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Razzia in der Pflegebranche: Objekte im Saarland durchsucht

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Bei den Ermittlungen geht es um die illegale Beschäftigung in der Pflege. Foto: Christophe Gateau/dpa-Bildfunk

Zoll und Bundespolizei haben am Mittwoch (25. November) in 13 Bundesländern insgesamt 130 Wohnungen, Geschäftsräume und Steuerbüros durchsucht. Im Saarland wurden nach "SZ"-Angaben Razzien in sechs Objekten durchgeführt. Hintergrund sind Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Görlitz wegen illegaler Beschäftigung in der Pflegebranche, wie das Hauptzollamt Dresden mitteilte.

Ausländer:innen eingeschleust und illegal beschäftigt

In Polen nahm die dortige Staatsanwaltschaft Wohnungen und Firmen der drei Hauptbeschuldigten unter die Lupe. Sie und die 71 Auftragsvermittler in Deutschland sollen in größerem Umfang Ausländer:innen gewerbsmäßig eingeschleust und illegal beschäftigt, Lohn vorenthalten, veruntreut und geschätzt 14 Millionen Euro an Sozialversicherungsbeiträgen nicht abgeführt haben.

Auch Waffen, Bargeld und Gold sichergestellt

An dem Einsatz waren rund 1.000 Beamt:innen beteiligt. Sie stellten Datenträger, Vertrags- und Personal- sowie Unterlagen der Finanzbuchhaltung sicher. Auch Schusswaffen, Munition, knapp 60.000 Euro sowie Bargeld anderer Währungen und etwa ein Kilogramm Gold im geschätzten Wert von mehreren zehntausend Euro wurden konfisziert.

Razzien in 13 Bundesländern

Neben Razzien im Saarland gab es Durchsuchungen in Berlin, Niedersachsen, Thüringen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Hessen, Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Bremen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg.

Ermittlungen gegen Ukrainerinnen

Die Görlitzer Staatsanwaltschaft ermittelt zudem in knapp 1.400 Fällen vornehmlich gegen Ukrainerinnen wegen illegalem Aufenthalts. Sie sollen als Pflegerinnen im Auftrag der polnischen Firmen gearbeitet haben - ohne Genehmigung und wohl auch ohne die nötige Ausbildung.

Dabei wurden sie in der Regel durch die polnischen Firmen in ihrer Heimat angeworben und dann fast immer im Bereich des Lohndumpings in Deutschland beschäftigt. "Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen haben die polnischen Firmen so im Laufe der Zeit ein auf Profit ausgerichtetes bundesweites Netzwerk etabliert."

Verwendete Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur
- Saarbrücker Zeitung
- Mitteilung der Staatsanwaltschaft Görlitz, 26.11.2020

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