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Bürger:innenbefragung zur Kriminalität in Saarbrücken startet

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Die Johanneskirche gilt als einer der Kriminalitätsschwerpunkte in Saarbrücken. Foto: Fabian Scholl/SOL.DE

Das saarländische Innenministerium startet kommende Woche mit einer Bürger:innenbefragung. 4.000 zufällig ausgewählte Bewohner:innen Saarbrückens sollen ab dem 1. Dezember ihre Einschätzungen zur Kriminalität und dem Sicherheitsgefühl in der Landeshauptstadt abgeben, teilte das Ministerium am heutigen Donnerstag (26. November 2020) mit.

Analyse zu Kriminalität in Saarbrücken

Die Bürger:innenbefragung ist ein Baustein der "Kriminologischen Regionalanalyse für Saarbrücken". Sie wurde in Auftrag gegeben, nachdem die Stadt als Kriminalitätsschwerpunkt im Saarland identifiziert worden ist. Saarbrücken liegt - gemessen an Straftaten je 100.000 Einwohner - auf Platz vier der kriminellsten Großstädte Deutschlands, hinter Frankfurt, Berlin und Hannover.

An der Analyse arbeiten neben der Stadt und der Polizei auch Wissenschaftler:innen der Hochschule für Technik und Wirtschaft und Mitarbeiter:innen des Landesinstituts für Präventives Handeln. Die Analyse soll als "Grundlage für die weitere sicherheitsorientierte Arbeit der zuständigen Institutionen" dienen, so das Innenministerium.

Online-Umfrage für alle

Neben den 4.000 zufällig ausgewählten Einwohner:innen können auch sonst alle Saarbrücker:innen und Menschen, die sich privat oder beruflich regelmäßig in der Stadt aufhalten, ihre Meinung zum Thema Sicherheit abgeben. Eine Online-Umfrage wurde hier eingerichtet. Der Fragebogen ist auch auf Englisch, Französisch, Italienisch, Arabisch und Türkisch verfügbar.

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Von links nach rechts: Dr. Eric Planta (Leiter des Landesinstituts für Präventives Handeln), Georg Maringer (Vizepräsident HTW), Dr. Sandra Hahn (HTW), Innenminister Klaus Bouillon, Sybille Becker-Oehm (LHP), Uwe Conradt (Oberbürgermeister Stadt Saarbrücken), Sascha Grimm (Stadt Saarbrücken) und Landespolizeipräsident Norbert Rupp. Foto: Kathrin Thomas/Innenministerium

Bouillon: Je mehr Daten, desto aussagekräftiger das Ergebnis

Innenminister Klaus Bouillon (CDU) sagte, es sei wichtig, die Ursachen für die hohe Straftatbelastung in Saarbrücken herauszufinden, um zielgerichtete und wirksame Maßnahmen ergreifen zu können. Er appellierte an die Bürger:innen, an der Befragung teilzunehmen. "Je mehr Daten gesammelt werden können, umso aussagekräftiger wird das Ergebnis", so der Politiker.

Anonyme Teilnahme bis Silvester

Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig und bis zum 31. Dezember möglich. Das Innenministerium verspricht, dass alle Antworten nach den datenschutzrechtlichen Bestimmungen anonymisiert verbreitet werden, sodass im Nachhinein kein Rückschluss auf Personen möglich ist.

Verwendete Quellen:
- Mitteilung des saarländischen Innenministeriums, 26.11.2020

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