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Saarland-Nachrichten: Die wichtigsten Meldungen vom Freitag

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Im Saarland steht der zweite, abgeschwächte Lockdown bevor. Alle News des Tages auf SOL.DE im Überblick. Symbolfoto: BeckerBredel

Die aktuellen Corona-Zahlen im Saarland

Das Gesundheitsministerium hat am gestrigen Donnerstag (29. Oktober 2020, 18:00 Uhr) die aktuellen Corona-Zahlen veröffentlicht.  Die Zahl der Aktiv-Infizierten liegt nun deutlich über dem Höchstwert der ersten Welle. Zudem wurden drei Tote gemeldet. Mehr dazu: Über 300 neue Corona-Fälle im Saarland - drei Tote 

Neue Corona-Verordnung verkündet, Hans schließt Verlängerung nicht aus

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans hält es für möglich, dass die Corona-Maßnahmen, die für den November gelten, verlängert werden. Sollten die Zahlen nicht sinken, seien sogar noch schärfere Einschränkungen möglich. Mehr dazu:  Hans schließt Lockdown-Verlängerung bis in Dezember nicht aus 

Die Landesregierung verkündete heute die neue Corona-Verordnung im Saarland. Was jetzt gilt: 
Saar-Regierung verkündet Lockdown-Beschlüsse
- Das sagen Tobias Hans und Anke Rehlinger zur neuen Corona-Verordnung im Saarland

Corona-Fälle an BBZ und Kitas im Saarpfalz-Kreis gemeldet

Am Berufsbildungszentrum St. Ingbert und zwei Kitas im Saarpfalz-Kreis ist es zu mehreren Corona-Fällen gekommen. Mindestens 77 Personen müssen in Quarantäne. Mehr dazu: Corona an Schule und Kitas im Saarpfalz-Kreis

Nächtliche Ausgangssperre in Luxemburg

In Luxemburg gilt ab heute eine nächtliche Ausgangssperre. Nur noch in Ausnahmefällen dürfen die Luxemburgerinnen und Luxemburger ihre Wohnungen zwischen 23:00 Uhr und 6:00 Uhr verlassen. Mehr dazu: Luxemburg führt nächtliche Ausgangssperre ein 

Weitere Meldungen rund um das Coronavirus: 
- Wut und Resignation in der Saar-Gastronomie: "Wir verlieren unsere Zukunft"
Saar-Forscher warnen: Lockdown müsste härter sein

Arbeiter stirbt bei Bahn-Unfall in Sulzbach

Bei Sulzbach wurde ein Mann bei Gleisarbeiten von einem Zug erfasst. Bei dem Unfall kam er ums Leben. Mehr dazu: Tödlicher Bahn-Unfall bei Sulzbach: Arbeiter von Zug erfasst

Kurioser Polizeieinsatz in Dudweiler: Infizierte will nicht in Quarantäne

Eine 60-Jährige, die in Karlsruhe positiv auf das Coronavirus getestet wurde, sorgte am Donnerstag für einen kuriosen Einsatz der Polizei. Sie hatte zunächst angegeben, in Dudweiler zu wohnen. Als sich das als falsch herausstellte, begann eine Odyssee. Mehr dazu: Corona-Patientin sorgt für Polizeieinsatz in Dudweiler 

Nicht genügend Lehrkräfte an saarländischen Schulen

Um den Unterricht vor Ort gewährleisten zu können, braucht es im Saarland mehr Lehrkräfte. Bildungsministerin Streichert-Clivot will die Ressourcen erweitern. Dazu könnten etwa Teilzeitkräfte ihre Stunden aufstocken. Mehr dazu: Saar-Bildungsministerin: "Brauchen an Schulen mehr Ressourcen"

Fridays for Future Demonstration heute in Saarbrücken

Angehörige der Fridays for Future Bewegung protestieren heute auf dem Rathausplatz in Saarbrücken. Sie fordern Banken dazu auf, Investitionen in Kohle und Rüstungsindustrie zu unterlassen. Mehr dazu: Fridays for Future Saar demonstriert gegen Finanzierung von Kohle und Rüstung durch Banken 

Miss Germany 2021: Diese Saarländerinnen sind in den Top 32

Bei der Wahl zur Miss Germany 2021 haben es zwei Saarländerinnen in die nächste Runde geschafft. Die 21-jährige Nancy aus Dillingen und die 30-jährige Robin-Jessica aus Saarbrücken sind damit unter den Top 32. Mehr zu den Kandidatinnen aus dem Saarland: Miss Germany 2021: Das sind die Top 2 aus dem Saarland

Lost Places im Saarland: Die 7 schaurigsten Orte

Halloween steht vor der Tür, es ist Zeit sich zu gruseln. Wer glaubt, dass schaurige Orte nur in abgelegenen Gegenden von Transsilvanien existieren, hat sich geirrt. Lost Places zum Fürchten gibt es auch im Saarland: Das sind die 7 gruseligsten Orte des Saarlandes

Tanken in Luxemburg: Preise für Benzin und Diesel

Die Grenzen sind noch offen, Tanken in Luxemburg nach wie vor möglich. Die aktuellen Preise an den Zapfsäulen im Großherzogtum findet ihr hier:  Das sind die aktuellen Preise für Benzin und Diesel in Luxemburg

Verwendete Quellen:
- Eigene Artikel

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Das sind die 7 gruseligsten Orte des Saarlandes

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An diesen Orten im Saarland herrscht haarsträubender Grusel-Faktor. Symbolfoto: Pexels (CC0-Lizenz)

Beängstigende Orte existieren nicht nur in Albträumen oder in Filmen. Schon einmal von der Puppen-Insel in Mexiko gehört? Oder der Knochen-Kapelle in Tschechien? Manchmal liegt der Schauer aber nur ein paar Haustüren entfernt. So wie im Fall dieser sieben Grusel-Orte im Saarland.  

"Das Haus der Näherin"
In diesem verfallenen Wohnhaus soll einst eine begabte Näherin mit ihren zwei Söhnen gelebt haben. Seit etwa 30 Jahren stehe es allerdings leer, so "Lost Places Saarland".

Heute sieht das gesamte Grundstück so aus:

"Das alte Waldhaus"

Mitten im Wald, das sagt bereits der Name, liegt dieses verlassene Haus. Die vielen Knochen machen das Ganze nicht weniger unheimlich.

"Die Geistervilla"
Was soll man sagen, der Name ist hier wohl Programm.

"Das Krankenhaus"
Nicht weniger unheimlich: "Das Krankenhaus".

"Das verlassene Schwimmbad"
Wer hätte gedacht, dass ein Ort, der einst für Freizeitvergnügen stand, heute so gruselig aussehen kann?

"Das Haus des Metzgers"
Dieser verfallene Ort (manchmal auch als "Schlachtervilla" bezeichnet) befindet sich mitten im Saarland. Der Eigentümer des Hauses, ein Metzger, soll laut einer Sage den Verstand verloren haben.

"Haus 116 a"
Auch hier scheint der Spuk nicht weit entfernt.

"La Ferme du Diable"
Diese verlassene Farm liegt lediglich in der Nähe des Saarlandes. Genau genommen befindet sie sich in Frankreich. Einer Sage zufolge soll hier der Teufel sein Unwesen treiben.

Wo sind die Ortsangaben?
Dass die Ortsangaben zu den jeweiligen Orten fehlen, ist kein Zufall. Einerseits dient das dem Schutz der Gebäude. Diese sind teilweise stark durch Vandalismus zerstört worden. Andererseits dient das auch eurem Schutz. Denn der marode Zustand birgt Gefahren.

Verwendete Quellen:
- eigene Recherche
- Facebook: Lost Place Saarland & Umgebung
- Facebook: Lost Places Saarland
- Facebook: Lost Place im Saarland
- Facebook: Urbex Saar

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Azubi-Atlas: Finde deine Ausbildung 2021

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Foto: Fox/Pexels

Du befindest dich aktuell im letzten Schuljahr? Dann solltest du dir spätestens jetzt überlegen, welchen Beruf du später ausüben möchtest. Vielleicht kommt auch ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder eine berufsbegleitende Ausbildung infrage. Es ist auf jeden Fall die erste große Entscheidung über deine berufliche Zukunft. Diese sollte gut überlegt sein.  

Der große Azubi-Atlas der Saarbrücker Zeitung in Zusammenarbeit mit der AGV Bau Saar möchte dazu beitragen, dass du als künftige Auszubildende oder künftiger Auszubildender die richtige Entscheidung für deine Zukunft triffst.

Die unterschiedlichen Themen und Berufsvorstellungen helfen dir dabei:

- Von A bis Z: Die wichtigsten Begriffe für Berufseinsteiger
- Die vollständigen Bewerbungsunterlagen inkl. Checkliste
- Nervös beim Vorstellungsgespräch? Ganz normal.
- Wichtige Online-Seiten zum Thema Ausbildung und Beruf
- Viele Berufsvorstellungen in unterschiedlichen Branchen
- und natürlich viele weitere Themen und Tipps  

Aktuelle Ausbildungsstellen findest du auch auf Azubi Saar, www.azubi-saarland.de, dem neuen Online-Portal der Saarbrücker Zeitung.  

Die aktuelle Ausgabe des Azubi-Atlas kannst du hier direkt online lesen. Die gedruckten Exemplare gibt es Anfang November in den Schulen (mit Abschlussklassen) vor Ort. Viel Spaß beim Lesen und viel Erfolg mit deiner zukünftigen Ausbildung!

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Tödlicher Bahn-Unfall bei Sulzbach: Arbeiter von Zug erfasst

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Der Zug erfasste den Arbeiter zwischen Sulzbach und Friedrichsthal. Symbolfoto: Pixabay

Ein Arbeiter ist bei einem Zug-Unfall nahe Sulzbach ums Leben gekommen. Der Vorfall ereignete sich gegen 12.30 Uhr am Freitag (30. Oktober 2020), wie Bundespolizei-Sprecher Karsten Eberhardt auf SOL.DE-Anfrage bestätigte.

Zug erfasst Arbeiter

Demnach habe der Zug den Mann rund einen Kilometer hinter dem Bahnhof in Richtung Friedrichsthal erfasst. Zwar hatte der Lokführer noch eine Schnellbremsung eingeleitet. Dennoch kollidierte der Zug mit dem Arbeiter.

Polizei ermittelt

Dieser war zusammen mit anderen Mitarbeitern einer externen Firma an den Gleisen zugange gewesen. Die Bundespolizei will jetzt ermitteln, wie genau es zu dem Unfall kommen konnte. Suizid oder gar eine Tötung durch einen Dritten schließen die Beamtinnen und Beamten aus. Die Bahnstrecke war für rund drei Stunden gesperrt.

Verwendete Quellen:
- eigene Recherche

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Corona-Fälle an zahlreichen Schulen und Kitas im Landkreis Saarlouis

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Im Landkreis Saarlouis sind am heutigen Freitag (30.10.2020) zahlreiche Corona-Fälle an Schulen und an einer Kita zu verzeichnen. Symbolfoto: Christian Charisius/dpa

Laut Angaben des Gesundheitsamtes des Landkreises Saarlouis sind am heutigen Freitag mehrere Corona-Fälle an insgesamt sechs Schulen im Saarlouiser Raum bekannt geworden. 

Betroffen sind demnach die folgenden Schulen:
- Grundschule "Im Alten Kloster" in Saarlouis-Fraulautern (ein Fall; Quarantäne der Kontaktpersonen bis zum 10. November)
- Nikolaus-Groß-Schule in Lebach (zwei Fälle; Quarantäne je nach letztem Kontakt bis 9., 10. oder 11. November)
- Bisttalschule Wadgassen-Bous, Standort Bous (ein Fall; Quarantäne bis zum 11. November)
- TGS BBZ Saarlouis (ein Fall; Quarantäne bis zum 10. November)
- KBBZ Saarlouis (ein Fall; Quarantäne bis zum 11. November)
- Volkshochschule Dillingen (ein Fall; Quarantäne bis zum 13. November)

Die Testungen der Kontaktpersonen finden laut Angaben des Gesundheitsamtes am kommenden Montag (2. November 2020) und Dienstag (3. November 2020) statt.

Kita in Bous nach Corona-Fall geschlossen

Neben den Corona-Fällen in Schulen im Landkreis Saarlouis wurde in der Kita St. Raphael in Bous eine Person positiv auf Corona getestet. Die Kita ist nun vorerst geschlossen. Alle Kinder und Mitarbeitenden der Kita wurden bis zum 10. November 2020 in Quarantäne geschickt, Sie werden am Dienstag auf Corona getestet.

Wie viele Personen in den Schulen und in der Kita nun insgesamt von der häuslichen Quarantäne betroffen sind, ist bislang noch nicht bekannt.

Verwendete Quellen:
- Angaben des Gesundheitsamtes des Landkreises Saarlouis vom 30.10.2020

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Das sagen Tobias Hans und Anke Rehlinger zur neuen Corona-Verordnung im Saarland

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Ministerpräsident Tobias Hans und Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger geben die neue Corona-Verordnung im Saarland bekannt (30.10.2020). Foto: BeckerBredel

Der saarländische Ministerrat hat am Freitagnachmittag eine neue Corona-Verordnung verabschiedet. Die neuen Regelungen, die sich an den gemeinsamen Beschlüssen der Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder und der Bundeskanzlerin orientieren, treten ab dem kommenden Montag (2. November 2020) in Kraft.

Dann müssen unter anderem Gastronomiebetriebe, zahlreiche Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege, Freizeiteinrichtungen wie Theater, Kinos, Freizeitparks, Spielhallen, Spielbanken oder Wettannahmestellen, Fitnessstudios, Schwimm- und Spaßbäder sowie Saunen und Thermen geschlossen bleiben. Zudem gelten verschärfte Kontaktbeschränkungen im öffentlichen und privaten Raum.

Die neue Corona-Verordnung im Saarland

Ministerpräsident Tobias Hans und seine Stellvertreterin Anke Rehlinger haben die neuen Regelungen am Nachmittag wie folgt kommentiert:

Ministerpräsident Tobias Hans zu den Corona-Verschärfungen

"Wir hätten gerne auf eine Verschärfung der Maßnahmen verzichtet, mit der wir jetzt auch all jene treffen, die sich in den vergangenen Wochen und Monaten vorbildlich zu Hause und in der Öffentlichkeit an die Regeln gehalten haben, insbesondere Künstler und Kulturschaffende, Gastronomen sowie die Betreiber von Fitness-, Kosmetik- oder Tattoostudios. Aber das derzeitige Infektionsgeschehen lässt uns keine Wahl, wenn wir eine drohende Überlastung unseres Gesundheitssystems verhindern und die Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sowie weitestgehend unser Wirtschaftsleben aufrechterhalten wollen. Bundesweit lassen sich die Ansteckungsumstände in rund 75 Prozent der Fälle nicht mehr nachvollziehen.

Ohne Impfstoff gibt es nur eine verlässliche Möglichkeit, um die Kurve wieder abzuflachen: eine deutliche Reduzierung der Kontakte. Die verschärften Maßnahmen sind schmerzhaft und aus Sicht der betroffenen Branchen sicherlich auch sehr einschneidend, aber sie sind nötig, um das Infektionsgeschehen jetzt unmittelbar einzudämmen. Wir werden unsererseits alles dafür tun, den wirtschaftlichen Schaden der Maßnahmen für die Betroffenen abzufedern. Auch, wenn es paradox klingt: Die schärferen Regelungen dienen auch der Wirtschaft, denn sie sollen schlimmeres verhindern und somit dazu beitragen, dass unsere Wirtschaft auch eine Zukunft hat. Wir können die Situation bewältigen, wenn wir auch jetzt wieder zusammen an einem Strang ziehen, so wie uns das im Frühjahr schon einmal gemeinsam gelungen ist".

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger zu den Maßnahmen

„Wir müssen feststellen, dass wir eine Infektionswelle haben, bei der einem Angst und Bange wird, weil sie auch wieder in den Krankenhäusern ankommt. Wir können das Virus nicht einfach bitten, jetzt mal aufzuhören. Jeder und jede Einzelne hat es in der Hand mitzuhelfen, die Pandemie erneut einzudämmen. Alle Länder handeln jetzt bundesweit sehr entschlossen. Oberstes Ziel ist dabei, die Kitas und Schulen offenzuhalten. Das bedeutet großen Verzicht und harte Maßnahmen, auch um die Bildungschancen unserer Kinder nicht zu gefährden. Die Grundlage für die harten Entscheidungen der Ministerpräsidenten war die Zusage, dass die geschlossenen Unternehmen für diesen Eingriff angemessen entschädigt werden. Ich erwarte, dass das jetzt sehr schnell kommt und halte das für die Akzeptanz dieser Maßnahmen für entscheidend.“

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Staatskanzlei des Saarlandes vom 30.10.2020

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Saar-Forscher warnen: Lockdown müsste härter sein

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Thorsten Lehr, Professor für Klinische Pharmazie der Universität des Saarlandes, erläutert die Grafiken aus den Berechnungen des Covid19-Online-Simulators. Foto: Pasquale D'Angiolillo

Saar-Forscher: Corona-Maßnahmen nicht ausreichend

Ein Forschungsteam aus dem Saarland hat mit einem Covid-19-Simulator die Infektionsentwicklung für verschiedene Lockdown-Szenarien durchgerechnet. Dabei halten die Wissenschaftler:innen der Universität des Saarlandes die von Bund und Ländern beschlossenen Corona-Maßnahmen als nicht ausreichend, um das Infektionsgeschehen wieder in den Griff zu bekommen.

So wisse man beispielsweise aus der Entwicklung im Frühjahr, dass sich erhöhte Infektionszahlen erst mit mehrwöchiger Verzögerung auf die Belegung der Intensivstationen auswirken. Folglich seien die Spitzenbelegungen erst Mitte November und Anfang Dezember zu erwarten.

Bald doppelt so viele Intensivpatienten wie im Frühjahr erwartet

"Mit unseren Simulationen mussten wir leider feststellen, dass unabhängig davon, wie stark man ab jetzt die weitere Ausbreitung des Coronavirus stoppen kann, im Dezember mindestens doppelt so viele Intensivbetten belegt sein werden wie zu Spitzenzeiten der ersten Welle", sagt Thorsten Lehr, Professor für Klinische Pharmazie der Universität des Saarlandes.

Lehr hat gemeinsam mit seinem Team und weiteren Forscherkollegen das mathematische Modell für den Online-Simulator entwickelt, mit dem sich auf Basis umfangreicher Daten nun präzise Ergebnisse für das gesamte Bundesgebiet berechnen lassen.

Überlastung der Krankenhäuser droht

Laut den Prognosen der Forscher:innen könne man nur mit einer drastisch gesenkten Reproduktionszahl eine Überlastung der Krankenhäuser und Intensivstationen verhindern. Selbst wenn man es wieder schaffen würde, die mittlere Reproduktionszahl wie beim ersten Lockdown im Frühjahr auf 0,6 zu senken, würde ein Monat demnach nicht ausreichen, um das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen. Die Sieben-Tage-Inzidenz würde dann immer noch bei mehr als der Hälfte der Stadt- und Landkreise über 50 liegen. 

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Die Vorhersage der Stadt- und Landkreisanteile mit verschiedenen 7-Tage-Inzidenzen pro 100.000 Einwohnern über die Zeit für unterschiedliche Lockdown-R(t)-Werte zeigt, dass das Infektionsgeschehen selbst bei niedrigen Reproduktionswerten nur sehr langsam abgebremst werden kann. Grafik: Covid-19-Simulator/Universität des Saarlandes

"Diese Simulationen machen sichtbar, dass die Wirkung der aktuellen Maßnahmen wahrscheinlich stärker sein müssten als bei dem ersten Lockdown im März. Nur so kann es gelingen, dass das Infektionsgeschehen wieder kontrollierbar wird", unterstreicht Professor Lehr.

Dass man den Reproduktionswert mit den kürzlich beschlossenen Maßnahmen überhaupt derart senken kann, darf indessen bezweifelt werden, da die Corona-Einschränkungen während des Lockdowns im Frühjahr wesentlich härter als die jetzigen waren.

Gesundheitssystem könnte vor ernste Probleme gestellt werden

Sollte sich das Infektionsgeschehen in den kommenden Wochen nicht beruhigen, so könnte das unser Gesundheitssystem vor gravierende Probleme stellen. Professor Lehr warnt mit deutlichen Worten: "Wenn es uns nicht gelingt, die Reproduktionszahl in den kommenden Wochen deutlich zu senken, wird dies unweigerlich zu einer extremen Belastung des Gesundheitswesens im Dezember führen. Möglicherweise wird es daher Ende November noch zu früh sein, um wieder zu einem ‚normalen‘ Alltag zurückzukehren".

Hintergrundinformationen zu dem Covid-19-Simulator

An dem Covid-19-Simulationsprojekt sind neben dem Team von Professor Thorsten Lehr auch Forscher:innen am Universitätsklinikums des Saarlandes beteiligt. Dazu zählen die Teams um Professorin Sigrun Smola und Dr. Jürgen Rissland am Institut für Virologie, und um Professor Thomas Volk und Professor Sascha Kreuer am Institut für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie.

Mit dem Simulator kann man die Corona-Infektionszahlen für alle Stadt- und Landkreise im Bundesgebiet berechnen. Das Forscher-Team erfasst dafür nicht nur die Zahl der Coronavirus-Patienten, ihre stationäre Behandlung und die Todesfälle, sondern analysiert auch die vorhandenen Kapazitäten in den Kliniken. So kann man für die einzelnen Regionen relativ früh vorhersagen, wie viele Krankenhausbetten, intensivmedizinische Plätze oder Beatmungsplätze für die jeweiligen Infektionszahlen benötigt werden.

Weitere Informationen findet ihr unter: "Covid-19-Simulator".

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Universität des Saarlandes vom 30.10.2020

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Saar-Regierung verkündet Lockdown-Beschlüsse

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Ministerpräsident Hans (rechts) und seine Stellvertreterin Rehlinger verkündeten am Nachmittag die Beschlüsse des Ministerrats. Archivfoto: BeckerBredel

Der saarländische Ministerrat hat am heutigen Freitag die neuen Corona-Regeln während des Lockdowns beschlossen. Die Rechtsverordnung gilt ab Montag (2. November 2020). Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und seine Stellvertreterin Anke Rehlinger (SPD) stellten sie am Nachmittag in der Saarbrücker Staatskanzlei vor.

Schließen müssen demnach folgende Einrichtungen

- Restaurants
- Bars
- Kneipen
- Clubs
- Diskotheken
- Kinos
- Theater
- Opern
- Konzerthäuser
- Museen
- Messen
- Fitnessstudios
- Saunen
- Thermen
- Schwimmbäder
- Kosmetikstudios
- Massagepraxen
- Tattoo-Studios
- Bordelle
- Spielhallen
- Spielbanken
- Wettannahmestellen

Kontaktbeschränkungen im Saarland

Ab dem 2. November ist der Aufenthalt in der Öffentlichkeit nur mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes und eines weiteren Hausstandes oder des familiären Bezugskreises gestattet. Maximal zehn Personen dürfen sich treffen. 

Im privaten Raum dürfen sich Angehörige eines Hausstandes nur mit zusätzlich fünf weiteren Personen treffen. Diese müssen aus einem Hausstand oder dem familiären Bezugskreis stammen.

Geöffnet bleiben

- Spielplätze
- Wildparks
- Zoos
- Bibliotheken

Regeln für den Einzelhandel

Der Einzelhandel bleibt geöffnet. Allerdings darf sich nur maximal ein Kunde pro 10 Quadratmeter Verkaufsfläche in einem Laden aufhalten.

Gastro darf weiter verkaufen

Restaurants dürfen Speisen zum Mitnehmen anbieten. Auch Lieferdienste können weiter arbeiten.

Alkohol-Verkaufsverbot

Alkohol darf weiterhin zwischen 23.00 und 06.00 Uhr nicht verkauft werden.

Schulen und Kitas bleiben auf

Auch Schulen, Hochschulen und Kitas bleiben geöffnet. Gleiches gilt für Einrichtungen der Sozial- und Jugendhilfe.

Regeln für Amateursport

Der Amateursportbetrieb wird eingestellt, Vereine dürfen nicht mehr trainieren. Individualsport, also etwa alleine oder zu zweit joggen gehen, ist weiter erlaubt. Profisport ist zugelassen, muss aber ohne Zuschauer durchgeführt werden.

Auf Reisen verzichten

Die Regierung empfiehlt allen Bürgerinnen und Bürgern, auf private Reisen, Tagesausflüge und Verwandtenbesuche verzichten - auch im Inland. Hotels und Pensionen dürfen keine Touristen mehr aufnehmen.

Finanzielle Hilfen

Betrieben, Selbstständigen und Vereinen, die von den neuen Corona-Regeln besonders betroffen sind, sollen große Teile ihres Umsatzausfalls ersetzt werden. Bei Firmen mit maximal 50 Mitarbeitern gleicht der Bund 75 Prozent aus, bei größeren wird nach EU-Beihilferecht entschieden. Rehlinger stellte in Aussicht, dass die saarländische Landesregierung dort, wo die Bundeshilfen nicht ausreichen, finanzielle Lücken schließen wolle.

Einheitliche Regeln in Deutschland

Bund und Länder hatten sich am Mittwoch auf einheitliche Regeln für die gesamte Republik geeinigt. Die Bundesländer mussten die beschlossenen Maßnahmen anschließend in eigene Rechtsverordnungen gießen.

Verwendete Quellen:
- Pressekonferenz von Tobias Hans und Anke Rehlinger, 30.10.2020
- Deutsche Presse-Agentur

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Hans schließt Lockdown-Verlängerung bis in Dezember nicht aus

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Hans schließt eine Verlängerung des Lockdowns nicht aus. Foto: BeckerBredel

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) schließt nicht aus, dass der Lockdown auch über den November hinaus bestehen bleibt. Das sagte der Politiker dem Nachrichtensender "n-tv".

Auch "schärfere Maßnahmen" möglich

Sollten die Infektionszahlen nicht sinken und sollte es daher weiter schwierig bleiben, Kontakte nachzuverfolgen, so sei eine Lockdown-Verlängerung laut Hans in den Dezember hinein möglich. "Dann müssen wir besprechen, was wir machen. Natürlich gibt es dann verschiedene Optionen. Man kann noch schärfere Maßnahmen machen, wir schließen ja auch nicht alles. Man kann das Ganze verlängern", sagte der Saarländer in der "n-tv"-Sendung "Frühstart".

Bund und Länder reden nach zwei Wochen

Dennoch sei der Plan, den Lockdown nach vier Wochen zu beenden. Bund und Länder wollen in 14 Tagen erneut zusammengekommen und den Erfolg der bisherigen Maßnahmen bewerten.

Hans: Am Wochenende nicht übertreiben

Gleichzeitig sei laut Tobias Hans "völlig klar", dass man ab dem 1. Dezember nicht so weitermachen könne, als gebe es kein Corona: "Wir werden mit diesem Virus noch eine ganze Weile leben müssen".

Lockdown im November: Alle Infos

Der Politiker bat die Bürgerinnen und Bürger in dem Interview, es am kommenden Wochenende in Kneipen, Restaurants und Fitnessstudios nicht zu übertreiben. Der Lockdown beginnt am Montag.

Verwendete Quellen:
- n-tv: Frühstart
- eigene Berichte

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Wut und Resignation in der Saar-Gastronomie: "Wir verlieren unsere Zukunft"

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Die erneuten Schließungen der Gastronomiebetriebe im Saarland sorgt für große Verärgerung. Symbolfoto: Sven Hoppe/dpa

Wut und Ärger in der saarländischen Gastronomie

Die Schließung aller Gastronomiebetriebe vom 2. November 2020 bis zum Ende des Monats sorgt im Gastgewerbe für Wut und Resignation. Michael Buchna, der Präsident des DEHOGA Saarland, zeigt sich vor allem verärgert darüber, dass man die Gastgeberbranche nun erneut zum Sündenbock mache, obwohl diese in den letzten Monaten gewissenhaft ihre Hausaufgaben gemacht habe.

So habe man in der Gastronomie wirksame Hygienekonzepte entwickelt, Mitarbeiter geschult und teure Umbauten getätigt. Zudem habe man sich penibel an geschäftsschädigende Reglementierungen wie Alkoholbeschränkungen, Veranstaltungsverbote sowie Sperrstunden gehalten. Das zeige auch die Einschätzung des Robert-Koch-Instituts, wonach die Gastgeberbranche kein relevantes Infektionsgeschehen aufweise. Dass man die Betriebe unter diesem Hintergrund nun trotzdem schließt, setze ein komplett falsches Zeichen.

Gastgewerbe wird in den finanziellen Ruin gestürzt

Durch diese Entscheidung stürze man laut DEHOGA viele Unternehmen nach einem schwierigen Geschäftsjahr nun endgültig in den finanziellen Ruin. "Fakt ist: Viele, die nun zusperren müssen, wissen nicht mehr, ob sie je wieder aufschließen werden. Wir verlieren unsere Gäste, unsere Mitarbeiter und unsere Zukunft. Und wir reden hier zusammen mit den Mini-Jobbern und Aushilfen über rund 22.000 Menschen, die im saarländischen Gastgewerbe und im Tourismus arbeiten", erklärt Michael Buchna.

DEHOGA: "Opfer einer verfehlten Symbolpolitik"

Der DEHOGA Saarland sieht seine Mitglieder durch die erneuten Schließungen als Opfer einer verfehlten Symbolpolitik. Auch der Umstand, dass im Vorfeld genügend Zeit vorhanden war, um auf das drohende Szenario mit vernünftigen Hilfskonzepten und Maßnahmen gegenzusteuern, sorgt für große Verärgerung im Gastgewerbe. "Die zweite Welle dürfte für die Verantwortlichen nicht überraschend gekommen sein" lautet der Vorwurf an die Politik

Hilfe für Gastgewerbe im Saarland dringend nötig

Da die Gastgeber schuldlos in diese existenzielle Bedrohungslage geraten seien, dürfe man sie jetzt nicht einfach hilflos ihrem Schicksal überlassen, so der DEHOGA Saarland. Neben der Kompensation der Umsatzausfälle, die durch die Schließungen entstehen, müsse man darüber nachdenken, das Kurzarbeitergeld auf 100 Prozent anzuheben. Auch die verminderte Mehrwertbesteuerung auf Speisen müsse beibehalten und zudem auf Getränke ausgeweitet werden.

Darüber hinaus müsse man für die Zukunft eine tragfähige Strategie für die Gastronomie im Saarland entwickeln. Zu klärende Inhalte wären hier laut DEHOGA: Umgang mit Stundungen, Hilfskredite, KFW-Kredite, Rückzahlungen mit hohen Zinsen und die zukünftige Überbrückungshilfe III.

"Ansonsten können wir hier praktisch hautnah dabei zuschauen, wie der Ofen ausgeht", warnt Buchna abschließend.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Saarländischen Hotel- und Gaststättenverbands vom 30.10.2020

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Miss Germany 2021: Das sind die Top 2 aus dem Saarland

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Robin-Jessica Sanzo (30) aus Saarbrücken und Nancy Gratz (21) aus Dillingen sind unter den Top 32 bei der Wahl zur Miss Germany 2021. Foto: MGC-Miss Germany Corporation

Eine Fachjury aus Expertinnen und Experten der Branche hat aus jedem Bundesland von den verbliebenen fünf Kandidatinnen zwei ausgewählt. Diese konnten in einer digitalen Challenge "ihre Persönlichkeit zum Vorschein" bringen. 

Im Saarland fiel die Wahl auf die 21-jährige Nancy Gratz aus Dillingen und die 30-jährige Robin-Jessica Sanzo aus Saarbrücken. Sie sind weiterhin im Rennen um den Titel Miss Germany 2021 und dürfen in der nächsten Runde am Empowerment Day teilnehmen. 

Nancy Gratz (21) aus Dillingen 

Nancy ist Einzelhandelskauffrau und bezeichnet sich selbst als Wirbelwind. In ihrem Bewerbungsvideo zeigt sie sich selbstironisch: "Ich möchte nicht Miss Germany werden, weil ich für irgendjemanden schön anzusehen bin oder weil ich am besten reden kann. Weil: Das kann ich nicht." Stattdessen will die 21-Jährige anderen Frauen Mut zusprechen. "Man muss nicht perfekt sein, um andere zu inspirieren oder von sich selbst zu überzeugen."

Robin-Jessica Sanzo (30) aus Saarbrücken

Das Herzensthema ihrer Kollegin Robin-Jessica ist Selbstliebe. Als Selfempowerment-Coach bietet sie Kurse und Coachings an. Bei ihrer ersten Teilnahme vor zehn Jahren habe sie noch nach Bestätigung gesucht. Die Miss-Germany-Wahl heute sei dagegen eine Chance, Frauen zu zeigen, wie sie bei "dem ganzen Wettbewerb, Vergleich und Druck, den Weg zu sich selbst finden und glücklich sein können". 

So geht die Miss,Germany-Wahl weiter

Für die beiden geht es nun weiter zum "Empowerment Day", der entweder im November oder Dezember stattfindet. Dort sollen die Visionen und Persönlichkeiten der Frauen noch stärker im Fokus stehen. Im Anschluss wählt die Jury die Top 16 aus ganz Deutschland aus. Bewertet werden dabei Indikatoren wie Authentizität, Kreativität, Professionalität, aber auch Community-Care und Kritikfähigkeit.

Finale im Februar mit unterschiedlichsten Juroren

Das Finale findet unter Corona-Bedingungen am 27. Februar im Europa-Park Rust statt und wird im Livestream übertragen. In der Jury sitzen dann unter anderem die Chefredakteurin der deutschen Cosmopolitan Lara Gonschorowski, die Boxerin Zeina Nassar sowie die ehemalige Bundestagsabgeordnete und Miss Germany 1977 Dagmar Wöhrl, die auch in der "Höhle der Löwen" in Start-Ups investiert. 

Verwendete Quellen:
- Pressemitteilung und Homepage der Miss Germany Wahl 2021

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Fridays for Future Saar demonstriert gegen Finanzierung von Kohle und Rüstung durch Banken

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Die Protestteilnehmer/innen stellen sich gegen Investitionen von Banken in die Kohle und Rüstungsindustrie. Foto: Fridays for Future Saarland

Protest in Saarbrücken

Von 15.00 bis 16.00 Uhr findet am heutigen Freitag auf dem Rathausplatz St. Johann in Saarbrücken eine Protestaktion von Fridays for Future und Transition Town Saarbrücken statt. Wie die Klimaschützer mitteilten, ist der Weltspartag der Anlass der Aktion: "Fast alle Banken befeuern die drohende Klimakatastrophe und eine hemmungslose weltweite Aufrüstung, denn sie finanzieren Kohle- und Rüstungskonzerne."

Die Aktion folge einem Aufruf der Organisation Urgewald und sei Teil von deutschlandweiten Protesten unter dem Motto "Deutsche Banken: Raus aus Kohle und Rüstung". Nach Angaben von Fridays for Future findet der Protest "unter strikter Berücksichtigung der aktuell geltenden Hygienemaßnahmen und mit stark beschränkter Personenzahl" statt.

Die Forderungen

"Wir fordern, dass die Banken ihre Geschäfte konsequent am Pariser Klimaziel ausrichten, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Dafür müssen fossile Finanzierungen beendet werden. Allen voran die der Kohle und zwar jetzt", so Svea Fuchs von Fridays for Future Saarbrücken.

Aus diesem Grund fordern die Teilnehmer/innen der Protestaktion die Banken dazu auf, "bis Ende des Jahres einen Kohleausstiegspfad zu veröffentlichen, der sofort mit starken Einschnitten der Finanzierung von Kohleunternehmen beginnen und sie spätestens 2030 beenden solle."

Verwendete Quellen:
- Mitteilung von Fridays for Future Saarland
- Facebook-Seite Fridays for Future Saarland

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Corona-Patientin sorgt für Polizeieinsatz in Dudweiler

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Die Polizei musste zu einem Einsatz nach Dudweiler ausrücken. Symbolfoto: Paul Zinken/dpa-Bildfunk

Eine 60-jährige Corona-Patientin hat am Donnerstag (29. Oktober 2020) in Saarbrücken-Dudweiler für einen Polizeieinsatz gesorgt. Die Obdachlose hatte sich geweigert, in häusliche Quarantäne zu gehen, teilten die Beamtinnen und Beamten mit.

Obdachlose sagt, sie wohnt in Dudweiler - doch das stimmt nicht

Gestartet war die Odyssee demnach am frühen Nachmittag in Karlsruhe/Baden-Württemberg. Die Frau war dort in einem Krankenhaus positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie gab an, in Dudweiler zu leben, weswegen ein Krankenwagen die 60-Jährige ins Saarland brachte. Doch dort stellte sich heraus, dass sie gar nicht in dem Saarbrücker Stadtteil lebt.

Wohnung passt ihr nicht

Die Einsatzkräfte alarmierten daraufhin die Polizei, die über die Obdachlosenbehörde kurzfristig eine Wohnung für die Frau in Dudweiler fand. Die 60-Jährige weigerte sich allerdings nach einer kurzen Besichtigung, ihr neues Domizil zu beziehen.

Frau geht doch in Quarantäne

Als sie dann versuchte, in Richtung Ortsmitte zu gehen, wurde sie von den Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten festgehalten. Um einer zwangsweise angeordneten Ingewahrsamnahme zu entgehen, entschied sich die Frau schließlich doch für die Quarantäne in der Wohnung. Laut Polizei sei die notwendige Versorgung mit Lebensmitteln durch die Stadt Saarbrücken gewährleistet.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Polizeiinspektion Sulzbach, 30.10.2020

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Luxemburg führt nächtliche Ausgangssperre ein

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Nachts dürfen Luxemburgeri:innen ihre Wohnung nur noch in Ausnahmefällen verlassen. Foto: Pixabay

Wegen Corona gilt ab dem heutigen Freitag (30. Oktober 2020) eine nächtliche Ausgangssperre in Luxemburg. Das Luxemburger Parlament beschloss am Donnerstag einen Gesetzestext, wonach die Bürger zwischen 23.00 und 06.00 Uhr grundsätzlich zu Hause bleiben müssen. Ausnahmen sind beispielsweise Arztbesuche oder der Weg zur Arbeit. Auch das Gassigehen mit einem Hund ist im Umkreis von einem Kilometer um die Wohnung erlaubt.

Einschränkungen auch im Privaten

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen hat das Parlament weitere Einschränkungen auf den Weg gebracht: Im Restaurant oder zu Hause dürfen nur noch maximal vier Personen ohne Mund-Nasen-Bedeckung zusammenkommen. Wenn es mehr Menschen sind, ist das Tragen einer Maske Pflicht. Diese Einschränkungen gelten bis Jahresende, die Ausgangssperre ist bis Ende November befristet.

Ein Vorgehen wie im Krieg?

"Die Maßnahmen schränken Freiheiten ein", sagte der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, der Sozialdemokrat Mars di Bartolomeo. Er warnte aber vor Vergleichen mit den bisher letzten Ausgehverboten während des Krieges: "Wir sind nicht in einem Krieg." Der Sprecher der oppositionellen Christsozialen (CSV), Claude Wiseler, widersprach: Dies seien "drastische Maßnahmen, wie es sie in Kriegsgebieten und Diktaturen gibt, absolut freiheitsberaubend". Die Koalition von Liberalen, Grünen und Sozialdemokraten habe viel zu spät reagiert. Die CSV enthielt sich der Stimme.

Massive Zuwächse bei Corona-Infektionen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in dem Land mit mehr als 600.000 Einwohnern ist in der vergangenen Woche (19. bis 25. Oktober) im Vergleich zur Vorwoche um 265 Prozent auf rund 3.400 gestiegen.

Inzidenzrate über 500

Die sogenannte Inzidenzrate, also die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tage pro 100.000 Einwohner, lag bei 541. Am Donnerstag standen nach Angaben des Gesundheitsministeriums laut "Luxemburger Wort" insgesamt 16.356 Corona-Infektionen und 150 Todesfälle seit Beginn der Pandemie in der Statistik. 140 Menschen befanden sich in Kliniken, davon 21 auf Intensivstationen.

Risikogebiet Luxemburg

Luxemburg war im September vom Robert Koch-Institut (RKI) zum Corona-Risikogebiet erklärt worden. Diesen Status hatte das Großherzogtum schon von Mitte Juli bis Mitte August inne.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- Luxemburger Wort

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Saar-Bildungsministerin: "Brauchen an Schulen mehr Ressourcen"

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Im Vordergrund zu sehen: Saar-Bildungsministerin Streichert-Clivot (SPD). Foto: BeckerBredel

Um in der Corona-Pandemie den Unterricht vor Ort in den Klassenräumen weiter sicherzustellen, braucht es laut saarländischem Bildungsministerium mehr Ressourcen. "Deshalb bitte ich insbesondere auch alle Lehrerinnen und Lehrer, die aktuell in Teilzeit arbeiten, für sich zu prüfen, ob und in welchem Umfang sie ihre Stunden aufstocken könnten", teilte Ministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) am Donnerstag (29. Oktober 2020) mit.

Streichert-Clivot: Bildungseinrichtungen brauchen "Schutzschirm"

Die Pandemie habe sich während der Herbstferien äußerst dynamisch entwickelt, das Wachstum der Neuinfektionszahlen sei rasant. "Das schlägt sich natürlich auch in Schulen und Kitas nieder, wenn auch auf bisher niedrigem Niveau", sagte sie. Es müsse daher jetzt ein weiterer "Schutzschirm" über die Bildungseinrichtungen gespannt werden, um diese "im vollen Umfang offen halten zu können und bestmöglichen Gesundheitsschutz für alle Beteiligten sicherzustellen".

Ministerium will Maßnahmen anpassen

Derzeit liefen dazu die Abstimmungen zwischen den Ländern innerhalb der Kultusministerkonferenz. Es sei "wichtig, Schulen und Kitas als soziale Lern- und Lebensorte zu erhalten". Ein mit der Gesundheitsseite abgestimmtes Maßnahmenpaket solle in den nächsten Tagen vorgestellt werden.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Corona an Schule und Kitas im Saarpfalz-Kreis

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Auch an zwei Kitas in Homburg wurden Corona-Fälle registriert. Symbolfoto: Caroline Seidel/dpa-Bildfunk

Der Saarpfalz-Kreis hat Corona-Fälle an einer Schule und zwei Kitas gemeldet. Mindestens 77 Personen müssen jetzt in Quarantäne, so die Verwaltung in einer Mitteilung am Donnerstag (29. Oktober 2020).

Corona-Fall an BBZ St. Ingbert

Betroffen ist zum einen das Berufsbildungszentrum in St. Ingbert. Zwei Zwölftklässler der Willi-Graf-Schule seien positiv auf das Coronavirus getestet worden. Insgesamt 36 Schülerinnen und Schüler aus zwei Klassen sowie sechs Lehrkräfte müssen jetzt bis zum 9. beziehungsweise 10. November in Quarantäne. Sie werden am Montag getestet.

Kita Maria Hilf von Corona-Fall betroffen

Die Fälle an den Kitas traten beide in Homburg auf. In der Kindertagesstätte Maria Hilf im Stadtteil Bruchhof sei eine Mitarbeiterin beziehungsweise ein Mitarbeiter mit Corona infiziert. Für alle Kontaktpersonen (23 Kinder und zwölf Mitarbeitende) wurde Quarantäne bis zum 6. November angeordnet.

Corona-Infektion an Kita Sonnenfeld

Unklar ist noch, wie viele Kontaktpersonen es bei dem Fall an der Kindertagesstätte Sonnenfeld in der Emilienstraße gibt. Das Gesundheitsamt ermittele laut Kreisangaben dazu. Die Kita bleibt am heutigen Freitag geschlossen.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Saarpfalz-Kreises, 29.10.2020

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Über 300 neue Corona-Fälle im Saarland - drei Tote

Im Saarland sind zurzeit 1.964 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl ergibt sich aus den Daten, die das Gesundheitsministerium mit Stand vom Donnerstag (29. Oktober 2020), 18.00 Uhr, veröffentlicht hat.

318 Neuinfektionen gemeldet

Demnach stieg die Gesamtzahl der gemeldeten Infektionen um 318 auf jetzt 6.594 Fälle. Bislang sind 187 Menschen im Saarland in Verbindung mit SARS-CoV-2 gestorben (+3). Als geheilt gelten inzwischen 4.443 Menschen. Das sind 231 mehr als am Vortag.

Von den an Covid-19 erkrankten Patientinnen und Patienten werden momentan 146 stationär behandelt (+21). Davon liegen 32 auf der Intensivstation (+4).

Die Gesamtfälle teilen sich wie folgt auf die Landkreise auf:
Regionalverband Saarbrücken: 2.410 (+134 gegenüber dem Vortag)
Landkreis Saarlouis: 1.256 (+43)
Saarpfalz-Kreis: 811 (+33)
Landkreis Neunkirchen: 840 (+38)
Landkreis Merzig-Wadern: 638 (+35)
Landkreis St. Wendel: 639 (+35)

Wie die Statistik zustande kommt

Das saarländische Gesundheitsministerium versendet einmal am Tag Angaben zu der Entwicklung der Coronavirus-Zahlen. Es weist darin nur Fälle auf, die von den Gesundheitsämtern der Landkreise und des Regionalverbands bestätigt wurden. Über die tägliche Anzahl der Tests macht das Ministerium keine Angaben.

Begriffserklärung

Zahl der Fälle: Sie gibt die Gesamtzahl der Fälle im Saarland seit dem ersten Auftreten des Coronavirus an. Sie zeigt damit nicht an, wie viele Menschen zum aktuellen Zeitpunkt mit dem Virus infiziert sind. Genesene und Tote werden aus dieser Zahl nicht herausgerechnet.

Zahl der Genesenen: Sie gibt die Gesamtzahl der Personen an, die mit dem Coronavirus infiziert waren und inzwischen wieder geheilt sind.

Zahl der Toten: Sie zeigt die Gesamtzahl der Menschen an, die in Verbindung mit einer Corona-Infektion gestorben sind.

Zahl der aktiven Infektionen: Sie zeigt die aktuelle Zahl der Personen an, die das Coronavirus in sich tragen. Sie ergibt sich aus der Differenz aus der Gesamtzahl der Fälle und der Zahl der Geheilten sowie der Zahl der Toten.

Zahl der Intensivpatienten: Sie gibt die aktuelle Zahl der Personen an, die sich mit einer Coronavirus-Infektion auf einer Intensivstation befinden.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des saarländischen Gesundheitsministeriums, 29.10.2020
- eigene Recherche

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Die Corona-Zahlen im Saarland sind weiter angestiegen. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa-Bildfunk

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