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Tödlicher Unfall auf A8 bei Zweibrücken heute erneut bei "Aktenzeichen XY"

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Hier zu sehen: Die Unfallstelle auf der A8 bei Zweibrücken. Das Motorrad (oben links) ging in Flammen auf. Archivfoto (Hintergrund): BeckerBredel. Archivfoto (Motorrad): Polizei

Unfall auf A8 nahe Zweibrücken erneut bei "Aktenzeichen XY"

Zum zweiten Mal nimmt die ZDF-Serie "Aktenzeichen XY...ungelöst" den tödlichen Unfall mit Fahrerflucht auf der A8 bei Zweibrücken in die Sendung auf. Die Folge wird am heutigen Mittwoch (14. Oktober 2020) ab 20.15 Uhr im ZDF ausgestrahlt.

Der Unfall selbst liegt mittlerweile mehr als zwei Jahre zurück (1. Juli 2018). Bereits im August 2018 hatte die Polizei in Zweibrücken den Fall in der Sendung vorgestellt. Nach der Ausstrahlung gingen zwar zahlreiche Hinweise bei den Einsatzkräften ein. Der entscheidende Hinweis war allerdings nicht dabei.

Geschehen wurde verfilmt

Für die heutige Ausstrahlung wurde das Geschehen vom 1. Juli 2018 von der "Aktenzeichen XY"-Redaktion verfilmt. Erste Szenen davon sind bereits im Trailer der Sendung zu sehen. Die Polizei hoffe auf einen vielleicht doch noch entscheidenden Hinweis.

Pkw fährt auf Motorrad auf

Am 1. Juli 2018 waren ein damals 37-jähriger Vater und sein Sohn mit dem Motorrad auf der A8 bei Zweibrücken unterwegs. Zeugenaussagen zufolge fuhr dort ein Auto mit überhöhter Geschwindigkeit von hinten auf das Motorrad auf. Anschließend prallte das Bike gegen die Leitplanke und zurück auf die Überholspur. Es ging in Flammen auf.

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Bei dem Unfall auf der A8 nahe Zweibrücken starb ein 13-Jähriger. Archivfoto: BeckerBredel

Sohn stirbt bei Unfall, Verursacher flüchtet

Bei dem Unfall auf der A8 erlitt der Vater schwere Verletzungen, sein Sohn starb. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es ein weißes Fahrzeug (vermutlich ein Mercedes E-Klasse) war, der die Harley Davidson des Mannes rammte. Der Verursacher des tödlichen Unfalls flüchtete vom Unfallort.

Zahlreiche Ansätze verfolgt

Im Verlauf der Ermittlungen wurden zahlreiche Ansätze verfolgt. So hatte es unter anderem eine Kooperation mit Mercedes gegeben. Darüber hinaus wurde zudem eine Hypnose eines Zeugen als Mittel in Anspruch genommen. Doch auch mit diesen Maßnahmen kamen die Ermittlerinnen und Ermittler nicht auf die Spur des flüchtigen Unfallverursachers.

500 Fahrzeuge überprüft - Verfahren eingestellt

Iris Weingardt, Leitende Oberstaatsanwältin, hatte im März 2020 erklärt: Aufgrund von rund 350 Hinweisen kam es zu Überprüfungen von 500 Kraftfahrzeugen. "Trotz aller Anstrengungen und Ermittlungen, die die Polizei in neun Leitordnern zusammengefasst der Staatsanwaltschaft vorgelegt hat, führten sämtliche veranlassten Überprüfungen und Maßnahmen nicht zum Erfolg".

Infolgedessen war es zu einem vorläufigen Einstellen des Verfahrens gekommen. Sämtliche vorliegenden Zeugenhinweise seien ausgewertet, hieß es seinerzeit. Die Einstellung hat jedoch nicht zur Folge, dass neue Hinweise nicht mehr verfolgt werden. Bis zum Ende der Verjährung besteht die Möglichkeit der Wiederaufnahme der Ermittlungen anhand neuer Erkenntnisse.

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Ein kilometerlanger Stau bildete sich nach dem Unfall auf der A8 bei Zweibrücken. Archivfoto: BeckerBredel

Tödlicher Unfall bei Zweibrücken: Alle Berichte auf einen Blick

Seit dem Unfallgeschehen im Juli 2018 hat die SOL.DE-Redaktion viele Berichte zu dem Thema veröffentlicht. Alle Beiträge dazu gibt es hier in der Übersicht:

- 02.07.2018: Ein Tag nach dem Unfall. Die Polizei sucht nach Zeugen13-Jähriger stirbt auf A8 bei Zweibrücken - Unfallverursacher flüchtet Richtung Saarland
- 03.07.2018: Die Polizei geht davon aus, das unfallverursachende Fahrzeug sei ein weißer Mercedes SLK gewesen: Polizei jagt Todesfahrer von Zweibrücken
- 04.07.2018: Die Beamten hoffen, der Unfallfahrer meldet sich selbst: Polizei appelliert an Unfallverursacher
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09.07.2018: Einsatzkräfte gehen neuen Hinweisen nach: Tödlicher Unfall auf A 8 bei Zweibrücken - Neue Hinweise und aktueller Stand
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18.07.2018: Ein neuer Zeugenaufruf soll weitere Anhaltspunkte liefern: Polizei startet neuen Zeugenaufruf
- 24.07.2018: Aus ganz Deutschland kommen Hinweise. Doch der entscheidende fehlt: Tödlicher Unfall auf A8 nahe Zweibrücken: Bundesweit Hinweise
- 25.07.2018: 10.000 Euro Belohnung werden ausgeschrieben. Daran beteiligt sich auch eine Motorrad-Gang: Todesfahrt auf A8 bei Zweibrücken: 10.000 Euro Belohnung für Hinweise
- 09.08.2018: Ausstrahlung eines Fernsehbeitrags über den Unfall: Fernsehbericht soll neue Hinweise liefern
- 14.08.2018: Nach der TV-Sendung gehen rund 20 neue Hinweise ein: Rund 20 Hinweise nach Fernsehbericht eingegangen
- 16.08.2018: Heißer Tipp für die Polizei? Möglicherweise wurde der Mercedes nach Norddeutschland verkauft: Tödlicher Crash auf A8 bei Zweibrücken: Unfall-Mercedes nach Norddeutschland verkauft?
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21.08.2018: Der „Pfälzische Merkur" (PM) sprach mit einem Augenzeugen: So erlebte ein Augenzeuge den Crash
- 22.08.2018: Ausstrahlung eines TV-Beitrages bei „Aktenzeichen XY": Der Fall heute bei "Aktenzeichen XY"
- 03.09.2018: Eine Kooperation mit der Firma Mercedes soll neue Hinweise liefern: Polizei arbeitet jetzt mit Mercedes zusammen
- 05.10.2018: Die Polizei ermittelt weiterhinDas ist der aktuelle Stand der Ermittlungen

- 21.05.2019: Eine Spur führt nach Luxemburg: Kommt der Unfallverursacher einfach davon?
- 02.07.2019: Es wird ein eher unüblicher Ansatz verfolgt: Ein Jahr nach tödlichem Unfall bei Zweibrücken: Hypnose soll neue Hinweise liefern
- 06.01.2020: Ein Rechtshilfeersuchen nach Österreich lieferte nicht den entscheidenden Hinweis: Weitere Spur führt ins Leere
- 16.03.2020: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein

Verwendete Quellen:
- eigene Berichte
- Deutsche Presse-Agentur
- zdf.de

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