mehreren starken LED-Strahlern ausgestattet". Bei Bedarf könnten diese aus der Videobeobachtungszentrale (VBZ) aktiviert werden. Dort laufen auch alle Bilder zusammen: "Die Aufnahmen werden 14 Tage lang gespeichert und danach gelöscht, wenn sie nicht zur Verfolgung von Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten von erheblicher Bedeutung erforderlich sind."

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Saarlands Innenminister Klaus Bouillon beim Start der Arbeiten am Saarbrücker Hauptbahnhof. Archivfoto: BeckerBredel

Kameras laufen 24 Stunden

Wie der "SR" berichtet, laufen die Kameras 24 Stunden am Tag. Eine Live-Beobachtung des Materials erfolge allerdings nicht rund um die Uhr. Genaue Zeiten seien bei der Vorstellung nicht genannt worden. Klar ist hingegen: Die Aufnahmen werden, im Gegensatz zu anderen Bundesländern, nicht von Polizeibeamtinnen oder Polizeibeamten analysiert.

Im Saarland sind für die Beobachtung "speziell intensiv geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Polizeilichen Ordnungsdienstes" verantwortlich, so das Innenministerium. Laut "SR" sitzen in jeder Dienstschicht drei Personen vor den Bildschirmen.

1,1 Millionen Euro an Kosten

Nach Angabe des Medienberichts hat das Projekt 1,1 Millionen Euro gekostet. Weitere laufende Kosten pro Jahr: 100.000 Euro. Ende 2016 war das Projekt durch das Ministerium für Inneres, Bauen und Sport ins Leben gerufen worden. Es hatte mehrere Verzögerungen gegeben, auch wegen der Corona-Pandemie.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Innenministeriums Saar, 20.08.2020
- Saarländischer Rundfunk
- Pressedienst BeckerBredel
- eigene Berichte

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