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"Fridays For Future" errichtet am Freitag erste "Klimastraße" in Saarbrücken

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Am Freitag (25.09.2020) errichten die Aktivist/innen von "Fridays For Future" für zwei Stunden eine Klimastraße. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa-Bildfunk

"Fridays For Future" errichtet Klimastraße in Saarbrücken

Anlässlich des globalen Klimastreiks, zu dem die Klimagerechtigkeitsbewegung "Fridays For Future" am Freitag aufruft, wird die Stengelstraße in Saarbrücken zwischen 16.00 und 18.00 Uhr zur "Klimastraße" gemacht. An insgesamt 17 Ständen wollen die Aktivist/innen von "Fridays For Future" und zahlreichen anderen Verbänden (beispielsweise "NABU", "Verdi", "Seebrücke" und "Greenpeace") zu Themen wie Energiewende, Klimagerechtigkeit und Verkehrswende informieren.

Veranstaltung soll zum Diskurs anregen

Anders als bei reinen Kundgebungen, bei denen die Besucher nur passive Zuhörer sind, soll die Klimastraße zum Informieren, Diskutieren und Mitmachen anregen. Es soll dafür unter anderem ein interaktives Quiz zur Klimakrise, ein Mitmach-Spiel zum ökologischen Fußabdruck, ein Kinderprogramm sowie umfassende Informationen zu Themen wie Klimawandel und Flucht, Energiewende und Naturschutz geben.

Mit der Klimastraße wollen die Aktivist/innen die Verkehrswende und ihre Forderung nach einer autofreien Innenstadt konkret erlebbar machen. "Wir wollen alle Saarländer/innen dazu einladen, auf dem frei gewordenen Platz mit uns ins Gespräch zu kommen und zusammen Spaß zu haben. Wir wollen zeigen, wie vielseitig die Auswirkungen der Klimakrise sind, gleichzeitig aber auch an wie vielen Stellen kreative Lösungen ansetzen können und was jede/r Einzelne von uns tun kann", erklärt Julius Groß von "Fridays for Future Saarland".

Klima-Forderungen an die Stadt Saarbrücken werden erläutert

Zudem wollen die Veranstalter mit den Bürger/innen über ihre erst kürzlich veröffentlichten Klima-Forderungen an die Stadt Saarbrücken sprechen. "An jedem Stand werden unsere Forderungen für den jeweiligen Bereich vorgestellt. Zwölf der Forderungen wird es am Freitag als Postkarten geben, die man mitnehmen und bei sich im Rathaus einwerfen kann. So kann jeder seine Lokalpolitiker/innen auffordern, die Gemeinde klimafreundlich zu gestalten, erklärt Rune Becker von "Parents for Future Saarland".

"Fridays For Future": Politik muss Klimaschutz endlich ernster nehmen

Die Aktivist/innen wollen weiterhin auch aufzeigen, dass die Politik bislang wenig Konkretes für den Klimaschutz geleistet habe. "Selbst nach eineinhalb Jahren Klimastreiks gibt es im Bundestag keine einzige Partei, die einen Plan zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels hat. Die Entscheidungen, den Kohleausstieg künstlich zu verlängern und das Corona-Maßnahmenpaket von 130 Milliarden Euro weder nachhaltig noch sozial gerecht auszurichten, zeigen, dass unser Protest weiter gebraucht wird", unterstreicht Lara Wörner von Students for Future Saar.

"Wir müssen jede Krise wie eine behandeln und bei der Klimakrise genauso auf die Wissenschaft hören wie in der Corona-Pandemie. Um die 1,5-Grad-Grenze einzuhalten, müssen die Emissionen ab nächstem Jahr weltweit sinken", ergänzt Jonathan Missal, Aktivist bei Fridays For Future Saarland.

Veranstalter weisen auf Hygieneregeln hin

Die Veranstalter der ersten Klimastraße im Saarland weisen darauf hin, dass bei der Veranstaltung am Freitag in Saarbrücken die Corona-Hygieneregeln zu beachten sind. Die Bewegung bittet daher alle Besucher/innen, im gesamten Veranstaltungsbereich einen Mund-Nasenschutz zu tragen und einen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung von "Fridays For Future" Saarland

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