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Appell nach Corona-Gipfel: Kontakte noch mehr reduzieren

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Kanzlerin Merkel (Mitte) stellte die Ergebnisse der Ministerpräsidentenkonferenz zusammen mit Berlins Regierendem Bürgermeister Müller (links) und Bayerns Ministerpräsidenten Söder vor. Foto: Odd Andersen/AFP/POOL/dpa-Bidfunk

Bund und Länder haben sich darauf verständigt, für die nächsten Tage erst einmal keine weiteren Verbote und verbindlichen Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu erlassen. Auch die Schulen sollen weiter geöffnet bleiben.

Kontakte deutlich reduzieren

Nach einer Video-Konferenz riefen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten die Bürger am Montagabend (16. November 2020) allerdings dringend dazu auf, ihre privaten Kontakte noch einmal deutlich zu reduzieren. Am 25. November soll es zudem weitere Beratungen und - wenn die Zahl der Infizierten und schwer Erkrankten bis dahin nicht stark gesunken ist - womöglich auch weitere rechtlich bindende Einschränkungen geben.

Auf private Feiern verzichten

Da die Infektionszahlen immer noch hoch seien, sollte jeder gänzlich auf private Feiern verzichten und Zusammenkünfte mit Freunden und Bekannten auf einen festen weiteren Hausstand beschränken, heißt es im Beschluss von Bund und Ländern.

Merkel: "Jeder Kontakt, der nicht stattfindet, ist gut"

"Jeder Kontakt, der nicht stattfindet, ist gut", sagte Merkel. Die Bundeskanzlerin erklärte, ihr Ziel sei es bei den Beratungen in der kommenden Woche, mehr "Berechenbarkeit" zu erreichen für die Bürger - auch über das Jahresende hinaus.

Noch keine Trendwende

Merkel betonte, das "exponentielle Wachstum" der Pandemie sei zwar durch die Ende Oktober beschlossenen Maßnahmen erst einmal gestoppt worden - es sei aber deutlich zu erkennen, dass "eine Trendumkehr noch nicht erreicht ist".

Ältere und Vorerkrankte erhalten günstige FFP2-Masken

Besonders gefährdete Menschen sollen künftig durch günstige FFP2-Masken vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus bewahrt werden. Über 65-Jährige und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen sollen insgesamt 15 dieser Masken gegen eine geringe Eigenbeteiligung erhalten können. Die Kosten übernimmt laut Beschluss der Bund.

Kliniken sollen unterstützt werden

Merkel betonte, dass auch erneut eine finanzielle Unterstützung für Kliniken kommen solle, die nun zugunsten von Corona-Behandlungen Operationen zurückstellen. Dies solle diesmal besser gesteuert werden, anders als mit pauschalen Regeln wie im Frühjahr. Die große Koalition plant dafür wieder Ausgleichszahlungen für frei gehaltene Kapazitäten, aber nicht für alle, sondern nur für bestimmte Kliniken in Regionen mit hohen Corona-Fallzahlen. Niedersachsen, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg machten dagegen nach den Beratungen Bedenken geltend.

Söder: "Wenig Hoffnung"

"Ich habe wenig Hoffnung, dass Ende November alles wieder gut ist", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Man müsse die Maßnahmen deshalb "lieber verlängern, statt vorzeitig abzubrechen". Seine Losung sei: "Im Zweifel müssen wir auf Sicherheit setzen." Die Neuinfektions-Zahlen hätten zwar begonnen zu stagnieren, sagte Söder, aber: "Es reicht noch nicht." Ziel müsse sein, die Zahlen so stark zu senken, dass Infektionsketten wieder nachverfolgt werden könnten.

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Söder will die Maßnahmen lieber verlängern als abbrechen. Foto: Odd Andersen/AFP/POOL/dpa-Bildfunk

Müller: Winter wird "nicht einfach"

"Wir haben viel erreicht, aber noch längst nicht genug", betonte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, (SPD). "Die Wintermonate werden nicht einfach werden", so Müller, der momentan Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) ist.

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Noch nicht genug erreicht wurde aus Sicht von Müller. Foto: Odd Andersen/AFP/POOL/dpa-Bildfunk

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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