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Luxemburg geht wohl in Teil-Lockdown

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Premierminister Xavier Bettel stellte die Pläne am Montag vor. Foto: John Thys/AFP Pool/dpa-Bildfunk

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie verschärft Luxemburg seine Maßnahmen: Voraussichtlich ab diesem Donnerstag (26. November 2020) müssen Gastronomie sowie wie Kultur- und Freizeiteinrichtungen bis zum 15. Dezember schließen.

Parlament muss erst abstimmen

Ein entsprechendes Gesetz hat die Luxemburger Regierung am Montag auf den Weg gebracht. Nach derzeitiger Planung soll das Parlament am Mittwoch darüber abstimmen, sodass die neuen Regeln in der Nacht zum Donnerstag in Kraft treten könnten.

So soll der Teil-Lockdown aussehen

Vorgesehen ist auch eine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen. Es dürfen dann nur noch maximal zwei Personen, die nicht zum Haushalt gehören, eingeladen werden. Bisher lag die Zahl bei vier Personen. Laut Gesetz müssen Kinos, Theater und Fitnessstudios dicht machen, Museen und Bibliotheken bleiben offen. Der Schulbetrieb soll weiterlaufen, für obere Klassen soll es Wechselunterricht zwischen Präsenz und "Homeschooling" geben.

Weiter nächtliche Ausgangssperre

Luxemburg kämpft seit Wochen gegen hohe Corona-Infektionszahlen. Die bisherigen Maßnahmen hätten aber nicht gereicht, um einen Trend nach unten zu bekommen, sagte Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel. Seit Ende Oktober gilt in Luxemburg eine nächtliche Ausgangssperre von 23 bis 6 Uhr und eine verstärkte Maskenpflicht - immer dort, wo mehr als vier Personen zusammentreffen.

Luxemburg hart getroffen

Die neue Corona-Welle hat das zweitkleinste Land der EU mit gut 600.000 Einwohnern hart getroffen. Die sogenannte Inzidenzrate, also die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner, lag zuletzt bei 641 (9. bis 15. November). In der Woche davor hatte sie bei 659, in den sieben Tagen davor bei 750 gelegen. Zum Vergleich: In Deutschland lag die Rate am Montag bei rund 143.

266 Menschen sind in Luxemburg bislang in Zusammenhang mit einer Infektion gestorben (Stand 22. November). 226 Menschen befinden sich in Kliniken, davon 45 auf Intensivstationen.

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur

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