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mit dpa

Beherbergungsverbot muss laut Rehlinger überarbeitet werden

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Anke Rehlinger (SPD) bei einer Pressekonferenz. Archivfoto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild

Laut der saarländischen Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger muss das Beherbergungsverbot überarbeitet werden. "Wir werden es demnächst mit einer viel zu großen und sich ständig verändernden Anzahl von Landkreisen zu tun haben, die als Risikogebiet gelten", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur ("dpa").

An einem Tag sage ein Gast ab, am nächsten Tag müsse er es nicht mehr, weil sein Landkreis kein Risikogebiet mehr sei und andersherum. "Wie soll da die Hotellerie den Überblick behalten?", fragte die Ministerin.

Beherbergungsverbot "noch sinnhaft"?

Darüber hinaus müsse man sich laut Rehlinger die Frage stellen, ob das Beherbergungsverbot "überhaupt noch sinnhaft" sei. Denn innerdeutsche Reisen seien bei der Ausbreitung des Virus aktuell nicht das größte Problem. "Das war sinnvoll, als es darum ging, einen Ausbruch in einem einzigen Landkreis einzudämmen. Jetzt haben wir es aber mit über 20 zu tun, und es werden täglich mehr", sagte Rehlinger laut "dpa".

"Pandemietreiber" seien im Moment vor allem private Feiern. Da sollte man versuchen, einen Riegel vorzuschieben - und nicht bei den Hotels, die pandemiegerecht mit Hygienekonzepten arbeiteten. Nach Angaben der Nachrichtenagentur hoffe die SPD-Politikerin, dass die Ministerpräsidenten bei ihrer Konferenz an diesem Mittwoch (14. Oktober 2020) das Thema noch mal kontrovers diskutieren werden.

Verbot im Saarland seit Ende Juni

Im Saarland besteht bereits seit Ende Juni ein Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Risikogebieten. Laut Regierungssprecher Alexander Zeyer sei es im Zuge der damals hohen Infektionszahlen nach dem Corona-Ausbruch rund um den Fleischverarbeiter Tönnies in die Saar-Rechtsverordnung aufgenommen worden.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- eigener Bericht

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