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Saarland-Nachrichten: Die wichtigsten Meldungen vom Dienstag

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Unter anderem in einem Pflegeheim in Sulzbach kam es zu einem Corona-Fall. Alle News des Tages auf SOL.DE im Überblick. Foto: atreyu/CC BY-SA 4.0

Merkel und Ministerpräsidenten rufen zu weiterer Kontaktbeschränkung auf

Beim Corona-Gipfel der Ministerpräsidenten und Kanzlerin Merkel wurden vorerst keine weiteren Einschränkungen beschlossen. Die Regierung hatte Verschärfungen vorgesehen, beließ es fürs Erste jedoch bei einer eindringlichen Aufforderung: Appell nach Corona-Gipfel: Kontakte noch mehr reduzieren.

Auch der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans mahnt nach den Beratungen zu mehr Vorsicht: Hans: Wann immer möglich auf Zusammenkünfte verzichten

Corona-Fälle in drei Pflegeheimen im Saarland gemeldet

In drei Pflegeheimen im Saarland wurden weitere Infektionen mit dem Coronavirus festgestellt. In den Einrichtungen in Sulzbach, Saarbrücken und Nonnweiler sind mehrere Bewohner infiziert. Mehr dazu: Regionalverband und Kreis St. Wendel melden Corona-Fälle in Senioreneinrichtungen

Wechselunterricht und weitere Corona-Maßnahmen an Schulen gefordert 

Sowohl die Landesschülervertretung als auch mehrere Lehrer:innenverbände halten die aktuellen Corona-Regeln an Schulen für unpassend. Sie fordern einen Übergang zum Wechselunterricht und weitere Maßnahmen zum Schutz der Betroffenen: Schüler:innen und Lehrkräfte im Saarland wollen weitere Corona-Maßnahmen

Neuer Musterhygieneplan an Schulen im Saarland

Das Bildungsministerium hat derweil in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium einen neuen Musterhygieneplan veröffentlicht. Dieser betrifft unter anderem die Maskenpflicht und die Einteilung von Gruppen. Mehr dazu: Musterhygieneplan für Schulen im Saarland aktualisiert

2.000 neue Arbeitsplätze: "SVOLT" will im Saarland produzieren

Das Unternehmen "SVOLT" aus China will im Saarland Batterien für E-Autos herstellen. Bis zu 2.000 neue Arbeitsplätze sollen dadurch geschaffen werden. Ab Mitte 2022 soll die Produktion beginnen. Mehr dazu: Batterien für E-Autos: Mega-Projekt im Saarland geplant

Mehr Infos: Batterieproduktion für E-Autos im Saarland: Was bisher über die "Svolt"-Pläne bekannt ist"

Kulturszene im Saarland droht das Sterben

Die Kulturszene im Saarland droht an der Corona-Krise zu zerbrechen. Davor warnen Vertreter der Veranstaltungsbranche. Erste Locations stünden bereits auf der Kippe. Mehr dazu: Kulturbranche im Saarland: "Das Sterben hat schon begonnen"

Unbekannte stehlen Gedenkkranz an ehemaliger Synagoge

In St. Wendel ist ein Gedenkkranz gestohlen worden, der zum Gedenken an die Reichspogromnacht am Ort einer ehemaligen Synagoge abgelegt worden war. Die Polizei sucht nach Zeugen. Mehr dazu: Gedenkkranz in St. Wendel gestohlen

Immer weniger Briefkästen und immer mehr Beschwerden über die Post im Saarland

Im Saarland ist die Zahl der Briefkästen überdurchschnittlich stark gesunken. Besonders hoch ist der Rückgang im Kreis Merzig-Wadern. Gleichzeitig sind die Menschen immer unzufriedener mit der Post. Mehr dazu: Zahl der Briefkästen im Saarland geht zurück

Wetterlöwe mit neuer Zeitkapsel-Botschaft zurück auf dem Alten Rathaus

Wegen eines Orkans wurde der Wetterlöwe von Alt-Saarbrücken vom Dach des Alten Rathauses genommen. Daraufhin fand man in seinem Inneren eine Zeitkapsel. Nun wurde das Kunstwerk wieder zurückgebracht - mit einer neuen Botschaft: Wetterlöwe von Saarbrücken kehrt mit neuer Zeitkapsel-Nachricht auf Altes Rathaus zurück

Verwendete Quellen:

- Eigene Artikel
- Foto: atreyu/CC BY-SA 4.0

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mit dpa

Batterieproduktion für E-Autos im Saarland: Was bisher über die "Svolt"-Pläne bekannt ist

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Svolt Energy will seine Europa-Produktion im Saarland ansiedeln. 2.000 Arbeitsplätze sollen entstehen. Foto: SVOLT Energy Technology

Der Automobilzulieferer Svolt Energy Technology will seine Europa-Produktion im Saarland ansiedeln. Zwei Milliarden Euro sollen in den Bau einer Batterieproduktion für E-Autos investiert werden. Zudem werden dabei 2.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Das gaben Vertreter von Svolt, Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und seine Stellvertreterin Anke Rehlinger (SPD) am Dienstag in Saarbrücken bekannt.

Produktionsstätten in Heusweiler und Überherrn

Produziert werden sollen vorrangig Batteriezellen sowie Module und Hochvoltspeichersysteme (Packs). Geplant sind zwei Standorte. Eine Modul- und Pack-Fabrik soll im ehemaligen Laminatepark bei Heusweiler entstehen. Eine hochmoderne Zellfabrik mit 24 Gigawattstunden Produktionskapazität wird im Gewerbegebiet Linslerfeld bei Überherrn gebaut. 300.000 bis 500.000 E-Fahrzeuge könnten damit pro Jahr versorgt werden.

Während der Produktionsstart bei Überherrn Ende 2023 vorgesehen ist, soll die Herstellung auf dem bereits industrialisierten Gelände bei Heusweiler bereits Mitte 2022 anlaufen. 

Saarland setzte sich unter mehr als 30 Bewerbern durch

Die europäische Automobilindustrie sowie der wachsende Markt für erneuerbare Energien sei für das Unternehmen von großer strategischer Bedeutung. Unter mehr als 30 Bewerbern in Europa habe man das Saarland aus vielfältigen Gründen als ersten europäischen Produktionsstandort für die Highend-Produkte von Svolt ausgewählt: "Es liegt nicht nur im Zentrum Europas, sondern repräsentiert für die Automobilindustrie eine Region für Innovation und Technik", sagte Svolt-Präsident Hongxin Yang in einer Videobotschaft. 

Tobias Hans: "Einzigartiger Ansiedlungserfolg"

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsministerium des Saarlandes und der SHS Strukturholding Saar GmbH umgesetzt. Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sprach von einem "wirklich einzigartigen Ansiedlungserfolg" für das Saarland: Es sei "fürwahr auch eine Ankerinvestition für die Zukunft der saarländischen Automobilwirtschaft" und ein Signal, auf das viele Menschen gewartet hätten.

Anke Rehlinger: "Das Zeug zum Gamechanger"

Die stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger bezeichnete die geplante Ansiedlung als "größte Ansiedlung seit Ford" mit der man im Saarland nun auch "Schrittmacher für die modernste Produktion in Europa" werde. Diese Ankerinvestition habe "tatsächlich das Zeug zum Gamechanger im Land und es wird sicherlich auch ein Ruck durch das Saarland gehen in einer Zeit, in der Stimmung nicht die beste ist."

Peter Altmaier: "Klare Antwort auf den Strukturwandel"

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) gratulierte dazu, dass sich das Saarland im europäischen Wettbewerb durchgesetzt habe. "Investition wie die von Svolt in Zukunftstechnologien sind für uns alle wichtig und eine klare Antwort auf den Strukturwandel, der uns im Saarland auch in der Automobilindustrie vor neue Herausforderungen stellt."

Auch Heiko Maas freut sich über den Erfolg für sein Heimatland:

Entwicklung und Forschung im Fokus

Mit Blick auf das neue Tesla-Werk in Brandenburg betonte Svolt-Europa-Präsident Kai-Uwe Wollenhaupt: "Mit Tesla haben wir viel mehr Gemeinsames als Trennendes." Von den 3.000 Svolt-Mitarbeiter:innen weltweit seien 1.500 zurzeit in Forschung und Entwicklung tätig. Dadurch sei man "der erste Batteriehersteller und der einzige auf der Welt" mit einer kobaltfreien Batterie im Produktportfolio. Sie befinde sich derzeit schon in Fahrzeugtests auf der Straße und werde 2021 zum Verkauf stehen.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presseagentur

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Richtig argumentieren und selbstbewusst reden: So ziehe ich mein Publikum in den Bann

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Symbolfoto: Matheus Bertelli/Pexels

Weiterbildungsmaßnahmen bieten jedem Einzelnen die Möglichkeit, seine persönlichen Fähigkeiten und Berufskenntnisse individuell zu vertiefen. Aber auch gänzlich neues Terrain kann auf Weiterbildungsebene erkundet werden – warum nicht einmal etwas näher studieren, was man immer schon mal wissen wollte? Dank digitalem Zeitalter muss die (Weiter-)Bildung auch in Zeiten von Corona nicht auf der Strecke bleiben: Online-Seminare und -Weiterbildungsangebote können am heimischen PC ebenso effektiv und erfolgreich absolviert werden.

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Foto: Union Stiftung

Kommunikation verbessern und stärken

Die Online-Akademie der Union Stiftung Saarbrücken zum Beispiel bietet Seminare zu den unterschiedlichsten Themen an. So ist es unter anderem möglich, bestimmte Formen der persönlichen Kommunikation zu verbessern. Wer zum Beispiel seine Fähigkeit, ein Publikum mit Argumenten zu überzeugen und zu fesseln, stärken möchte, ist in dem Seminar „Rhetorik: Selbstbewusst kommunizieren und argumentieren“ gut aufgehoben. In dem Rhetorik-Crashkurs kann man in nur drei Stunden das Wichtigste über Rhetorik, Argumentation und selbstbewusstes Auftreten lernen. Im Programm enthalten sind außerdem gleich neun praktische Übungen, mit denen die Anleitung zur besseren Redepraxis gleich in die Tat umgesetzt werden kann. Vom Trainer Wladislaw Jachtchenko, einem professionellen Rhetorik-Experten, werden sechs Kerninhalte vermittelt, die letztendlich jeden in die Lage versetzen, ein Publikum in den Bann zu ziehen.

Rhetorik, selbstbewusst reagieren & überzeugen

Manipulation entlarven und dagegenhalten

Im Seminar „Schwarze Rhetorik: Manipulation durch Sprache“ vermittelt Wladislaw Jachtchenko rhetorische Techniken, um manipulative Menschen im täglichen Leben zu erkennen und ihnen souverän zu begegnen. Im Verlauf werden fünf Kerninhalte angesprochen wie z. B. Wie kann mich Sprache manipulieren? Welche Scheinargumente, sprachlichen Verzerrungen und manipulativen Tricks können mich aufs Glatteis führen? Durch die Demaskierung dieser Methoden sowie viele praktische Beispiele der sprachlichen Manipulation aus dem Alltag lernen die Teilnehmer, diese zu durchschauen und ihnen entsprechend zu begegnen.

Schwarze Rhetorik, Manipulation und Sprache

Beide Kurse sind für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet und sind – wie alle anderen Seminare der Online-Akademie – bis zum 31. Dezember 2020 kostenlos.

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Kontakt:
Union Stiftung
Steinstraße 10
66115 Saarbrücken
Telefon: 0681/70945-0

Internet: www.unionstiftung.de
Facebook: https://www.facebook.com/UnionStiftung
Twitter: https://twitter.com/UnionStiftung
  

 

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Musterhygieneplan für Schulen im Saarland aktualisiert

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Bildungs- und Gesundheitsministerium haben den Musterhygieneplan für Schulen im Saarland angepasst. Symbolfoto: Matthias Balk/dpa-Bildfunk

Die Änderungen des Musterhygieneplans für Schulen im Saarland betreffen unter anderem die Maskenpflicht. Auch die Bestimmungen für Veranstaltungen wurden aktualisiert. Die geänderten Bestimmungen im Einzelnen:

Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (MNB)

Im Schulgebäude besteht Maskenpflicht vom Betreten bis zum Tisch im Klassen- oder Kursraum, sowie generell in den Fluren, Gängen, Treppenhäusern, im Sanitärbereich, beim Pausenverkauf sowie in der Mensa, im Verwaltungsbereich und Lehrerzimmer. 

Im Unterricht gilt die Maskenpflicht für Schüler:innen bis einschließlich der Jahrgangsstufe 4 nicht. Auch im Freien muss kein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Die Schule kann die Pflicht hier auch nicht individuell einführen. 

Die Pflicht gilt für alle Personen, soweit im Einzelfall keine medizinischen Gründe dagegen sprechen. Diese müssen durch ein ärztliches Attest belegt werden. Grundsätzlich ist auch das Einhalten des Mindestabstandes zu beachten.

Feste Gruppen zur Reduzierung möglicher Kontaktpersonen

Um die Zahl der Kontaktpersonen zu verringern, soll einer stetigen Durchmischung von Gruppen vorgebeugt werden, indem möglichst feste Gruppen beibehalten werden.

Für die gymnasiale Oberstufe sowie für die Abschlussjahrgänge der allgemeinbildenden Schulen (Klassenstufen 9 und 10 der Gemeinschaftsschule) ist das der jeweilige Jahrgang. Bei den Abschlussjahrgängen an den beruflichen Schulen gilt dies nur dann, wenn eine Reduktion auf Abschlussklassen nicht möglich ist. Förderschulen teilen ihre Schüler:innen unabhängig von der Jahrgangsstufe in möglichst kleine feste Gruppen ein.

Für alle anderen Schüler:innen gilt die jeweilige Klasse als feste Gruppe. Wenn eine klassenweise Trennung nicht möglich ist, also Schüler:innen aus verschiedenen Klassen in einer Lerngruppe zusammenkommen, soll eine "blockweise" Sitzordnung und ein Mindestabstand zwischen den Teilgruppen eingeführt werden.

In den Unterrichtsräumen müsse eine möglichst feste Sitzordnungen eingehalten werden. Diese soll zudem für mögliche Nachverfolgungen der Gesundheitsämter dokumentiert werden.

Personal in möglichst wenig verschiedenen Gruppen eingesetzt

Lehrkräfte sollen in möglichst wenig verschiedenen Gruppen eingesetzt werden. Beim Personaleinsatz sollen deshalb möglichst Lehrercluster (zum Beispiel Jahrgangsteams) gebildet werden. Davon ausgenommen sind die gymnasialen Oberstufen oder Oberstufenverbünde an Gemeinschaftsschulen, Gymnasien und beruflichen Schulen.

Auch in der Betreuung sollten klassenbezogene feste Gruppen mit möglichst konstantem Betreuungspersonal gebildet werden. Wenn die Betreuung mehrerer Gruppen unumgänglich ist, muss der Mindestabstand eingehalten werden. 

Schulfremde Personen in der Schule und Veranstaltungen

Eltern und Erziehungsberechtigte sollten Besuche in den Schulen auf das Nötigste reduzieren. Gespräche sollten bevorzugt telefonisch oder über die Online-Schule Saarland geführt werden. Schulfremde Personen können nur dann in Unterricht und Betreuung einbezogen werden, wenn dies für das Aufrechterhalten des Betriebs oder die Beurteilung von Lehramtsanwärter:innen erforderlich ist.

Veranstaltungen in der Schule wie zum Beispiel Schulfeste, Tage der offenen Tür oder Berufsmessen, sind untersagt. 

Schulfahrten und außerschulische Lernorte

Grundsätzlich erlaubt sind Unterrichtsgänge und Schulwanderungen. Die festen Gruppen können Lernorte im Freien (zum Beispiel Waldbiotop, Bachexkursion) bei Beachtung der allgemeinen Hygieneregeln besuchen. Auch hier gilt draußen keine Maskenpflicht sofern der Mindestabstand eingehalten wird. 

Auf Besuche von Lernorten in Innenräumen ist dagegen zu verzichten, es sei denn diese verfügen über ein Infektionsschutzkonzept. Dies ist etwa bei Theatern oder Museen oftmals der Fall. 

Sonder- oder Klassenfahrten sind untersagt. Auch Betriebspraktika in allgemeinbildenden Schulen finden nicht statt. Betriebspraktika für Schüler:innen an beruflichen Schulen können durchgeführt werden.

Weitere Änderungen im Musterhygieneplan

Auch für das Lüften und den Infektionsschutz im Fachunterricht, insbesondere für den Schulsport, den Musikunterricht, Darstellendes Spiel sowie den Religions- und Ethikunterricht wurden neue Regelungen getroffen. Der aktualisierte Musterhygieneplan ist auf der Homepage der Landesregierung nachzulesen. 

Verwendete Quellen:
- Pressemitteilung des Bildungsministeriums

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Kulturbranche im Saarland: "Das Sterben hat schon begonnen"

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Die Corona-Krise könnte im Saarland zum Sterben der Veranstaltungs- und Kulturbranche führen. Symbolbild von Aktion "Night of Lights": BeckerBredel

"Das Sterben hat schon begonnen", erklärte Jens Spallek, Vorsitzender des Corona-Ausschusses im Pop-Rat Saarland bei einer Diskussion am Montag in Saarbrücken. Wie auch der zweite Vorsitzende, Künstler und Eventmanager Julian Blomann verdeutlichte, würden viele Locations, die nun Insolvenz anmelden müssen, auch nicht mehr öffnen. Das berichtet die Nachrichtenagentur "EPD". Die Branche brauche Klarheit darüber, wie es weitergehen könnte.

Saarland kulturell von Nachbarn abgehängt

Dabei wecke die Corona-Krise auch die Hoffnung auf ein Umdenken in der Politik. Diese müsse der Kultur mehr Bedeutung beimessen. Die Veranstaltungsbranche sei eine wichtige Säule für Zukunft und Attraktivität des unter Bevölkerungsschwund leidenden Saarlandes. Dieses sei kulturell längst von Luxemburg, Rheinland-Pfalz und Städten in Lothringen abgehängt worden. Hier hätten die Verantwortlichen erkannt, dass Popkultur Strukturpolitik sei, so Meyer laut "EPD".

Nicht nur die Zukunft von Künstlern steht auf dem Spiel

Zudem ginge es jetzt nicht nur um die Zukunft von Künstlern, sondern auch um die von anderen Beschäftigten in der Veranstaltungsbranche, vom Kartenabreißer bis zum Bühnenbauer. Bei den meisten Betroffenen sei von den versprochenen Hilfen bislang nichts angekommen. Viele Selbstständige, deren Einnahmen derzeit ausfallen, seien nicht berücksichtigt worden.

Politik lässt Worten keine Taten folgen

So sei etwa bislang unklar, wem die angekündigten November-Hilfen der Bundesregierung zugutekommen. Es stünde nicht fest, nach welchen Kriterien diese beantragt werden können. Der Dialog mit der Politik im Saarland sei zwar ergiebig, allerdings folgten den Worten keine Taten. "Man hat den Eindruck, gegen eine Wand zu reden", zitiert die "EPD" Spallek.

Digitale Angebote bringen kaum Spenden

Digitale Angebote konnten die Ausfälle von Veranstaltungen bislang nicht ersetzen. Dabei fehle nicht nur der direkte Kontakt zum Publikum. Vielmehr zeigten die Erfahrungen im ersten Lockdown, dass zwar viele Menschen zusehen, jedoch kaum Spenden fließen. "Wir haben noch drauf gezahlt", berichtete Spallek. Das könnten sich die Kulturschaffenden nun nicht mehr leisten.

Verwendete Quellen:
- Evangelischer Pressedienst

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Schüler:innen und Lehrkräfte im Saarland wollen weitere Corona-Maßnahmen

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Schüler:innen und Lehrkräfte im Saarland fordern weitere Corona-Maßnahmen. Foto: Felix Kästle/dpa-Bildfunk

Lehrkräfte und Schüler:innen fordern weitere Corona-Maßnahmen im Saarland. Zwar sei es dringend notwendig, Betreuungseinrichtungen und Schulen offenzuhalten, solange es möglich ist. Doch das müsse durch angemessene Hygiene- und Quarantäneregeln gewährleistet werden, teilten Landesschülervertretung und sechs Lehrer:innenverbände mit.

Forderung nach Wechselunterricht

Sollte der Schutz der Lehrkräfte, Betreuer:innen und Schüler:innen nicht mehr gewährleistet werden, so müsse über andere Formen des Unterrichts nachgedacht werden. Die Verbände nannten in ihrer gemeinsamen Erklärung den Hybridunterricht, also den Wechsel zwischen Präsenz- und Online-Unterricht.

Verbände: Gefährdung durch neue Quarantäne-Regel

Die Situation in den Schulen sei angespannt, wöchentliche Änderungen der Hygienemaßnahmen forderten die Lehrkräfte und die Schulleitungen. Von einem "normalem Unterrichtsbetrieb" könne schon lange keine Rede mehr sein. Zudem würde durch die neue Quarantäneregel die gesundheitliche Gefährdung für Lehrkräfte und Schüler:innen fahrlässig in Kauf genommen. Sie sieht vor, dass nur noch die allerengsten Kontaktpersonen und direkten Verwandten der infizierten Person in Quarantäne müssen.

ÖPNV überfüllt

Auch im ÖPNV gibt es aus Sicht der Schüler:innen und Lehrkräfte Probleme. So seien Schulbusse, Züge und Saarbahnen weiter überfüllt. Die Maskenpflicht würde an Haltestellen häufig nicht eingehalten.

Schüler:innen schließen sich mit Lehrkräften zusammen

An der Erklärung waren neben der Landesschülervertretung auch der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband, der Philologenverband, der Verband der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen, der Verband der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen, die Bildungsgewerkschaft und der Verband der realen Bildung beteiligt.

Die Forderungen im Einzelnen

- bedachter Übergang zu Formen des Wechselunterrichts
- angemessene und einheitliche Quarantänemaßnahmen, die Lehrkräfte und Schüler:innen bestmöglich schützen
- Unterstützung der Lehrkräfte durch "Schulhelfer" bei außerunterrichtlichen Tätigkeiten (zum Beispiel Pausen- oder Fluraufsicht)
- verbesserte und verlässliche Handlungsanweisungen für den Sportunterricht
- zeitnahe Einstellung weiterer Lehrkräfte zur Kompensation von Ausfällen durch Krankheit, Quarantäne und ähnlichem
- Entlastung des ÖPNV

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Landesschülervertretung Saarland, 17.11.2020

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Batterien für E-Autos: Mega-Projekt im Saarland geplant

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2.000 Arbeitsplätze sollen entstehen. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa-Bildfunk

Das Unternehmen "SVOLT" will im Saarland zwei Werke für E-Autobatterien bauen. Das Projekt wurde am heutigen Dienstag (17. November 2020) vorgestellt.

Mega-Projekt im Saarland geplant

Die Zellfabrik soll demnach im Gewerbegebiet Linslerfeld in Überherrn gebaut werden, die Modul- und Pack-Montage soll am Standort Heusweiler (ehemaliger Laminatepark) stattfinden. Insgesamt will "SVOLT" den Plänen zufolge 300.000 bis 500.000 Batterien im Jahr herstellen.

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Zwei Standorte sind geplant. Screenshot: Imagefilm

Großer Arbeitgeber im Saarland

Der Produktionsstart ist ab Mitte 2022 angesetzt. Bis zu 2.000 neue Arbeitsplätze sind geplant. "SVOLT" wäre damit einer der größten Arbeitgeber des Saarlandes. Die Höhe der Investitionen beläuft sich auf bis zu zwei Milliarden Euro.

Mehr Informationen in Kürze!

Verwendete Quellen:
- Pressekonferenz

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Appell nach Corona-Gipfel: Kontakte noch mehr reduzieren

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Kanzlerin Merkel (Mitte) stellte die Ergebnisse der Ministerpräsidentenkonferenz zusammen mit Berlins Regierendem Bürgermeister Müller (links) und Bayerns Ministerpräsidenten Söder vor. Foto: Odd Andersen/AFP/POOL/dpa-Bidfunk

Bund und Länder haben sich darauf verständigt, für die nächsten Tage erst einmal keine weiteren Verbote und verbindlichen Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu erlassen. Auch die Schulen sollen weiter geöffnet bleiben.

Kontakte deutlich reduzieren

Nach einer Video-Konferenz riefen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten die Bürger am Montagabend (16. November 2020) allerdings dringend dazu auf, ihre privaten Kontakte noch einmal deutlich zu reduzieren. Am 25. November soll es zudem weitere Beratungen und - wenn die Zahl der Infizierten und schwer Erkrankten bis dahin nicht stark gesunken ist - womöglich auch weitere rechtlich bindende Einschränkungen geben.

Auf private Feiern verzichten

Da die Infektionszahlen immer noch hoch seien, sollte jeder gänzlich auf private Feiern verzichten und Zusammenkünfte mit Freunden und Bekannten auf einen festen weiteren Hausstand beschränken, heißt es im Beschluss von Bund und Ländern.

Merkel: "Jeder Kontakt, der nicht stattfindet, ist gut"

"Jeder Kontakt, der nicht stattfindet, ist gut", sagte Merkel. Die Bundeskanzlerin erklärte, ihr Ziel sei es bei den Beratungen in der kommenden Woche, mehr "Berechenbarkeit" zu erreichen für die Bürger - auch über das Jahresende hinaus.

Noch keine Trendwende

Merkel betonte, das "exponentielle Wachstum" der Pandemie sei zwar durch die Ende Oktober beschlossenen Maßnahmen erst einmal gestoppt worden - es sei aber deutlich zu erkennen, dass "eine Trendumkehr noch nicht erreicht ist".

Ältere und Vorerkrankte erhalten günstige FFP2-Masken

Besonders gefährdete Menschen sollen künftig durch günstige FFP2-Masken vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus bewahrt werden. Über 65-Jährige und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen sollen insgesamt 15 dieser Masken gegen eine geringe Eigenbeteiligung erhalten können. Die Kosten übernimmt laut Beschluss der Bund.

Kliniken sollen unterstützt werden

Merkel betonte, dass auch erneut eine finanzielle Unterstützung für Kliniken kommen solle, die nun zugunsten von Corona-Behandlungen Operationen zurückstellen. Dies solle diesmal besser gesteuert werden, anders als mit pauschalen Regeln wie im Frühjahr. Die große Koalition plant dafür wieder Ausgleichszahlungen für frei gehaltene Kapazitäten, aber nicht für alle, sondern nur für bestimmte Kliniken in Regionen mit hohen Corona-Fallzahlen. Niedersachsen, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg machten dagegen nach den Beratungen Bedenken geltend.

Söder: "Wenig Hoffnung"

"Ich habe wenig Hoffnung, dass Ende November alles wieder gut ist", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Man müsse die Maßnahmen deshalb "lieber verlängern, statt vorzeitig abzubrechen". Seine Losung sei: "Im Zweifel müssen wir auf Sicherheit setzen." Die Neuinfektions-Zahlen hätten zwar begonnen zu stagnieren, sagte Söder, aber: "Es reicht noch nicht." Ziel müsse sein, die Zahlen so stark zu senken, dass Infektionsketten wieder nachverfolgt werden könnten.

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Söder will die Maßnahmen lieber verlängern als abbrechen. Foto: Odd Andersen/AFP/POOL/dpa-Bildfunk

Müller: Winter wird "nicht einfach"

"Wir haben viel erreicht, aber noch längst nicht genug", betonte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, (SPD). "Die Wintermonate werden nicht einfach werden", so Müller, der momentan Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) ist.

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Noch nicht genug erreicht wurde aus Sicht von Müller. Foto: Odd Andersen/AFP/POOL/dpa-Bildfunk

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Gedenkkranz in St. Wendel gestohlen

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Der Landrat hatte den Kranz in Gedanken an die Reichspogromnacht abgelegt. Foto: Udo Recktenwald/Facebook

Unbekannte haben in St. Wendel einen Gedenkkranz gestohlen. Er war zuvor vom Landrat in Gedenken an die Reichspogromnacht neben einer Stele in der Kelsweiler Straße abgelegt worden, teilte die Polizei mit.

Polizei sucht Hinweise

Die Tat ereignete sich demnach bereits in der Nacht auf Mittwoch (11. November 2020). Nachdem die Suche nach dem Kranz in der näheren Umgebung nicht erfolgreich gewesen war, nahmen Polizist:innen die Ermittlungen auf. Sie hoffen jetzt auf Hinweise. Die Beamt:innen sind telefonisch unter (06851)8980 zu erreichen.

Es ist eine Schande. Was geht in solchen Menschen vor sich? Der vom Landkreis am Standort der ehemaligen Synagoge am 9....

Gepostet von Udo Recktenwald am Mittwoch, 11. November 2020

Die Gedenkstätte befindet sich am einstigen Standort der St. Wendeler Synagoge. Landrat Udo Recktenwald (CDU) hatte den Kranz dort am 9. November abgelegt.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung der Polizeiinspektion St. Wendel, 17.11.2020
- Facebook-Post von Udo Recktenwald, 11.11.2020
- YouTube-Video des Landkreises St. Wendel, 09.11.2020

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Regionalverband und Kreis St. Wendel melden Corona-Fälle in Senioreneinrichtungen

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Die Fälle traten in Senioreneinrichtungen auf. Foto: Patrick Pleul/dpa-Bildfunk

Der Regionalverband Saarbrücken und der Landkreis St. Wendel haben am Montag (16. November 2020) Corona-Fälle in Senioreneinrichtungen gemeldet. Betroffen sind demnach Heime in Saarbrücken, Sulzbach und Nonnweiler.

Fälle in Saarbrücken und Sulzbach

Laut Regionalverband sei in der Saarbrücker Einrichtung ein weiterer Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden. Insgesamt seien hier derzeit 27 Bewohner:innen infiziert. In einer Senioreneinrichtung in Sulzbach gebe es vier weitere Fälle. Damit wurden dort bislang 21 Bewohner:innen positiv getestet.

Bewohner in Nonnweiler infiziert

Bei der Einrichtung im Kreis St. Wendel handelt es sich um ein Pflegeheim in der Gemeinde Nonnweiler. Der Test eines Bewohners sei Verwaltungsangaben zufolge positiv ausgefallen. Am Mittwoch sollen elf Mitarbeiter:innen und 30 Bewohner:innen getestet werden.

Wie viele Bewohner:innen von Senioreneinrichtungen derzeit im Saarland infiziert sind, ist unklar. Nicht alle Gemeindeverbände melden die Fälle proaktiv.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des Regionalverbands Saarbrücken, 17.11.2020
- Mitteilung des Landkreises St. Wendel, 17.11.2020

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Hans: Wann immer möglich auf Zusammenkünfte verzichten

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Laut Hans ist die Corona-Lage weiter angespannt. Foto: BeckerBredel

Nach Corona-Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den anderen Landesregierungen hat Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) die Saarländer:innen aufgerufen, ihre Kontakte zu reduzieren. "Wir haben nur dann eine Chance, wenn wir dem Virus sein Futter entziehen", mahnte er am Montagabend (16. November 2020).

Hans: Eigenes Verhalten auf Prüfstand stellen

"Deshalb bitte ich alle Menschen im Saarland, jenseits von Ge- und Verboten, das eigene Verhalten auf den Prüfstand zu stellen und wann immer es möglich ist, auf Zusammenkünfte zu verzichten." Hans ergänzte: "Mit jedem Treffen, auf das wir verzichten, machen wir es Sars-CoV-2 schwerer, sich zu verbreiten."

Lage weiter angespannt

Obwohl es gelungen sei, die Entwicklung der Infektionszahlen in der Pandemie ein wenig zu bremsen, sei die erhoffte Trendwende bisher ausgeblieben. Die Lage im Gesundheitswesen sei nach wie vor angespannt. "Klar ist: Wir brauchen eine gesamtgesellschaftliche Kraftanstrengung, um das Infektionsgeschehen über die Wintermonate zu kontrollieren", betonte der saarländische Ministerpräsident.

Erneute Beratungen geplant

In den kommenden Tagen lasse sich genauer sehen, ob die bisherigen Maßnahmen ausreichten. In der kommenden Woche werde erneut gemeinsam beraten werden, wie es über den November hinaus weitergehe, erklärte Hans.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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Zahl der Briefkästen im Saarland geht zurück

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Immer weniger Briefkästen gibt es im Saarland. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Bildfunk

Im Saarland gibt es immer weniger Briefkästen. Die Zahl sei in den vergangenen zehn Jahren um 4,5 Prozent gesunken, geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Markus Tressel (Grüne) hervor. Zuvor hatte der "SR" darüber berichtet.

Zahl der Briefkästen geht zurück

Demnach gab es 2010 noch 1.253 Briefkästen im Saarland. Heute sind es nur noch 1.196. Damit ist der Rückgang an der Saar deutlich höher als im Bundesdurchschnitt (Bund: 2,7 Prozent). Den Landkreis Merzig-Wadern traf es mit einem Rückgang von 7,7 Prozent besonders hart.

Mehr Beschwerden bei der Post

Aus der Antwort geht zudem hervor, dass sich immer mehr Leute bei der Deutschen Post beschweren. Tressel führt das im Rundfunksender auf die fehlende Montagszustellung, die sinkende Zahl an Postkästen mit Nachmittagsleerung und den Umstand zurück, dass die Post zu lange unterwegs sei.

Verwendete Quellen:
- Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage: Grundversorgung im Bereich des Postwesens im Saarland (PDF)
- Saarländischer Rundfunk

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Zwei weitere Corona-Tote im Saarland

Im Saarland sind zurzeit 2.097 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl ergibt sich aus den Daten, die das Gesundheitsministerium mit Stand vom Montag (16. November 2020), 18.00 Uhr, veröffentlicht hat. 

49 Neuinfektionen gemeldet

Demnach stieg die Gesamtzahl der gemeldeten Infektionen um 49 auf jetzt 10.522 Fälle. Bislang sind 233 Menschen im Saarland in Verbindung mit SARS-CoV-2 gestorben. Das sind zwei mehr als am Vortag. Dabei handelt es sich um Personen aus den Landkreisen Saarlouis und Neunkirchen (Gemeinde Eppelborn). Als geheilt gelten inzwischen 8.192 Menschen (+290).

Von den an Covid-19 erkrankten Patient:innen werden momentan 200 stationär behandelt (+10). Davon liegen 51 auf der Intensivstation (+/-0).

Die Gesamtfälle teilen sich wie folgt auf die Landkreise und den Regionalverband auf:
- Saarbrücken: 3.832 (+17 gegenüber dem Vortag)
- Saarlouis: 2.089 (+7)
Saarpfalz: 1.261 (+16)
- Neunkirchen: 1.359 (+5)
- Merzig-Wadern: 1.055 (+1)
- St. Wendel: 926 (+3)

Wie die Statistik zustande kommt

Das saarländische Gesundheitsministerium versendet einmal am Tag Angaben zu der Entwicklung der Coronavirus-Zahlen. Es weist darin nur Fälle auf, die von den Gesundheitsämtern der Landkreise und des Regionalverbands bestätigt wurden. Über die tägliche Anzahl der Tests macht das Ministerium keine Angaben.

Begriffserklärung

Zahl der Fälle: Sie gibt die Gesamtzahl der Fälle im Saarland seit dem ersten Auftreten des Coronavirus an. Sie zeigt damit nicht an, wie viele Menschen zum aktuellen Zeitpunkt mit dem Virus infiziert sind. Genesene und Tote werden aus dieser Zahl nicht herausgerechnet.

Zahl der Genesenen: Sie gibt die Gesamtzahl der Personen an, die mit dem Coronavirus infiziert waren und inzwischen wieder geheilt sind.

Zahl der Toten: Sie zeigt die Gesamtzahl der Menschen an, die in Verbindung mit einer Corona-Infektion gestorben sind.

Zahl der aktiven Infektionen: Sie zeigt die aktuelle Zahl der Personen an, die das Coronavirus in sich tragen. Sie ergibt sich aus der Differenz aus der Gesamtzahl der Fälle und der Zahl der Geheilten sowie der Zahl der Toten.

Zahl der Intensivpatienten: Sie gibt die aktuelle Zahl der Personen an, die sich mit einer Coronavirus-Infektion auf einer Intensivstation befinden.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des saarländischen Gesundheitsministeriums, 16.11.2020
- Landkreis Saarlouis: Corona-Ticker November 2020, 16.11.2020
- Newsticker für das Covid-19-Virus im Landkreis Neunkirchen, 16.11.2020
- eigene Recherche

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In Verbindung mit dem Coronavirus sind im Saarland bislang 233 Menschen gestorben. Foto: Kay Nietfeld/dpa-Bildfunk

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Wetterlöwe von Saarbrücken kehrt mit neuer Zeitkapsel-Nachricht auf Altes Rathaus zurück

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Mitarbeiter der Firma Güth brachten den Kupferblech-Löwen mithilfe zweier Kräne zurück auf die Spitze des Alten Rathauses. Foto: Becker & Bredel.

Der Wetterlöwe von Alt-Saarbrücken musste im Februar von seinem angestammten Platz auf dem Dach des Alten Rathauses entfernt werden. Schuld war der Orkan Sabine.

Zeitkapsel im Inneren des Wetterlöwen gefunden

Bei näherer Untersuchung fand man im Inneren des Löwen eine Zeitkapsel. Die enthielt eine handschriftliche Botschaft über die Entstehung und den Urheber des Kunstwerkes. Laut der Nachricht fertigte der Saarbrücker Goldschmiedemeister Karl Mittermüller, der am 7. Februar 1912 in Fraulautern geboren wurde, den Löwen zusammen mit Willi Gessner im Auftrag der Stadt Saarbrücken an. Am 19. März 1953 wurde das Werk für 222.000 Franc fertiggestellt. 

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Die Zeitkapsel aus dem Turmlöwen mit der Botschaft aus dem Jahr 1953. Foto: Stephan Hett/ Regionalverband Saarbrücken.

Weitere Nachricht ergänzt

Nun wurde der 40 Kilogramm schwere Wetterlöwe aus Kupferblech wieder auf dem Alten Rathaus angebracht. Vor der mehrstündigen Wiedermontage ergänzte Regionalverbandsdirektor Peter Gillo die Zeitkapsel um eine eigene Nachricht. Darin berichtet er über die aktuellen Geschehnisse und die neuerliche Installation. Der genaue Inhalt bleibt jedoch geheim, bis der Löwe eines Tages wieder geöffnet werden muss.

Löwe wieder auf dem Alten Rathaus montiert

Die Instandsetzung erwies sich als schwierig und aufwendig, da die vorhandene Befestigungskonstruktion nicht wiederverwendet werden konnte. Aufgrund der Lage an der Turmspitze mussten für die verstärkte Neukonstruktion umfassende statische Berechnungen vorgenommen werden. Die kosten übernahm die Versicherung.

Verwendete Quellen:
- Pressemitteilung des Regionalverbandes

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