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Saarland-Nachrichten: Die wichtigsten Meldungen vom Mittwoch (28. Oktober 2020)

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Die Ministerpräsidenten beschließen am heutigen Mittwoch (28. Oktober 2020) in einer Schalte mit der Kanzlerin weitere Corona-Maßnahmen. Archivfoto: BeckerBredel

Bund-Länder-Konferenz: Diese Corona-Maßnahmen stehen fest

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich heute Nachmittag erneut mit den Ministerpräsidenten über weitere Corona-Maßnahmen beraten. Im November gelten drastische Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie:

- Corona-Einschränkungen ab 2. November - Diese Maßnahmen sollen in Kraft treten
Bund plant neue Corona-Nothilfen für Unternehmen
-
"Schmerzlich, aber nötig": Tobias Hans zu den neuen Corona-Regeln

- Gastronomiebetriebe sollen im November geschlossen werden
Bund und Länder wollen Freizeiteinrichtungen schließen 
Kontakte in der Öffentlichkeit sollen drastisch beschränkt werden

Hans für strenge Beschränkung der Kontakte im privaten Umfeld

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans plädierte im Vorfeld der Konferenz dafür, Kontakte im Privaten stark einzuschränken. Das Ziel sei es, Weihnachten mit der Familie verbringen zu können: Tobias Hans spricht sich für massive Kontaktbeschränkungen im Privaten aus

Vorverlegte Sperrstunde außer Kraft gesetzt

Das Oberverwaltungsgericht des Saarlandes hat eine Regelung außer Vollzug gesetzt, die Gaststätten in St. Wendel eine Sperrstunde um 23:00 Uhr statt um 01:00 Uhr auferlegte. Die Entscheidung hat auch Auswirkungen auf das restliche Saarland: Oberverwaltungsgericht kippt vorverlegte Sperrstunde für Gaststätten

Weitere Meldungen rund um das Corona-Geschehen:
Rekord bei Corona-Neuinfektionen: Robert Koch-Institut meldet 14.964 Fälle
Frankreich plant neue Corona-Maßnahmen
Kita in Ottweiler wegen Corona-Fall bis auf Weiteres geschlossen
Saar-Ministerin Bachmann gegen Besuchsverbot in Altenheimen

Passanten in Saarbrücken-Burbach mit Teppichmesser bedroht

Ein psychisch kranker Mann hat in Saarbrücken-Burbach am Dienstag Menschen mit einem Teppichmesser bedroht. Nachdem mehrere Meldungen bei der Polizei eingegangen waren, konnte der Mann gefasst werden. Die ganze Geschichte: Mann droht Passanten in Saarbrücken mit Teppichmesser

Weitere Blaulicht-Meldungen: 
- Übergriff in Dudweiler: Mann attackiert Busfahrerin und junge Frau
Mord-Versuch mit Auto: Urteil gegen Saarländer rechtskräftig

Verwendete Quellen:
- eigene Artikel

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Corona-Einschränkungen ab 2. November - Diese Maßnahmen sollen in Kraft treten

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Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur haben sich Bund und Länder in einer Videoschalte mit Kanzlerin Merkel auf erste Einigungen bezüglich weiterer Corona-Regeln geeinigt. Archivfoto: picture alliance/Axel Schmidt/Reuters Pool/

Angesichts deutlich gestiegener Infektionszahlen haben sich Bund und Länder bei ihrem Corona-Krisengespräch auf vorübergehende massive Beschränkungen des öffentlichen Lebens verständigt. Das geht aus Informationen der Deutschen Presse-Agentur ("dpa") hervor.

Die Regelungen sollen ab dem 2. November deutschlandweit greifen und bis Monatsende gelten. Nach zwei Wochen - also etwa um den 11. November - wollen die Kanzlerin und die Regierungschefs erneut beraten, die durch die Maßnahmen erreichten Ziele bewerten und notwendige Anpassungen vornehmen.

Kontaktbeschränkungen

Bund und Länder wollen den gemeinsamen Aufenthalt in der Öffentlichkeit nur noch Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes mit maximal zehn Personen gestatten. Dies gelte verbindlich, Verstöße gegen diese Kontaktbeschränkungen würden von den Ordnungsbehörden sanktioniert.

Schulen und Kindergärten

Schulen und Kindergärten sollen weiterhin geöffnet bleiben. Darauf einigten sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur Bund und Länder bei den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten am Mittwoch. 

Gastronomie

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sollen zudem Gastronomiebetriebe vom 2. November an für den restlichen Monat schließen. Davon ausgenommen: die Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause; Kantinen sollen offen bleiben dürfen.

Groß- und Einzelhandel

Trotz steigender Corona-Infektionszahlen sollen Groß- und Einzelhandel im November offen bleiben. Mit der Vorgabe, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro zehn Quadratmeter aufhalten darf. In der Beschlussvorlage des Bundes war ursprünglich von 25 Quadratmetern die Rede gewesen, so "dpa".

Freizeit- und Kultureinrichtungen

Bund und Länder wollen wegen der Corona-Krise Veranstaltungen, die der Unterhaltung und Freizeit dienen, im November deutschlandweit weitgehend untersagen. So sollen Theater, Kinos oder Konzerthäuser und ähnliche Einrichtungen vom 2. November an bis Ende des Monats schließen. Auch Bordelle und Spielbanken sind betroffen.

Sport

Der Profisport soll im November nur noch ohne Zuschauer zugelassen werden. Dies gilt nach "dpa"-Informationen auch für die Fußballbundesliga. Freizeit- und Amateursportbetriebe sollen geschlossen werden, dazu zählen etwa Fitnessstudios und Schwimmbäder. Individualsport allein, zu zweit oder mit dem Hausstand soll weiterhin erlaubt sein.

Kosmetikstudios und Massagepraxen

Bund und Länder wollen wegen der sich verschärfenden Corona-Krise Betriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen oder Tattoostudios im November schließen. Friseursalons bleiben aber unter den bestehenden Hygienevorgaben geöffnet. Auch medizinisch notwendige Behandlungen wie Physiotherapien sollen weiter möglich sein.

Touristische Übernachtungen verboten, keine Grenzkontrollen

Im November sind touristische Übernachtungsangebote im Inland verboten. Generell sollten Reisen - auch zu Angehörigen - unterlassen werden. Dann dürfen etwa Hotels nur noch für zwingende Dienstreisen genutzt werden. Die Einhaltung der Reise-Regelungen sollen zwar stärker durch Schleierfahndungen der Bundespolizei kontrolliert werden, Grenzkontrollen sind jedoch nicht vorgesehen. 

Arbeit

Unternehmen sollen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Heimarbeit ermöglichen - wo immer dies umsetzbar ist. Betriebe, in denen dies nicht möglich ist, sollen Hygienekonzepte anpassen und umsetzen. Etwa sollen Kontakte unter der Belegschaft und mit Kunden weitestgehend vermieden werden. 

Hintergrund

Hintergrund für die geplanten Maßnahmen ist "dpa" zufolge die stark gestiegene Zahl der täglich festgestellten Neuinfektionen. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts von Mittwochmorgen 14.964 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Trotz schwieriger Vergangenheit in eine gute Zukunft?- Online Vortrag zu den deutsch-polnischen Beziehungen

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Foto: Chris Montgomery | Unsplash

Am 7. Dezember 1970 vor ziemlich genau 50 Jahren, schrieb der damalige Bundeskanzler Willy-Brandt Geschichte und läutete mit seinem Kniefall vor dem Denkmal für die Helden des Warschauer Ghettos ein neues Kapitel der deutsch-polnischen Beziehungen ein. Aber wo stehen wir 50 Jahre später?

Diskussion live auf Facebook und Zoom

Zu diesem Thema spricht Prof. Dr. Peter Oliver Loew am Mittwoch, den 02. Dezember, um 18.30 Uhr auf Einladung der Union Stiftung im Rahmen eines Online-Vortrags. Seit 2019 ist Loew Direktor des Deutschen Polen-Instituts und verfügt damit über eine hohe Expertise mit Blick auf die Beziehungen.

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Foto: Union Stiftung

Versperrt uns die Vergangenheit den Blick auf die Zukunft?

Mit seinem Kniefall am Denkmal im Warschauer Ghetto sorgte Willy-Brandt vor 50 Jahren für einen symbolischen Umbruch der deutsch-polnischen Beziehungen und veränderte damit auch die bundesdeutsche Erinnerungskultur. Durch die Anerkennung polnischen und polnisch-jüdischen Leids ebnete der Kanzler den Weg für Wahrnehmungsräume und Diskussion. Flankiert wurde  der Kniefall zudem durch die Unterzeichnung des Warschauer Vertrags am selben Tag, mit dem die Bundesrepublik und Polen diplomatische Beziehungen aufnahmen.  

An welchem Punkt sind unsere Beziehungen 50 Jahre später angelangt? Ist es uns gelungen, die Geschichte zu überwinden und eine enge europäische Nachbarschaft zu pflegen? Oder hindert uns die Geschichte noch immer daran, den Blick in die Gegenwart zu richten? 

Diese Fragen beschäftigen auch Prof. Dr. Peter Oliver Loew. Der Historiker hat sich mit zahlreichen Aspekten Polens und der deutsch-polnischen Beziehungen in der Vergangenheit als auch der Gegenwart beschäftigt. Als Direktor des Deutschen Polen-Instituts ist er ein absoluter Experte auf dem Gebiet. Zudem lehrt er als Honorarprofessor an der TU Darmstadt. In seinem Online-Vortrag wird er die Beziehungen zwischen den Nachbarländern ausgiebig beleuchten. Los geht es am Mittwoch, den 02. Dezember, ab 18:30 Uhr

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Kontakt:
Union Stiftung
Steinstraße 10
66115 Saarbrücken
Telefon: 0681/70945-0

Internet: www.unionstiftung.de
Facebook: https://www.facebook.com/UnionStiftung
Twitter: https://twitter.com/UnionStiftung
  

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"Schmerzlich, aber nötig": Tobias Hans zu den neuen Corona-Regeln

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Tobias Hans erklärte nach der Corona-Konferenz, dass diedrastischen Einschränkungen nötig seien, "um Schlimmeres zu verhindern". Archivfoto: BeckerBredel

Die neuen Maßnahmen seien nötig, "weil sonst das Infektionsgeschehen entgleist", erklärte Ministerpräsident Tobias Hans heute bei einer Pressekonferenz im Anschluss an die Bund-Länder-Schalte.

Noch nie zuvor sei die Situation so ernst gewesen. Die neuen Corona-Regeln seien getroffen worden, "um einen ähnlichen Verlauf der Pandemie wie in vielen Nachbarstaaten noch abzuwenden und eine akute nationale Gesundheitsnotlage zu verhindern", so Hans. Andernfalls könnten im Dezember die medizinischen Kapazitäten an ihre Grenzen kommen.

Corona-Einschränkungen ab dem 2. November: Diese Maßnahmen treten in Kraft

"Keine unmenschlichen Methoden" bei Kontaktkontrollen

Man erhoffe sich von den Maßnahmen, dass in Deutschland Kontakte um 75 Prozent reduziert werden. Im November dürfen sich daher auch in der Öffentlichkeit nur zehn Personen aus zwei Haushalten treffen. Bei der Kontrolle wolle man, so Hans im SR, "keine unmenschlichen Methoden" anwenden. Privatsphäre sei ein hohes Gut.

Massive Einschränkungen im November auch im Saarland

Laut der Verordnung müssen zudem Gastronomien und Freizeit- und Kultureinrichtungen ab kommenden Montag (2. November 2020) geschlossen werden. Auch Touristische Übernachtungen sind untersagt. Zu den Schließungen äußerte Hans: "Bundesweit ist der Ort der Infektion in 75 Prozent der Fälle nicht feststellbar, weshalb auch keine klaren Rückschlüsse mehr möglich sind, wo ein geringeres Infektionsrisiko besteht." 

Der Groß- und Einzelhandel bleibt geöffnet, allerdings unter strengeren Regeln. Auch der Betrieb in Schulen und Kitas soll weiterlaufen. Zudem wird es neue Corona-Nothilfen für Unternehmen geben. "Diese vier Wochen werden nicht dazu beitragen, dass ihnen die Luft zum Atmen ausgeht", so Hans.

Endlich einheitliche Regeln für ganz Deutschland

Positiv hervorzuheben sei, dass in ganz Deutschland endlich einheitliche Regeln gelten. Darauf hatte Hans in der Vergangenheit immer wieder gedrängt. Die Entscheidung sei den Politikern nicht leicht gefallen. "Uns ist bewusst, was diese Einschränkungen bedeuten – für die Wirtschaft und natürlich für jeden Einzelnen." Die Einschnitte seien schmerzlich, aber nötig, um Schlimmeres zu verhindern. 

"Je früher und besser wir die Infektionswelle jetzt brechen, desto größer stehen die Chancen, dass wir Weihnachten im Kreise unserer Liebsten verbringen können."

Verwendete Quellen:
- Eigene Berichte
- Eigene Recherche
- Tobias Hans auf Twitter

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Bund plant neue Corona-Nothilfen für Unternehmen

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Der Bund plant neue Corona-Hilfen für Unternehmen in Milliardenhöhe. Symbolfoto: Kay Nietfeld/dpa

Corona-Gipfel: Bund und Länder beschließen weitreichende Einschränkungen

Bund und Länder haben am heutigen Mittwoch (28. Oktober 2020) weitreichende Einschränkungen des öffentlichen Lebens beschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. So wurde auf dem heutigen Corona-Gipfel unter anderem die Schließung von Freizeiteinrichtungen sowie von Gastronomiebetrieben für den November beschlossen. Einen Überblick der Maßnahmen findet ihr unter: "Corona-Einschränkungen ab 2. November - Diese Maßnahmen sollen in Kraft treten".

Bund weitet Nothilfen für Unternehmen aus

Um die massiven Einschränkungen auszugleichen, plant der Bund nun milliardenschwere Nothilfen für Unternehmen, die von den vorübergehenden Schließungen zur Eindämmung des Coronavirus betroffen sind. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur, unter Berufung auf Teilnehmer der Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie den Ministerpräsidenten der Länder. Erstattet werden sollen demnach die Umsatzausfälle. Die Finanzhilfe soll ein Volumen von bis zu zehn Milliarden Euro haben.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Mord-Versuch mit Auto: Urteil gegen Saarländer rechtskräftig

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Wegen versuchten Mordes ist ein Mettlacher (Mitte) zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Foto: Birgit Reichert/dpa-Bildfunk

Revision des Angeklagten verworfen

Nach Angaben des Landgerichts Trier vom Mittwoch (28. Oktober 2020) hat der Bundesgerichtshof die Revision des Angeklagten gegen das Urteil vom vergangenen Februar als unbegründet verworfen. Der Mann aus Mettlach war wegen versuchten Mordes zu zehn Jahren Haft verurteilt worden.

Täter soll Frau angefahren haben

Die Richter hatten befunden, der Täter habe bei dem Vorfall Ende November 2018 in Taben-Rodt (Kreis Trier-Saarburg) heimtückisch gehandelt und die Arg- und Wehrlosigkeit seines Opfers ausgenutzt. Der Mann aus Mettlach soll seiner Ex-Freundin auf dem Weg zu deren Arbeitsplatz aufgelauert und sie dann in Tötungsabsicht mit Tempo 30 frontal angefahren haben. Das Opfer wurde schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt.

"Tiefe Kränkung" als Motiv

Nach damaliger Auffassung der Richter war das Motiv der Tat "eine tiefe Kränkung" des Mannes. Er hatte mit der Frau über sieben Jahre eine Liebesbeziehung, allerdings war der Mann zudem mit einer Lebensgefährtin zusammen - lebte also in einer Doppelbeziehung. Das Opfer hatte fünf Monate vor der Tat Schluss gemacht, weil sie nicht nur eine Affäre, sondern offiziell mit ihm zusammen sein wollte.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- eigener Artikel

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Übergriff in Dudweiler: Mann attackiert Busfahrerin und junge Frau

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In Dudweiler hat ein Mann eine Busfahrerin und eine junge Frau attackiert. Symbolfoto: Pixabay

Übergriff auf Busfahrerin und junge Frau in Dudweiler

In der Nacht auf Dienstag kam es an der Haltestelle Dudoplatz in Saarbrücken-Dudweiler gegen etwa 00.30 Uhr zu einem Übergriff zum Nachteil einer Busfahrerin und einer jungen Frau.

Drei Männer (jeweils zwischen 20 und 25 Jahre alt) gerieten zunächst mit der Busfahrerin in Streit, da sie im Bus alkoholische Getränke konsumierten und sich darüber hinaus weigerten, die notwendige Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Mann spuckt Busfahrerin ins Gesicht

Als die Busfahrerin die drei Männer an der Haltestelle am Dudoplatz aufforderte, den Bus zu verlassen, wurde einer der Männer übergriffig. Er fing zunächst an, die Fahrerin auf das Übelste zu beleidigen. Anschließend spuckte er der Busfahrerin ins Gesicht. 

Junge Frau zeigt Zivilcourage und wird ebenfalls attackiert

Eine junge Frau, die sich als Fahrgast in dem Bus befand, zeigte Zivilcourage und eilte der Busfahrerin zur Hilfe. In der Folge wurde der Mann auch gegenüber dieser jungen Frau übergriffig. Neben Beleidigungen, bespuckte er nun die zweite Frau und attackierte sie zudem mit Fußtritten.

Noch vor Eintreffen der zwischenzeitlich alarmierten Einsatzkräfte der Polizei flüchteten die Täter von der Örtlichkeit. Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Sulzbach in Verbindung zu setzen.

Beschreibung des Täters

Der Täter wird wie folgt beschrieben:
- mitteleuropäisches Aussehen,
- 1,65 - 1,75 Meter groß,
- 20-25 Jahre alt,
- dunkel-blonde Haare (Seiten kurz, oben etwas länger),
- normale Statur,
- bekleidet mit einer blauen Jeans und einem grauen Kapuzenpullover. 

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Polizei Sulzbach vom 28.10.2020

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Kita in Ottweiler wegen Corona-Fall bis auf Weiteres geschlossen

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Die Kita Lehbesch in Ottweiler ist aufgrund eines Corona-Falls vorübergehend geschlossen worden. Symbolfoto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Kita Lehbesch geschlossen

Die Stadt Ottweiler hat auf ihrer Webseite über einen Corona-Fall an der Kindertagesstätte Lehbesch informiert. "Aufgrund eines positiven Testergebnisses muss die Einrichtung geschlossen werden", heißt es in der Mitteilung. Die Maßnahme greife ab dem heutigen Mittwoch (28. Oktober 2020) und gelte "bis auf Weiteres".

Kontaktnachverfolgung in Arbeit

Nach Angaben der Stadt hat die Kita-Leitung bereits "mehrere Eltern/Personensorgeberechtigte erreicht und informiert". Das Gesundheitsamt werde Eltern/Berechtigte informieren, wann Abstriche erfolgen können. Derzeit sei das Anfertigen einer Kontaktnachverfolgungsliste in Arbeit.

Verwendete Quellen:
- ottweiler.de

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Mann droht Passanten in Saarbrücken mit Teppichmesser

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In Saarbrücken soll der Mann Passanten mit einem Teppichmesser gedroht haben. Fotos: (Hintergrund) Wikimedia Commons/atreyu/CC3.0-Lizenz; Bild bearbeitet | (Messer) Unsplash

Wie die Polizei mitteilte, hat sich am Dienstagnachmittag eine Frau bei der Inspektion Saarbrücken-Burbach gemeldet. Ihre Schilderungen: In der Nähe des Malstatter Marktes sei sie zunächst von einem psychisch auffälligen Mann um eine Zigarette "angeschnorrt" worden.

Mann kündigt Straftaten an

"Als sie antwortete, dass sie keine Zigaretten habe, zog der Mann ein Cuttermesser hervor, regte sich scheinbar auf und kündigte unmissverständlich Straftaten gegen andere Menschen an", resümierte die Polizei die Schilderungen der Anruferin. Im Anschluss habe die Person die Örtlichkeit verlassen, sodass die verängstige Frau den Anruf vornehmen konnte.

Zweiter Anrufer meldet sich

Unmittelbar danach ging ein zweiter Anruf bei der Polizei ein. Diesmal sichtete eine weitere Person den zuvor beschriebenen Mann. In Richtung Malstatter Brücke laufend, soll dieser schreiend und mit einem Teppichmesser hantierend gesehen worden sein.

Person in Klinik verbracht

Kräfte der Polizeiinspektion Saarbrücken-Burbach konnten die Person schließlich feststellen, entwaffnen und in Gewahrsam nehmen. Ein hinzugezogener Arzt stellte laut den Beamtinnen und Beamten fest, "dass der 52-Jährige aufgrund einer akuten psychischen Erkrankung und seines daraus resultierenden Verhaltens eine erhebliche Gefahr für andere Menschen darstellt". Infolgedessen wurde der Mann in eine Klinik verbracht.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Polizeiinspektion Saarbrücken-Burbach, 27.10.2020
- Verwendetes Foto (Hintergrund): Wikimedia Commons/atreyu/CC3.0-Lizenz; Bild bearbeitet

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mit dpa

Saar-Ministerin Bachmann gegen Besuchsverbot in Altenheimen

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Monika Bachmann, die Gesundheitsministerin des Saarlands. Foto: picture alliance/dpa/Archivbild

Bachmann gegen Besuchsverbot

Saar-Gesundheitsministerin Monika Bachmann ist gegen ein Besuchsverbot in Altenheimen: "Alles, was ich will, ist, die Häuser nicht zu schließen, erst recht nicht jetzt vor Weihnachten", sagte die CDU-Politikerin am gestrigen Dienstag (27. Oktober 2020) laut "dpa" in Saarbrücken.

Zehn Einrichtungen betroffen

Laut Bachmann sind aktuell zehn Einrichtungen im Saarland betroffen, dort seien insgesamt 63 Bewohner positiv getestet worden. Allein in einem Seniorenheim im Landkreis St. Wendel seien 36 von 41 Bewohnern und elf Mitarbeiter infiziert.

Kritik an "Schnupfenpapier"

Kritisch äußerte sich die Gesundheitsministerin zu einem sogenannten "Schnupfenpapier" aus dem Bildungsministerium des Landes. Demnach sollen Kinder mit einem leichten Schnupfen oder Husten vorsorglich für 24 Stunden zu Hause bleiben.

"Ich sehe das Problem nicht, weil ich Müttern und Vätern zutraue, ihre Kinder zu kennen", sagte Bachmann. "Nicht jeder Schnupfen ist gleich Corona, und ich glaube wirklich, dass Eltern so vernünftig sind, dass sie verantwortungsvoll damit umgehen können."

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- eigene Berichte

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mit dpa

Rekord bei Corona-Neuinfektionen: Robert Koch-Institut meldet 14.964 Fälle

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Das Robert Koch-Institut meldet jüngst 14.964 Fälle - das ist ein Rekord. Symbolfoto: Uwe Anspach/dpa-Bildfunk

Rekordwert seit Beginn der Pandemie

Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwochmorgen mitteilte, haben die Gesundheitsämter 14.964 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet - das ist ein Rekord seit Beginn der Pandemie.

Werte nur bedingt vergleichbar

Allerdings sind die Werte mit denen aus dem Frühjahr nur bedingt vergleichbar, da inzwischen deutlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden. Am Mittwoch vor einer Woche hatte die Zahl bei 7.595 gelegen. Am Samstag war mit 14.714 Neuinfektionen der bisherige Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland verzeichnet worden.

Weitere Zahlen des RKI

Die Gesamtzahl der Corona-Fälle in Deutschland wurde auf der Homepage des Robert Koch-Instituts zunächst nicht aktualisiert. Am Dienstag lag sie bei 449.275. Die Zahl der Todesfälle wurde ebenfalls nicht aktualisiert, sie lag mit Stand Dienstag bei 10.098.

Die Zahl der Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen lag bundesweit am Dienstag bei 87. In der Woche zuvor (20. Oktober 2020) hatte das RKI eine Inzidenz von 48,6 Fällen gemeldet. Nach RKI-Angaben haben rund 70 Prozent der Kreise eine Inzidenz von über 50, acht Kreise liegen nach diesen Angaben sogar bei über 200.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Dienstag bei 1,17 (Vortag: 1,37). Das bedeutet, dass zehn Infizierte knapp 12 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Dienstag bei 1,21. Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Gesundheitsministerium meldet 270 Corona-Neuinfektionen im Saarland

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Die Zahl der Infektionen im Saarland ist um 270 gestiegen. Grafik: Pixabay

Im Saarland sind zurzeit 1.646 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl ergibt sich aus den Daten, die das Gesundheitsministerium mit Stand vom Dienstag (27. Oktober 2020), 18.00 Uhr, veröffentlicht hat.

270 Neuinfektionen im Saarland gemeldet

Demnach stieg die Gesamtzahl der gemeldeten Infektionen um 270 auf jetzt 5.995 Fälle. Hinweis: Die Zahl beinhaltet eine Nachmeldung des Saarpfalz-Kreises vom 26. Oktober 2020.

Bislang sind 181 Menschen im Saarland in Verbindung mit SARS-CoV-2 gestorben (+1). Als geheilt gelten inzwischen 4.168 Menschen. Das sind 53 mehr als am Vortag.

Von den an Covid-19 erkrankten Patientinnen und Patienten werden momentan 123 stationär behandelt (+6). Davon liegen 27 auf der Intensivstation (+5).

Die Gesamtfälle teilen sich wie folgt auf die Landkreise auf:
Regionalverband Saarbrücken: 2.169 (+92 gegenüber dem Vortag)
Landkreis Saarlouis: 1.170 (+63)
Saarpfalz-Kreis: 746 (+40 | beinhaltet Nachmeldung vom Vortag)
Landkreis Neunkirchen: 748 (+42)
Landkreis Merzig-Wadern: 585 (+14)
Landkreis St. Wendel: 577 (+19)

Wie die Statistik zustande kommt

Das saarländische Gesundheitsministerium versendet einmal am Tag Angaben zu der Entwicklung der Coronavirus-Zahlen. Es weist darin nur Fälle auf, die von den Gesundheitsämtern der Landkreise und des Regionalverbands bestätigt wurden. Über die tägliche Anzahl der Tests macht das Ministerium keine Angaben.

Begriffserklärung

Zahl der Fälle: Sie gibt die Gesamtzahl der Fälle im Saarland seit dem ersten Auftreten des Coronavirus an. Sie zeigt damit nicht an, wie viele Menschen zum aktuellen Zeitpunkt mit dem Virus infiziert sind. Genesene und Tote werden aus dieser Zahl nicht herausgerechnet.

Zahl der Genesenen: Sie gibt die Gesamtzahl der Personen an, die mit dem Coronavirus infiziert waren und inzwischen wieder geheilt sind.

Zahl der Toten: Sie zeigt die Gesamtzahl der Menschen an, die in Verbindung mit einer Corona-Infektion gestorben sind.

Zahl der aktiven Infektionen: Sie zeigt die aktuelle Zahl der Personen an, die das Coronavirus in sich tragen. Sie ergibt sich aus der Differenz aus der Gesamtzahl der Fälle und der Zahl der Geheilten sowie der Zahl der Toten.

Zahl der Intensivpatienten: Sie gibt die aktuelle Zahl der Personen an, die sich mit einer Coronavirus-Infektion auf einer Intensivstation befinden.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des saarländischen Gesundheitsministeriums, 27.10.2020
- eigene Recherche

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Bund und Länder wollen Freizeiteinrichtungen schließen

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Bund und Länder wollen Freizeiteinrichtungen erneut schließen. Symbolfoto: Guido Bergmann/Bundesregierung/dpa

Freizeiteinrichtungen sollen im November geschlossen werden

Bund und Länder wollen wegen der Corona-Krise Veranstaltungen, die der Unterhaltung und Freizeit dienen, im November deutschlandweit weitgehend untersagen. So sollen Theater, Opern oder Konzerthäuser vom 2. November an bis Ende des Monats schließen.

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur ("dpa") aus den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten am Mittwoch (28. Oktober 2020). Die Regelung betreffe auch den Freizeit- und Amateursportbetrieb, Individualsport soll ausgenommen werden.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Gastronomiebetriebe sollen im November geschlossen werden

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Wegen drastisch steigender Corona-Zahlen sollen Gastronomiebetriebe in Deutschland im November geschlossen werden. Symbolfoto: Henning Kaiser/dpa

Gastronomiebetriebe sollen im November geschlossen werden

Bund und Länder wollen zur Eindämmung der Corona-Pandemie Gastronomiebetriebe vom 2. November für den restlichen Monat schließen. Das will die Deutsche Presse-Agentur aus den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten am Mittwoch erfahren haben. Zuerst hatte die "Funke Mediengruppe" über die Schließungen berichtet.

Ausnahme Lieferdienste und Abholung

Davon ausgenommen sein soll die Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause. Auch Kantinen sollen offen bleiben dürfen.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Kontakte in der Öffentlichkeit sollen drastisch beschränkt werden

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Symbolfoto: dpa-Bildfunk/Peter Kneffel

Die Deutsche Presse-Agentur ("dpa") hat nach eigenen Angaben am heutigen Mittwoch (28. Oktober 2020) erste Einigungen der Bund-Länder-Gespräche erfahren.

Einigung über Kontaktbeschränkungen

Demnach soll der "gemeinsame Aufenthalt in der Öffentlichkeit nur noch Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes mit maximal zehn Personen" gestattet sein. Dies gelte verbindlich, Verstöße gegen diese Kontaktbeschränkungen würden von den Ordnungsbehörden sanktioniert.

Die Regelung soll ab dem 2. November deutschlandweit greifen und bis Monatsende gelten. Nach zwei Wochen - also etwa um den 11. November - wollen die Kanzlerin und die Regierungschefs erneut beraten, die durch die Maßnahmen erreichten Ziele bewerten und notwendige Anpassungen vornehmen. 

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Tobias Hans spricht sich für massive Kontaktbeschränkungen im Privaten aus

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Hier zu sehen: Saar-Ministerpräsident Tobias Hans. Foto: dpa-Bildfunk/Oliver Dietze

Bund will Kontaktbeschränkungen

Mit drastischen Kontaktbeschränkungen noch vor Weihnachten will der Bund die steigenden Corona-Infektionszahlen eindämmen. Dazu findet am heutigen Mittwoch (28. Oktober 2020) eine Video-Konferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten statt.

Auch Hans für Kontaktbeschränkungen

Noch vor den Gesprächen sagte Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) dem "SR": Es brauche Maßnahmen, um private Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Private Feiern dürften aktuell nicht stattfinden, da es hier zu vielen Übertragungen von Infektionen komme.

"Ziel sei es, Weihnachten im Kreis der Lieben verbringen zu können", heißt es im "SR"-Bericht. Ohne massive Einschränkungen drohe eine Überforderung des Gesundheitssystems hierzulande mit einem zweiten Lockdown. Nach Einschätzung von Hans bedarf es bundesweit einheitlicher Lösungen.

Einschränkungen in Unternehmen?

Unternehmerisches Handeln wolle der CDU-Politiker grundsätzlich nicht einschränken, sagte er dem "SR". Und falls es doch dazu kommen sollte, "müssen wir Geld liefern". Offen sei hingegen, ob es zu Einschränkungen im Bereich Gastronomie komme.

Für den heutigen Mittwochabend wird ein Statement von Tobias Hans zu weiteren Maßnahmen erwartet.

Verwendete Quellen:
- Saarländischer Rundfunk
- Deutsche Presse-Agentur
- eigene Artikel

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Saarland: Oberverwaltungsgericht kippt vorverlegte Sperrstunde für Gaststätten

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Das Oberverwaltungsgericht des Saarlandes hat die vorverlegte Sperrstunde für Gaststätten gekippt. Symbolfoto: Sebastian Gollnow/dpa

OVG setzt Vorverlegung der Sperrstunde für Gaststätten außer Vollzug

Das Oberverwaltungsgericht des Saarlandes (OVG) hat mit einem Beschluss vom heutigen Mittwoch die Vorverlegung der Sperrstunde für Gaststätten im Landkreis St. Wendel außer Vollzug gesetzt. Der Landkreis St. Wendel hatte zuvor in einer Verordnung geregelt, dass die Gaststätten in St. Wendel bereits ab 23.00 Uhr und nicht erst ab 1.00 Uhr schließen müssen.

Damit ist die im gesamten Saarland getroffene Vorverlegung der Sperrstunde für Gaststätten hinfällig. Das Saarland hatte ab dem 18. Oktober 2020 die Sperrstunde auf 23.00 Uhr vorverlegt: "Saarland verschärft Corona-Regeln: Das gilt ab sofort".

Gaststättenbetreiber in St. Wendel wehrte sich gegen Regelung

Ein Gaststättenbetreiber in St. Wendel hatte sich mit einem Normenkontrollantrag in einem Hauptverfahren und mit einem Eilverfahren gegen die Vorverlegung der Sperrstunde gewehrt. Er hielt die Einschränkung seiner Berufsfreiheit durch die Sperrstunde als nicht mehr verhältnismäßig. Seiner Ansicht nach sei nicht ersichtlich, dass nach 23.00 Uhr eine signifikante Erhöhung des Infektionsrisikos bestehe, vor allem weil ab diesem Zeitpunkt ohnehin kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden dürfe.

Einschränkung verletzt Berufsfreiheit

Das OVG hat nun im Eilverfahren entschieden, dass die angeordnete Vorverlegung der Sperrstunde auf 23.00 Uhr gegenüber der bereits bisher aufgrund des Hygieneplans der saarländischen Landesregierung für Gastronomie- und Gewerbebetriebe geltenden Beschränkung der Öffnungszeiten auf die Zeit zwischen 6 und 1 Uhr nicht mit der im Grundgesetz geschützten Berufsfreiheit des Gaststättenbetreibers vereinbar ist.

OVG: Es gibt mildere Mittel

Das Gericht hält die Vorverlegung nicht als erforderlich. Der Betrieb unter den vorgeschriebenen Hygieneanforderungen und das ab 23.00 Uhr geltende Alkoholverbot stellten demnach mildere, gleichermaßen geeignete Mittel zur Bekämpfung der Infektionsgefahren dar. Zudem sei nach den bisherigen RKI-Daten davon auszugehen, dass das Infektionsumfeld "Gaststätte" gegenüber anderen Infektionsumfeldern wie dem privaten Haushalt, Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern und dem Arbeitsplatz eine untergeordnete Rolle spiele.

Das durchaus vorhandene Risiko einer alkoholbedingten Beeinträchtigung der Disziplin hinsichtlich der Einhaltung von Hygiene- und Abstandsmaßnahmen werde bereits durch das verfügte Alkoholverbot abgedeckt. Eine vollständige Untersagung des Betriebs sei daher unverhältnismäßig.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Oberverwaltungsgerichts des Saarlandes vom 28.10.2020

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Angela Merkel in der Pressekonferenz: Die neuen Corona-Einschränkungen

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Angela Merkel vergangene Woche vor Beginn einer Sitzung des Bundeskabinetts. Foto: Markus Schreiber/AP-Pool/dpa

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mit dpa

Im November: Auf Bürger kommen massive Einschränkungen im Alltag zu

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Unter anderem Bars und Clubs sollen geschlossen werden. Symbolfoto: Daniel Karmann/dpa-Bildfunk

Drastische Kontaktbeschränkungen

Der Bund will mit drastischen Kontaktbeschränkungen noch vor Weihnachten die massiv steigenden Corona-Infektionszahlen in den Griff bekommen. Bundesweit sollen Freizeiteinrichtungen und Gastronomie geschlossen, Unterhaltungsveranstaltungen verboten und Kontakte in der Öffentlichkeit sowie Feiern auf Plätzen und in Wohnungen eingeschränkt werden. Das geht aus einem der Deutschen Presse-Agentur ("dpa") vorliegenden Entwurf der Beschlussvorlage des Bundes für die Video-Konferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten an diesem Mittwoch hervor.

Maßnahmen ab 4. November

Die Maßnahmen sollen ab dem 4. November deutschlandweit in Kraft treten und bis Ende des Monats gelten. Nach Ablauf von zwei Wochen sollen Kanzlerin und Länderchefs die erreichten Ziele beurteilen und notwendige Anpassungen vornehmen. "Familien und Freunde sollen sich auch unter Corona-Bedingungen in der Weihnachtszeit treffen können. Dazu bedarf es jetzt erneut, wie schon im Frühjahr, einer gemeinsamen Anstrengung", heißt es in dem Papier. Viele geplante Maßnahmen gleichen den Einschränkungen, die es bereits im Frühjahr während der ersten Corona-Welle gegeben hat.

Offen war, ob und wie weitgehend die Länder die Maßnahmen mittragen. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat eine Zustimmung seiner Regierung zu einem derartigen Beschluss bereits ausgeschlossen. Andere Länder hatten dagegen schon vor dem virtuellen Treffen Verschärfungen angekündigt. Vor den Beratungen von Merkel mit den Länderchefs (13.00 Uhr) wollen sich die Ministerpräsidenten bereits um 10.30 Uhr zu Vorgesprächen zusammenschalten.

Die geplanten Maßnahmen im Einzelnen

Öffentlichkeit, Feiern:
Nur noch Angehörige des eigenen und eines weiteren Hausstandes sollen sich gemeinsam in der Öffentlichkeit aufhalten dürfen. Verstöße gegen diese Kontaktbeschränkungen sollen von den Ordnungsbehörden sanktioniert werden. Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen seien angesichts der ernsten Lage inakzeptabel.

Schulen und Kindergärten:
Diese Einrichtungen sollen offen bleiben. Die Länder sollten aber weitere Schutzmaßnahmen einführen.

Einzelhandel:
Einzelhandelsgeschäfte sollen unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen insgesamt geöffnet bleiben. Es müsse aber sichergestellt werden, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro 25 Quadratmeter aufhalte.

Unterhaltungsveranstaltungen:
Theater, Opern oder Konzerthäuser sollen schließen. Dies gilt auch für Messen, Kinos, Freizeitparks, Spielhallen, Spielbanken und Wettannahmeeinrichtungen. Auch Bordelle und andere Prostitutionsstätten sollen geschlossen werden.

Sport:
Freizeit- und Amateursportbetriebe sollen auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen geschlossen werden, ebenso Schwimm- und Spaßbäder sowie Fitnessstudios. Über Spiele der oberen Fußball-Ligen wird in dem Papier nichts Konkretes gesagt.

Gastronomie und Hotels:
Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen sollen geschlossen werden. Ausgenommen werden sollen die Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause. Touristische Übernachtungsangebote im Inland sollen untersagt werden. Angebote sollten nur noch für notwendige Zwecke gemacht werden. Die Bürger werden aufgefordert, generell auf private Reisen und auf Verwandtenbesuche zu verzichten.

Körperpflege:
Kosmetikstudios, Massagepraxen oder Tattoostudios sollen schließen, medizinisch notwendige Behandlungen wie Physiotherapien aber möglich sein. Friseursalons bleiben - anders als im Frühjahr - aber unter den bestehenden Hygienevorgaben geöffnet.

Wirtschaft:
Industrie, Handwerk und Mittelstand solle sicheres Arbeiten umfassend ermöglicht werden, heißt es im Entwurf. Die Arbeitgeber müssten ihre Mitarbeiter vor Infektionen schützen. Wo immer umsetzbar soll Heimarbeit ermöglicht werden.

Hilfe für Unternehmen:
Der Bund will Hilfen verlängern und die Konditionen etwa für die Kultur- und Veranstaltungswirtschaft verbessern. Außerdem soll der Schnellkredit der staatseigenen KfW Bankengruppe für Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten geöffnet und angepasst werden.

Risikogruppen:
Für Kranke, Pflegebedürftige, Senioren und Behinderte solle es zügig und prioritär Corona-Schnelltests geben. Der besondere Schutz in diesem Bereich dürfe aber nicht zu einer vollständigen sozialen Isolation führen.

Kontrollen:
Zur Einhaltung der Maßnahmen sollen flächendeckend die Kontrollen verstärkt werden. Zudem sollen Bund und Länder Bürgerinnen und Bürger verstärkt über die Corona-Maßnahmen informieren "und durch möglichst einheitliche Maßnahmen die Übersichtlichkeit erhöhen", heißt es in dem Papier.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Frankreich plant neue Corona-Maßnahmen

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Spekuliert wird über eine Ausweitung der nächtlichen Ausgangssperre oder einen Lockdown. Foto: Michel Spingler/AP/dpa-Bildfunk

Weitere Maßnahmen

Frankreich plant neue Corona-Maßnahmen: Darüber hat Premierminister Jean Castex am Dienstagabend (27. Oktober 2020) informiert. Ins Detail ging er dabei nicht, so "dpa". Am heutigen Mittwochabend werde sich Staatschef Emmanuel Macron an seine Landsleute wenden, hieß es in Kreisen des Élyséepalastes.

Ausweitung der Ausgangssperre?

Derweil werde in Frankreich über eine mögliche Ausweitung der bereits geltenden nächtlichen Ausgangssperre in 54 Départements oder einen Lockdown spekuliert - entweder auf nationaler Ebene oder in einzelnen, besonders betroffenen Regionen. Regierungschef Castex kündigte für Donnerstag eine Erklärung im Parlament an.

Lage verschlechtert sich

Die Corona-Lage verschlechtert sich in Frankreich seit Wochen dramatisch, so "dpa". Die Zahl der Neuinfektionen erreichte in der vergangenen Woche mehrmals Spitzenwerte. Auch die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten Todesopfer binnen 24 Stunden stieg stark an - am Dienstagabend meldeten die Behörden 523. Damit wurde wieder das hohe Niveau vom April erreicht. Die Gesamtzahl der Todesopfer liegt nun bei 35.500.

Am Sonntagabend wurden erstmals seit Beginn der großflächigen Testungen mehr als 52.000 Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden erfasst. Es gilt bereits eine nächtliche Ausgangssperre für rund zwei Drittel der Einwohner, also rund 46 Millionen Menschen.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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