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29 Jahre nach Anschlag in Saarlouis: Heute Kundgebung zur Erinnerung an Samuel Yeboah

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Die Ermittlungen in dem Fall wurden neu aufgenommen. Foto/Screenshot: Instagram/@contadinasway

Kundgebung zur Erinnerung an Samuel Yeboah

Am heutigen Samstag findet auf dem kleinen Markt in Saarlouis eine Kundgebung zur Erinnerung an Samuel Yeboah statt. Der damals 27-jährige Ghanaer wurde 1991 bei einem Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft in Saarlouis-Fraulautern getötet. Beginn der Veranstaltung ist um 15.00 Uhr.

Ermittlungen werden neu aufgerollt

Nachdem die Ermittlungen zunächst rund ein Jahr nach dem Brandanschlag eingestellt worden waren, wurde der Fall im Sommer 2020, also rund 29 Jahre später, wieder neu aufgerollt. Der Fall wurde inzwischen an die Generalbundesanwaltschaft übergeben, da es sich bei der Tat um eine "staatsschutzspezifische Tat von besonderer Bedeutung" handele. Derzeit geht man davon aus, dass der Anschlag ein rechtsextremistisches Motiv zum Hintergrund hatte. Es laufen Ermittlungen wegen 18-fachen versuchten Mordes sowie wegen des Mordes an Samuel Yeboah.

Veranstalter fordern Untersuchungsausschuss

Die Veranstaltung wird von der "Antifa Saar/Projekt AK", "ConnAct Saar", "Initiative Seebrücke Saar", "Crithink e.V. — Gesellschaft zur Förderung des kritischen Denkens und Handelns", der "Heinrich-Böll-Stiftung Saar" sowie "Linksjugend.Solid Saar." unterstützt.

Die Kundgebung soll nicht nur an die schreckliche Tat gegen Samuel Yeboah erinnern. Die Veranstalter fordern die Einsetzung eines öffentlichen Untersuchungsausschusses und die Offenlegung der Akten. Zudem möchte man einen würdigen Erinnerungsort für Samuel Yeboah. Aufgrund der aktuellen Ereignisse in Moria wird es auch einen Redebeitrag "Initiative Seebrücke Saar" zur derzeitigen Situation geben.

Verwendete Quellen:
- eigene Recherche

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